Salicylsäure: Der Hautpflege-Wirkstoff genau erklärt

Salicylsäure: Der Hautpflege-Wirkstoff genau erklärt

Salicylsäure ist ein toller Wirkstoff gegen Akne, Pickel und eine fettige Haut. Wir erklären dir den Inhaltsstoff und stellen unser Lieblingsprodukt vor.

Salicylsäure
© Pexels
Salicylsäure wird bei Hautunreinheiten, Schuppenflechte und einem fahlen Teint angewendet.

Salicylsäure, auch beta-Hydroxysäure genannt, ist ein zuverlässiger Hautpflegewirkstoff und wird zur Behandlung bei Akne, aber auch bei Hautunreinheiten und einer fettigen Haut angewendet. Auch Warzen, Verhornungsstörungen und eine Schuppenflechte kann mit Salicylsäure therapiert werden. Doch erschrecke nicht bei dem Begriff „Säure“. Die Verwendung und der Einsatz von Salicylsäure ist sicher und bringt keine Risiken mit sich. Wie sie auf der Haut wirkt, wie Salicylsäure angewendet wird und welche Produkte wir bereits für dich getestet haben, erfährst du jetzt.

Wirkung: Wie wirkt Salicylsäure auf der Haut?

  • Unsere Haut setzt sich aus drei Hautschichten zusammen. Der Oberhaut, der Lederhaut und der Unterhaut. Die Oberhaut bildet sich in einem vierwöchigen Zyklus komplett neu, indem alte Hautzellen absterben und frische, strahlende darunterliegende zum Vorschein kommen. Diese natürliche Abschuppung kann mit der äußerlichen Anwendung von Salicylsäure gefördert werden. Der Wirkstoff Salicylsäure ist von Vorteil, wenn man unter einer Verhornungsstörung oder verstopften Poren leidet.
  • Salicylsäure löst die Verbindungen zwischen den Hornzellen (Vorteilhaft gegen Hornhaut) und die Wirkung der Enzyme aktivieren die Auflösung der Zellverbindung. Dabei kann sie tiefer in die Haut eindringen als Alpha-Hydroxysäuren (Fruchtsäure Peelings wie Glykolsäure). So wird eine schnellere Hauterneuerung angeregt und verstopfte Poren werden bei einer regelmäßigen Anwendung befreit. Die entzündungshemmenden und wachstumshemmenden Eigenschaften spielen einer entzündeten Akne in die Karten, da den Bakterien der Nährboden entzogen wird. Gleiches gilt für Pilze einer Schuppenflechte.

Wer sollte Salicylsäure verwenden?

Salicylsäure in Form von chemischen Peelings, Lösungen, Peeling-Cremes und Gelen bei folgenden Hautzuständen und Symptomen angewendet:

In niedriger Dosierung bis zu zwei Prozent ist ein Kosmetikprodukt mit Salicylsäure frei verkäuflich und kann bedenkenlos angewendet werden. Formulierungen mit einem BHA Gehalt von mehr als zwei Prozent gilt als Arzneimittel und Medikament und wird von Dermatologen*innen verschrieben und von einem Apotheker ausgegeben.

Wie wird Salicylsäure angewendet?

  • Salicylsäure ist in unterschiedlichen Formulierungen erhältlich. Die beliebteste Art ist ein chemisches Peeling, welches flüssig ist. Eine halbfeste Variante sind Cremes, Gele oder Salben.
  • Chemische Peelings in flüssiger Form werden nach einer Eingewöhnungszeit, in der die Anwendung gesteigert wird, einmal täglich nach der Gesichtsreinigung auf ein Wattepad geträufelt und im gesamten Gesicht verstrichen. Cremes mit Salicylsäure können gezielt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Das gilt vor allem bei Schwielen, Hühneraugen und entzündlicher Akne.

Gibt es Nebenwirkungen von Salicylsäure?

Je nach Konzentrierung der Salicylsäure kann es zu einer Reaktion wie leichten Rötungen, Brennen, Hautreizungen und trockenen Stellen kommen. Dies wurde allerdings sehr selten beobachtet. Sollte die Reizung längere Zeit auftreten, muss die Anwendung von Salicylsäure unbedingt gestoppt werden. Ärzte*innen können klären, ob eine Allergie oder Unverträglichkeit gegen das Mittel vorliegt.

