Avocadoöl: Das Wundermittel für schöne Haare

Avocadoöl: Das Wundermittel für schöne Haare

Trockene Haare, Frizz und Bad Hair Days kennst du nur zu gut? Herkömmliche Conditioner bringen oft nicht den Erfolg, den wir uns für diese Zwecke erhoffen. Aber wir haben das Wundermittel für schöne gepflegte Haare gefunden: Avocadoöl.

Avocadoöl für die Haare
© iStock | Svittlana
Avocadoöl: Alles über das Wundermittel für strapazierte Haare!

Was ist Avocadoöl?

Nicht nur mit unserer Haut, sondern auch mit unseren Haaren können wir viele Probleme haben: Trockene Längen, fettiger Ansatz, Frizz oder eine juckende Kopfhaut. Spliss entfernen würdest du auch gerne noch? Da stehen uns doch glatt die Haare zu Berge! Aber keine Sorge, für alle Probleme gibt es eine Lösung. Und wir haben sie: Avocadoöl. Aber was ist das eigentlich? Avocadoöl wird, wie der Name es vermuten lässt, aus dem Fruchtfleisch der Avocados hergestellt. Und das findet nicht nur in deiner Haarpflege einen Platz, auch deine Haut und dein Körper können von den nährenden Eigenschaften und den zahlreichen Vitaminen profitieren. Das geht übrigens auch ganz einfach selbst! Besonders vorteilhaft ist, dass du vom Avocadoöl gar nicht so viel Produkt brauchst und deshalb deutlich länger damit auskommst als mit herkömmlichen Conditionern oder anderen Produkten für die Haut und den Körper. Und das auch noch mit mehr Pflegewirkung! Beim Avocadoöl gibt es zwei verschiedene Typen: kaltgepresstes und raffiniertes Avocadoöl. Bei beiden Arten handelt es sich ganz einfach um das Öl der Avocadofrucht. Möchtest du es für deine Haare, deinen Körper oder deine Haut anwenden, achte darauf, dass du kaltgepresstes Öl wählst. Die anderen Herstellungsarten lassen zu viele Nährstoffe aus der Frucht verschwinden, die das beanspruchte Haar gut gebrauchen kann. 

Avocadoöl: Die Herstellung

Die Herstellung von Avocadoöl ist gar nicht so schwer. Du kannst dir entweder ein fertig gepresstes Öl kaufen, wenn du es schneller haben willst, unsere Empfehlung: Das Naissance native kaltgepresste Avocadoöl für ca. 8 Euro mit über 1.600 positiven Bewertungen! Es ist auch ganz einfach selbst herzustellen, allerdings nicht als kaltgepresstes Öl, denn dazu brauchst du einen sogenannten Tricanter, der wahrscheinlich nicht unbedingt bei dir Zuhause rumliegt. Hast du keinen Tricanter im Küchenschrank, setzt du auf die nicht kaltgepresste Variante.

Das brauchst du:

  • 2 kg essreife Avocados
  • Kokosöl
  • Kochtopf
  • Geschirrhandtuch
  • Schüssel
  • Behältnis für das Öl

So geht das selbstgemachte Avocadoöl:

  1. Schäle und entkerne die Avocados! Danach müssen sie noch kleingeschnitten werden. Das funktioniert alles mit dem OXO Good Grips 3-in-1-Avocadoschneider für ca. 11 Euro. Damit geht es ganz einfach - finden auch die 45.000 Nutzer auf Amazon!
  2. Die kleingeschnittenen Avocados kommen in den Kochtopf, dazu wird noch etwas Kokosöl hinzugefügt und alles wird püriert.
  3. Lasse die Masse so lange köcheln, bis sie sich dunkelgrün verfärbt.
  4. Lege das Geschirrhandtuch auf die Schüssel und fülle die Masse in das Tuch.
  5. Hat sich die Masse etwas abgekühlt, fängst du an, die Masse im Tuch zu pressen. Jetzt sollte sich das Öl in der Schüssel sammeln.
  6. Hast du das ganze Öl aus den Avocados heraus gepresst, kannst du es in ein Behältnis füllen und es im Kühlschrank lagern! Unsere Empfehlung: Pipettenflaschen aus dunklem Glas, zum Beispiel die von Ferry Pier für ca. 13 Euro. Das dunkle Glas schützt das Öl vor der Sonneneinstrahlung, durch die es schneller verdirbt.

