Mischhaut: Merkmale, Tipps und die richtige Pflege

Mischhaut: Merkmale, Tipps und die richtige Pflege bei Mischhaut

Gesichtspflege ist essentiell für ein reines Hautbild. Deine Haut ist weder klassisch fettig noch trocken? Schwankst du zwischen zwei Hauttypen, hast du eine Mischhaut.

Besonders in jungen Jahren schwankt das Hautbild vieler Menschen noch zwischen zwei Hauttypen. Eine Mischhaut braucht eine andere Pflege, um ihr gerecht zu werden. Deshalb liest du hier alles, was du zu dem Hauttyp Mischhaut wissen musst.

Was ist Mischhaut?

Mischhaut ist ein Hauttyp, der die Eigenschaften mehrerer Hauttypen in sich trägt. Das äußert sich oft durch trockene Wangen und Schläfen und eine fettige T-Zone, also Stirn, Nase und Kinn – die Kombinationen der Hauttypen sind dabei oft normale und fettige Haut oder trockene und fettige Haut. Diese verschiedenen Hauteigenschaften äußern sich durch eine glänzende T-Zone, die zu Mitessern, Pickeln und vergrößerten Poren neigt, die Wangen spannen hingegen oft, sind gerötet und haben feine Poren.

Mischhaut verändert sich. So neigt sie im Sommer dazu, zu glänzen, im Winter neigt sie zu Trockenheit. Je älter du wirst, umso mehr gleichen sich die Hautpartien an und kommen ins Gleichgewicht.

Wie entsteht Mischhaut?

Der Grund für Mischhaut sind Talgdrüsen im Gesicht, die nicht gleich aktiv sind. Die Drüsen in der T-Zone produzieren deutlich mehr Talg als die auf den Wangen. Durch die übermäßige Talgproduktion glänzen die Hautpartien. Vor allem in der Pubertät sind die Talgdrüsen besonders aktiv, aber auch die falsche Pflege kann dazu führen, dass die Mischhaut zu Unreinheiten und Glanz neigt. Im Gegensatz dazu wird an den Wangen oft zu wenig Talg produziert – die Haut verliert durch die übermäßige Pflege, die die fettigen Partien brauchen, noch mehr Feuchtigkeit. Sie verliert ihre natürliche Schutzschicht und trocknet weiter aus. Wie sollte die Mischhaut also gepflegt werden, damit du ihren unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht wirst?

Wie sollte Mischhaut gepflegt werden?

Durch die verschiedenen Bedürfnisse der Haut kommt es oft zur falschen Pflege. Mischhaut braucht eine besondere Hautpflege, da sowohl die Ansprüche der fettigen als auch der trockenen Haut berücksichtigt werden müssen. Dabei wird oft angenommen, dass das Gesicht stark gereinigt werden müsste, damit der überschüssige Talg entfernt wird. Doch durch aggressive Reiniger und zu mattierende Produkte wird vor allem die trockene Partie des Gesichts noch weiter ausgetrocknet. Wie soll die Haut richtig gepflegt werden?

