15. Februar 2021
Juckende Kopfhaut: Das hilft gegen gereizte Kopfhaut

Juckende Kopfhaut: Das hilft gegen gereizte Kopfhaut

Juckende Kopfhaut ist nervig, brennt und unangenehm. Es ist ein weit verbreitetes Problem mit dem viele zu kämpfen haben. Wie den Juckreiz auf der Kopf behandelst und worauf du besonders achten solltest, liest du hier. 

Junge Frau mit juckender Kopfhaut
© iStock
Du leidest unter juckender Kopfhaut? Wir erklären dir die Ursache und wie du sie bekämpfen kannst!

Der Reiz, sich bei juckender Kopfhaut zu kratzen, ist enorm hoch, auch wenn man weiß, dass es dadurch keine Linderung geben wird. Die Erleichterung nach dem Kratzen hält nicht lange an. Eigentlich ist es auch nicht zu empfehlen, bei Juckreiz an der Kopfhaut zu kratzen. Die Kopfhaut ist sehr empfindlich, egal ob es ein leichter oder starker Juckreiz, es gilt immer die Regel: Finger weg von der Kopfhaut. Wichtiger ist es, dass die Kopfhaut mit der benötigten Pflege versorgt wird und behutsam behandelt wird. Eine gesunde Kopfhaut ist die Grundvoraussetzung für gesundes und glänzendes Haar. Wusstest du, dass etwa 75 Prozent der Weltbevölkerung unter juckender Kopfhaut leiden? Wir wussten es auch nicht… 

Was verursacht juckende Kopfhaut?

Es gibt viele Faktoren und Ursachen, die zur juckenden Kopfhaut führen. Welche das genau sind und wie man die Symptome vorbeugen kann, verraten wir dir. Denn bevor es zur Behandlung der juckenden Kopfhaut geht, sollte man natürlich wissen, was der Auslöser für Juckreiz auf dem Kopf ist. So kann man mit den richtigen Mitteln für eine Linderung sorgen. 

