Oregano trocknen: So funktioniert es

Oregano trocknen: So behält das Gewürz sein volles Aroma

Oregano ist ein beliebtes und leckeres Gewürz, das viele Speisen verfeinert. Du hast eine Oregano Pflanze und möchtest diese trocknen? Wir verraten dir hier, wie das geht.

Vor allem zu Pizza oder Pasta schmeckt Oregano besonders gut und verleiht jeder Tomatensoße das gewisse Etwas. Meistens kaufen wir das Gewürz im Supermarkt – doch wusstest du, dass du Oregano auch ganz einfach im eigenen Garten züchten, ernten und trocknen kannst? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Oregano (Zweige, Blüten, Stängel) zu trocknen und ein paar Dinge müssen dabei beachtet werden, doch im Prinzip ist es ganz einfach und sorgt dafür, dass dein Gewürz- und Heilkraut lange hält und sein Aroma behält. Hier verraten wir dir im Detail, wie du getrockneten Oregano herstellst und was du bei der Trocknung der Zweige, Blüten und Stängel beachten musst.

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Oregano trocknen: Ernte und Vorbereitung

Die Oregano-Ernte findet zwischen Frühjahr und Herbst statt. In dieser Zeit kannst du die feinen Blättchen und Triebspitzen regelmäßig schneiden und frisch verzehren. Wenn du allerdings deinen Oregano ernten willst, um ihn anschließend zu trocknen, ist der Zeitpunkt besonders wichtig: Zur Vollblüte – also zwischen Juli und August – enthält das Heilkraut (Zweige, Blüten, Stängel) die meisten Inhaltsstoffe und ätherische Öle und die Blätter haben eine besondere Würzkraft. Wenn du deine Oreganoblätter zur Vollblüte erntest und trocknest, werden sie auch im getrockneten Zustand ein volles und intensives Aroma haben.

Was die Tageszeit angeht, solltest du deinen Oregano (Zweige, Blüten, Stängel) an einem warmen, trockenen Tag und am besten spätvormittags für die Trocknung ernten. Bei der Ernte sollte die Pflanze trocken sein, da sich zu viel Feuchtigkeit negativ auf den Trocknungsprozess auswirken kann. Schneide die Triebe mit einem Messer oder einer Schere etwa eine Handbreit über dem Boden ab. Sei dabei vorsichtig: Oregano bekommt sehr schnell Druckstellen, die dann braun werden und nicht mehr schmecken.

Tipp: Nach der Blütezeit solltest du keine größeren Mengen mehr ernten, damit die Pflanze den Winter unbeschadet übersteht.

Oregano trocknen: Trocknung an der Luft

Die schonendste Variante, um Oregano zu trocknen, ist das Lufttrocknen. Dieses findet allerdings nicht in der Sonne, sondern an einem dunklen, trockenen Ort statt. Sonnenlicht würde das Gewürz bzw. die Bündel aus Zweige, Blüten und Stängeln ausbleichen und dabei würde der Oregano seine Würzkraft verlieren. So gehst du beim Lufttrocknen der Oreganoblätter vor:

  1. Trockne den Oregano direkt nach der Ernte. Wasche ihn nicht ab, sondern befreie die Triebe nur durch Schütteln von eventuellem Schmutz.
  2. Entferne verwelkte und vergilbte Teile der Pflanze.
  3. Binde die Triebe zu kleinen Sträußchen (Bündel) zusammen.
  4. Hänge die Sträuße (Bündel) an einem dunklen, trockenen und luftigen Ort kopfüber auf (Temperatur zwischen 20 und 30 Grad).
  5. Sobald die Bündel rascheln, die Stiele leicht durchbrechen oder man die Blätter zwischen den Fingern zerreiben kann, ist der Trockenvorgang der Bündel komplett (das kann je nach Temperatur Stunden, aber auch Tage dauern).
  6. Jetzt kannst du deinen getrockneten Oregano direkt einlagern.

Oregano trocknen: Trocknung im Ofen oder Dörrautomat

Wenn es schneller gehen soll, kannst du deinen Oregano auch im Backofen oder in einem Dörrautomaten (Dörrgerät) trocknen. Dabei sollte die Temperatur 40 Grad Celsius nicht überschreiten. So gehst du bei der Trocknung der Oreganoblätter vor:

  1. Lege die Triebe einzeln und nicht zu dicht auf ein Backblech mit Backpapier.
  2. Schiebe das Ganze in den Ofen oder in das Dörrgerät. Lasse die Ofentür ein Stück offen, damit die Flüssigkeit entweichen kann.
  3. Auch auf den Trockensieben in einem Dörrautomaten (Dörrgerät) sollten die Triebe nicht aufeinander liegen.
  4. Überprüfe die Pflanzenteile im Backofen durch die Ofentür regelmäßig und teste nach ein paar Stunden, ob sie schon rascheln und leicht zerbrechen.
  5. Wenn der Oregano vollständig getrocknet ist, muss er gut auskühlen und dann gut gelagert werden.

Übrigens: Du kannst deinen Oregano auch in einer Mikrowelle trocknen. Allerdings besteht dabei die Gefahr, dass das Gewürz etwas an Aroma verliert. Wichtig ist dabei, die Triebe auf Küchenpapier in der Mikrowelle in kurzen Intervallen (ca. 30 Sekunden) bei geringer Watt-Zahl laufen zu lassen. Nach maximal zwei bis drei Minuten sollte das Kraut trocken sein.

Oregano trocknen: So wird das Gewürz richtig aufbewahrt

Egal, welche Methode du zum Trocknen deines Oregano verwendest – anschließend solltest du das Gewürz und die Oreganoblätter richtig lagern. Streife dafür die getrockneten Blätter und Blüten von den Trieben und fülle sie in luftdicht verschließbare Dosen oder Schraubgläser. Anschließend solltest du das Gefäß an einem trockenen und lichtgeschützten Platz aufbewahren. So ist dein getrockneter Oregano bis zu ein Jahr haltbar. 

Oregano trocknen: Welche Alternativen gibt es?

Wenn du deinen Oregano nicht trocknen möchtest, gibt es noch zwei weitere Optionen, wie du die Oreganoblätter konservieren kannst.

  1. Einfrieren: Kräuter einzufrieren ist ebenfalls eine einfache Methode, um sich einen Vorrat an frischen Kräutern anzulegen. Oregano verliert dabei allerdings etwas an Geschmack. Tipp: Gib deine – am besten bereits gehackten – Kräuter (Zweige, Blüten, Stängel) in einen Eiswürfelbehälter und fülle die Mulden mit etwas Wasser oder Öl auf. So erhältst du schon nach wenigen Stunden kleine, praktische Gewürz-Würfel mit Oreganoblättern.
  2. Oregano-Öl: Wer mag, kann auch ein aromatisches Öl aus Oregano herstellen. Das geht so: Gib zwei bis drei gewaschene und abgetrocknete Triebe in einen sauberen, verschließbaren Glasbehälter und fülle ihn mit etwa 500 Millilitern Oliven- oder Sonnenblumenöl auf, bis der Oregano vollständig bedeckt ist. Gut verschlossen, lässt du das Ganze dann mindestens zwei Wochen lang ziehen. Anschließend siebt man das selbstgemachte Oreganoöl durch ein Sieb und füllt es in eine frische, saubere und wiederverschließbare Glasflasche. Kühl und dunkel gelagert, hält das Öl etwa sechs Monate.

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Verwendete Quellen: gartenjournal.net, utopia.de

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