Haarkur selber machen: 8 DIY-Rezepte für jeden Haartyp

Haarkur selber machen: 8 tolle DIY-Rezepte für jeden Haartyp

Eine Haarkur muss nicht immer teuer sein. Du kannst sie auch einfach selber machen, mit Hausmitteln, die du eh zu Hause hast. Acht DIY-Rezepte findest du hier.

Etwa einmal die Woche sollten wir eine Haarkur verwenden, die unser Haar pflegt und nährt, sodass es gesund aussieht, glänzt und weniger bricht. Doch nicht immer müssen es teure Produkte aus dem Handel sein, mit denen wir unsere Haare pflegen. Auch mit Hausmitteln kannst du ihnen etwas Gutes tun. Wir stellen dir hier acht Rezepte für eine selbst gemachte Haarmaske vor, die sich für jeden Haartyp eignen. Viel Spaß beim Nachmachen.

Haarmaske selber machen: Die wichtigsten Tipps

  • Mische deine DIY-Haarkur immer frisch an. Vor allem, wenn du frische Zutaten verwendest, sollte die Haarmaske nicht lange gelagert werden, da die Zutaten schlecht werden können. Mische dir also immer nur so viel an, wie du auch wirklich brauchst, um nichts zu verschwenden. Willst du doch einen Rest der Haarmaske aufbewahren, solltest du diese in einem verschlossenen Gefäß im Kühlschrank lagern.
  • Musst du die Zutaten bei der Herstellung erhitzen, dann lass die Haarmaske erst einmal abkühlen, bevor du sie verwendest. Hitze kann den Haaren und der Kopfhaut schaden. Deshalb sollte die Haarkur nur kalt oder lauwarm aufgetragen werden.
  • Hast du nicht alle Zutaten für die DIY-Haarkur im Haus, kannst du auch experimentieren. Steht im Rezept zum Beispiel, dass du Arganöl verwenden sollst, kannst du anstelle des teuren Öls auch einfaches Olivenöl verwenden. Schau, was du zu Hause stehen hast und mische die Zutaten aus deinem Vorratsschrank zu einer Haarmaske an.

DIY-Haarkur: 8 Rezepte für jeden Haartyp

Eine Haarkur musst du nicht immer teuer im Handel kaufen. Mit nur wenigen Hausmitteln kannst du ganz einfach deine eigene DIY-Haarmaske herstellen. Wichtig ist, dass du darauf achtest, dass die selbst gemachte Kur perfekt für deinen Haartyp geeignet ist. Hier findest du zehn Rezepte für jeden Haartyp. Weiter unten im Artikel erklären wir dir, wie du die Haarmaske aus Hausmitteln am besten anwenden kannst.

1. Rezept: Haarkur für trockenes Haar

Hast du trockene, brüchige und frizzige Haare, dann braucht dein Haar viel Feuchtigkeit. Du solltest regelmäßig eine feuchtigkeitsspendende Pflegemaske auf die Haare auftragen. Am besten einmal die Woche. Wichtig sind hier durstlöschende Zutaten, die das Haar mit Feuchtigkeit versorgen und gleichzeitig verhindern, dass es erneut austrocknet.

Diese Zutaten brauchst du:

  • 1 Eigelb
  • 1 TL Mandelöl oder Olivenöl
  • 2 EL Sheabutter

So geht die Zubereitung:

  1. Erwärme die Sheabutter in einem Wasserbad, bis sie flüssig wird.
  2. Trenne das Eigelb vom Eiweiß.
  3. Mische die flüssige Sheabutter mit dem Eigelb und dem Mandelöl oder Olivenöl.
  4. Vor der Anwendung gut abkühlen lassen.

2. Rezept: Haarkur bei strapaziertem Haar und Spliss

Bei Haarbruch und Spliss brauchst du eine reichhaltige Haarkur, die die Haare mit Feuchtigkeit versorgt, sie stärkt und sie versiegelt, damit die einzelnen Haare nicht mehr so schnell abbrechen. Vor allem Proteine sind wichtig für den Wiederaufbau der Haarstruktur und reichhaltige Öle nähren das Haar. Hast du Spliss, reicht eine gute, selbst gemachte Haarkur aber nicht aus. Du solltest auch darauf achten, eine schonende Schlaffrisur (lockerer Dutt) zu tragen und haarschonende Haargummis zu verwenden. Trage außerdem weniger Mützen, bürste deine Haare sehr behutsam und rubbel nie deine Haare nach dem Waschen mit einem Handtuch ab.

Diese Zutaten brauchst du:

  • 1 Eigelb
  • 1 TL Olivenöl
  • 1 TL Honig

So geht die Zubereitung:

  1. Erwärme das Olivenöl kurz im Wasserbad oder in der Mikrowelle.
  2. Trenne das Eigelb vom Eiweiß.
  3. Honig, Olivenöl und Eigelb zusammengeben und alles gut vermengen.
  4. Haarkur vor der Anwendung abkühlen lassen.

