Fettige Haut: Die besten Tipps und die richtige Pflege

Hast du fettige Haut und willst wissen, welche Tipps wirklich helfen? Die besten Tricks und Produkte findest du hier.

Frau mit reiner Haut
© Fleur Kaan
Die besten Tipps und Produkte für fettige Haut findest du in unserer Artikelübersicht weiter unten.

Es gibt im Grunde vier verschiedene Hauttypen:

  1. Trockene Haut (dehydrierte Haut)
  2. Empfindliche Haut (sensible Haut)
  3. Fettige Haut (ölige Haut)
  4. Mischhaut

Hast du eine fettige Haut, die immer stark glänzt? Hast du Unreinheiten oder vielleicht sogar Akne? Fragst du dich, welche Pflege sich für deinen Hauttyp eignet? In unserer Artikelübersicht weiter unten stellen wir dir die besten Tipps und Produkte für fettige Haut vor. Nun klären wir zunächst aber erst einmal, was eine fettige Haut ausmacht, welche Ursachen die übermäßige Talgproduktion hat und worauf du bei der Hautpflege und Ernährung achten solltest.

Die Symptome von fettiger Haut

Der fettige Hauttyp wird oft auch als öliger Hauttyp bezeichnet. Er zeichnet sich vor allem durch folgende Symptome aus: ein glänzendes Hautbild, große Poren und ein öliger Film, der vor allem an der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) vorkommt. Oftgehen auch Pickel, Mitesser und Unreinheiten mit einem fettigen Hauttyp einher. Anders als bei der Mischhaut, bei der die ölige Haut vor allem an der T-Zone auftritt, der Rest des Gesichts aber eher trocken ist, ist die Haut bei einem fettigen Hauttyp an jeder Stelle eher glänzend und ölig. Trockene Stellen gibt es so gut wie gar nicht. Oft wirkt der Teint bei einer fettigen Haut auch blass und fahl, da diese schlechter durchblutet wird.

Der Vorteil einer fettigen Haut: Sie ist meist etwas widerstandsfähiger und so besser vor schädlichen Umwelteinflüssen geschützt. Oft bleibt sie auch länger straff und prall, da die Haut stets durchfeuchtet ist. Trockenheitsfältchen treten nicht auf und auch Altersfalten setzen in der Regel später ein als bei einem trockenen Hauttyp.

Die Ursachen von fettiger Haut

Unsere Haut bzw. unsere Talgdrüsen produzieren Sebum, den sogenannten Talg. Dieser hat eine Schutzfunktion und hält die Haut geschmeidig und schützt sie vor schädlichen Umwelteinflüssen. Talg ist somit sehr wichtig für die Gesundheit der Haut. Doch manchmal kann es vorkommen, dass die Talgdrüsen zu viel Talg produzieren. Eine Ansammlung des Sebums ist dann der optimale Nährboden für Bakterien und Keime, die sich dann in Form von Mitessern und Pickeln auf dem Gesicht zeigen. Eine übermäßige Talgproduktion kann auch zu Akne führen.

Doch was sind die Ursachen einer fettigen Haut? Dass die Talgdrüsen in der Haut vermehrt Talg produzieren, kann mehrere Gründe haben. Hierzu zählen:

  • Hormonschwankungen: Die Hormone haben einen sehr starken Einfluss auf unseren gesamten Körper. So auch auf unsere Haut. Eine Überproduktion Testosteron (männliches Sexualhormon, das aber auch bei Frauen vorkommt), kann eine verstärkte Talgproduktion hervorrufen. Das kommt vor allem in der Pubertät vor, da die Hormone hier eher nicht im Gleichgewicht sind. Aber auch im Zyklusverlauf können die Hormone schwanken. Deshalb haben Frauen auch oft vor oder während der Periode mehr Talg und Hautunreinheiten im Gesicht.
  • Veranlagung: Natürlich spielen auch die Gene eine wichtige Rolle, wenn es um unseren Hauttyp geht. So können erbliche Faktoren bestimmen, ob wir eher trockene oder eher fettige Haut haben.
  • Falsche Ernährung: Eine ungesunde und unausgewogene Ernährung hat einen unmittelbaren Einfluss auf unser Hautbild. Viel Fett und Zucker können die Talgproduktion der Talgdrüsen ankurbeln und dafür sorgen, dass die Haut fettig ist und Hautunreinheiten entstehen.
  • Stress: Auch psychische Faktoren wie Stress können sich auf unsere Haut niederschlagen. Stress kann ebenfalls die Sebumproduktion anregen. Gleichzeitig sorgt Stress dafür, dass das Immunsystem geschwächt wird und Bakterien auf der Haut haben freie Bahn. Das wiederum begünstigt Pickel, Mitesser und Akne.
  • Falsche Pflege: Die falsche Hautpflege kann ebenfalls einen Einfluss auf den Zustand der Haut nehmen. Verwendest du Produkte, die sich nicht für deinen Hauttyp eignen oder hast dir schlechte Angewohnheiten angeeignet, dann kann das ebenfalls zu einer übermäßigen Talgproduktion und so zu einer fettigen, öligen und unreinen Haut führen.

