Lebenslauf: So klappt die perfekte Bewerbung

Lebenslauf: Mit diesen Tipps zur perfekten Bewerbung

Um zum Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden, braucht es einen gut aufgebauten und schnell überblickbaren Lebenslauf – wie das gelingt, erfährst du hier.

Der Lebenslauf eines Kandidaten oder einer Kandidatin wird meist noch vor dem Bewerbungsschreiben gelesen. Er zeigt die beruflichen Erfahrungen, den professionellen Werdegang, deinen Bildungsweg und persönliche Stärken. Ein überzeugender Lebenslauf erhöht deine Chance auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Doch was muss rein in den Lebenslauf?

Hier geben wir dir Tipps zum Aufbau und verraten dir, welche Fehler am häufigsten bei der Bewerbung gemacht werden. Übrigens: Recruiter nehmen sich im Schnitt nur zwei bis fünf Minuten für die Lektüre deines Lebenslaufes Zeit – und entscheiden dann in den ersten sechs Sekunden, ob er ihnen gefällt oder nicht. Gestalte ihn also optisch ansprechend und inhaltlich interessant. Übersichtlichkeit ist ein Muss!

Die verschiedenen Arten von Lebensläufen

Der Lebenslauf ist die Eintrittskarte zur Bewerbung! Ob für Minijob, Studentenjob oder Ausbildung – den einen richtigen Lebenslauf gibt es dabei nicht. Du kannst sogar, je nach Branche, zwischen drei verschiedenen Design-Arten wählen. Dabei sollte dein Lebenslauf aber nicht länger als maximal zwei Seiten sein. Für manche Bewerbungen eignet sich noch ein handschriftlicher Lebenslauf – in den meisten Fällen solltest du allerdings auf die digitale Version im PDF-Format zurückgreifen.

1. Klassisch/ tabellarisch

Diese Form hat sich im deutschsprachigen Raum durchgesetzt: Der klassische Lebenslauf hat eine klare, tabellarische Gliederung und ist standardmäßig kurz gehalten. Die aktuellsten Informationen werden zuerst aufgelistet, also anti-chronologisch. Dieses traditionelle Muster eignet sich besonders für Berufseinsteigerinnen und Neueinsteiger.

2. Modern

Je nach Berufsfeld kann der modern gestaltete Lebenslauf besonders gut ankommen – die Aufmerksamkeit des Personalverantwortlichen ist dir damit jedenfalls sicher. Hier kannst du eine Farbe auswählen, die zum Beispiel die halbe Seite deines Dokumentes einnimmt. Mehr Originalität – weniger Konservativität! Sogar grafische Elemente dürfen hier Platz finden. Vielleicht hast du ja einen Zeitstrahl oder ein Diagramm, das deine individuellen Stärken akzentuiert? Lasse deiner Kreativität freien Lauf, ohne dabei die Übersichtlichkeit zu vernachlässigen.

3. Ausführlich

Wie der Titel schon verrät: Der ausführliche Lebenslauf hat einen größeren Umfang. Die Kenntnisse sollten bei dieser Variante in Textform geschrieben werden. Zum Einsatz kommt der ausführliche Lebenslauf eher bei Stipendien oder Förderprogrammen – denn hier soll oft die Sprachkompetenz der Bewerberin oder des Bewerbers getestet werden. Im Gegensatz zu den anderen Formen, formulierst du hier deine Berufsstationen in chronologischer Reihenfolge, beginnst also mit deiner ersten praktischen Erfahrung.

Der Aufbau eines Lebenslaufs

Dein Lebenslauf kann sich auch im Aufbau je nach Branche unterscheiden. Jedes Curriculum Vitae (CV) sollte sich allerdings an dieser Beispiel-Struktur orientieren:

1. Persönliche Kontaktdaten

In diesen Abschnitt gehören Informationen wie Name, Geburtsdatum, Telefonnummer und E-Mail.

2. Bewerbungsfoto

Zwar ist das Bild auf dem Lebenslauf freiwillig, aber ein gern gesehenes Extra in vielen Unternehmen. Wenn du dich dafür entscheidest, sollte es einen guten ersten Eindruck vermitteln. Heißt: Positive Körpersprache und das richtige Setting. Ein Selfie ist hier Fehl am Platz – ein ernstes, biometrisches Passbild aber auch.

3. Angestrebte Position

Wenn es sich um eine Initiativbewerbung handelt, solltest du die Position, auf die du dich bewirbst, in den Lebenslauf integrieren.

