Fitnessbänder: Was du beachten musst und einfache Übungen für Anfänger

Fitnessbänder: Was du beachten musst und einfache Übungen für Anfänger

Du möchtest mit Fitnessbändern trainieren, bist dir aber nicht genau sicher, wie der Umgang mit ihnen funktioniert? Hier kommen alle Infos für dich.

Ein gesunder Lifestyle besteht nicht nur aus einer ausgewogenen Ernährung, sondern auch aus ausreichend Bewegung und Fitness im Alltag. Wie wir diese erzielen, ist dabei uns selbst überlassen. Während einige auf den regelmäßigen Gang ins Gym schwören, bringen sich andere beim Joggen, Radfahren oder Power Walking ins Schwitzen. Für welche Option du dich auch entscheidest, Sport und Bewegung ist immer eine gute Idee.

Aber auch ein effektives Home Workout wird immer beliebter. Doch wie schwer der erste Schritt sein kann, wissen wir nur zu gut. Den inneren Schweinehund zu überwinden und einfach mal mit Fitness loszulegen, ist oftmals einfacher gesagt als getan. Vor allem dann, wenn man eine Vorstellung hat, aber nicht genau weiß, wie man diese angehen und umsetzen soll. Dazu kommt, dass es etlich viele Workout Tools gibt und wir erst einmal verstehen müssen, wie diese funktionieren.

Darunter fallen auch Fitnessbänder. Wir haben uns näher mit dem Thema auseinandergesetzt und verraten dir, wie du mit den Fitnessbändern, die übrigens auch unter den Begriffen Resistance Bands, Widerstandsbänder, Gymnastikbänder oder Therabänder bekannt sind, umgehst.

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Fitnessbänder: Was ist das?

Wer aktuell total auf dem Schlauch steht und gar nicht weiß, was Fitnessbänder überhaupt sind, den klären wir natürlich auf. Bei den Bändern handelt es sich um widerstandsfähige Bänder aus Latex, die für das Training genutzt werden. Daher beschreibt das englische Wort "Resistance Bands" diese Tools perfekt. Resistance heißt auf Englisch nämlich Widerstand.

Trainieren wir mit diesen sogenannten Resistance Bands, können wir unterschiedlichste Körperpartien aktivieren, da sie die Muskeln stärken und dessen Wachstum fördern. Aber auch in der Physiotherapie sind Therabänder ein beliebtes Hilfsmittel. Wie du richtig mit ihnen umgehst, verraten wir dir unten bei den Übungen.

Fitnessbänder: Worauf muss ich beim Trainingsband achten?

Wenn du vorhast, mit Fitnessbändern zu trainieren, solltest du vorab einige Dinge über sie wissen. Hier kommen die wichtigsten Infos:

  • Fitnessband ist nicht gleich Fitnessband. Es gibt die Bänder in unterschiedlichen Größen, Formen, Farben und Widerstandsstufen. Die Stärken werden meistens durch die Farbe gekennzeichnet.
  • Die jeweiligen Widerstandsstufen haben nicht bei allen Fitnessbändern dieselbe Farbe. Diese kann je nach Hersteller immer für eine andere Stufe stehen.
  • Die Therabänder sind auch in der Breite und Länge unterschiedlich. Je dicker und länger das Band, desto höher ist meistens der Widerstand. Dieser kann von 5 kg bis 90 kg sein. Je dünner und kürzer, desto niedriger ist der Widerstand, der zwischen 1 kg und 10 kg liegen kann.

Fitnessbänder: Welche Unterschiede gibt es?

Abgesehen von der Form, Farbe und der Stärke gibt es noch Unterschiede bei der Art des Resistance Bands. Es wird meist unter folgenden Modellen des Trainingsbands unterschieden:

  • Klassische Therabänder: Das bekannteste Modell ist das Theraband aus Latex, welches zwei Enden hat. Je nach Hersteller kannst du dieses auch als Rolle bestellen und dir deine gewünschte Breite und Länge zurechtschneiden. Es ist das flexibelste Band im Vergleich zu den anderen und kann an beiden Enden sogar zusammengeknotet werden, um einen Loop zu bilden. Geeignet für: Personen, die viele unterschiedliche Übungen für unterschiedliche Körperpartien mit nur einem Tool machen möchten.
  • Resistance Loop: Somit kommen wir auch schon zur zweiten Variante. Wie der Name es bereits erahnen lässt, handelt es sich um ein geschlossenes Band – wie eine Schlaufe. Du musst es also nicht zusätzlich zusammenknoten. Im Vergleich zum klassischen Theraband kannst du das Resistance Loop in seiner Form, Länge und Widerstandsstufe nicht mehr ändern und ist daher auch je nach Band nur für spezielle Übungen einsetzbar. Geeignet für: Personen, die gezielt ihre Bein-, Po-, Schulter- oder Armmuskeln trainieren möchten. Je länger das Loop, desto besser kannst du es übrigens auch für Klimmzüge verwenden.
  • Fitnessbänder mit Griffen: Last but not least gibt es noch Resistance Bänder mit Griffen an beiden Enden. Hier kommt es auf deine Bequemlichkeit an. Während die Griffe dir einen besseren Halt verschaffen, empfinden einige diese jedoch auch unbequem, da die Position der Hände damit vorgegeben wird. Geeignet für: Personen, die ihren Oberkörper trainieren möchten und generell für Anfänger im Sport.

Fitnessbänder: Wie wähle ich das richtige Übungsband für mich aus?

