24-Stunden-Diät: Was steckt wirklich hinter der Blitzdiät?

24-Stunden-Diät: Was steckt wirklich hinter der Blitzdiät?

Du hast von der 24-Stunden-Diät gehört, bist dir aber nicht sicher, was es damit genau auf sich hat? Wir haben die Diät genau analysiert und versorgen dich mit den wichtigsten Infos.

gesundes Essen zum Abnehmen
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Schon mal was 24-Stunden-Diät gehört? Hier findest du alle wichtigen Infos über die Abnehmmethode.

Wir sollten uns und unseren Körper so akzeptieren, wie er ist und uns auf gar keinen Fall mit anderen vergleichen oder uns für jemanden verändern. Fühlen wir uns allerdings selbst unwohl und möchten unser eigenes Selbstbewusstsein stärken und etwas für die Figur tun, sollte uns ebenfalls keiner abhalten. Falls es dir ähnlich ergeht, dann kann es gut sein, dass du bereits über mehrere Diäten wie die Zirkadiane Diät, die Nulldiät, die Kartoffeldiät, die Montignac-Methode oder die Dopamin-Diät recherchiert hast und eventuell auch auf die 24-Stunden-Diät gestoßen bist.

Falls du dich jetzt aber noch fragst, wie diese genau funktioniert und wie du in einem Tag abnehmen sollst, dann klären wir dich auf. Wir haben die 24-Stunden-Diät nämlich genauer unter die Lupe genommen und verraten alles, was du darüber wissen musst, wie ein Beispielltag aussehen könnte und ob sich die Diät auch überhaupt lohnt.

Was ist die 24-Stunden-Diät?

Bei der 24-Stunden-Diät handelt es sich um eine Crash-Diät, auch bekannt als Blitzdiät, die von den zwei Erfindern Prof. Dr. Michael Hamm (Ernährungswissenschaftler) und Achim Sam (Diplom Oecotrophologe) ins Leben gerufen wurde, um Menschen unter die Arme zu greifen, die schnell abnehmen möchten. Die beiden versprechen nämlich, dass die Diät dabei helfen kann, innerhalb eines Tages ein bis zwei Kilo loszuwerden.

Achim Sam selbst ist selbst hat den Test gemacht und sagt überzeugt: "Ich habe mit der 24-Stunden-Diät 8 Kilo abgenommen und halte meine Wohlfühlfigur schon seit fast 2 Jahren. Wenn ich mal über die Stränge schlage (was durchaus vorkommt!), dann lege ich am nächsten Tag einfach wieder eine 24-Stunden-Diät ein."

Wie funktioniert die 24-Stunden-Diät?

Das klingt schon mal alles sehr vielversprechend. Nun stellt sich nur noch die Frage, wie die 24-Stunden-Diät denn funktioniert, wenn man abnehmen möchte. Hört man auf die zwei Erfinder, dürfen Frauen in den 24 Stunden bis zu 800 Kalorien und Männer 1000 Kalorien zu sich nehmen. Hält man sich daran, soll der Körper in der Lage sein, sich optimal der Fettverbrennung zu widmen und nicht die Muskeln zu beeinflussen. Dadurch soll im Nachhinein ein ärgerlicher Jo-jo-Effekt vermieden werden. Wie du mit Getränken deine Fettverbrennung ankurbeln kannst, verraten wir dir hier.

Die 24-Stunden-Diät beginnt am Abend und geht am nächsten Tag dann richtig los. Am Vortag ist es Zeit für Sport, indem du dich fürs Joggen, Radfahren, Schwimmen oder einem anderen Power-Intervalltraining entscheidest, damit die Kohlenhydratspeicher leer werden. Davor solltest du zwei Stunden vorher nichts essen. Nur so ist der Körper bestens vorbereitet und kann Fett optimal verbrennen. Am nächsten Tag erwartet dich dann ein erneutes Intervalltraining.

Für das Abendessen und am nächsten Tag sollten die Mahlzeiten am besten keine Kohlenhydrate beinhalten, dafür aber extrem viel Eiweiß haben. Falls du ein Fan von Haferbrei bist, dann kannst du dich auf jeden Fall an ein Rezept für ein Protein Porridge trauen. Durch eine eiweißreiche Ernährung lässt du deinen Stoffwechsel auf Hochtouren laufen, sättigst dich langfristig und kannst lästigen Heißhunger verhindern.

24-Stunden-Diät: Was darf ich essen?

