Lavendel trocknen: Tipps und Methoden

Lavendel trocknen: Tipps und Methoden zum Trocknen und Weiterverarbeiten

Getrockneter Lavendel riecht nicht nur gut, sondern hat auch eine beruhigende Wirkung. Wir verraten dir, wie du Lavendel trocknest und weiterverarbeitest.

Lavendel ist nicht nur eine Zierpflanze, sondern dient auch als Heilpflanze, als Gewürz oder zur Gewinnung von Duftstoffen. Getrockneter Lavendel hat in der Weiterverarbeitung eine beruhigende und entspannende Wirkung. Aber wie trocknest du frischen Lavendel? Das erzählen wir dir hier.

Lavendel trocknen: So geht's richtig

Damit du Lavendel trocknen kannst, ist es wichtig, ihn zur richtigen Zeit von der Pflanze zu ernten. Und dieser ist kurz vor dem Aufblühen der Lavendelblüten. Dann haben sie nämlich das stärkste Aroma. Du erkennst, dass die Lavendelblüten kurz vor dem Aufblühen sind, wenn einige Blüten der Pflanze sich schon geöffnet haben, andere jedoch noch nicht. So erntest und trocknest du die Blüten:

  • Schneide den ganzen Stängel der Lavendelpflanze aus deinem Garten etwa zehn Zentimeter unterhalb der Blüten ab. Achte darauf, dass die Blüten zu dieser Zeit nicht feucht sind, sonst fangen sie leicht an zu schimmeln. Deswegen eignet sich als Zeitpunkt zur Ernte nicht der Morgen, wenn noch Morgentau auf den Stängeln liegt.
  • Binde die Stängel büschelweise zusammen. Am besten funktioniert dies mit einem Gummiband, da die Stängel während des Trocknens Wasser verlieren und so zusammen schrumpfen.
  • Hänge die Stängel nun kopfüber an einem trockenen, schattigen und nicht zu warmen Ort zum Trocknen auf. Zu starke Hitze und Sonnenlicht bleichen die Blüten aus und mindern die Duftwirkung. Deshalb solltest du die Blüten auch nicht im Backofen trocknen.
  • Nach etwa ein bis zwei Wochen sind die Lavendelblüten vollständig getrocknet. Du erkennst den Zeitpunkt daran, dass die Blüten in deinen Fingern zerbröseln.
  • Du kannst die getrockneten Blüten nun vom Stängel abstreifen und weiterverarbeiten.

Wie lange muss Lavendel getrocknet werden?

Wichtig ist, dass der Lavendel beim Trocknen nicht berührt wird. Drückst du die Blüten oder quetscht sie, treten die ätherischen Öle aus und verfliegen. Deswegen solltest du mindestens ein bis zwei Wochen warten, bevor die die Lavendelblüten vom Stängel abstreifst.

Lavendel einzeln oder in Bündeln trocknen?

Ob du Lavendel einzeln oder in Bündeln trocknest, ist eigentlich egal. Gehe hier nach deinem Zweck vor: Brauchst du nur wenige Blüten des Lavendels, eignet es sich natürlich eher, die Blüten auf einem Teller oder Tablett zu trocknen. Möchtest du hingegen mehr Lavendel weiterverarbeiten, eignet sich die Trocknung im Bündel oder Strauß. So oder so solltest du darauf achten, dass genügen Luft zirkulieren kann.

Was kann man mit getrocknetem Lavendel machen?

Getrockneter Lavendel hat viele Weiterverarbeitungsmöglichkeiten:

  • Als Duftsäcken,
  • ätherisches Öl,
  • Lavendelöl,
  • Tee,
  • getrockneter Lavendelstrauß als Deko,
  • Gewürzmischung,
  • Badezusatz,
  • oder Tinkturen.

Getrockneten Lavendel weiterverarbeiten

Lavendel Duftsäckchen selber machen

Lavendel und sein Duft sind nicht nur beruhigend und stresslindernd, sie schützen auch vor Kleidermotten. Hängst du die Duftsäckchen also in deinen Kleiderschrank, bleiben die Motten fern und deine Wäsche duftet herrlich frisch nach Lavendel!

Um die Duftkissen selber zu machen, brauchst du lediglich die getrockneten Lavendelblüten in Teefilter zu füllen, sie oben zuzubinden und in deinen Schrank zu hängen. So entstehen kleine Säckchen.

Die Lavendelblüten im Duftsäckchen sollten einmal im Jahr erneuert und regelmäßig durchgeknetet werden. Um den Duft zwischendurch aufzufrischen, kannst du ein paar Tropfen Lavendelöl auf die Duftkissen geben.

Übrigens: Der Duft von Lavendel macht sich nicht nur im Kleiderschrank gut. Die enthaltenen ätherischen Öle wirken stresslindernd und helfen dir, zur Ruhe zu kommen. Deshalb macht sich das Lavendelsäckchen auch gut im Auto, neben deinem Bett oder als Schutz vor Lebensmittelmotten.

Lavendeltee selber machen

Lavendeltee eignet sich besonders vor dem Einschlafen, um zur Ruhe zu kommen. Doch er kann auch helfen, Beschwerden zu lindern: 

  • Bei Unruhezuständen und Schlafstörungen,
  • bei Magen- und Verdauungsbeschwerden,
  • bei nervösen Kopfschmerzen,
  • bei Erkältungen und Husten,
  • bei Zahnschmerzen, Konzentrationsstörungen und Kreislaufbeschwerden

Möchtest du dir Lavendeltee selber machen, achte unbedingt darauf, dass du sogenannten echten Lavendel (Lavandula angustifolia) nimmst. Das ist nicht der Lavendel aus deinem Garten.
Hier bekommst du essbare getrocknete Lavendelblüten für ca. 7 Euro 🛒.

Und so geht's: 

  1. Gib zwei gehäufte Esslöffel getrocknete Lavendelblüten in einen Teefilter oder ein Tee-Ei.
  2. Gib den Filter mit den getrockneten Blüten in ein Glas oder eine Tasse und gieße die Tasse voll mit kochendem Wasser.
  3. Lasse den Tee acht bis zehn Minuten ziehen.

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Verwendete Quellen: mein-schoener-garten.de, plantura.de

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