Nun stellt sich natürlich die Frage: Welches Band benötige ich? Auch dafür kannst du dich an folgenden Punkten orientieren:

  • Wenn du den unteren Bereich deines Körpers trainieren möchtest, dann eignet sich ein Theraband mit hohem Widerstandsgrad.
  • Möchtest du den oberen Bereich deines Körpers trainieren, greifst du lieber zu einem Resistance Band mit einer niedrigen Widerstandsstufe.
  • Solltest du dir trotzdem unsicher sein, kannst du dich sicherheitshalber auch für die mittelstarke Stufe entscheiden. In den meisten Fällen sind diese Fitnessbänder grün. Trotzdem ist es immer besser, sich die Legende oder die Anmerkungen zu den Farben des Herstellers durchzulesen, da diese immer variieren können.
  • Für Anfänger empfiehlt es sich, immer mit einer niedrigen Widerstandsstufe zu beginnen und sich dann langsam an mehr zu trauen.

Fitnessbänder: Wann kann ich Resistance Bänder ins Training einbauen?

Fitnessbänder kannst du zum Aufwärmen vor deinem eigentlichen Training verwenden, um bestimmte Muskelgruppen zu aktivieren oder du gestaltest dir mit den Bändern dein eigentliches Krafttraining.

Fitnessbänder: Das sind die besten Modelle – laut Testsieger

Natürlich haben wir uns auch umgeschaut und Ausschau nach den Testsiegern unter den Fitnessbändern gehalten. Laut vergleich.org sind das hier die drei besten Übungsbänder, die du dir nachkaufen kannst:

  1. Widerstandsbänder von Superletic im 5er Set, ca. 27 Euro 🛒 – Sehr gut, Vergleichssieger
  2. Fitnessband von Thera-Band, ca. 12 Euro 🛒 – Sehr gut, Preis-Leistungs-Sieger
  3. Resitance Bands von Cofof im 5er Set, ca. 22 Euro 🛒 – Sehr gut

Fitnessbänder: 4 Übungen für Anfänger

Da du nun weißt, wofür Therabänder genutzt werden, was du über sie wissen solltest und welche die Testsieger sind, geht es jetzt an die Praxis. Möchtest du Fitnessbänder in dein regelmäßiges Training integrieren, verraten wir dir hier vier Übungen für unterschiedliche Muskelgruppen, die du perfekt und ganz einfach von zu Hause aus trainieren kannst. Wiederholen kannst du das Krafttraining mit den Bändern so oft, wie du es schaffst. Für den Anfang solltest du dich allerdings nicht überanstrengen, sondern mit wenigen Wiederholungen anfangen und diese dann wöchentlich steigern:

1. Fire Hydrants für die Po- und Oberschenkelmuskeln

Positioniere dich auf allen Vieren und ziehe dir das Fitnessband bis zu den Oberschenkeln. Es sollte allerdings nicht zu hoch liegen, sondern kurz oberhalb deiner Knie. Deine Oberschenkel sollten zu deinem Rücken in einem rechten Winkel angelegt sein, sodass dieser mit deinen Hüften und deinem Nacken eine gerade Linie bildet. Drücke nun dein rechtes Bein zur Seite hinaus und ziehe es danach wieder in die Ausgangsposition. Ähnlich wie ein Hund sein Bein am Hydranten hebt. Wiederhole diesen Schritt und wiederhole diesen dann noch mal für dieselbe Anzahl mit deinem linken Bein.

2. High Plank Leg Lifts für die Bauch-, Po- und Oberschenkelmuskeln

Nimm die High Plank-Position an, sodass deine Handflächen unterhalb deiner Schultern am Boden aufgestellt sind. Das Theraband umschlingt dabei deine Fußknöchel. Spanne deine Pomuskeln und deine Körpermitte an, während du die rechte Ferse nach oben hebst. Dabei solltest du den Widerstand des Bandes spüren. Wichtig hier ist, dass dein Körper vom Fuß bis zum Kopf eine gerade Linie und keinen Buckel bildet. Kehre wieder zurück an die Ausgangsposition, wiederhole den Schritt und wiederhole diesen dann noch mal für dieselbe Anzahl mit deinem linken Fuß.

3. Wall Lateral Pulldown für den oberen Rücken und größere Rückenmuskeln

Suche dir eine freie Wand und stelle dich mit dem Rücken an diese. Schnappe dir dein Fitnessband und lege es um deine beiden Handgelenke. Nun streckst du deine Arme nach oben über deinen Kopf aus, sodass du wie eine eins stehst. Nun ziehst du deine Arme seitlich nach unten, sodass diese zu deinem Ellbogen einen rechten Winkel bilden. Gleichzeitig spannst du das Band. Kehre danach wieder zur Ausgangsposition und wiederhole den Schritt.

4. Bicep Curl für den Bizeps

Suche dir eine angenehme Sitzfläche und stülpe das Fitnessband über das rechte Bein und ziehe es bis an dein Knie nach oben. Halte es dabei mit der rechten Hand fest. Ziehe nun deine rechte Hand nach oben, in Richtung deiner rechten Schulter. Achte dabei auf zwei Dinge. Erstens: Dein Bein solltest du nicht mit nach oben ziehen, sondern es soll weiterhin unten bleiben, sodass das Band auch wirklich zieht. Zweitens: Dein Oberarm und dein Ellenbogen sollten beim Ziehen immer unter deiner Schulter und nah an deinem Oberkörper bleiben. Kehre wieder zurück in die Ausgangsposition, wiederhole den Schritt und wiederhole diesen dann noch mal für dieselbe Anzahl mit deinem linken Arm.

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Verwendete Quellen: runtastic.com, fitforfun.de

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