Tipp: Avocadoöl ist zwar in seiner Wirkung durch seine ungesättigten Fettsäuren wie Ölsäure und Palmitoleinsäure besonders gut als Nahrungsmittel geeignet, aber auch für Haut, Haare und Körper, einen Nachteil hat die Frucht allerdings: Avocados weisen eine schlechte Ökobilanz auf. Das Hauptanbaugebiet der Avocados liegt in Südamerika, deshalb haben sie einen CO2-intensiven Transport hinter sich, bevor wir aus ihrem Fruchtfleisch und ihren Inhaltsstoffen in der Pressung Kosmetik herstellen. Oder sie im Bio-Supermarkt im Regal liegen. Während des Wachstums und der Ernte wird sehr viel Wasser verbraucht, zudem werden in den Anbaugebieten der Früchte für den Anbau unzählige Hektar Wald illegal gerodet. Möchtest du die Wirkung der Inhaltsstoffe der Avocado für deine Haarpflege trotzdem genießen, achte darauf, dass du sie immer nur in Maßen kaufst und sie auch wirklich verwendet werden. Außerdem kannst du noch auf bestimmte Siegel achten, wie auf das Bio-Siegel.

Möchtest du nach anderen Ölen, zum Beispiel als Gesichtsöle Ausschau halten, haben wir hier noch einige Artikel für dich: KamelienölZinköl, Ingweröl, Hanföl, Mandelöl oder Weizenkeimöl.

So wirkt Avocadoöl für die Haare

Avocadoöl hat eine ähnliche Wirkung wie Conditioner oder Haarmasken. Es sorgt für geschmeidige und glatte Haare! Allerdings wirkt das natürliche Öl noch viel besser: Denn bei einem Conditioner wird lediglich die Haaroberfläche geglättet. Durch das Avocadoöl wird nicht nur die Haaroberfläche geglättet, wodurch der gepflegte Effekt entsteht, die Haarschichten können das Öl auch in sich aufnehmen und werden so wirklich gepflegt. Du fragst dich, welche Inhaltsstoffe im Avocadoöl sind und wogegen sie helfen? Dann haben wir hier eine kleine Erklärung für dich.

  • Avocadoöl hat einen Anteil von ganzen 70 Prozent ungesättigter Fettsäuren. 15 Prozent der ungesättigten Fettsäuren sind sogar mehrfach ungesättigt. Diese Fette können tief in das Haar eindringen und sorgen so dafür, dass kaputtes Haar wieder glänzt und sich weich und geschmeidig anfühlt. Besonders wichtig in den ungesättigten Fettsäuren sind hier die Anteile an Ölsäuren und Palmitoleinsäure. Nimmst du diese durch die Avocados als Nahrung auf, können sie sogar Krankheiten vorbeugen.
  • Es ist besonders reichhaltig durch ihren Anteil an Vitaminen und Nährstoffen, so finden sich Vitamin A, Vitamin C, Vitamin D und Vitamin E im Avocadoöl. Durch die kaltgepresste Herstellungsart gehen diese auch nicht verloren.
  • Phystosterine sorgen dafür, dass sich das Öl gut verteilen lässt und schnell einzieht.
  • Magnesium, Kalium, Kalzium und Eisen sind Bestandteile des Avocadoöls. Es ist also ein echter Kraft-Booster für deine trockenen, kaputten Haare.
  • Bei regelmäßiger Anwendung legt sich eine Art Schutzfilm um das Haar herum. Diese schützt vor äußeren Umwelteinflüssen wie der Sonneneinstrahlung, vor dem Austrocknen, Spliss und brüchigem Haar. Das liegt am enthaltenen Biotin, das für eine höhere Feuchtigkeitsaufnahme sorgt.
  • Auch bei trockener und juckender Kopfhaut kann das Avocadoöl schnell eine Linderung bieten. Denn es spendet ganz besonders viel Feuchtigkeit und wirkt rückfettend. So kann die Kopfhaut den natürlichen Fettfilm wieder aufbauen.