Auf dem Speiseplan sollten proteinhaltige Nahrungsmittel aus Eiweiß stehen. Lebensmittel wie Fisch, Ei, Fleisch, Joghurt, Magerquark, Käse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Haferflocken oder Quinoa in Kombination mit frischem Gemüse wie Tomaten, Frühlingszwiebel, Gurken und Co. sind für die 24-Stunden-Diät optimal, da sie langfristig sättigen und Heißhunger vorbeugen.

Durch das Eiweiß in den Speisen soll zudem ein Muskelabbau in den 24 Stunden verhindert werden. Kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Pizza oder Pasta solltest du in diesem Zeitraum lieber vermeiden, damit die Kohlenhydratspeicher auch wirklich leer bleiben. Falls du nicht genau weißt, wie die du die Mahlzeiten gestalten sollst, findest du im nächsten Punkt einige Ideen und Rezepte.

24-Stunden-Diät: Ein Beispieltag

Um sich die 24-Stunden-Diät besser vorzustellen, haben wir dir hier ein Beispieltag anhand eines Programms erstellt, an dem du dich orientieren kannst:

18 Uhr: Für 60 bis 90 Minuten steht eine Sporteinheit aus Intervalltraining wie Joggen, Fahrradfahren oder Schwimmen an, um dem Fett so richtig an den Kragen zu gehen. Wichtig: Denke daran, viel Wasser zu trinken!

20 Uhr: Dein Abendessen könnte beispielsweise aus einem Steak mit frischem Gemüse oder einem Salat mit etwas Zitronensaft, Frühlingszwiebeln, Salz und Pfeffer bestehen.

23 Uhr: Eine gute Nachtruhe ist essenziell, damit sich der Körper regenerieren kann. Mindestens sieben Stunden solltest du jetzt schlafen.

8 Uhr: Zeit für Frühstück! Mit einem Rührei mit Schinken, Frühlingszwiebel, Champignons und Paprika oder einem Porridge startest du fit in den Tag.

10 Uhr: Es steht wieder Sport auf dem Programm, welches sich hauptsächlich der Fettverbrennung widmen soll. 75 bis 120 Minuten Power Walking. Fahrradfahren oder Joggen kommen dafür infrage. Wichtig: Anfänger sollten sich nicht überanstrengen und können sich auch weniger Zeit nehmen, wenn sie sich zu schlapp fühlen.

13 Uhr: Für das Mittagessen kann frischer Fisch mit Gemüse oder einem Salat mit etwas Zitronensaft mit Salz und Pfeffer auf deinem Teller landen.

16 Uhr: Als kleinen Snack kannst du einen Joghurt mit Früchten essen oder du schlürfst an Tomatensaft. Unser Tipp: Mit einer Prise Pfeffer schmeckt der Drink noch etwas besser.

20 Uhr: Für die letzte Mahlzeit, die die 24-Stunden-Diät abrunden soll, kannst du erneut auf einen kleinen Snack in Form eines Salats mit Gurken, Tomaten, Avocado, Sonnenblumenkerne, Salz und Pfeffer setzen.

24-Stunden-Diät: Für wen ist die Blitzdiät nicht geeignet?

Wie bei jeder anderen Diät auch, solltest du dich vorher von deinem Arzt beraten lassen, da dieser besser einschätzen kann, ob oder welche Abnehmmethode für dich und deinen Körper am besten geeignet ist. Bei der 24-Stunden-Diät gilt generell allerdings, dass diese für folgende Menschen eher nicht angebracht ist:

  • Schwangere und stillende Frauen
  • Kinder und Jugendliche
  • krankhaft Über- oder Untergewichtige (BMI <20, >30)
  • Menschen mit Diabete, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einer chronischen Niereninsuffizienz oder einer Leberfunktionsstörung

24-Stunden-Diät: Fazit

Bei der 24-Stunden-Diät handelt es sich zwar um eine Crash-Diät, die normalerweise einen schlechten Ruf hat. Jedoch ist hier der Unterschied, dass die Teilnehmer für das Abnehmen nicht komplett fasten oder auf ihre Ernährung verzichten und schon gar nicht für mehrere Tage.

Dadurch, dass wirklich nur für 24 Stunden das Essverhalten angepasst und mit Sporteinheiten wird, ist nicht auszuschließen, dass du wirklich ein bis zwei Kilo nach der Diät verlierst, was du sogar direkt am Bauch erkennen kannst. Trotzdem solltest du bedenken, dass es sich hierbei um keine langfristige Abnehmmethode handelt, bei der du über mehrere Wochen komplett auf Kohlenhydrate verzichtest und Sport treibst, um die Fettverbrennung anzukurbeln. Generell solltest du das Vorhaben vorab mit einem Arzt besprechen.

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Verwendete Quellen: eatsmarter.de, fitforfun.de

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