Rosmarin trocknen: So geht's

Rosmarin trocknen: So bleibt er haltbar und voller Geschmack

Du möchtest das würzige Aroma deines Rosmarins konservieren? Hier findest du eine Anleitung und zwei Methoden, mit denen das klappt.

Er ist ein schöner Anblick im Garten, ein leckerer Helfer in der Küche und sogar gut für unsere mentale Gesundheit: Rosmarin. Als Gewürz zu Gerichten wie Kartoffeln, Fisch oder als Marinade hat er einen süßlich-würzigen Geschmack und wird oft auch zu den Küchenkräutern mit Heilwirkung gezählt. Als Tee wirkt Rosmarin nämlich belebend und herzstärkend, als ätherisches Öl wiederum durchblutungsfördernd und erwärmend. Um Rosmarin haltbar zu machen, kann man die Kräuter und Blätter entweder einfrieren oder – und das ist die beste Methode – trocknen. So wird das Rosmarinaroma konserviert und die getrockneten Kräuter schmecken sogar noch intensiver als von der fischen Pflanze. Hier kommen die besten Tipps für das Konservieren, Ernten und Aufbewahren von Rosmarin.

Auch spannend: Basilikum trocknen, Lavendel trocknen, Basilikum trocknen

Rosmarin trocken: Zwei Methoden

Rosmarin wächst am besten in der warmen Jahreszeit bei sommerlichen Temperaturen. Man kann ihn im Garten, auf dem Balkon oder sogar in der Wohnung (z.B. auf der Fensterbank) anbauen. Im Frühling und Sommer kann man das Kraut auch direkt frisch verwenden und damit Gerichte mit den Blättern und Trieben lecker verfeinern. Doch wenn du auch für die kalte Jahreszeit einen Vorrat an Kräutern haben möchtest, kannst du die frische Pflanze trocknen und so für den Herbst und Winter konservieren. Um Rosmarin zu trocknen, gibt es zwei Methoden:

  1. Rosmarin lufttrocknen an einem warmen Ort
  2. Rosmarin im Ofen (Backofen) trocknen

Dabei geht die zweite Version im Ofen natürlich deutlich schneller, benötigt aber zusätzlich Strom. Wenn du keine Eile hast, bietet es sich also an, den Rosmarin einfach an einem trockenen und warmen Ort lufttrocknen zu lassen.

Rosmarin trocken: Ernte und Vorbereitung

Um ein besonders aromatisches Ergebnis zu erhalten, solltest du den Rosmarin im Sommer bei warmen Temperaturen ernten. Dafür schneidest du so viele Zweige ab, wie du benötigst und trocknen möchtest. Wenn deine Pflanze im Garten oder auf dem Balkon wächst, ist der beste Zeitpunkt für die Ernte der Kräuter (Triebe, Blätter) in den Stunden am Morgen oder im Laufe des Vormittags, wenn der Tau auf den Zweigen bereits getrocknet ist. Im Idealfall hat deine Pflanze an den Vortagen besonders viel Sonne abbekommen – das macht den Geschmack des getrockneten Gewürz besonders kräftig und intensiv.

Tipp: Wenn du deine gewünschte Menge an Zweigen und Blättern abgeschnitten hast, solltest du diese nicht waschen. Durch einen Waschgang können die Zweige ihr Aroma verlieren. Stattdessen solltest du aber vertrocknete oder verwelkte Teile der Zweige entfernen.

Rosmarin trocknen: An der Luft

Wenn du deinen Rosmarin an der Luft trocknen willst, suche dir einen trockenen, luftigen Ort dafür. Folgende Eigenschaften sollte die Location für das Lufttrocknen der Kräuter haben:

  • Warm (optimale Temperatur: 21 bis 27 Grad)
  • Trocken
  • Luftig
  • Möglichst ohne direkte Sonneneinstrahlung

Wenn du einen passenden Ort gefunden hast, kannst du die Rosmarinzweige bündeln und kopfüber aufhängen. Dafür benötigst du:

  • Schere
  • Garn
  • Gummiband

Mit dem Gummiband bündelst du bis zu acht Rosmarinzweige zu einem kleinen Strauß. Binde ein Stück Faden daran, sodass du das Bund kopfüber aufhängen und Lufttrocknen kannst. Dann lässt du die Zweige so lange hängen, bis sie spürbar trocken und brüchig sind. Das Trocknen der Kräuter kann mehrere Tage (mindestens 24 Stunden) dauern. Wenn die Zweige ganz getrocknet sind, kannst du sie in einem Gefäß luftdicht lagern – entweder im Ganzen oder du sammelst die einzelnen getrockneten Nadeln als Gewürz in einem Glas oder ähnlichem Gefäß.

Rosmarin trocken: Im Ofen

Im Ofen (Backofen) lässt sich der Rosmarin ebenfalls schnell und effektiv trocknen. Dafür gehst du folgendermaßen vor:

  1. Lege die Rosmarinzweige einzeln auf ein Gitter bzw. auf ein Backpapier. Die Kräuter sollten sich dabei nicht berühren.
  2. Schiebe das Gitter bei niedrigster Temperatur (maximal 50 Grad) in den Backofen.
  3. Lasse die Ofentür einen Spalt offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  4. Nach etwa drei bis vier Stunden sollten sich die Zweige trocken und brüchig anfühlen. Falls nicht, lasse sie noch länger bei gleicher Temperatur im Ofen und kontrolliere die getrockneten Zweige regelmäßig.

Sobald die Zweige komplett trocken und abgekühlt sind, kannst du sie ebenfalls in einem Gefäß luftdicht aufbewahren. Mit der Variante im Backofen (mit Backpapier) geht die Herstellung des getrockneten Gewürzes zwar schneller, ist aber aufgrund des hohen Energieverbrauchs nicht besonders nachhaltig. 

Alternativ kann man getrockneten Rosmarin auch in einem Dörrautomat herstellen. Wer ein Gerät mit stapelbaren Trockensieben hat, kann gleich mehr Triebe und Gewürz trocknen. Die Temperatur im Dörrautomaten darf 40 Grad Celsius nicht übersteigen und wenn man die Siebe hin und wieder rotiert, trocknen die Zweige relativ schnell, etwa in drei bis vier Stunden.

Rosmarin: Richtig lagern und verwenden

Ob der Rosmarin richtig trocken ist, erkennst du an folgenden Merkmalen:

  • Die Nadeln rascheln
  • Die Zweige lassen sich nicht mehr biegen, sondern brechen leicht
  • Die Nadeln lassen sich zwischen den Fingern zerreiben

Wenn all diese Merkmale zutreffen und deine Rosmarinzweige trocken (und ggf. abgekühlt) sind, solltest du sie schnell verpacken. Hier ist etwas Eile nötig, damit die getrockneten Zweige keine Feuchtigkeit aus der Luft ziehen und Inhaltsstoffe verlieren. Am besten lagerst du deinen getrockneten Rosmarin in luftdicht verschließbaren und lichtundurchlässigen Behältern oder Gefäßen. Wenn du Gläser verwendest, lagere diese in einem dunklen Schrank. Auf diese Weise bleibt dein getrockneter Rosmarin und Gewürz-Vorrat bis zu zwei Jahre lang aromatisch.

Tipp: Wenn du das beste Aroma willst, lasse die Nadeln am Zweig. So wird das Aroma besser gespeichert. Wenn du den Rosmarin verwenden willst, reibe einfach die Blätter von den Zweigen ab und würze damit als Gewürz deine Gerichte. Alternativ kannst du das Küchenkraut auch im Mörser zerreiben, damit die Nadeln etwas feiner sind.

Diese Artikel könnten dich auch interessieren: Karottenflecken entfernen, Kurkuma Flecken entfernen, Balsamico Flecken entfernen, Kaffeeflecken entfernen

Verwendete Quellen: mein-schoener-garten.de, utopia.de

Schnittlauch
Du hast eine Schnittlauch Pflanze im Garten und möchtest diese trocknen? Wir verraten dir hier, wie das geht. Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...