Staubläuse: So bekämpfst du die Schädlinge

Staubläuse: Mit diesen Tipps wirst du die Schädlinge los

Staubläuse sind Schädlinge, die sich hauptsächlich in Wohnungen mit hoher Luftfeuchtigkeit einnisten. Wie du sie bekämpfst, erfährst du hier.

Was sind Staubläuse?

Staubläuse (Psocoptera) sind mit bloßem Auge kaum zu sehen. Die Schädlinge sind nur zwischen einem und zwei Millimetern groß, haben einen hellen Körper sowie lange, dünne Antennen am Kopf. Da sie sehr weit springen können, werden sie manchmal mit Flöhen verwechselt. Einige Arten haben sogar Flügel am Rücken, fliegen können sie jedoch nicht. Die Schädlinge ernähren sich vor allem von Sporen, Flechten und Schimmel und hinterlassen dabei einen feinen Papierstaub. Andere Arten der Ungeziefer ernähren sich jedoch auch von trockenen Lebensmitteln wie Mehl, Haferflocken und Müsli. Diese Läuse schleppen wir oft vom Einkaufen mit in unsere Wohnung oder unser Haus. 

Wo verstecken sich Staubläuse?

Die kleinen Insekten sind weltweit verbreitet und kommen in fast jedem Haushalt vor. Sie leben nicht – wie ihr Name vermuten lässt – im Staub, sondern fühlen sich in feuchten Umgebungen mit einer Luftfeuchtigkeit von 60 bis 90 Prozent besonders wohl. Wenn sich die Schädlinge in Wohnungen einnisten, dringen sie gerne ins Badezimmer ein, aber auch Küchen, Keller, feuchte Fensterbänke oder Pflanzen sind beliebte Orte. Auch in Neubauten, die noch nicht vollständig durchgetrocknet oder gerade frisch tapeziert sind, kommen Staubläuse häufig vor. Staubläuse leben an Möbeln, Tapeten, Teppichen und auf dem Boden. Eine weitere Untergruppe der Staublaus ist die Bücherlaus, die ebenfalls feuchte Umgebungen liebt.

Sind Staubläuse gefährlich?

Staubläuse sind zwar lästig, aber für den Menschen nicht gesundheitsschädlich. Vor Bissen musst du dich auch nicht fürchten, denn mit unserem Blut können die Läuse nichts anfangen. Die Tierchen hinterlassen auch keine Schäden in der Wohnung. Problematisch wird es nur, wenn die Insekten in großen Mengen auftreten, denn dann können sie Allergien wie Niesanfälle, Hautreizungen und Asthmaanfälle auslösen. Leider vermehren sich Staubläuse in der Wohnung das ganze Jahr über: Die Tiere leben je nach Art zehn bis zwölf Wochen und Weibchen legen im Laufe ihres Lebens bis zu 100 Eier. Die Larven produzieren nach 20 bis 40 Tagen Entwicklungszeit wiederum neue Staubläuse.

Wichtig: Von mit Staubläusen befallenen Lebensmitteln solltest du unbedingt die Finger lassen, denn auch dann kann es zu Allergien durch die Ungeziefer kommen.

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Staubläuse bekämpfen: So wirst du sie los

Du möchtest die Staubläuse in deiner Wohnung oder deinem Haus bekämpfen? Obwohl Staubläuse nicht gefährlich sind, sind sie meist ein Zeichen dafür, dass die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, was wiederum zu Schimmel führen kann. Zum Glück lassen sich Staubläuse mit bestimmten Hausmitteln und Tricks aus den eigenen vier Wänden vertreiben. So klappt die Schädlingsbekämpfung:

Lavendel

Staubläuse hassen den Geruch von Lavendel. Mit kleinen Lavendelsäckchen 🛒, die in der Wohnung verteilt werden, kannst du die Schädlinge bekämpfen. Schöner Nebeneffekt: Der Duft von Lavendel hat eine stressmindernde und beruhigende Wirkung auf unsere Psyche.

Insektenspray

Wer Staubläuse loswerden will, kann sich ein handelsübliches Insektizid 🛒 aus der Drogerie kaufen und betroffene Stellen im Haus zur Bekämpfung mit Insektenspray einsprühen.

Klebefallen

Es gibt zwar keine speziellen Fallen für Staubläuse im Handel, aber Klebefallen für Silberfische 🛒 sind ebenfalls wirksam. Diese sind aus Papier hergestellt und mit einem Klebestreifen versehen. Da sich Staubläuse unter anderem von Papier ernähren, werden sich die Tiere an der Falle nähren und am Kleber hängenbleiben. Dann kannst du die Falle samt Staubläusen im Müll entsorgen.

Staubsaugen

Staubsaugen hilft in erster Linie dabei, einem Staublaus-Befall vorzubeugen. Sollten sich Staubläuse bereits in der Wohnung oder im Haus befinden, dann kann Staubsaugen als ergänzende Maßnahme zu anderen Hausmitteln betrachtet werden. Wenn du eine Schicht Papierstaub entdeckst, ist das ein Zeichen für Staublaus-Befall. Diesen kannst du einfach wegsaugen. Wichtig: Entleere nach dem Saugen unbedingt den Staubsaugerbeutel oder tausche ihn aus!

Luftfeuchtigkeit reduzieren

Damit sich die Ungeziefer in der Wohnung oder im Haus nicht wohlfühlen, sollte die Luftfeuchtigkeit gesenkt werden. Wenn diese unter 60 Prozent liegt, sterben die Schädlinge schnell ab. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Luftfeuchtigkeit in einem Raum zu reduzieren: Zwei bis viermal pro Tag für einige Minuten stoßlüften, Wäsche nicht in der Wohnung trocknen oder eine Schüssel mit Reis oder Salz aufstellen, sind wirksame Maßnahmen. Letztere absorbieren das Wasser aus der Luft und entziehen ihr so die Feuchtigkeit. Generell gilt: Lüften, lüften, lüften!

Zimmerpflanzen entsorgen

Entsorge deine Zimmerpflanzen, sobald du bemerkst, dass sie mit Staubläusen befallen sind. Einige Zimmerpflanzen erhöhen außerdem die Luftfeuchtigkeit und sollten ebenfalls nicht in der Wohnung stehen. Dazu zählen unter anderem Zyperngras, Zimmerlinde und Grünlilie.

Schimmel entfernen

Schimmel ist schädlich für die Gesundheit und kann Krankheiten wie Asthma hervorrufen. Außerdem ist er eine wichtige Nahrungsquelle für Ungeziefer wie Staubläuse. Gleich zwei Gründe, Schimmelpilze zu bekämpfen!

Wie lange dauert es, bis Staubläuse bekämpft sind?

Unter Umständen kann es ein wenig dauern, Staubläuse zu bekämpfen. Wenn du die Nahrungsquellen der Läuse entfernst und die Luftfeuchtigkeit in deinen Räumen senkst, entfernen sich die Tiere zwar aus der Wohnung, aber lassen vermutlich Eier zurück. Aus diesen schlüpfen je nach Lebensbedingungen nach acht bis 70 Tagen neue Larven. Finden auch sie keine Nahrung, suchen die Tierchen rasch das Weite. Du bist den Staublaus-Befall also vermutlich erst dann los, wenn die letzte Larve geschlüpft ist und die Weibchen keine Eier mehr legen.

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Verwendete Quellen: immoportal.com, schoener-wohnen.de, haus.de

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