4. Beruflicher Werdegang

Zu einem vollständigen, möglichst lückenlosen Lebenslauf gehören folgende Pflichtangaben in antichronologischer Reihenfolge:

  • Jobpositionen
  • Arbeitgeber
  • Dauer
  • Verantwortungsbereiche
  • Projekte

Eine Eyetracking-Studie fand übrigens heraus, dass Personalverantwortliche am längsten die Berufserfahrung in Augenschein nehmen. Andere Angaben, wie zum Beispiel Hobbys, sind durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) rein optional.

5. Berufsausbildung und Auslandspraktika

Achte bei diesem Punkt darauf, dass die angegeben Positionen, Abschlüsse oder Weiterbildungen eine Relevanz für die angestrebte Stelle haben.

6. Hard Skills

Dazu gehören besondere Kenntnisse bei zum Beispiel EDV-Programmen, nennenswerte Qualifikationen, Auszeichnungen sowie erlernte Fremdsprachen.

7. Soft Skills

Du entscheidest selbst, ob du deine Hobbys hinzufügen und welche Kompetenzen du nennen möchtest. Wie wäre es zum Beispiel mit Zuverlässigkeit oder Teamfähigkeit?

Layout-Vorlagen für den Lebenslauf

Wenn du nicht weißt, wo du mit dem Design deines Lebenslaufes beginnen sollst, gibt es hilfreiche Programme und Websites, die dir Vorlagen zur Verfügung stellen. Bei Microsoft Word ist es beispielsweise ganz einfach möglich, ein Muster für den Lebenslauf zu erstellen. Suche dort nach dem Stichwort Lebenslauf oder Resume. Geeignete Layouts für deinen Lebenslauf findest du auch kostenlos unter canva.com oder bei dem Xing-Service lebenslauf.com. Auch der Europass-Lebenslauf unter europa.eu ist eine gute Anlaufstelle, gerade für internationale Bewerbungen auf englisch.

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Hilfreiche Tipps für deinen Lebenslauf

Das Design steht, doch der Lebenslauf ist noch zu lang? Auf welche Grundschule du gegangen bist, ist bei einer Bewerbung in der Regel irrelevant. Ab wann sollst du also den professionellen Lebenslauf beginnen? Fange lieber mit der Schule an, auf der du deinen Abschluss gemacht hast. Halte dich insgesamt kurz: Pro 10 Jahre Berufserfahrung eine Seite mehr, so lautet hier die Faustregel. Führe dabei nur Tätigkeiten auf, die für deine Bewerbung explizit relevant sind. Trenne die verschiedenen Abschnitte klar voneinander und halte dich an Stichpunkte.

Lege vorher fest, in welcher Form du deine Funktionsbezeichnung und deine Tätigkeiten aufführst – benutzt du Nomen oder Verben? Wenn du möchtest, kannst du außerdem deinen LinkedIn oder Xing-Account auf deinem Lebenslauf erwähnen, so lernt dich das Unternehmen noch von einer anderen Seite kennen. Das Bewerbungsfoto platzierst du oben in einer der beiden Ecken, ziehe es aber nicht zu groß. Ist dein Lebenslauf fertig geschrieben, schicke es noch durch die Rechtschreibprüfung auf duden.de und benenne die Datei nach deinem Nachnamen.

Häufige Fehler beim Schreiben der Bewerbung

Nicht nötig für einen zeitgemäßen Lebenslauf sind Ort, Datum und Unterschrift am Ende des Dokumentes. Ebenso veraltet: Die Angabe deines Familienstandes. Viel wichtiger sind deine Qualifikationen und Berufserfahrungen. Vermeide unbedingt verschnörkelte, schlecht lesbare Schriftarten in deinem Schreibprogramm. Ein Tipp: Hier wirken Schriftarten wie Times New Roman oder Calibri professioneller.

Absolutes No-Go bei deinem nächsten Lebenslauf: Lügen! Zugegeben, bei den Kenntnissen etwas zu schummeln oder bei Lücken im Lebenslauf etwas nachzuhelfen, mag verlockend sein. Sei dir aber sicher, dass solche Schwindeleien dem Unternehmen spätestens nach deiner Einstellung auffallen. Deshalb: Bleibe bei der Wahrheit und verlasse dich auf deine aussagekräftige Bewerbung.

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Verwendete Quellen: stepstone.de, karrierebibel.de, absolventa.de

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