Retinol im Test: So effektiv ist der Wirkstoff wirklich!

Retinol im Test: So wirksam ist die Wunderwaffe gegen Falten und Unreinheiten

Wir haben Retinol getestet, denn wer gesunde, faltenfreie Haut haben will, kommt an Retinol nicht vorbei. Retinol im Test –  das ist unser Fazit.

"Retinoide, Retinoide, Retinoide", sagt der Hautarzt, wenn man ihn nach einer wirklich effektiven Creme für eine rundum schöne und gesunde Haut fragt. Kaum zu Hause, schon gegoogelt. Dr. Worldwideweb sagt ebenfalls: "Yes, Retinoide sind reine Wundermittel" gegen Hautalterung und Falten. Als Gesichtscreme und als Serum werden Retinol und Retinylaldhyde in Kosmetika eingesetzt. Am nächsten Tag ist die Retinol Creme auch schon gekauft, die Creme mit Vitamin-A Säure, die Pickelchen, Falten und Mitesser entfernen soll. Das Ergebnis der Anwendung? Lest ihr hier! 

Was ist Retinol?

In einem anderen Artikel haben wir schon einige ausführliche Informationen über den Wirkstoff Retinol verfasst, aber noch mal in kurz:

Retinol ist der Fachbegriff für das Provitamin-A, welches in niedriger Dosierung in Cremes oder Seren zum Einsatz kommt. Retinol hat deshalb als Wirkstoff so einen guten Einfluss auf unsere Haut und unser Hautbild, da es die Zellteilung und Erneuerung anregt. Das Ergebnis: Die Haut produziert in Höchstleistung neue Zellen, somit werden Falten gemildert, die Spannkraft wiederhergestellt und Unreinheiten klingen deutlich schneller ab. Deshalb wird es auch als Geheimwaffe des Anti Aging gehandelt! Auch Pigmentflecken verblassen immer schneller. Außerdem sollen Pickelchen es bei regelmäßiger Anwendung von Retinol schwerer haben, wieder aufzutauchen. Klingt nach einem echten Träumchen und dem lang ersehnten Hilfsmittel, von dem wir am liebsten schon in unserer Pubertät gewusst hätten.

Erfahrungsbericht: Warum habe den Retinol Test gemacht?

Schon längst keinen Pickel mehr – aber der rote Fleck an der Stelle, wo mich das fiese Biest genervt hat, begleitet mich noch drei Wochen lang. Kaum ist er halbwegs verblasst, schon bahnt sich der nächste Krater an – ein Trauerspiel. Und sowieso ist meine Haut ab und an etwas ZU fettig, ZU uneben, ZU fahl. Es ist kein Weltuntergang, aber es ist auch nicht wirklich schön. Euch geht es auch so? Dann wart ihr beim Lesen der obigen Beschreibung von Retinol wahrscheinlich genauso baff und skeptisch zugleich wie ich, als ich mich über Vitamin-A informiert habe. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Das dachte ich auch. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. 

Erfahrungsbericht: Welches Retinol habe ich im Test benutzt?

  • Ich hatte die Qual der Wahl. Schaut man im Netz, werden Hunderte von Produkten angezeigt, die meisten Produkte davon sind ziemlich kostspielig. Durchschnittspreis: 60 Euro. Echt jetzt? Zu teuer. Also hab ich weiter geschaut und bei Amazon ziemlich tolle Alternativen mit guten Inhaltsstoffen wie Hyaluronsäure gefunden. Fast 7000 erstklassige Kundenrezensionen bei dem "Retinol Serum von Bioniva" haben mich dann überzeugt. Mit ca. 20 Euro ist die Rezeptur nicht mega günstig – aber halt auch nicht mega teuer. Trotzdem scheint es effektiv in der Wirkung zu sein.
  • Fast wäre meine Wahl auf die Gesichtscreme "Mother Nature Retinolcreme" (ca. 22 Euro) gefallen, die sogar zur "Amazon's Choice" gewählt wurde, nur leider verfügt sie nicht über Hyaluron. Auch die Gesichtscreme "Poppy Austin Retinolcreme" (ca. 26 Euro) hätte mich fast zum Kauf verleitet, aber ich wollte mich erst mal nur für ein Produkt entscheiden und dann später vielleicht noch mal switchen und einen Vergleich aufstellen.
  • Das Tolle an den drei Produkten ist, dass sie nicht nur natürlich biologisch und vegan sind, sondern auch noch mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Sheabutter, Jojobaöl, Hyaluronsäure oder grünem Tee angereichert sind und Feuchtigkeit spenden. Die hydratisierende Konzentration beugt einem Austrocknen der Haut durch die Retinolsäure vor – und macht die Cremes anwendbar für unterschiedliche Hauttypen.

Erfahrungsbericht und Testergebnis: War ich mit dem Ergebnis des Retinol Serums zufrieden?

