Spätakne: Die Ursachen und was dagegen hilft

Spätakne: Die Ursachen und was dagegen hilft

Du möchtest wissen, wie du Spätakne effektiv bekämpfst? Was die Auslöser von Akne Tarda sind und welche Tipps helfen, verraten wir jetzt!

Frau traegt Gesichtsmaske auf
© Pexels/Polina Tankilevitch
Woher kommt Spätakne und was kannst du dagegen tun? Wir haben uns näher damit befasst.

Spätakne ist für viele Menschen eine nervige und vor allem lästige Angelegenheit. Oftmals geht man davon aus, dass Akne, Mitesser und auffällige Pickel nur während der Pubertät auftauchen und nach dem Teenie-Alter wieder verschwinden. Doch auch jenseits der 20 können sich starke Hautunreinheiten bemerkt machen. Die sogenannte Spätakne, auch bekannt als Akne Tarda kann sogar bis zum 40. Lebensjahr andauern. Während andere 25-Jährige morgens mit einer strahlenden und glatten Haut in den Spiegel schauen, entdecken andere jeden Morgen eine neue Entzündung im Gesicht, die zudem ganz schon schmerzhaft sein kann. Was die Ursachen oder Auslöser von Spätakne sein können und wie du die Erwachsenenakne am besten behandelst, verraten wir hier.

Spätakne: Mögliche Ursachen

  1. Hormonelles Ungleichgewicht
  2. Stress
  3. Gestörte Darmflora
  4. Gene
  5. Falsche oder zu viele Pflegeprodukte

 

  1. Hormonelles Ungleichgewicht: Die Hormone spielen eine große Rolle, wenn es um Hautunreinheiten und Mitesser geht, denn diese ändern sich nicht nur einmal während der Pubertät, sondern tatsächlich öfters im Leben. Zum einen kann während der Periode der Hormonhaushalt der Frauen durcheinandergebracht werden, weshalb neue Pusteln und Pickel entstehen. Zum anderen kann aber auch das Absetzen der Pille zur Spätakne beitragen. Wird die Pille nicht mehr eingenommen, produziert der Körper vermehrt männliche Hormone, sogenannte Androgene. Die Talgdrüsen werden angeregt, es wird vermehrt Talg produziert, wodurch die Poren gestopft werden. Dies sieht man dann in den meisten Fällen an Pickeln, die auf der fettigen T-Zone, Wangen und Kinnbereich auftauchen.
  2. Stress: Befinden wir uns in einer stressigen Phase im Leben, spiegelt sich dieser Zustand in unserer Haut wider. Unser Körper produziert in so einer Situation vermehrt männliche Hormone wie Cortisol und Adrenalin. Je gestresster wie sind, umso ungesünder wird auch der generelle Lifestyle: Wir schlafen weniger, essen ungesünder und treiben weniger Sport. Das Resultat: Akne, Pickel, Mitesser und Unreinheiten.
  3. Gestörte Darmflora: Nicht umsonst heißt es: „Du bist, was du isst“. Aus diesem Grund spielt auch eine gesunde Ernährung und eine gesunde Darmflora eine große Rolle, wenn es um Spätakne und deine Haut geht. Lebensmittel, die viel Zucker enthalten und wenig wertvolle Nährstoffe für den Körper mitbringen, stören den Darm bei seiner natürlichen Funktion, sodass es die eigentlich wichtigen Stoffe nicht mehr aufnehmen kann. Zudem gelten Speisen wie Weißbrot, Fast Food oder auch Milchprodukte entzündungsfördernd. All das zusammen hat einen direkten Einfluss auf das Hautbild und somit auch auf die Erwachsenenakne.
  4. Gene: Liegt unreine Haut bereits in der Familie, ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass die Ursache der Spätakne an den Genen liegt. Trotzdem ist es möglich, den Pickeln mit den richtigen Mitteln an den Kragen gehen.
  5. Falsche oder zu viele Pflegeprodukte: Machen sich Pickel und Rötungen im Gesicht bemerkbar, ist unser erster Instinkt blind zur nächsten Pflege zu greifen. Sehen wir nach einem Tag keinen Unterschied, übertreiben wir es mit den Cremes, Peelings, Seren und Co. aus Verzweiflung. Doch genau dies ist oftmals die Ursache und kann Akne bei Erwachsenen sogar verschlimmern, da die bereits entzündete Haut nicht mit den richtigen Mitteln behandelt wird.

Spätakne behandeln: Was hilft?