Die richtige Hautpflege bei fettiger Haut

Die richtige Pflege ist das A und O bei fettiger Haut. Nur so schaffst du es, dass sich die Talgproduktion deiner Haut regulieren kann und dass sich das Hautbild wieder verfeinert und weniger glänzt. Erarbeite dir eine Hautpflege-Routine, die du täglich anwendest. Es kann vielleicht einige Zeit dauern, bis sich deine Haut an die neue Pflege gewöhnt hat. Hab deshalb etwas Geduld. Auf diese fünf Pflegeschritte solltest du bei deiner Skincare-Routine nicht verzichten:

Reinigung

Eine gründliche Gesichtsreinigung ist unglaublich wichtig bei einer fettigen Haut. So entfernst du Hautschuppen, Schmutz, Make-up und überschüssigen Talg von der Haut. Das macht die Poren frei und der Talg kann wieder normal abfließen. Doch sei vorsichtig: Eine übermäßige Reinigung der Haut kann die Haut austrocknen und dem Körper so signalisieren, nur noch mehr Talg nachproduzieren. Das kannst du bei der Reinigung beachten, damit deine Haut wieder ins Gleichgewicht kommt:

  • Wasche dein Gesicht nur zweimal täglich. Einmal morgens und einmal abends.
  • Wasche dein Gesicht nicht mit zu heißem Wasser. Das regt die Talgproduktion an. Lauwarmes Wasser reicht vollkommen aus.
  • Verwende keine aggressiven Reinigungsprodukte für die Haut. Sie können die Haut reizen und austrocknen und dadurch die Talgproduktion anregen.
  • Rubbel deine Haut nach dem Waschen niemals mit einem Handtuch trocken. Stattdessen solltest du es abtupfen.

Peeling

Hast du eine fettige Haut und Unreinheiten, sind deine Poren vielleicht verstopft und der Talg kann nicht richtig abfließen. Ein Peeling reinigt die Poren und sorgt für eine bessere Durchblutung der Haut. Dadurch wird nicht nur der Teint frischer und rosiger, die Haut kann auch Wirkstoffe von Gesichtswasser, Maske, Serum, Creme und Co. besser aufnehmen. Am besten für fettige Haut eignet sich ein Fruchtsäurepeeling. Es entfernt Hautschuppen und Talgablagerungen besonders schonend und ist dennoch sehr effektiv. Alles darüber und die besten Produkte für fettige Haut findest du hier:

Fruchtsäurepeeling: So funktioniert es

Masken

Masken pflegen und nähren die Haut und versorgen sie mit intensiver Pflege. Sie können aber auch noch weitere Wirkungen haben. Heilerde Masken zum Beispiel eignen sich perfekt für fettige und ölige Haut, denn die Heilerde saugt den überschüssigen Talg wie ein Schwamm auf. So können Gesichtsmasken mit Heilerde auch eine klärende Wirkung auf das Hautbild haben. Willst du wissen, welche Heilerde Masken die Besten sind und wie du sie richtig anwendest, dann lies dir auch diesen Artikel durch:

Heilerde Maske: Wirkung und die besten DIY Rezepte

Gesichtswasser

Ein Gesichtswasser, auch Toner genannt, sollte jeden Tag nach der Gesichtsreinigung verwendet werden. Er entfernt alle übrig gebliebenen Make-up-Reste und Rückstände von Kalk aus dem Wasser. So hinterlässt er deine Haut sauber und rein. Gleichzeitig spendet er Feuchtigkeit und macht die Haut durchlässiger für anschließende Seren und Cremes. Bei fettiger Haut kannst du auf ein Gesichtswasser mit folgenden Inhaltsstoffen setzen:

Den perfekten Toner für deinen Hauttyp findest du in diesem Artikel: Toner Gesicht: Die besten Produkte und wie du sie anwendest

Pflege

Auch fettige Haut braucht Pflege. Deshalb solltest du ihr nach der Reinigung wieder Feuchtigkeit zuführen. Sehr gut eignet sich dafür eine Kombination aus Serum und Creme. Zuerst trägst du dein feuchtigkeitsspendendes Serum auf die noch vom Toner feuchte Haut auf. Ist es komplett eingezogen, versiegelst du die Haut mit einer für deinen Hauttyp geeigneten Tagescreme oder Nachtcreme. Wichtig ist, dass die Produkte ölfrei und nicht-komedogen sind. Die Pflege sollte Feuchtigkeit spenden, aber nicht schwer auf der Haut sein. Und natürlich gilt auch für fettige Haut wie für jeden anderen Hauttyp auch: Lichtschutz nicht vergessen!

Weitere Tipps für fettige Haut, die helfen können

  • Wende hin und wieder ein Dampfbad für das Gesicht an, um die Poren zu öffnen. So kann der Talg besser abfließen.
  • Gehe regelmäßig zur Kosmetik und mache eine Ausreinigung. So werden verstopfte Poren, Mitesser, Pickel und Co. professionell entfernt.
  • Setze auch beim Make-up auf ölfreie und nicht-komedogene Produkte, die die Poren nicht verstopfen. Das Make-up sollte so leicht wie möglich sein.
  • Verwende einen Primer, bevor du dein Make-up aufträgst. So hält die Schminke länger.
  • Puder kann dir den Fettglanz im Gesicht nehmen. Es gibt aber auch praktische fettabsorbierende Tücher (Blotting Paper) für unterwegs, die den Glanz mindern.
  • Wasche deinen Kopfkissenbezug und deine Handtücher regelmäßig, damit keine Bakterien in dein Gesicht kommen und noch mehr Unreinheiten verursachen.
  • Wechsle deine Hautpflegeprodukte nicht zu oft und verwende lieber Produkte aus einer Pflegeserie. Es kann eine Weile dauern, bis deine Haut die neue Pflege annimmt und sich umstellt. Benutzt du immer wieder andere Produkte, kann das deine Haut irritieren.
  • Ist deine Haut besonders ölig und fettig, solltest du dich vom Experten beraten lassen und dir ggf. individuelle Produktempfehlungen einholen.

Die richtige Ernährung bei fettiger Haut

Auch auf die richtige Ernährung kommt es an, wenn du dir ein reines, makelloses Hautbild wünscht. Damit sich die Talgproduktion wieder regulieren kann, solltest du Zucker und Fett reduzieren und auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung wert legen. Auch ausreichend Wasser solltest du trinken, um Pickeln vorzubeugen. Das ist nicht nur gut für die Haut, sondern auch für den gesamten Körper.

Hierauf kannst du bei deiner Ernährung achten, um ein schönes Hautbild zu bekommen und fettige Haut zu lindern:

  • Vitamine: Vitamine sind sehr wichtig für eine schöne Haut. Besonders Vitamin A wirkt sich positiv auf fettige Haut aus. Du findest Vitamin A zum Beispiel in Grünkohl, Brokkoli, Karotten, Süßkartoffeln, Paprika und Spinat.
  • Gesunde Fette: Dein Körper braucht Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren, um das fettlösliche Vitamin A zu transportieren. Diese findest du zum Beispiel in Avocado, Lachs, Nüssen und kaltgepressten Ölen.
  • Zink: Zink ist ein wichtiges Spurenelement, das sich positiv auf fettige Haut auswirken kann, denn es hilft dabei, die Talgproduktion zu regulieren. Du findest Zink zum Beispiel in Cashewnüssen, Haferflocken, Linsen und Kürbis- und Sonnenblumenkernen.
  • Eisen: Eisen verbessert die Sauerstoffversorgung und ist deshalb maßgeblich an der Regenerationsfähigkeit der Haut beteiligt. Du findest Eisen zum Beispiel in Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und Nüssen.

Noch mehr spannende Themen rund um fettige Haut und tolle Tricks und Produktempfehlungen aus der Redaktion findest du hier in der folgenden Artikelübersicht. Wir wünschen viel Spaß beim Durchklicken.

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