  • Was ich jetzt schreibe, glaubt mir wahrscheinlich kein Mensch. Aber ich habe tatsächlich DIREKT eine positive Wirkung sehen können. Nach nur einer Anwendung. Über Nacht. Und das, obwohl ich mich jahrelang mit Unreinheiten und unzähligen "Hilfsmitteln" rumgeschlagen habe. In der Verpackungsbeilage las ich, dass nach dem erstmaligen Auftragen des Serums ein leichtes Kribbeln auf dem Gesicht spürbar sein könnte. Das läge an der Säure des Vitamin A. Außerdem solle man die Creme anfangs nicht jeden Tag, sondern nur zwei bis dreimal die Woche anwenden, um sich langsam an den Vitamin A-Wirkstoff zu gewöhnen. Eine Menge in der Größe einer Blaubeere reicht vollkommen aus, um in die Hautschichten zu gelangen, ohne Reizungen zu verursachen.
  • Da meine Haut und ich ziemlich robust sind und ich als junges Mädchen einige Fruchtsäure-Anwendungen hatte, spürte ich weder ein Kribbeln, noch trug ich das Retinol Serum nur ein paarmal wöchentlich auf das Gesicht auf. Gleich das volle Programm, dachte ich mich. Aber an dieser Stelle möchte ich euch ans Herz legen, das Serum tatsächlich erst mal nur alle zwei bis drei Tage aufzutragen, um zu schauen, wie eure Haut reagiert. Lasst euch von einem möglichen anfänglichen Kribbeln also nicht verunsichern, das sei völlig normal. Auch möchte ich an dieser Stelle entwarnen: Retinol ist in niedriger Dosierung kein aggressives oder gefährliches Produkt, wir alle haben nur unterschiedlich empfindliche Haut und lieber vorsichtig ran tasten, als gleich auf die ganze Tube zu drücken!
  • Nun aber zurück zu den ersten sichtbaren Ergebnissen. Am Tag nach der Retinol-Anwendung fühlte sich meine Haut tatsächlich sehr frisch und neu an, sah irgendwie ausgeglichener, ebener und mit Feuchtigkeit versorgt aus. Der Teint war leicht verfeinert. An den Stellen, wo vorher kleine Pickelchen waren, "blätterte" sich die Haut und die ersten Hautschichten ein wenig ab. So, als würden die Pickel von alleine "abfallen". Ich war hin und weg! Und auch heute, nach drei Jahren bin ich noch immer treue Kundin von Retinol, kann behaupten: Ohne dieses Serum komme ich nicht mehr aus. Es ist wirklich ein Garant für strahlend schöne, straffe und ebene Haut – und Unreinheiten und Pigmentflecken haben tatsächlich nur noch wenige Chancen neu aufzukreuzen. Probiert es doch auch mal aus – auch bei Akne! Die zellerneuernde Wirkung der Retinoide lassen Akne nach einiger Zeit abklingen. Und ich bin mir sicher, auch ihr werdet schon bald ein Herz und eine Seele mit Retinol Cremes sein.

Kann ich während der Retinol-Anwendung ins Solarium gehen?

  • Experten raten davon ab, während der Retinol-Anwendung ins Solarium zu gehen und sich intensiver Sonneneinstrahlung auszusetzen. Retinolhaltige Produkte regen die Zellerneuerung an und machen die Haut lichtempfindlicher für UV-Strahlung (Photosensibilisierung) und Hautreizungen. Bei einer nächtlichen Anwendung von Retinol solltet ihr am Morgen unbedingt eine hydratisierende Tagescreme mit Lichtschutzfaktor angewendet werden.
  • Man sollte es absolut vermeiden, während der Pflege mit Retinol und auch sonst das Solarium zu besuchen, es ist allgemein bekannt, dass nichts schädlicher für die Haut ist, als UV-Strahlung, die Hautschäden verursacht und Nikotin. Solltet ihr GAR NICHT auf einen Solariumbesuch verzichten können, legt ein bis zwei Tage vor dem Besuch eine Retinol-Pause ein und tragt unbedingt eine Tagespflege mit hohem Lichtschutzfaktor auf. Doch besser für eure Haut ist es, während der Anwendung von Retinol und auch sonst nicht ins Solarium zu gehen. Das steht fest. Die Hautalterung und das Risiko für Hautkrebs steht in keinem Verhältnis zur Bräune.

Retinol Test: Kann ich Retinol auch als Augencreme verwenden?

Unbedingt! Denn auch dort sorgt die Wunderwaffe für den gleichen Effekt wie für das gesamte Hautbild – Fältchen und Linien werden gemildert, die Spannkraft wiederhergestellt und die Zellerneuerung der Hautzellen angekurbelt. Du kannst deine Retinol Creme auf das gesamte Gesicht auftragen und brauchst so keine extra Augencreme mehr. Die Konzentration ist für die dünne Augenpartie nicht zu hoch. Führt Retinol an deiner Augenpartie doch zu Reizungen, spare diesen Bereich aus und verwende lieber Hyaluron, um Linien aufzufüllen.

