Waschmaschine entkalken: So einfach geht's!

Waschmaschine entkalken: So einfach geht's!

Deine Waschmaschine ist ständig im Betrieb, aber entkalkt hast du sie noch nie? Dann wird es höchste Zeit! Wir zeigen dir, wie es geht.

Waschmaschinen müssen nicht nur ab und zu gereinigt werden, sondern auch entkalkt. Aber wie oft musst du das machen und wie geht das eigentlich? Brauche ich einen herkömmlichen Flüssigentkalker oder geht das auch mit Hausmitteln wie Essig oder einer Säure? Das erzählen wir dir hier.

Warum muss ich meine Waschmaschine entkalken?

In der Waschmaschine und in den dazugehörigen Schläuchen lagert sich durch das Waschen mit der Zeit Kalk ab. Aber warum musst du sie entkalken?

  1. Weil der Kalk an den Waschmaschinen-Teilen dafür sorgt, dass sie einen höheren Energieaufwand benötigt. Schon ab Waschtemperaturen von ca. 55 °C lagert sich Kalk durch die Mineralien aus dem Wasser auf den Heizstäben der Maschine ab. Dies erhöht den Energieverbrauch, weil sie sich langsamer erhitzen und sorgt so für eine hohe Stromrechnung. Bereits eine Kalkschicht von fünf Millimetern lässt den Energieverbrauch um 30 Prozent ansteigen.
  2. Kalkablagerungen an der Waschmaschine schränken die Leistung des Waschgangs ein. Die Maschine schafft es so nicht mehr, den Schmutz aus der Wäsche zu waschen, wodurch viele Verbraucher*innen oft zu mehr Waschmittel greifen. 
  3. Außerdem können Kalkablagerungen Waschmaschinen sogar ganz zerstören.

Wie oft muss ich meine Waschmaschine entkalken?

Wie oft du deine Waschmaschine entkalken musst, hängt von mehreren Faktoren ab. 

  • Härtegrad des Wassers: Die Wasserhärte variiert in verschiedenen Wohnorten. Je mehr Kalk im Wasser vorhanden ist, desto härter ist das Wasser. Umso geringer sind auch die Abstände zwischen dem Entkalken. Ist das Wasser bei dir Zuhause besonders weich, wirst du deine Maschine seltener entkalken müssen, da der Härtegrad besser ist. Es gibt im Handel aber auch sogenannte Wasserenthärter. Zum Beispiel diesen Wasserenthärter von Calgon für ca. 14 Euro 🛒.
  • Waschmittel: In einigen Waschmitteln ist bereits ein Entkalker vorhanden, wie zum Beispiel in Vollwaschmittel-Pulver. Flüssigwaschmittel enthält meist keinen Entkalker. Dieser kann bereits vorhandenen Kalk aber sowieso nicht entfernen, es verhindert lediglich das Absetzten von neuem Kalk.
  • Waschvorgänge: Ist deine Maschine im Dauerbetrieb, wird sich natürlich mehr Kalk an deiner Waschmaschine absetzen und muss dementsprechend öfter entkalkt werden.

Erfüllst du die Kriterien, bei denen sich vermehrt Kalk absetzten kann, also hartes Wasser, kein Entkalker im Waschmittel und häufige Waschvorgänge, solltest du deine Maschine ungefähr alle drei bis vier Monate entkalken. Hast du weiches Wasser und wäscht nicht allzu oft, genügt auch das Entkalken einmal jährlich.

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Waschmaschine mit Hausmitteln entkalken:

Zwar gibt es im Supermarkt und in den Drogerien zahlreiche Entkalker für Kalkablagerungen an der Waschmaschine, jedoch sind diesen oft Chemie und ätzende Säuren beigefügt, die schädlich für die Gesundheit sein können. Deshalb kannst du auch Hausmittel benutzen, um Kalkablagerungen von deiner Waschmaschine zu entfernen.

  • Zitronensäure: Eine gute Alternative zu chemischen Entkalkern ist das Hausmittel Zitronensäure. Denn die Zitronensäure entfernt den Kalk aus der Maschine, ohne dabei gesundheitsschädliche Dämpfe zu verbreiten. Unser Favorit: Diese pure Zitronensäure von Heitmann für ca. 2 Euro 🛒.
  • Essig: Mit dem Hausmittel Essig solltest du lediglich eine kalte Entkalkung durchführen, da beim Erhitzen Dampf entstehen kann, der nicht eingeatmet werden sollte. Solltest du dich für das Hausmittel entscheiden, verdünne es unbedingt mit Wasser. Zu oft solltest du allerdings nicht auf Essig zurückgreifen, denn er kann die Dichtungen und Schläuche der Waschmaschine angreifen. Möchtest du ein Hausmittel zum Entkalken deiner Waschmaschine benutzen, nimm also lieber die Zitronensäure.

Waschmaschine entkalken: So funktioniert es!

Ob du dich nun für ein Hausmittel wie Zitronensäure oder Essenz zum Entkalken deiner Waschmaschine entscheidest oder für fertige Entkalker aus der Drogerie in Form von Tabs, Pulver oder einem Flüssigentkalker - so wendest du sie an:

  1. Reinigung: Diesen Schritt musst du nicht durchführen, empfiehlt sich aber, da schlechte Gerüche und eine verminderte Waschleistung auch durch Verschmutzungen entstehen können. Reinige auch das Waschmittelfach und das Flusensieb. Hier liest du, wie du deine Waschmaschine reinigst.
  2. Entkalken: Gib nun den Entkalker in die Waschmaschine. Meist gehören die handelsüblichen Entkalker direkt in die Waschmaschinen-Trommel. Nimmst du ein Hausmittel wie Zitronensäure oder Essigessenz, verdünne es mit Wasser und gib es ebenfalls direkt in die Trommel.
  3. Leerwäsche: Starte den Waschgang ohne Vorwäsche.
  4. Pause: Ist der Waschgang an seinem Höchstpunkt, solltest du das Programm für etwa eine halbe Stunde durch die Pausetaste pausieren, damit das Hausmittel oder der Entkalker richtig einwirken kann. Danach lässt du den Waschgang ganz normal weiter laufen. Nun sollten die Kalkrückstände verschwunden sein!

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Verwendete Quellen: bauknecht.de, utopia.de

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