Kaltwäsche: Diese Vorteile hat kaltes Waschen für deinen Energieverbrauch

Kaltwäsche: Diese Vorteile hat kaltes Waschen für deinen Energieverbrauch

Wäsche kalt zu waschen schont deine Textilien, ist besser für die Umwelt und deinen Geldbeutel. Hier geben wir dir wichtige Tipps für die Kaltwäsche.

Beim Waschen unserer Kleidung müssen wir einige Regeln beachten. So dürfen bestimmte Textilien nur mit der Hand gewaschen werden, Stoffe wie Leinen oder Merinowolle müssen speziell gepflegt werden und auch beim schwarze Wäsche Waschen solltest du unsere Tipps beachten. Für den Großteil unserer Kleidung empfiehlt sich eine Kaltwäsche. Empfindliche Kleidungsstücke mit Aufdruck können nämlich von der Hitze in der Waschmaschine beschädigt werden und auch Farben verblassen schneller nach einem heißen Waschgang. Besonders bei den aktuell immer weiter steigenden Energiepreisen empfiehlt es sich mehr denn je, Strom beim Waschen zu sparen. Ob deine Wäsche durch kaltes Wasser überhaupt sauber wird und was du unbedingt beachten solltest, klären wir hier.

Vorteile der Kaltwäsche

"Wenn man Wäsche bei weniger als 40 Grad wäscht, können Keime zurückbleiben" – das wurde uns zumindest immer erzählt. In Wahrheit gilt das aber nur für Handtücher und Unterwäsche. Gerade Kleidungsstücke, die nach kurzem Tragen und ohne große Flecken in der Wäsche landen, können auch bei niedrigen Temperaturen hygienisch gereinigt werden und gleichzeitig kannst du dabei deinen Stromverbrauch ohne großen Aufwand und ohne jegliche Einschränkungen reduzieren.

Du sparst Energie

Du kannst mithilfe der Kaltwäsche enorm viel Strom sparen: Der größte Anteil der Energie wird nämlich beim Erhitzen des Wassers verbraucht. Schon durch die Wahl einer niedrigeren Stufe, also zum Beispiel einer Waschtemperatur von 30 Grad statt 40 Grad, sparst du mehr als ein Drittel des Stromverbrauchs ein! Durch den geringeren CO₂-Ausstoß tust du gleichzeitig etwas für die Umwelt und du sparst bares Geld.

Ebenfalls für das Kaltwaschprogramm spricht, dass moderne Waschmaschinen und Waschmittel meist schon auf die Wäsche mit niedrigeren Temperaturen ausgelegt sind, sodass Flecken und Keime bereits bei niedrigen Temperaturen entfernt werden können. Bei der täglichen Wäsche geht es schließlich häufig ohnehin nur um unangenehme Gerüche oder einen kleinen Frische-Kick für dein Lieblingsshirt. Hier reicht das Kaltwaschprogramm deiner Maschine vollkommen aus!

Du schonst deine Wäsche

Ein weiterer Vorteil: Deine Kleidung bleibt dir länger erhalten! Kalt waschen bei bis zu 30 Grad Celsius schont Gewebe und Textilien, die Farbe verblasst langsamer und deine Kleidung leiert nicht aus. Die Kaltwäsche ist also in vielerlei Hinsicht nachhaltiger als die Wäsche bei über 40 Grad.

Anleitung: So klappt die Kaltwäsche

  • Du erzielst das gewünschte Waschergebnis, wenn Temperatur, Dauer, Mechanik und Chemie im Einklang sind. Eine geringere Temperatur sollte deshalb immer mit einer etwas längeren Waschdauer kombiniert werden. Aus diesem Grund eignen sich die Kurzprogramme deiner Maschine eher nicht für die Kaltwäsche.
  • Übrigens: Laut einer EU-Ökodesign-Richtlinie aus dem Jahr 2013 müssen Waschmaschinen über ein Kaltwaschprogramm mit maximal 20 Grad verfügen. Bei neueren Maschinen lässt sich die Temperatur auch unabhängig vom Programm einstellen. Wenn der kälteste Waschgang deiner Waschmaschine allerdings 30 Grad beträgt, kannst du leicht verschmutzte Wäsche einfach im Woll- oder Feinwaschprogramm waschen. Alternativ empfehlen wir dir, Textilien wie Seide oder Wolle mit der Hand zu waschen. Auf dem Pflegeetikett erkennst du jeweils, ob deine Kleidung kalt gewaschen werden sollte: Das Kalt-Waschen-Symbol ist meistens ein Wasserhahn.
  • Bei der Wahl des Waschmittels solltest du darauf achten, dass es für die Kaltwäsche optimiert ist. Auf der Packung des Waschmittels kannst du nachlesen, ob es sich um ein kaltaktives Produkt handelt.
  • Behandle die Flecken auf deinem Stoff vor der Kaltwäsche mit einem umweltfreundlichen Fleckenmittel.
  • Beim Waschen sollte die Trommel dann weder zu leer noch zu voll sein. So kannst du die optimale Befüllung überprüfen: Lasse einfach eine Handbreit Platz zwischen deiner Wäsche und dem oberen Rand der Trommel, dann kannst du dir eines guten Waschergebnisses sicher sein!
  • Hole auch bei der Kaltwäsche deine Kleidungsstücke direkt nach dem Waschen aus der Waschtrommel und hänge sie zum Trocknen auf einen Wäscheständer.