Besonders sanft sind Retinol Cremes in Kombination mit dem Wirkstoff Bakuchiol. Hier haben wir bereits über ein sehr gute und wirksames Produkt aus Bakuchiol und Retinol berichtet.

4 Mythen über Retinol und die Wahrheit dahinter

  1. Retinol macht unfruchtbar: Bei der Anwendung einer Creme oder eines Serums mit Retinylaldhyden gibt es keine Risiken der Unfruchtbarkeit oder der Fruchtschädigung. Wird jedoch Tretinoin oder Isotretinoin oral oder in Tablettenform angewendet, beispielsweise gegen Rosazea oder schwer Akne, kann es bei Isotretinoin als Tablette zur Fruchtschädigung im Körper kommen. Hierbei handelt es sich jedoch um eine viel extremere Behandlung, als das tägliche Auftragen eines Retinol Serums über Nacht. Dieses Risiko besteht nur während der Einnahme, einen Monat nach Ende der Isotretinoin-Therapie können Frauen wieder bedenkenlos schwanger werden.
  2. Im Sommer sollte man auf die Retinol als Nachtpflege verzichten: Dass Retinol die Haut für UV-Strahlen durchlässig und somit leichter angreifbar für Hautschäden macht (Photosensibilisierung), steht außer Frage. Die oberste Hornschicht wird durch den Peelingeffekt abgetragen und somit verliert die Haut ihren natürlichen Schutz vor UV-Strahlung. Während des Sommerurlaubs, in dem ihr den kompletten Tag in der Sonne verbringt, sollte deshalb eine Retinolpause eingelegt werden. Ansonsten sollte vor allem in den sonnigen Monaten des Jahres auch in Deutschland während der Retinolanwendung IMMER eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor angewendet werden, um der Hautalterung entgegenzuwirken.
  3. Empfindliche Haut sollte die Finger von Retinol lassen: Dieser Mythos stimmt nicht ganz. Retinol kann zwar auf empfindlicher Haut Irritationen hervorrufen, aber das ist nicht das Todesurteil für Retinol. Es gibt verschieden stark konzentrierte Cremes und Seren. Solltest du der Meinung sein, Retinol nicht zu vertragen, kannst du dich in einer Apotheke von einem Profi beraten lassen. 
  4. Es kann zu einer Erstverschlechterung kommen: Das ist vollkommen richtig, durch den komedolytischen Effekt können in den ersten Wochen kleine Pickelchen auftauchen. Grund dafür ist die Auflösung von Mikrokomedonen in der Haut,  diese kommen an die Oberfläche (daher auch die gute Wirksamkeit gegen Mitesser) und werden dann quasi "abgetragen". Nach diesem Schritt wird deine Haut sichtbar reiner erscheinen.

Laut Studie: Retinol kann Hautkrebs verhindern

Es klingt beinahe zu schön, um wahr zu sein. Neben den vielen positiven Auswirkungen auf die Haut kann Retinol auch Hautkrebs verhindern! Das belegte eine Studie der Fachzeitschrift für Dermatologie "JAMA Dermatology". Dabei wurden die 123.000 Testpersonen in fünf Gruppen aufgeteilt. Die Gruppe, mit der Aufnahme des meisten Vitamin A's, besitzt laut Studie ein 17 Prozent geringeres Risiko für das Plattenepithelkarzinomen (SCC), der zweithäufigsten Form von Hautkrebs. Wow! Mehr zur Studie lest ihr hier.

FAQ: Inhaltsstoffe in Bezug auf Retinol und ihre Erklärung

In unseren Recherchen zum Thema Retinol stolpern wir immer wieder über Inhaltsstoffe und Bezeichnungen, die uns kein Begriff sind. Die häufigsten haben wir hier samt Erklärung für dich zusammengetragen.

  1.  Retinyl Palminate: Retinyl Palminate ist eine Retinol-Vorstufe, die in der Haut durch chemische Reaktionen erstmal in Retinol umgewandelt wird. Diese inaktive Form ist weniger Potent, aber auch gleichzeitig milder zur Haut.
  2. Sorbitan Olivate: Sorbitan Olivate ist ein PEG-freier Emulgator auf der Basis von Olivenöl-Fettsäuren. Somit ist er besonders sanft zur Haut und gut verträglich.
  3. Acrylate: Acrylate funktioniert in Kosmetikprodukten als Bindemittel.

Quellen: verbraucherzentrale.de, minimed.at

Retinol Serum
Warum wir dieses Retinol Serum so lieben, wie genau es die Hautalterung stoppen kann und wie ihr es richtig auftragt, verraten wir euch nur zu gerne hier. Weiterlesen

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel enthält unter anderem Produkt-Empfehlungen. Bei der Auswahl der Produkte sind wir frei von der Einflussnahme Dritter. Für eine Vermittlung über unsere Affiliate-Links erhalten wir bei getätigtem Kauf oder Vermittlung eine Provision vom betreffenden Dienstleister/Online-Shop, mit deren Hilfe wir weiterhin unabhängigen Journalismus anbieten können.

Lade weitere Inhalte ...