Gehmeditation: Eine achtsame Anleitung und Vorteile

Gehmeditation: Eine achtsame Anleitung und Vorteile

Mit der Gehmeditation findest du Schritt-für-Schritt Entspannung im Geist und Körper. Wie sie genau funktioniert und was du beachten musst, erklären wir dir hier.

Gehmeditation
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Wie funktioniert die Gehmeditation? Wir erklären es dir.
  • Meditationen wie die Zen Meditation, Transzendentale Meditation und Chakra Meditation lassen unseren Geist zur Ruhe kommen und sorgen für eine Entspannung des Körpers. Wir können mithilfe von Meditationen unser Gedankenkarussell zum Stoppen bringen und unsere Gedanken ordnen. 
  • Wer nicht lange sitzen kann, sollte sich mit der Gehmeditation beschäftigen, denn sie wird, wie der Name bereits verrät, im Gehen ausgeführt und kann Menschen, die gerne in Bewegung sind, Entspannung für Geist und Körper schenken. Das Meditationsobjekt bei der Gehmeditation ist das Gehen und Atmen.

Was ist eine Gehmeditation?

  • Die Gehmeditation gehört wie die Meditation im Sitzen zu den Meditationen der buddhistischen Achtsamkeitspraxis. Die Gehmeditation ist dabei keine minderwertige Meditationsart, sondern ist ebenso effektiv wie die Sitzmeditation und verfügt ebenfalls über ein Glücksversprechen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Gehen und ermöglicht so das Meditieren während einer alltäglichen Bewegung des Alltags.
  • Dabei steht das bewusste Gehen und Atmen als Meditationsobjekt im Vordergrund, eine stressige Situation beispielsweise kann durch eine Gehmeditation entschärft werden. Das Bewegen von A nach B und das Gehen als unbewusste Tätigkeit ist nicht Mittel zum Zweck, voranzukommen, sondern dient während der Gehmeditation dem Ankommen im Hier und Jetzt. Die volle Aufmerksamkeit wird auf das Gehen und Atmen gelenkt. Dabei gibt es kein bestimmtes Ziel. Wir beobachten unsere Bewegungen und lassen uns von unseren Beinen und unserem Atem tragen.
  • Die Konzentration auf das Gehen und Atmen lässt alle anderen Dinge, die uns belasten, in den Hintergrund rücken. Wir sind im gegenwärtigen Moment präsent und geben uns ihm voll und ganz hin. Jeder Schritt beruhigt deinen Geist und deine Gedanken, du musst keinem Termin hinterherhetzen, keine Bahn bekommen. Einfach gehen. Das Glücksversprechen der Übung wird sich nach wenigen Minuten einstellen.

So funktioniert die Gehmeditation

Eine Gehmeditation kannst du ganz einfach in deinen Alltag integrieren. Auf dem Weg zu einer Verabredung, nach Hause oder einfach während eines Spaziergangs nach Feierabend. Du musst nichts weiter tun, als dich bei jedem Schritt auf drei Säulen zu fokussieren:

  1. Achtsamkeit: Ein klarer Zustand des Bewusstseins, in dem du äußere Erfahrungen wahrnimmst, aber nicht bewertest.
  2. Gehen: Setze einen Fuß vor den anderen, ohne zu hetzen. Finde ein Tempo, in dem du dich wohlfühlst.
  3. Atmen: Verbinde deinen Rhythmus des Atmens mit dem Gehen und lasse deine Füße deinem Atem folgen, nicht umgekehrt. Langes Ausatmen klärt deinen Körper und fördert zudem deine Gesundheit.

Gehmeditation lernen: Tipps für Anfänger

Fokussiere deinen Geist: Es ist ganz normal, dass dein Geist und deine Gedanken bei den ersten Gehmeditationen abschweifen werden. Fokussiere sie vorher und stabilisiere deinen Geist. Halte dafür vor deiner Gehmeditation kurz inne, schließe gerne die Augen und nimm zehn bewusste Atemzüge. So bringst du deinen Geist und dein Meditationsobjekt näher beisammen.