3. Rezept: Haarkur für fettiges Haar

Fettiges Haar entsteht durch eine starke Talgproduktion der Kopfhaut. Wichtig ist, dass du nicht allzu viele Pflege- und Stylingprodukte an die Kopfhaut lässt, damit die Poren hier nicht verstopfen. Lass nur ein silikonfreies Shampoo und hin und wieder ein Tiefenreinigungsshampoo an deine Kopfhaut. Conditioner, Haarmaske, Haaröl und Co. sollten nur in die Längen der Haare gegeben werden und nie an den Ansatz gelangen. Eine besonders reinigende Wirkung hat eine sogenannte Saure Rinse aus Wasser, Apfelessig und Zitronensaft. Sie entfernt jegliche Rückstände von Produkten, Kalk oder Schweiß aus dem Haar.

Diese Zutaten brauchst du:

  • Ein Glas kaltes Wasser
  • 1 TL Apfelessig
  • Saft einer halben Zitrone

So geht zu Zubereitung:

  1. Füge einen Teelöffel Apfelessig einem Glas kaltem (am besten destilliertem) Wasser hinzu.
  2. Danach noch den Saft einer halben Zitrone auspressen und hinzufügen.
  3. Alles gut vermischen.

Anders als alle anderen Haarkuren gibst du die Saure Rinse über den gesamten Kopf, inklusive Kopfhaut und Haaransatz. Du brauchst sie auch nicht ausspülen. Der Essig-Geruch verfliegt, sobald die Haare trocken sind.

4. Rezept: Haarkur für dickes Haar

Hast du sehr dicke Haare, kannst du ruhig eine sehr reichhaltige Haarmaske verwenden. Sie bändigt das dicke, oft störrische Haar und pflegt es sehr intensiv. So gibst du dem Haar genau das, was es braucht. Bei dicken Haaren kannst du ruhig reichhaltige Zutaten wie Kokosöl oder Avocado verwenden.

Diese Zutaten brauchst du:

  • 2 EL Kokosöl
  • 1 reife Avocado
  • Saft einer halben Zitrone

So geht die Zubereitung:

  1. Erwärme das Kokosöl in einem Wasserbad, bis es flüssig ist.
  2. Schäle und entkerne die Avocado und püriere das Fruchtfleisch.
  3. Mische der pürierten Avocado den Zitronensaft und das flüssige Kokosöl hinzu. Gut verrühren.

5. Rezept: Haarkur für feines Haar

Feines und dünnes Haar lässt sich schnell beschweren und sieht dann fettig, platt und strähnig aus. Deshalb solltest du sehr reichhaltige Zutaten vermeiden und stattdessen deinen Haaren eine besonders leichte Pflege gönnen. Diese nimmt dem feinen Haar nicht das Volumen oder überpflegt es. Leichte, feuchtigkeitsspendende Zutaten wie Aloe Vera sind perfekt für feines Haar. Von stark rückfettenden Ölen solltest du lieber die Finger lassen.

Diese Zutaten brauchst du:

  • 3 TL Aloe Vera Gel
  • 2 TL Joghurt
  • 1 TL Honig

So geht die Zubereitung:

  1. Erntest du dein Aloe Vera Gel selber von einer Pflanze, dann schneide das Blatt seitlich auf, entnehme das Gel mit einem Löffel und püriere es, sodass es flüssiger wird. Hast du Aloe Vera Gel aus der Flasche, dann kannst du dieses direkt verwenden.
  2. Mische alle Zutaten gut miteinander und fertig ist deine Aloe Vera Haarmaske für feines Haar.

6. Rezept: Haarkur für Naturlocken und Afrohaare

Naturlocken und Afrohaare brauchen besonders viel Feuchtigkeit, da der Talg der Kopfhaut meist nicht an die Längen und Spitzen der Locken gelangt und diese hier auch nicht mit Pflege und Feuchtigkeit versorgen kann. Deshalb solltest du auf eine reichhaltige, feuchtigkeitsspendende Pflege setzen und austrocknende und Haarbruch-fördernde Angewohnheiten wie Hitze und Reibung vermeiden. Öle wie Arganöl, Mandelöl oder Kokosöl sind optimal für Locken. Eine Banane spendet viel Feuchtigkeit und kann daher sehr gut für eine DIY-Haarkur für Naturlocken und Afrohaare zum Einsatz kommen.

Diese Zutaten brauchst du:

  • 1 Banane
  • 1 TL Arganöl
  • 2 EL Sheabutter

So geht die Zubereitung:

  1. Zerdrücke eine Banane gründlich.
  2. Erwärme die Sheabutter in einem Wasserbad, bis sie flüssig wird.
  3. Gib das Arganöl und die flüssige Sheabutter zur Banane hinzu und vermenge alles gut miteinander.