  • Mischhaut richtig reinigen: Die öligen Hautpartien sollen entfettet werden, die trockenen Bereiche sollen mit Feuchtigkeit versorgt werden. Bei der täglichen Reinigung solltest du auf ein mildes Waschgel setzen oder eine Reinigungsmilch verwenden. Achte darauf, dass es pH-neutral ist und keinen Alkohol enthält, dies trocknet zusätzlich aus. Auch zu heißes Wasser trocknet die Haut aus, also nimm immer nur lauwarmes Wasser zur Reinigung.
  • Gesichtswasser für die T-Zone: Hast du dein Gesicht gereinigt, solltest du deine T-Zone zusätzlich entfetten. Wähle ein antiseptisches Gesichtswasser, hier darf das Produkt Alkohol enthalten. Achte aber darauf, dass du es nicht an den trockenen Hautpartien anwendest.
  • Peeling: Ein- bis zweimal die Woche kannst du dein Gesicht peelen, um abgestorbene Hautschuppen zu entfernen und zusätzlich die Durchblutung der Haut zu fördern. Auch hier ist es ratsam, den Fokus auf die fettigen Hautpartien zu legen. Entscheide dich am besten für ein Enzympeeling, dies eignet sich besser bei Hautunreinheiten, da bei diesem Peeling die Haut nicht durch Reibung gereizt wird.
    Hier liest du noch mehr zu dem Thema: Enzympeeling: Wirkungsweise und die besten Produkte genau erklärt
  • Masken: Um deine Haut zusätzlich zu pflegen, empfiehlt es sich, Masken zu verwenden. Tipp: Setze auf Multimasking. Multimasking bedeutet, dass verschiedene Masken auf das Gesicht aufgetragen werden, damit die unterschiedlichen Gesichtspartien mit den passenden Wirkstoffen versorgt werden. Auf Stirn, Nase und Kinn trägst du eine Maske für unreine, ölige Haut auf. Passende Wirkstoffe können hier Teebaumöl, Tonerde oder Manuka Honig sein. Die trockene Haut sollte mit einer Maske versorgt werden, die feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe wie Aloe Vera oder Hyaluronsäure enthalten.
  • Gesichtscreme: An die Gesichtscreme für Mischhaut werden wohl die größten Erwartungen gestellt. Sie darf weder die Wangen mit zu wenig Feuchtigkeit versorgen, noch die fettigen Hautstellen überpflegen und verstopfen. Solltest du eine stark ausgeprägte Mischhaut haben, solltest du zwei Gesichtscremes benutzen. Stirn, Nase und Kinn werden mit einer ölfreien, klärenden Creme versorgt – zum Beispiel mit den Wirkstoffen Salicylsäure oder Teebaumöl. Tipp: Reispuder in Cremes saugt den überschüssigen Talg auf, ohne die Poren zu verstopfen. Die trockenen Gesichtsstellen brauchen eine reichhaltigere Feuchtigkeitspflege mit Aloe Vera. Ist deine Mischhaut nicht so stark ausgeprägt, kannst du auch eine Feuchtigkeitscreme mit Urea für das gesamte Gesicht verwenden. Urea ist meist in leichten Cremes enthalten, versorgt trockene Haut aber mit genug Feuchtigkeit.

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Das richtige Make-up für Mischhaut

Nicht nur bei der Gesichtspflege, sondern auch bei deinem Make-up solltest du auf die richtigen Produkte setzen und einige Dinge für Mischhaut beachten. Benutzt du zum Beispiel die falsche Foundation oder das falsche Puder, belasten diese deine Haut und verstopfen die Poren. Besonders bei Mischhaut solltest du auf nicht komedogene Produkte setzen. Das bedeutet, dass im Produkt nur Inhaltsstoffe verwendet werden, die keine Mitesser verursachen könnten.

  1. Primer: Durch die verschiedenen Hautgegebenheiten sind die Poren der Haut oft unterschiedlich groß. Ein Primer macht das Hautbild ebenmäßiger, kann Rötungen kaschieren und fettige Hautstellen mattieren. Du kannst den Primer auch nur auf die T-Zone geben.
  2. Foundation: Eine Foundation oder Make-up für Mischhaut sollte die Haut atmen lassen können, die Poren nicht verstopfen, ölfrei und nicht komedogen sein. Dafür eignet sich eine getönte Tagescreme sehr gut. Für Unreinheiten und Rötungen kannst du zusätzlich mit einem Concealer arbeiten.
  3. Puder: Damit du die schnell fettende T-Zone zusätzlich abmattieren kannst, greife zu einem Puder. Dies kann transparent oder in deiner Hautfarbe sein. Hat es Kieselerde enthalten, absorbiert es den Talg, die trockenen Hautstellen sollten allerdings ausgelassen werden.

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Die 6 besten Tipps bei Mischhaut

Mit Mischhaut umzugehen, ist eigentlich nicht so schwer, wenn du weißt, was deine Haut braucht. Zusätzlich kannst du diese Tipps befolgen:

  • Wasche dein Gesicht mit lauwarmem Wasser, heißes Wasser strapaziert die trockenen Hautstellen und trocknet sie aus.
  • Achte darauf, dass deine Make-up- und Pflegeprodukte keine synthetischen Inhaltsstoffe wie Farb-, Konservierungs- oder Duftstoffe enthalten. Auch Alkohol kann deine Haut reizen und austrocknen.
  • Wirkstoffe, die Mischhaut ausgleichen, sind Melisse, Kamille, Ringelblume, Klee, Hamamelis oder Gänseblümchen.
  • Für unterwegs eignet es sich, Puder oder Blotting Paper dabei zu haben, um fettende Stellen zu mattieren.
  • Benutze das Handtuch für dein Gesicht und die Bettwäsche nicht zu lang, denn darin sammeln sich Bakterien.
  • Ernähre dich ausgewogen und trinke genug Wasser, das macht sich im Hautbild sichtbar.

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Verwendete Quelle: medipharma.de

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