  • Allergien: Wenn du Allergien gegen bestimmte Lebensmittel oder Substanzen hast, die in deinen Haarpflegeprodukten versteckt enthalten sind, solltest du die Rückseite deiner Produkte überprüfen. Denn bei Allergien reagiert die Kopfhaut schnell über und fängt an zu jucken. Du erkennest es an schuppigen Stellen und Rötungen an deiner Kopfhaut: Dahinter stecken dann Pilze oder eine empfindliche Hauterkrankung, die als Ekzem bezeichnet wird. 
  • Hitze und Kälte: Unsere Kopfhaut ist genauso empfindlich wie unsere Gesichtshaut. Gerade zur kalten Jahreszeit benötigt unsere Haut mehr reichhaltige Pflege, damit die Haut nicht austrocknet und spannt. Auch wenn unsere Haare die Kopfhaut zum größten Teil schützen, ist die Kopfhaut warmer, trockener Heizungsluft ausgesetzt und wird dadurch strapaziert. Der Haut wird die Feuchtigkeit entzogen, die Kopfhaut trocknet aus und beginnt zu jucken. Die juckende Kopfhaut kann auch durch Stylingtools wie Föhn, Lockenstab oder Glätteisen verursacht werden. Achte also unbedingt darauf, deine Haare schonend zu stylen und die Temperatur nicht zu hoch einzustellen. 
  • Hormonschwankungen: Ein unausgeglichener Hormonhaushalt kann juckende Kopfhaut begünstigen. Die Kopfhaut wird empfindlicher, trockener und so entsteht die trockene Haut auf dem Kopf, die sich zum Juckreiz entwickelt. Das Hormon Estriol kann dafür die Ursache sein. Wenn der Körper unter einem Estriomangel leidet, fehlt es der Kopfhaut an der nötigen Feuchtigkeit in den Hautzellen. Dafür eignet sich am besten ein Besuch beim Hautarzt.
  • Schuppen: Schuppen werden auch als ein Ekzem bezeichnet, das sogenannte seborrhoisches Ekzem, das eine weitverbreitete Ursache für den Juckreiz auf dem Kopf ist. Schuppen erkennst du an großen, weiß-gelblichen Flocken, die sich auf der Kopfhaut bilden. Sie werden als Malassezia-Hefe bezeichnen und gelten als Hefepilz. Die Hefepilze mögen besonders fettige Kopfhaut sehr gern, auf der sie sich ausbreiten. Sichtbar werden die Schuppen nicht nur in den Haaren, sondern auch auf der Kleidung. Besonders betroffen sind die Schulterpartien der Kleidung. 
  • Stress: Die Haut verrät sehr viel über unsere mentale Gesundheit. Leiden wir unter Stress, so spiegelt sich das auf der Haut wieder. Ähnlich wie bei der Gesichtshaut ist es auch mit der Kopfhaut. Wer unter viel Stress leidet, fördert die Produktion des Hormons Cortisol aus. Das Cortisol, was durch den Stress vermehrt ausgeschüttet wird, bremst wiederum die Bildung neuer und gesunder Hautzellen. Ist die Haut auf dem Kopf gereizt, beginnt sie zu jucken. 
  • Falsche Haarpflege: Inhaltsstoffe in Haarpflegeprodukten können einen Juckreiz auf der Kopfhaut auslösen. So entsteht nicht nur das unangenehme Jucken auf der Kopfhaut, es bilden sich zusätzlich noch trockene Hautstellen auf der Kopfhaut. Wer seine Haare zu viel pflegt, reizt die Kopfhaut zusätzlich. In Shampoos und Kuren sind meist Waschsubstanzen, also Tenside, enthalten, die die Lipidschicht der Kopfhaut angreifen. Achte also beim Kauf deines Shampoos also unbedingt darauf, dass das Pflegeprodukt milde Tenside enthält und die Kopfhaut nicht zu sehr angreift. Alkohol ist das größte Tabu im Shampoo! Außerdem ist es wichtig, die Haare nicht täglich zu waschen. 
  • Zyklus vom Haarewaschen: Der Zyklus, wann du deine Haare wäscht und wie oft, spielt eine große Rolle. Es ist wichtig, dass du deine Haare etwa alle zwei oder drei Tage wäscht. 
  • Gesunde Ernährung: Wer hätte es gedacht. Die ausgewogene Ernährung hat einen sehr großen Einfluss auf unseren Körper und macht sich sogar auf der Kopfhaut bemerkbar. Sobald es unserem Körper an Vitaminen mangelt, zeigt es sich auf unserem Hautbild. Achte also darauf, dass du deine Vitamine in Form von frischem Obst und Gemüse täglich zu dir nimmst. Und das Wassertrinken nicht vergessen! 

Was kann man gegen jucken an der Kopfhaut machen? 

Um den Juckreiz auf dem Kopf zu vermeiden, ist es wichtig, die oben genannten Ursachen bei sich selber zu überprüfen. Eine Linderung ist das, was die Kopfhaut unbedingt benötigt. Um den Juckreiz endgültig loszuwerden, können schon kleine hilfreiche Tipps helfen. Das richtige Shampoo spielt natürlich auch eine wichtige Rolle. Wenn du gerne Stylingprodukte für deine Haare verwendest, solltest du auf alkoholfreie Produkte umsteigen. Besser wäre es, wenn du sie nicht täglich anwendest, so kann sich deine Kopfhaut besser erholen. Durch alle Styling- und Haarpflegeprodukte wird die Kopfhaut strapaziert. Wenn diese Tipps nicht helfen sollten, empfehlen wir einen Besuch beim Hautarzt.

  • Verzichte soweit es geht auf Stylingprodukte für deine Haare
  • Häufiges Haarewaschen vermeiden
  • Lasse deine Haare ausfetten
  • Trockene Heizungsluft vermeiden durch regelmäßiges Lüften
  • Auf Kopfbedeckungen verzichten, sie entziehen der Kopfhaut Feuchtigkeit
  • Auf Inhaltsstoffe der Pflegeprodukte achten 

Welches Shampoo ist gut für juckende Kopfhaut?

Leider enthalten viele Haarprodukte Silikone, die sogar die Hauptursache für eine juckende Kopfhaut sein können. Die Haare wirken anfangs schön gesund und glänzend, doch mit der Zeit bleiben die Silikone-Rückstände in den Haaren und setzen sich sogar auf unserer Kopfhaut ab. So kommt es schnell zu Reizungen und Rötungen der Kopfhaut. Achtet bei euren Shampoos, Conditioner und Styling-Produkten unbedingt darauf, dass sie weder Allergene, Reizstoffe noch Sensibilisatoren enthalten. Denn diese Inhaltsstoffe werden schnell von unserer Kopfhaut aufgenommen, wenn sie sich mal festsetzen. 