Avocadoöl für die Haare: So wendest du es richtig an!

Avocadoöl tut deinen Haaren gut. Je nachdem, wie beansprucht deine Mähne ist, gibt es auch verschiedene Möglichkeiten, es in deine Haarpflege-Routine mit einzubauen. So kannst du es als Intensivkur, als Haarmaske, als Haaröl oder als Ergänzung zu deinen Pflegeprodukten nutzen.

  1. Avocadoöl als Intensivkur: Sind deine Haare ganz besonders trocken, beansprucht, mit Spliss belastet und glanzlos, hilft nur eines - eine Intensivkur. Hierfür massierst du das pure Öl direkt in deine Haare ein. Lasse es mehrere Stunden einwirken, am besten über Nacht als Overnight-Haarkur. Das ist übrigens auch besonders gut für trockene Kopfhaut! Damit du dein Kissen nicht ruinierst, kannst du dir eine Haube auf den Kopf setzen. Spüle die intensive Haarkur am nächsten Morgen mit lauwarmen Wasser aus und wasche dir die Haare - Good morning schöne gepflegte Haarpracht!
  2. Avocadoöl als Haarmaske: Möchtest du deinen Haaren eine extra Portion Pflege geben, hast aber nicht ganz so viel Zeit? Oder deine Haare sind einfach etwas trocken und glanzlos? Dann greif zur Haarmaske - auch Haarbutter durch seine reichhaltige Wirkung genannt. Dafür mischst du zwei Esslöffel des Avocadoöls mit jeweils zwei Esslöffeln von anderen Pflanzenölen wie Sonnenblumen- und Olivenöl für die Haare und ein paar Spritzer Zitronensaft zusammen und trägst die Masse auf dein Haar auf. Lasse die Haarbutter nun etwa eine halbe Stunde einwirken und spüle sie mit Wasser aus. Achtung: Gib der Haarbutter mit den Pflanzenölen nicht noch eine längere Einwirkzeit. Durch den Zitronensaft hat die Maske bei zu langer Einwirkzeit eine aufhellende Wirkung.
  3. Avocadoöl als Haaröl: Für den täglichen Gebrauch von Avocadoöl solltest du es nicht übertreiben mit dem Öl. Besonders bei kaputten Spitzen wirkt das Öl wie ein kleines Wundermittel. Gib einfach ein paar Tropfen in deine Hände und verteile sie in deinen Haarlängen - das Ergebnis: glänzende Haare wie frisch vom Friseur! Das Öl hat durch seine Nährstoffe an den richtigen Stellen eine nährende Wirkung und beschwert es nicht. Achte nur darauf, das du es nicht direkt in den Ansatz gibst, denn so wirken deine Haare schnell fettig.
  4. Avocadoöl als Ergänzung: Um deinen Haaren in der täglichen Pflege noch mehr Nährstoffe zu geben, kannst du ein paar Tropfen des Öls in deine Produkte geben. In deinen Conditioner oder in deine Haarmaske. Für eine doppelte Portion Pflege! Auch in selbstgemachten Haarspülungen oder -Masken eignet sich das Öl ganz besonders gut durch seine nährenden Vitamine und Eigenschaften. Für eine mega Pflegewirkung!

Verwendete Quellen: haaroel-test.de, desired.de, gala.de, brigitte,de

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