  1. Beginne mit wenigen Schritten: Zu Beginn sollte deine Gehmeditation nicht mehr als zehn Schritte beinhalten. Gehe in deiner Wohnung oder deinem Garten zehn bewusste Schritte und lasse deine Füße von deinem Atem leiten. Bleibe anschließend stehen und spüre den Moment und nimm wahr, welches Gefühl sich in deinem Brust- und Bauchraum ausbreitet, nimm den Kontakt zum Boden wahr.
  2. Wähle einen vertrauten Ort in der Natur: Wenn du mit der Gehmeditation und den Abläufen vertraut bist, kannst du sie aus deinen eigenen vier Wänden und deinem Garten in die Natur und deinen Alltag legen. Suche dir eine schöne Strecke in der Natur, die kann an einem Strand, einem See oder in einem Wald liegen. Waldwege haben eine ganz besonders fokussierende Wirkung. Mit jedem Schritt und jeder Minute Erfahrung der Gehmeditation wirst du sie bald sogar im Alltagsgeschehen unter Menschen durchführen können, ohne die Achtsamkeit beim Gehen zu verlieren.
  3. Das Tempo: Es gibt kein vorgegebenes Tempo für eine Gehmeditation. Es ist jedoch ratsam, mit einem langsamen und für dich angenehmen Gehen zu beginnen. Anderen Spaziergängern wird gar nicht auffallen, dass du dich in einer Gehmeditation befindest, da du dich in deinem normalen, entspannenden Gehtempo befindest.
  4. Ablenkungen wahrnehmen: Während deiner Gehmeditation wirst du auf Ablenkungen stoßen. Das kann ein bellender Hund sein, Menschen, die dich nach dem Weg fragen oder ein besonders hübscher Vogel. Bleibe in diesen Fällen stehen, nimm bewusst wahr, was deine Aufmerksamkeit in diesem Moment erregt, aber bleibe mit deinem Atem verbunden. Schwächt dein Interesse ab, finde wieder in die Gehmeditation zurück und knüpfe an sie an. Ablenkungen sind etwas komplett natürliches und beeinflussen das Glücksversprechen nicht.
  5. Literatur: Thich Nhat Hanh ist ein Guru, wenn es um Gehmeditation geht. Der vietnamesische buddhistische Mönch fasst in seinem Werk "Der Geruch von frisch geschnittenem Gras" für ca. 10 Euro 🛒 alle wichtigen und weiterführenden Informationen plus Tipps rund um die Gehmeditation zusammen. Weitere Bücher zur Gehmeditation findest du hier.

Waldbaden: Achtsames Gehen

  • Das Waldbaden ist eine intensive Gehmeditation und Übung, die dich in den Wald eintauchen lässt. Nimm den Wald mit all deinen Sinnen wahr, erfahre ihn durch intensives Einatmen und Ausatmen. Rieche an frischem Harz, halte im Moment inne und erfreue dich seiner wunderschönen Natur. 
  • Viele kleine Pausen und Achtsamkeitsübungen während des Gehens machen den Wald zu deinem Meditationsobjekt und sorgt für dein Glücksversprechen. Erfahre den Wald mit deiner nackten Fußsohle und konzentriere dich beim Waldbaden gleichzeitig auf deine Atmung. 
  • Dein Blutdruck wird beim Waldbaden sinken, Stresshormone werden abgebaut, dein Gehirn denkt nicht nach, es nimmt wahr. Das Waldbaden kann auch auf einer Wiese praktiziert werden. Du möchtest das Waldbaden ausprobieren? Dann suche dir einen schönen und ruhigen Abschnitt in einem Wald und tauche ein in das wunderbar entspannende Waldbaden.

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Verwendete Quellen: yogaeasy.de, ich-will-meditieren.de

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