Haare ausfetten: Anleitung und effektive Tipps

Haare ausfetten: Step-by-Step mit dem 5-Tagesplan

Du willst deine Haare ausfetten lassen? Alle wichtigen Infos, wie du am besten vorgehst, findest du hier.

Frau faesst ihre Haare an
© Pexels/Element5 Digital
Du überlegst dir deine Haare ausfetten zu lassen? Diese Dinge solltest du darüber wissen.

Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Beauty-Trends und lieben es, diese auch direkt auszuprobieren. Vor allem im Lockdown oder in der häuslichen Quarantäne, welche aufgrund der angehenden Corona-Krise seit knapp einem Jahr ein Teil unseres Lebens geworden ist, ist ein bestimmter Trend immer wieder Thema: Haare ausfetten!

Die meisten von uns verbinden gesundes Haar mit Glanz, Geschmeidigkeit und Volumen. Dabei macht uns fettiges Haar immer mal wieder einen Strich durch die Rechnung, da es die Mähne platt und strähnig aussehen lässt. Während es einige Mittel gibt, die dagegen ankämpfen, soll Haare ausfetten lassen nun das Problem ein für alle Male aus der Welt schaffen. Immer wieder hört und liest man davon. Doch was genau ist es und wie kann es einer fettigen Mähne eventuell helfen? Wir haben hier alle wichtigen Details für dich parat und verraten, was du beim Haarewaschen beachten solltest.

Haare ausfetten: Was ist das und was soll es bewirken?

Bei dieser Methode geht es darum, das Haarewaschen für einige Tage oder sogar Wochen zu verschieben. Wer seine Mähne zu oft mit Shampoo, Conditioner und Co. reinigt, kann die Kopfhaut austrocknen, was dazu führt, dass die Talgproduktion automatisch angeregt wird und sich mehr Talg und Fett bildet. Die Haare werden also schneller fettig. Was Haare ausfetten, hingegen bewirken soll? Waschen wir unsere Strähnen für eine Weile nicht, kann die Kopfhaut auch nicht austrocknen, sodass die Talgproduktion nicht mehr zusätzlich nachfetten muss.

Dass dieser Trick allerdings bei jeder Person ein Wunder bewirkt und einer schnell fettenden Mähne den Garaus macht, kann leider nicht gesagt werden, da es diverse Gründe und Ursachen für fettige Haare gibt. Auch die Haarstruktur und die individuelle Kopfhaut spielt hier eine Rolle, die bei allen Menschen unterschiedlich ist. Trotzdem spricht nichts dagegen, dass du es einfach mal ausprobierst.

Was verursacht fettige Haare?

Wer mit ständig fettigen Haaren zu kämpfen hat, für den gibt es keinen Grund zur Panik. Es gibt nämlich mehrere Tipps und Hilfsmittel, die dagegen helfen können. Trotzdem ist es nicht unwichtig zu wissen, was die Ursachen einer solchen Mähne sein können. Fettige Strähnen entstehen dann, wenn die Talgdrüsen über die Kopfhaut vermehrt Talg ausstoßen. Je mehr Talg sich ansammelt, umso fettiger wird das Haar. Menschen, die mehr dieser Drüsen haben, leiden öfter darunter. Bei anderen sorgt hingegen dünnes Haar für eine schnell fettende Mähne, während bei einigen ein hormonelles Ungleichgewicht die Ursache ist.

Haare ausfetten: Was muss ich tun?

Das Konzept ist hier ziemlich einfach: Du darfst deine Haare für mehrere Tage nicht waschen. Am besten wäschst du deine Mähne einen Tag vor der längeren Pause gründlich mit einem feuchtigkeitsspendenden Shampoo. Danach kannst du mit der sogenannten "No Poo"-Phase beginnen und verzichtest auf die nächste Haarwäsche, auch wenn die Strähnen langsam anfangen, fettig zu werden. Vielen Menschen kann es unangenehm sein, mit öliger Kopfhaut rauszugehen. Aus diesem Grund hat dieser Trend während der Lockdown-Zeit an Aufmerksamkeit bekommen, da wir nun eh hauptsächlich zu Hause sind und keiner unseren fettigen Schopf sehen oder riechen muss.

Wie lange sollte ich meine Haare ausfetten lassen?

Jeder hat seine eigene Routine und Zeiten, wenn es darum geht, sich die Haare zu waschen. Daher variiert auch die Dauer von Person zu Person. Generell gilt allerdings, dass du zu Beginn mindestens zwei Tage länger warten solltest. Wäschst du dir die Haare also alle drei Tage, änderst du die Spanne nun auf alle fünf Tage.

Haare ausfetten: 5-Tagesplan

Wer sich noch nicht so richtig vorstellen kann, wie Haare ausfetten klappen soll und wie der Waschrhythmus aussehen kann, für die gibt es hier den ultimativen 5-Tagesplan.