Beim Shampoo solltest du deine Augen besonders offen halten. Denn meist verstecken sich viele Inhaltsstoffe im Shampoo, die wir hinten zwar nachlesen können, aber nicht sofort verstehen, was damit gemein ist. Wenn du unter juckender Kopfhaut leidest, solltest du dein Shampoo nach folgenden Kriterien auswählen: 

  1. wenig, bis gar keine Tenside
  2. kein Parfüm 
  3. keine Mineralöle
  4. ohne Silikone 
  5. ohne Parabene

Shampoos extra für Kopfhautjucken 

Es gibt Shampoos, die speziell für Kopfhaut entwickelt wurden. Die richtigen Wirkstoffe sorgen dafür, dass die Kopfhaut nicht mehr so schnell juckt. So kannst du auf folgende Inhaltsstoffe achten, die deine gereizte Kopfhaut beruhigen:

  • Urea
  • Linolsäure
  • Totes Meer Salz
  • Weidenrinde 
  • Herzsamen
  • Avocado
  • Weizenkeimöl

Du kannst natürlich auch auf ein mildes Babyshampoo umsteigen. Die Wirkstoffe im Babyshampoo sind nicht umstritten und beinhalten kritische Konservierungs- oder Duftstoffe. Das Shampoo sollte nur nicht bunt sein und nach Kaugummi riechen. Ansonsten sind Mizellenshampoos ideal für eine gereizte Kopfhaut. Sie enthalten weniger Inhaltsstoffe, die die Kopfhaut irritieren oder angreifen und sind ähnlich konzipiert wie ein Babyshampoo. Du wirst anfangs merken, dass es nicht mehr so schnell juckt. Nach einigen Haarwäschen beruhigt sich die Haut auf deinem Kopf und die Trockenhaut wird nachlassen.

Gegen juckende Kopfhaut: Welche Hausmittel helfen?

Auch hier können Hausmittel helfen. Und zwar gibt es verschiedene Öle, die wir ideal als Haarkur verbinden können. Das Öl muss etwa 20 Minuten lang im Haar einwirken und kann anschließend mit einem sanften Shampoo ausgewaschen werden. Diese Öle helfen als Hausmittel gegen juckende Kopfhaut

  1. Kokosöl
  2. Mandelöl
  3. Jojobaöl
  4. Olivenöl

Kurz vor dem Schlafengehen kannst du auch einfach ein paar Tropfen Olivenöl oder Arganöl auf deine Haare geben. Massagen sind bei allen sehr beliebt und wirken wahre Wunder, wenn es um Verspannungen geht. Auch unsere Kopfhaut kann sich bei einer Kopfmassage gut erholen. Sie muss nur sanft sein, um die gereizte Haut zu schonen. Dafür benötigst du auch eines der natürlichen Öle, die du etwa fünf Minuten auf die Kopfhaut einmassierst. Mit der Massage wird die Talgproduktion angeregt. 

Kopfhautjucken: Habe ich Neurodermitis?

Die Haut neigt bei Neurodermitis schnell zu trockenen Stellen auf der Haut, so auch auf dem Kopf. Wenn du unter Neurodermitis leidest, wirst du auch auf dem Kopf einige trockene Stellen finden, die einen Juckreiz auslösen. Wenn es trotz aller Umstellung deiner Haarpflege weiterhin juckt, solltest du einen Hautarzt aufsuchen. Er wird deinen Kopf auf die trockenen Stellen untersuchen und dir eine genaue Diagnose erstellen. Dann wirst du auch herausfinden, ob es sich bei dem Juckreiz um Neurodermitis handelt oder nicht.

Du willst eine Haarspülung selber machen? Oder hast dich schon oft gefragt, wie du deine Haarbürste reinigen sollst?

Verwendete Quellen: barmer.de, apotheken.de, gesundheit.de

Lavendelöl in einer Flasche auf einem Holztisch mit Lavendelblüten
Lavendelöl riecht nicht nur gut, es wirkt zudem auch beruhigend. Wofür ihr das ätherische Blütenöl noch benutzen könnt, lest ihr hier. ✅ Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...