Retinol im Test: So wirksam ist die Wunderwaffe gegen Falten und Unreinheiten wirklich

- "Retinol, Retinol, Retinol", sagt der Hautarzt, wenn man ihn nach einer wirklich effektiven Creme für eine rundum schöne und gesunde Haut fragt. Kaum zuhause, schon gegoogelt. Dr. Worldwideweb sagt ebenfalls: "Yes, ein reines Wundermittel". Am nächsten Tag ist sie auch schon gekauft, die Creme mit Vitamin-A, die Pickelchen und Falten wegzaubern soll. Das Ergebnis der Anwendung? Lest ihr hier! 

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Retinol im Jolie-Test

Was ist Retinol?

In diesem Beitrag haben wir schon einige ausführliche Infos über den Wirkstoff Retinol verfasst, aber noch mal in kurz: Retinol ist der Fachbegriff für das Provitamin-A, welches in niedriger Dosierung in Cremes oder Seren zum Einsatz kommt. Provitamin-A hat deshalb so einen guten Einfluss auf unsere Haut, da es die Zellteilung und Erneuerung anregt. Das Ergebnis: Die Haut produziert in Höchstleistung neue Zellen, somit werden Falten gemildert und Unreinheiten klingen deutlich schnellerab. Außerdem sollen Pickelchen es bei regelmäßiger Anwendung von Retinol schwerer haben, wieder aufzutauchen. Klingt nach einem echten Träumchen und dem lang ersehnten Hilfsmittel, von dem wir am liebsten schon in unserer Pubertät gewusst hätten.

Warum habe ich Retinol ausprobiert?

Schon längst keinen Pickel mehr – aber der rote Fleck an der Stelle, wo mich das fiese Biest genervt hat, begleitet mich noch 3 Wochen lang. Kaum ist er halbwegs verblasst, schon bahnt sich der nächste Krater an – ein Trauerspiel. Und sowieso ist meine Haut ab und an etwas ZU fettig, ZU uneben, ZU fahl. Es ist kein Weltuntergang, aber es ist auch nicht wirklich schön. Euch geht es auch so? Dann wart ihr beim Lesen der obigen Beschreibung von Retinol wahrscheinlich genauso baff und skeptisch zugleich wie ich, als ich mich über Vitamin-A informiert habe. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Das dachte ich auch. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. 

Welche Retinolcreme habe ich benutzt?

Ich hatte die Qual der Wahl. Schaut man im Netz, werden Hunderte von Produkten angezeigt, die meisten ziemlich kostspielig. Durchschnittspreis: 60 Euro. Echt jetzt? Zu teuer. Also hab ich weiter geschaut und bei Amazon ziemlich tolle Alternativen gefunden. Fast 700 erstklassige Kundenrezensionen bei der "Bionura Retinolcreme" haben mich dann überzeugt. Mit ca. 20 Euro ist sie nicht mega günstig – aber halt auch nicht mega teuer. Trotzdem scheint sie effektiv zu sein. Fast wäre meine Wahl auf die "Mother Nature Retinolcreme" (ca. 22 Euro) gefallen, die sogar zur "Amazon's Choice" gewählt wurde. Auch die "Poppy Austin Retinolcreme" (ca. 26 Euro) hätte mich fast zum Kauf verleitet, aber ich wollte mich erstmal nur für eine entscheiden und dann später vielleicht noch mal switchen. Das Tolle an den drei Produkten ist, dass sie nicht nur natürlich biologisch und vegan sind, sondern auch noch mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Sheabutter, Jojobaöl oder grünem Tee angereichert sind. Das beugt einem Austrocknen der Haut durch die Retinolsäure vor – und macht die Cremes anwendbar für unterschiedliche Hauttypen.

War ich mit dem Ergebnis der Retinolcreme zufrieden?