  • 1.Tag: Um deine Haare auf die nächsten Tage und das Ausfetten vorzubereiten, wäschst du diese am ersten Tag mit einem milden Shampoo. Am besten ohne Silikone und künstlichen Stoffe, die das Haar unnötig belasten.
  • 2. Tag: Ab heute heißt es: Hände weg vom Shampoos! Wenn du deine Haare normalerweise jeden Tag wäschst, kann es gut sein, dass diese bereits heute etwas fettig aussehen. Aber keine Panik! Etwas Trockenshampoo kann da weiterhelfen. Sprühe einfach etwas davon auf deinem Ansatz und massiere es sanft ein.
  • 3. Tag: Heute wirst du eventuell merken, dass die Haare doch schon etwas fettiger werden. Einen erneuten Griff zum Trockenshampoo solltest du nun aber vermeiden, um der Kopfhaut und dem Ansatz nicht zu schaden.
  • 4. Tag: Etwas Liebe darf die Mähne heute schon vertragen. Aus diesem Grund kannst du sie dir nun mit lauwarmem Wasser und Apfelessig waschen. Mit dem Essig reinigst du dir allerdings nur die Längen und die Spitzen, die du im Anschluss wieder mit Wasser ausspülst. Das Hausmittel entfernt Talg und Schmutz aus den Strähnen und trägt dazu bei, dass diese glänzen. Wer den Apfelessig nicht einfach so pur auftragen will, kann dieses auch vorher in eine Flasche geben und mixen: 1 Liter Wasser mit 200 ml Apfelessig.
  • 5. Tag: Das Warten hat sich gelohnt! Am fünften Tag darfst du dir deine fettige Mähne endlich wieder gründlich mit einem milden Shampoo waschen. Somit schließt sich der Teufelskreis und du hast erneut Tag 1 des Plans erreicht. Der Waschrhythmus beginnt also wieder von vorne.

Wann gewöhnen sich die Haare um?

Einen genauen Zeitpunkt, wann sich die Haare an die Routine und das Ausfetten gewöhnen, gibt es nicht, da dies von den der Anzahl der Talgdrüsen, der Kopfhaut und der Beschaffenheit der Haare abhängig ist. Zudem solltest du nicht direkt nach fünf Tagen oder über Nacht erwarten, dass sich deine Haare an die Umstellung gewöhnt haben. Dafür musst du tatsächlich mehrere Wochen durchhalten. Nur so kannst du deinen Talgdrüsen „antrainieren“.

Solltest du allerdings eine besonders empfindliche oder trockene Kopfhaut haben oder während der Pause Irritationen bemerken, solltest du doch lieber zu einem sanften und milden Shampoo greifen.

Haare ausfetten: Die Vor- und Nachteile

Vorteile

  1. Du sparst Pflegeprodukte: Durch die Pause der Haarwäsche verwendest du auch weniger Shampoos, Conditioner, Haarschaum oder Haarspray. All diese Pflegeprodukte tragen zwar dazu bei, dass deine Mähne gepflegt aussieht, doch nun bekommen sie eine kleine Auszeit, die deinen Strähnen sicherlich auch guttun wird.
  2. Deine Haare bekommen eine Pause: Ein Punkt, der daran anknüpft, ist, dass deine Kopfhaut und deine Haare ebenfalls eine Pause bekommen. Hitze-Tools, Styling-Produkten und weitere Pflegemittel strapazieren und belasten die Strähnen zu oft. Durch das Ausfetten der Haare können sie auch mal endlich „aufatmen“.
  3. Deine Haare fetten nicht schnell nach: Wenn das Ausfetten bei deinem Haartyp funktioniert, dann kannst du dich darüber freuen, dass du deine Haare erfolgreich trainiert hast. Sie werden nur noch in größeren Abständen fettig und du musst sie nicht mehr so oft waschen. Jackpot!

Nachteile

  1. Fettige Haare: Es liegt wohl auf der Hand. Wer seine Haare ausfetten lassen möchte, muss auch damit rechnen, dass diese über mehrere Tage nachfetten und fettig aussehen werden. Wer dagegen ankämpfen möchte, kann diese mit einer Frisur wie einem Zopf oder Pferdeschwanz kaschieren. Auch das Tragen einer Kopfbedeckung oder das Bürsten kann Abhilfe schaffen.
  2. Entzündungen: Je empfindlicher deine Kopfhaut, umso größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich bei einer längeren Pause Entzündungen oder Ausschläge auftauchen. In so einem Fall solltest du das Ausfetten unterbrechen, die Haare waschen und anschließend zum Arzt gehen.
  3. Gestank: Wer sich die Haare einige Tage nicht wäscht, wird auch bemerken, dass die Kopfhaut anfängt, schlecht zu riechen. Das liegt vor allem daran, dass sich Talg, Fett und Schmutz ansammelt.

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Quellen: nivea.de, kumari.at

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