Apfelessig abnehmen: Wie effektiv ist die Diät wirklich?

Apfelessig abnehmen: Wie effektiv ist die Diät wirklich?

Apfelessig ist gesund und soll sich positiv auf unseren Stoffwechsel auswirken. Doch kann man damit wirklich abnehmen? Wir haben die Antworten.

Wenn es ums Abnehmen und um Diäten geht, sucht man gerne nach kleinen Hilfsmitteln und Helfern, die einem die Umstellung zu einer gesünderen Lebensweise erleichtern. Egal ob 5:2-Diät, 24-Stunden-Diät, Max-Planck-Diät oder Kartoffeldiät: Das Ziel ist es immer, Gewicht zu verlieren, die Fettverbrennung anzukurbeln und so dem Körper etwas Gutes zu tun – vor allem nach der vielen Schlemmerei der Feiertage. Ein Hausmittel, dem eine positive Wirkung in Sachen Diät zugeschrieben wird, ist der Apfelessig. Der Drink soll beim Entschlacken helfen und den Stoffwechsel anregen. Doch hilft der saure Essig wirklich beim Abnehmen? Wir haben das Wundermittel Apfelessig unter die Lupe genommen.

Inhaltsstoffe von Apfelessig:

  • Vitamine A, B1, B2, B6, C und E
  • Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A)
  • Folsäure (Vitamin B9)
  • Kalium
  • Magnesium
  • Eisen
  • Natrium
  • Calcium
  • Phosphat
  • Fluor
  • Jod
  • Zink
  • Kupfer
  • Selen

Wie wirkt Apfelessig?

Da Apfelessig sehr viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthält, wird ihm eine ausgesprochen positive Wirkung auf den Körper nachgesagt – sowohl durch die innere als auch durch äußere Anwendung.

Apfelessig kann:

  • die Fließfähigkeit des Bluts steigern
  • den Stoffwechsel ankurbeln
  • das Immunsystem stärken
  • entgiften (durch anregende Wirkung auf Leber und Nieren)
  • Blutzuckerspiegel und Blutfettwerte senken
  • Fäulnisbakterien im Darm bekämpfen
  • die Wundheilung fördern
  • Verkalkungen vorbeugen
  • die Haare glänzend und geschmeidig halten
  • unreine, entzündliche Haut verbessern
  • Juckreiz lindern
  • die Talgproduktion der Haut drosseln
  • Entzündungen hemmen

Wie wird Apfelessig hergestellt?

Der goldfarbene Bio-Apfelessig wird aus dem Most von ganzen Bio-Äpfeln in Kombination mit Bakterienkulturen hergestellt. Die Bakterienkulturen sorgen für einen Gärungsprozess, der den Alkohol in Essigsäure umwandelt. Ist der Apfelessig nicht bio, stammt er aus Apfelresten, denen künstlich Essigsäure zugesetzt wurde. Da bei der biologischen Herstellung ganze Äpfel verwendet werden und der Prozess natürlicher verläuft, wird dieser meistens empfohlen. Zum Trinken wird der Essig mit Wasser verdünnt.

Wer einen empfindlichen Magen hat, kann statt flüssigem Apfelessig auch auf Tabletten oder Kapseln zurückgreifen – diese haben den gleichen Effekt, doch sind schonender zur Magenschleimhaut und schmecken nicht bitter. Wer mit der Säure klarkommt, aber trotzdem einen angenehmeren Geschmack beim Trinken will, kann den Drink mit Honig abschmecken.

Apfelessig abnehmen: Wie funktioniert die Apfelessig-Diät?