Salicylsäure im Test: Wir haben das BHA Peeling von Paulas Choice getestet

Das BHA Peeling von Paulas Choice für 36 Euro 🛒 ist eines der bekanntesten Salicylsäure-Peelings. Es weist eine Konzentration von zwei Prozent BHA auf und ist für alle Hauttypen geeignet. Es soll die Poren befreien, vergrößerte Poren minimieren und den Hautton auffrischen. Zusammen mit Grüntee als hautberuhigendes Antioxidant soll es gleichzeitig gegen die natürliche Hautalterung wirken und bestehende Sonnenschäden verbessern. Natürlich haben wir nicht lange gewartet, das schnell absorbierende BHA-Peeling zu testen. 

Die Anwendung des BHA Peelings von Paulas Choice (Salicylic Acid)

  • Wir haben uns entschieden, das BHA Peeling von Paulas Choice am Abend nach der Gesichtsreinigung anzuwenden. Das chemische Peeling zieht zwar schnell in die Haut ein, hinterlässt aber einen leichten Film auf der Haut, auf den wir tagsüber verzichten möchten. So geben wir einige Tropfen auf ein Wattepad und streichen uns damit über das Gesicht. Es wird nicht abgewaschen! Und das war’s auch schon. Anschließend kannst du deine Haut mit einem Serum und einer Nachtpflege versorgen, bevor du ins Bett gehst und deinem Schönheitsschlaf nachkommst. 
  • Bereits am nächsten Morgen nach der ersten Anwendung des Exfoliant wirst du einen Unterschied spüren. Die Haut ist deutlich weicher und ebenmäßiger, der Teint strahlt ebenfalls bereits nach der ersten Anwendung. Auch wir waren total überrascht. Wir haben eigentlich mit trockenen Stellen gerechnet, doch dank des Grüntees ist davon keine Spur. Die Haut wirkt sogar deutlich hydriert. Ein wahres Wundermittel!
  • Am nächsten Tag setzen wir wie jeden Tag auf eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor, um unsere Haut vor frühzeitiger Hautalterung zu schützen. Im Kampf gegen eine unreine Haut haben wir das Peeling fortan nach einer Eingewöhnungszeit von zwei bis drei Mal die Woche jeden Tag angewendet und konnten schnell eine Veränderung unserer Haut wahrnehmen. Pickel klingen schneller ab und kommen nicht wieder, entzündliche Akne wird deutlich reduziert und klingen ebenfalls nach einigen Wochen ab.
  • Wir können euch das BHA Peeling von Paulas Choice nur empfehlen, wenn du unter den erwähnten Problemen leidest. Die Haut wirkt nach der Anwendung der Säure deutlich frischer und strahlender. Weitere und ausführlichere Infos erhältst du hier in unserem Test: BHA Peeling von Paulas Choice: Wir haben es getestet – das ist unser Fazit.

Weitere Peelings mit Salicylsäure findest du hier.

Die Herstellung von Salicylsäure und Hydroxybenzoesäure

Der Wirkstoff Salicylsäure wird nicht chemisch hergestellt, auch wenn der Begriff dies vermuten lässt. Salicylsäure kommt als Phytohormon in einigen Pflanzen vor und dient dort dem Schutz vor Krankheitserregern. In der Herstellung wird sie häufig aus dem Saft der Pflanze „Mädesüß“ gewonnen. Dieses Pflanzenhormon ist auch unter den Namen Spirsäure und Hydroxybenzoesäure bekannt.

Acetylsalicylsäure als Schmerzmittel

Salicylsäure wurde sogar einige Zeit als Schmerzmittel zum Einnehmen verschrieben. Doch durch die starken Nebenwirkungen wurde das Mittel schnell wieder vom Markt genommen. Acetylsalicylsäure (ASS) ist besser verträglich und wird aus der erwähnten Spirsäure hergestellt. Der Name des Schmerzmittels Aspirin, welches mit Wasser eingenommen wird, leitet sich von der „Spierstaude“ ab.

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Verwendete Quellen: netdoktor.de, paulaschoice.de

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