Was ich jetzt schreibe, glaubt mir wahrscheinlich kein Mensch. Aber ich habe tatsächlich DIREKT eine positive Wirkung sehen können. Nach nur einer Anwendung. Über Nacht. Und das, obwohl ich mich jahrelang mit Unreinheiten und unzähligen "Hilfsmitteln" rumgeschlagen habe. In der Verpackungsbeilage las ich, dass nach dem erstmaligen Auftragen der Creme ein leichtes Kribbeln spürbar sein könnte. Das läge angeblich an der Säure des Vitamin-A. Außerdem solle man die Creme anfangs nicht jeden Tag, sondern nur zwei bis drei Mal die Woche anwenden, um sich langsam an den Vitamin-A-Wirkstoff zu gewöhnen. Da meine Haut und ich ziemlich robust sind, und ich als junges Mädchen einige Fruchtsäure-Anwendungen hatte, spürte ich weder ein Kribbeln, noch trug ich die Creme nur ein paar mal wöchentlich auf. Gleich das volle Programm, dachte ich mich. Aber an dieser Stelle möchte ich euch ans Herz legen, die Creme tatsächlich erstmal nur alle zwei bis drei Tage aufzutragen, um zu schauen, wie eure Haut reagiert. Lasst euch von einem möglichen, anfänglichen Kribbeln also nicht verunsichern, das sei völlig normal. Auch möchte ich an dieser Stelle entwarnen: Retinolcreme ist in niedriger Dosierung kein aggressives oder gefährliches Produkt, wir alle haben nur unterschiedlich empfindliche Haut und lieber vorsichtig ran tasten, als gleich auf die ganze Tube zu drücken!

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Nun aber zurück zu den ersten sichtbaren Ergebnissen. Am Tag nach der Anwendung fühlte sich meine Haut tatsächlich sehr frisch und neu an, sah irgendwie ausgeglichener und ebener aus. An den Stellen, wo vorher kleine Pickelchen waren, "blätterte" sich die Haut ein wenig ab. So, als würden die Pickel von alleine "abfallen". Ich war hin und weg! Und auch heute, nach einjähriger, treuer Kundin von Retinolcremes, kann ich behaupten: Ohne diese Creme komme ich nicht mehr aus. Sie ist wirklich ein Garant für strahlend schöne, straffe und ebene Haut – und Unreinheiten haben tatsächlich nur noch wenige Chancen neu aufzukreuzen. Probiert es doch auch mal aus – ein Versuch ist es definitiv wert! Und ich bin mir sicher, auch ihr werdet schon bald ein Herz und eine Seele mit Retinolcremes sein!

Kann ich während der Retinol-Anwendung ins Solarium gehen?

Experten raten davon ab, während der Retinol-Anwendung ins Solarium zu gehen. Retinol regt die Zellerneuerung an und macht die Haut lichtempfindlicher für UV-Strahlung. Bei einer nächtlichen Anwendung von Retinol sollte am Morgen unbedingt eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor angewendet werden. Es ist nicht absolut verboten, während der Pflege mit Retinol das Solarium zu besuchen, doch es ist allgemein bekannt, dass nichts schädlicher für die Haut ist, als UV-Strahlung und Nikotin. Solltet ihr GAR NICHT auf einen Solariumbesuch verzichten können, legt ein bis zwei Tage vor dem Besuch eine Retinol-Pause ein und tragt unbedingt eine Tagespflege mit hohem Lichtschutzfaktor auf. Doch besser für eure Haut ist es, nicht ins Solarium zu gehen. Das steht fest.

3 Mythen über Retinol und die Wahrheit dahinter

Retinol (Vitamin A) macht unfruchtbar

Wird reine Vitamin A Säure innerlich angewendet, beispielsweise gegen Rosazea oder schwer Akne, kann es tatsächlich zur Fruchtschädigung kommen. Hierbei handelt es sich jedoch um eine viel extremere Behandlung, als das tägliche Auftragen einer rezeptfreien Retinolcreme über Nacht. Wer jedoch sicher gehen möchte, sollte während der Schwangerschaft auf jegliche Retinolcreme verzichten. 

Im Sommer sollte man auf die Retinolcreme als Nachtpflege verzichten

Dass Retinol die Haut für UV-Strahlen durchlässig und somit leichter angreifbar macht, steht außer Frage. Die oberste Hornschicht wird durch den Peelingeffekt abgetragen und somit verliert die Haut ihren natürlichen Schutz vor UV-Strahlung. Während des Sommerurlaubs, in dem ihr den kompletten Tag in der Sonne verbringt, sollte deshalb eine Retinolpause eingelegt werden. Ansonsten sollte vor allem in den sonnigen Monaten des Jahres auch in Deutschland während der Retinolanwendung IMMER eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor angewendet werden.

Empfindliche Haut sollte die Finger von Retinol lassen

Dieser Mythos stimmt nicht ganz. Retinol kann zwar auf empfindlicher Haut Irritationen hervorrufen, aber das ist nicht das Todesurteil für Retinol. Es gibt verschieden stark konzentrierte Cremes und Seren. Solltest du der Meinung sein, Retinol nicht zu vertragen, kannst du dich in einer Apotheke von einem Profi beraten lassen. 

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