7. Rezept: Haarkur für mehr Glanz

Hast du stumpfes und glanzloses Haar, brauchst du keine Sorge zu haben. Mit der richtigen Pflege kannst du deinen Haaren schnell wieder mehr Glanz verschaffen. Wir zeigen dir ein Rezept, mit dem es klappt.

Diese Zutaten brauchst du:

  • 150 ml Joghurt
  • 1 TL Honig
  • 1 Eigelb
  • 2 EL Mandelöl

So geht die Zubereitung:

  1. Trenne das Eigelb vom Eiweiß.
  2. Mische das Eigelb mit dem Joghurt, dem Honig und dem Mandelöl, bis eine homogene Masse entsteht. Fertig ist deine Haarkur für mehr Glanz.

8. Rezept: Leave-in Haarkur

Eine Leave-in Haarkur hilft nicht nur, die Haare nach dem Waschen besser zu entwirren, sie schenkt auch Pflege und Feuchtigkeit, versiegelt die Haare und verhindert so, dass sie den Tag über austrocknen. Gerade bei trockenem Haar und bei Naturlocken und Afrohaaren ist eine Leave-in Kur besonders wichtig. Du kannst natürlich alle Pflanzenöle wie Olivenöl, Mandelöl, Arganöl oder Kokosöl verwenden und in den Spitzen verteilen. Hier kommt noch ein weiteres Rezept, das das Haar mit vielen wichtigen Nährstoffen versorgt.

Diese Zutaten brauchst du für einen kleinen Vorrat:

  • 40 g Leinsamen
  • 400 ml Wasser (am besten destilliertes Wasser)
  • 1-2 EL Pflanzenöl (Olivenöl, Mandelöl, Arganöl…)
  • Ca. 3-5 Tropfen Vitamin E Öl, um die Zutaten haltbarer zu machen

So geht die Zubereitung:

  1. Leinsamen mit dem Wasser kurz aufkochen und dann 20 Minuten leicht köcheln lassen. Ab und zu umrühren.
  2. Sobald die Mischung zähflüssig geworden ist, die Leinsamen mit einem Sieb absieben.
  3. Das entstandene Leinsamengel abkühlen lassen und dann mit dem Pflanzenöl und Vitamin E Öl mischen.
  4. Mischung in ein verschließbares Gefäß füllen und für maximal vier Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Anwendung: So verwendest du eine Haarkur richtig

Hast du deine selbst gemachte Haarkur hergestellt, brauchst du sie nur noch anzuwenden. Am besten machst du dies direkt nach der Herstellung, damit alle Zutaten besonders frisch sind und optimal wirken. Diese Tipps solltest du bei der Anwendung einer Haarmaske beachten:

  1. Wasche deine Haare zuvor gründlich mit einem Shampoo. Dieses sollte allerdings nur auf den Haaransatz gegeben werden. Längen und Spitzen aussparen, damit diese nicht so schnell austrocknen. Alles gut auswaschen und die Feuchtigkeit leicht aus dem Haar drücken.
  2. Dann eine gründliche Portion der selbst gemachten Haarmaske ins Haar geben. Hierbei die Haarkur nur in den Längen und Spitzen verteilen, der Haaransatz wird ausgespart.
  3. Die Haare nun am besten mit einer Duschhaube (optional Frischhaltefolie) bedecken. Darüber dann zusätzlich noch ein Handtuch wickeln. So entsteht Wärme unter der Haube und die Maske kann besser wirken.
  4. Die Haarkur mindestens 30 Minuten einwirken lassen.
  5. Dann gründlich ausspülen und zum Abschluss der Haarwäsche noch einen Conditioner in den Längen und Spitzen verwenden.

Optional kannst du deine selbst gemachte Haarkur auch über Nacht einwirken lassen. Dann solltest du unbedingt eine Duschhaube und ein Handtuch darüber verwenden, damit dein Kopfkissenbezug nicht dreckig wird. Am nächsten Morgen gründlich auswaschen und mit seidig-weichen Haaren in den Tag starten.

Alternative: Die besten Haarkuren aus der Drogerie

Eine DIY-Haarkur ist günstig und schnell hergestellt, da du die meisten Zutaten eh zu Hause stehen hast. Doch die Hausmittel-Haarmaske ist nicht für jeden etwas. Setzt du lieber auf Pflegekuren aus dem Handel, willst aber trotzdem nicht so tief ins Portemonnaie greifen, dann kommen hier unsere liebsten Kuren aus der Drogerie.

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Verwendete Quellen: nivea.de, oekotest.de, instagram.com/dejangarzhairstylist

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