3 Tipps für die Kaltwäsche

1. Wäsche sortieren

Wäsche solltest du nicht nur nach Farbe, sondern auch nach ihrem Verschmutzungsgrad sortieren. Wäsche, die nur leicht oder mittel verschmutzt ist, kann ohne Probleme bei 20 Grad gewaschen werden.

2. Waschmittel nicht höher dosieren

Anders als du jetzt vielleicht denkst, musst du keine größere Menge an Waschmittel benutzen, damit deine Wäsche auch bei niedriger Temperatur sauber wird. Stattdessen gibt es spezielle Waschmittel für jeden Temperaturbereich: von 15 Grad, über 20 Grad, sogar bis hin zu 9 Grad. Auf den Dosierungsempfehlungen der Waschmittelhersteller findest du meist auch den passenden Verschmutzungsgrad. Lies sie dir auf jeden Fall durch, bevor es für deine Kleidungsstücke ins kalte Wasser geht!

3. Waschmaschine richtig befüllen

Wie bereits erwähnst, solltest du immer darauf achten, dass die Trommel richtig befüllt ist. Unterfüllung beansprucht deinen Stoff stärker und Überfüllung verringert die Waschwirkung. Generell ist es aber schlimmer, die Waschmaschine zu überfüllen, denn bei zu schwerer Ladung könnte der Keilriemen deiner Maschine Schaden nehmen.

Kaltwäsche und Hygiene: Wird die Kleidung sauber?

Anders als früher leben wir heute hygienischer im Alltag. Unsere Kleidung wechseln wir mindestens jeden Tag und durch das häufigere Waschen kommen unsere Kleider, Jeans und Shirts mit viel weniger Schmutz und Bakterien in die Waschmaschine als vor einigen Jahrzehnten. Das heißt: Für die vollständige Reinigung unserer Textilien braucht es weniger Energie. Deine Alltagskleidung wird auch durch das Kaltwaschprogramm hygienisch sauber!

In anderen Ländern ist die Kaltwäsche bereits gang und gäbe: Während in Deutschland noch häufig bei 40 oder 60 Grad gewaschen wird, werden Kleidungsstücke in Spanien grundsätzlich kalt gewaschen und damit das gleiche Waschergebnis erzielt. Der Stromverbrauch wird allein durch diese Gewohnheit um ein Vielfaches reduziert – probier diesen Haushalts-Trick in der aktuellen Energiekrise auf jeden Fall selbst aus!

Damit deine Waschmaschine nicht verschmutzt, solltest du aber mindestens einmal im Monat eine heiße 60-Grad-Wäsche anstellen, um Keime zu beseitigen. Bei stark verschmutzten Textilien, ansteckenden Krankheiten oder immungeschwächten Personen im Haushalt solltest du auch weiterhin auf Waschtemperaturen über 30 Grad setzen.

Das könntest du auch mögen:

Sportkleidung richtig waschen: Mit diesen 5 Tipps klappt die Reinigung

Gardinen waschen: Anleitung und wichtige Tipps

Kaschmir waschen: Die besten Tipps und Tricks für die Pflege

Verwendete Quellen: perwoll.de, vattenfall.de, smarticular.net

 

Muschel auf Decke
Das Bad zu putzen, kostet uns manchmal Überwindung. Muscheln sollen beim Reinigen des Badezimmers große Abhilfe schaffen und ein guter Trick gegen Kalkreste sein - wie das funktioniert, liest du jetzt. Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...