Nachdem wir die möglichen Ursachen von Spätakne kennengelernt haben, sollten wir uns im nächsten Schritt mit den richtigen Tipps und Tricks auseinandersetzen, die den Pickeln den Kampf ansagen und dabei helfen, die Erwachsenenakne zu beseitigen:

  1. Zink gegen Akne: Das Spurenelement Zink ist für seine entzündungshemmende Wirkung bekannt und im Bereich Akne ein beliebtes Treatment. Zinksalben, die Pickel am Kinn, Wangen, Nase und Co. und Unreinheiten austrocknen können, sollten punktuell aufgetragen werden und dürfen auch als Over-Night-Treatment angewendet werden. Alternativ können aber auch Zinktabletten eingenommen werden.
  2. Ernährung umstellen: Milchprodukte, Speisen aus Weizenmehl oder Lebensmittel, die viel Zucker enthalten, wirken sich negativ auf das Hautbild aus. Um herauszufinden, ob bestimmte Nahrungsmittel an der Spätakne schuld sind, kannst du mehrere Tests machen. Versuche, zwei bis drei Wochen lang komplett auf Süßigkeiten zu verzichten und beobachte, ob sich etwas an deinem Hautbild verändert. Dasselbe tust du dann auch mit den anderen Lebensmittel-Kategorien, bis du einen Übeltäter ausmachen kannst. Gewöhne dir zudem an, dich von frischen und gesünderen Speisen zu ernähren, denn nur so bleibt auch dein Darm gesund, der einen direkten Einfluss auf die Akne bei Erwachsenen hat.
  3. Dermatologen aufsuchen: Bevor du aber selbst herumexperimentierst und wild Pflegeprodukte anwendest, solltest du dich in erster Linie von deinem Dermatologen beraten lassen. Dieser kann deine Haut genauer analysieren, dir gezielte Treatments, Produkte oder Isotretinoin als Therapie für die Spätakne verschreiben und dir Tipps geben. Auch regelmäßige Gänge zur Kosmetikerin, die die verstopften Poren befreit und beruhigende Masken verwendet, sind häufige Hilfsmittel.
  4. Pflege anpassen und sich daran halten: Nachdem du dich bei deinem Hautarzt beraten lassen hast, solltest du deine Pflege-Routine dementsprechend anpassen. Das bedeutet, du solltest auf leichte und nicht fettende Feuchtigkeitspflege wie beispielsweise die Reihe von Cetaphil, Vitamin-A-Cremes, Fruchtsäurepeelings, Therapien oder auch auf Vaseline gegen Akne setzen, falls dir diese Produkte für deine Haut empfohlen wurden. Wichtig hierbei ist es, dass du nicht direkt nach zwei Tagen aufgibst. Deine Haut muss sich mehrere Wochen an die Umstellung gewöhnen. Solltest du allerdings nach drei Monaten keinen Unterschied sehen, dann solltest du erneut einen Termin beim Dermatologen vereinbaren.

Diese Lebensmittel helfen gegen Akne Tarda

Da Lebensmittel ebenfalls einen Einfluss auf die Spätakne und deine Haut haben können, solltest du dir Gedanken darüber machen, deine Ernährung umzustellen. Doch welche Lebensmittel können gegen Akne Tarda helfen? In erster Linie solltest du dich so gut es geht von Junkfood verabschieden und auf natürliche, frische und Bio-Lebensmittel setzen. Darunter fallen unter anderem zuckerarmes Obst, Gemüse, Fisch, Hühnchen und Vollkornprodukte. Diese Speisen sind nicht nur reich an Vitaminen und gesunden Fetten, sondern beinhalten auch Ballaststoffe, die dem Darm guttun. Zusätzlich solltest du auf probiotische Lebensmittel setzen, um gegen Erwachsenenakne anzukämpfen. Hierbei handelt es sich um Nahrungsmittel wie Kimchi, Sauerkraut, Kefir, Joghurt oder Kombucha, die gesunde Bakterien für den Darm beinhalten und sich somit auch positiv auf die Haut ausüben.

Verschwindet Spätakne von alleine?

Je nach Haut, Genen und Lifestyle ist die Dauer von Spätakne für jeden unterschiedlich und kann nicht pauschal vorausgesagt werden. Während die Hautunreinheiten bei einigen direkt nach paar Wochen von selbst verschwinden, müssen andere sogar jahrelang warten. Früher oder später wird sie allerdings bei allen von alleine weggehen. In den meisten Fällen ab dem 30. Lebensjahr. Wer aber nicht lange warten möchte, kann mithilfe von Behandlungen, Cremes und Tipps von Hautarzt der Spätakne auch schon früher entgegenwirken.

Kann hormonelle Akne nach der Behandlung wieder auftauchen?

Da vor allem der weibliche Körper öfters Hormonschwankungen aufweist, ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass die Spätakne bei Frauen nach einer guten Behandlung wieder auftaucht und die Haut sich entzündet. Nicht nur die Menstruation ist für ein hormonelles Ungleichgewicht verantwortlich, auch eine Schwangerschaft oder die Menopause kann so einiges für Frauen wieder durcheinanderbringen. Aus diesem Grund taucht die Spätakne im Normalfall zwischen dem 25. und 45. Lebensjahr auf. Auch wenn Akne behandelbar ist, solltest du dich an einem gesunden Lifestyle, regelmäßigen Terminen beim Dermatologen und das Einhalten deiner Pflege-Routine gewöhnen, um ein erneutes Auftreten zu vermeiden.

Falls du übrigens noch mehr über das Thema Akne und Hautunreinheiten lernen willst, dann verraten wir dir hier, wie du unterirdische Pickel loswerden kannst, Pickel am Po den Kampf ansagst, welche die beste Akne Creme ist und Teebaumöl richtig anwendest.

Quellen: vigo.de, eau-thermale-avene.de

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