Die Wirkung der Apfelessig-Diät ist wissenschaftlich sehr umstritten. Es gibt nur wenige Studien, die diesen Effekt des Essigs untersucht haben. Die wohl bekannteste Studie wurde in Japan durchgeführt: Wissenschaftler teilten Menschen mit Übergewicht in drei Gruppen ein, von denen zwei 12 Wochen lang essighaltiges Wasser tranken, hoch- und niedrig dosiert. Die Probanden der dritten Gruppe bekamen Placebo-Wasser zum Trinken. Das Ergebnis zeigte, dass die Personen der Gruppen, die das Essigwasser tranken, mehr abgenommen haben als die der Placebo-Gruppe. Daraus wurde gefolgert, dass Essig und die Säure eine Auswirkung auf die Reduzierung des Fettanteils haben muss und die Fettverbrennung ankurbelt. Außerdem belegte die Studie, dass die tägliche Einnahme von Essig den Blutdruck und den Blutzuckerspiegel senkt.

Auch wenn die Gewichtsreduktion nicht sehr hoch war, hat sich durch Studien wie diese der Trend der Apfelessig-Diät entwickelt. Diese sieht vor, dass man vor jeder Mahlzeit ein Glas Wasser mit einem verdünnten Esslöffel Apfelessig (optional: mit Honig) trinkt. Das Wundermittel soll den Appetit hemmen und so dafür sorgen, dass man weniger isst und somit an Gewicht verliert. Außerdem soll der Apfelessig die Verdauung fördern und den Stoffwechsel ankurbeln, was dazu führt, dass die Mahlzeit besser verarbeitet wird.

Apfelessig abnehmen: Wie sinnvoll ist eine Apfelessig-Diät?

Ein Glas Wasser mit Essig vor dem Essen und schon purzeln die Pfunde – das klingt zu schön, um wahr zu sein und ist es leider auch. Zwar sorgt der Apfelessig-Trunk dafür, dass der Magen schon etwas gefüllt ist, doch Apfelessig-Wasser kann keine vollwertige Mahlzeit ersetzen. Außerdem reicht die zusätzliche Essigzufuhr nicht aus, um abzunehmen – dafür braucht es regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und ein Kaloriendefizit. Vor allem wer einen empfindlichen Magen hat, wird dem Körper mit einer Apfelessig-Diät eher schaden, als ihm gutzutun. Schaden kann das Apfelessig-Wasser nicht – doch es ist kein Diät-Wundermittel.

Apfelessig: Beautymittel statt Diät

Wenn du statt einer Diät aber trotzdem von den vielen Vorteilen des Apfelessigs profitieren willst, kannst du ihn natürlich trotzdem in deinen Ernährungsplan einbauen – oder auch äußerlich anwenden:

  • Zur Desinfektion und gegen Juckreiz: Mit unverdünntem Apfelessig lassen sich Wunden desinfizieren. Außerdem kann man damit Juckreiz (beispielsweise bei Insektenstichen oder heilenden Verletzungen) lindern.
  • Als Gesichtswasser: Apfelessig kann das Gesicht sanft und nachhaltig reinigen. Vermische einen Teelöffel Apfelessig mit einer Tasse kaltem Wasser. Tränke einen Wattebausch oder ein Kosmetiktuch darin und reibe dann die Gesichtshaut sanft damit ab.
  • Als Spülung: Apfelessig wird bei schnell fettenden Haaren sowie bei trockener, juckender Kopfhaut empfohlen und wirkt gegen Schuppen. Dazu einfach einen Teelöffel Apfelessig mit einer Tasse Wasser in eine leere Shampoo-Flasche geben, schütteln und auf das Haar auftragen. Kurz einwirken lassen und anschließend mit klarem Wasser ausspülen.
  • Als Fußbad: Apfelessig hilft gegen Schweißfüße, denn er tötet die Bakterien ab, die für den Geruch verantwortlich sind. Für das Fußbad eine Tasse Apfelessig und eine halbe Tasse Salz in ein Liter warmes Wasser geben und die Füße fünf bis zehn Minuten darin baden.
  • Gegen Fußpilz: Auch gegen Fußpilz und Nagelpilz soll Apfelessig helfen. Dazu Essig auf ein Wattepad träufeln und die betroffene Stelle damit abtupfen.

Weitere Ernährungsthemen findest du hier: Körper entgiftenRohkostdiät, Bauchmuskeln trainieren, Stoffwechsel anregen

Verwendete Quellen: netdoktor.de, utopia.de, eatsmarter.de

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