Fußbad: Wirkung, Tipps und die besten Zusätze

Entspannung pur! Das sind die besten Hausmittel für ein wohltuendes Fußbad

Ein Fußbad kann zur Pflege der Füße, zur Entspannung und zur Behandlung gesundheitlicher Beschwerden verwendet werden. Wir verraten dir, wie du ein Fußbad selber machst und welche Badezusätze am besten geeignet sind.

Was ist ein Fußbad?

Füße spielen in unserem Leben eine tragende Rolle – im wahrsten Sinne des Wortes. Doch viel zu selten schenken wir ihnen Beachtung. Mit einem Fußbad pflegen wir unsere Füße, steigern unser allgemeines Wohlbefinden und können je nach Wassertemperatur und Zusatz sogar Erkältungen und andere gesundheitliche Beschwerden lindern.

In der Hydrotherapie (Wassertherapie) werden Fußbäder zum Beispiel zur Behandlung von Schlafstörungen oder Durchblutungsstörungen verwendet. Pfarrer Sebastian Kneipp integrierte die Hydrotherapie in seine Kneipp-Therapie, die in der Naturheilkunde bis heute als Behandlungsverfahren für diverse Erkrankungen eingesetzt wird. Die genaue Wirkung eines Fußbades hängt stark von der Wassertemperatur und dem verwendeten Zusatz ab.

Wie wirken Fußbäder?

Fußbäder können je nach Anwendung verschiedene Wirkungen entfalten. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Fußbädern:

  • Kalte Fußbäder: Wirken erfrischend, belebend und regen den Kreislauf an. Durch die Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen und der Blutdruck steigt. Die optimale Temperatur beträgt zwischen acht und 18 Grad Celsius. Die Badedauer ist meist recht kurz und liegt zwischen 30 Sekunden und maximal zwei Minuten.
  • Warme Fußbäder: Wirken beruhigend, pflegend, entspannend und gefäßerweiternd. Sie können den Blutdruck senken und möglicherweise den Schlaf fördern. Die Temperatur sollte zwischen 36 und 40 Grad Celsius liegen. Die Badedauer beträgt rund zehn Minuten.
  • Wechselbäder: Fördern die Durchblutung und bringen den Kreislauf in Schwung. Hierfür werden zwei Eimer benötigt. Zunächst werden die Füße für etwa fünf Minuten in 36 bis 40 Grad heißes Wasser getaucht, anschließend folgt für etwa zehn Sekunden ein kaltes Bad in 18 Grad kaltem Wasser.
  • Ansteigendes Fußbad nach Kneipp: Eine Erkältung bahnt sich an? Bei ersten Anzeichen von Heiserkeit, Husten und Schnupfen kann ein ansteigendes Fußbad nach Kneipp Linderung verschaffen. Die ansteigende Temperatur wärmt den ganzen Körper, fördert die Durchblutung und soll gleichzeitig die Immunabwehr stärken. Tauche beide Füße in eine Fußbadewanne mit etwa 33 Grad Celsius warmem Wasser. Gieße 20 Minuten lang immer wieder warmes Wasser hinzu, bis die Temperatur 40 Grad Celsius beträgt.

Wohltuende Fußbäder werden aber nicht nur für den medizinischen Gebrauch verwendet, sondern auch im kosmetischen Bereich, zum Beispiel als Vorbereitung auf eine Pediküre oder Fußpflege. Durch das Wasser weicht die Haut auf und Hornhaut kann besser entfernt werden.

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Wie wirken Zusätze im Fußbad?

Je nachdem, welcher Zusatz dem Fußbad hinzugefügt wird, verändert sich die Wirkungsweise. Es können zum Beispiel Essig, Natron, ätherische Öle und bestimmte Kräuter ins Wasser gegeben werden. Die Zusätze für die Fußpflege können in verschiedenen Rezepten auch miteinander kombiniert werden. Beliebte Zusätze für Fußbäder sind:

  • Essig oder Apfelessig: Essig bzw. Apfelessig soll gegen Hornhaut helfen und die Füße wieder geschmeidig machen. Außerdem wird Essig nachgesagt, Entzündungen zu hemmen, Schweißfüßen entgegenzuwirken und Juckreiz zu lindern. Vermische 150 ml Apfelessig oder Essig in einer Schüssel mit fünf Litern lauwarmem Wasser.
  • Rosmarin: Fördert die Durchblutung und hat eine belebende Wirkung. Ein morgendliches Fußbad mit Rosmarin macht besonders wach. Gib zwei Esslöffel getrockneten Rosmarin in einen Liter abgekochtes Wasser. Etwa zehn Minuten ziehen lassen, den Sud durch ein Sieb gießen und in eine Fußbadewanne oder große Schüssel füllen. 
  • Salbei: In der Naturheilkunde gilt Salbei als schweißhemmend und soll ein Wundermittel gegen Schweißfüße sein. Gib eine Handvoll Salbeiblätter in einen Liter warmes Wasser und lasse es kurz ziehen. Alternativ kannst du auch einige Tropfen Salbeiöl verwenden.
  • Natron: Laut Naturheilkunde soll Natron den Körper von Schadstoffen und säurehaltigen "Schlacken" befreien. Da Natron basisch ist, soll es den Säure-Basen-Haushalt des Körpers regulieren. Gib hierfür eine Tüte Natron oder alternativ Backpulver in warmes Wasser. Die Wirkung von Natron als gesundheitsfördernder Zusatz ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt.
  • Salz: Wirkt entzündungshemmend, antiseptisch und soll gegen Fußpilz helfen. Am besten eignet sich Meersalz, da es viele Mineralien enthält, die der Haut guttun. Eine Handvoll Meersalz in einer Schüssel mit warmem Wasser ist bereits ausreichend.
  • Kernseife: Macht die Haut an den Füßen weich und erleichtert das Entfernen von Hornhaut. Nimm zur Behandlung ein Stück Kernseife und reibe ein wenig davon in eine Fußbadewanne oder eine große Schüssel mit lauwarmem Wasser. 
  • Lavendelöl: Lavendel beruhigt, mindert Stress und hält die Füße geschmeidig. Gib ein paar Tropfen ätherisches Lavendelöl in eine Schüssel mit warmen Wasser.
  • Teebaumöl: Wirkt entzündungshemmend, tötet Pilze und Bakterien auf der Haut ab und wird traditionell gegen Fuß- und Nagelpilz angewendet. Allerdings sollte das Öl nicht als alleinige Behandlungsmethode verwendet, sondern eher als ergänzende Pflege angesehen werden. Hierfür ein paar Tropfen Teebaumöl in eine Fußbadewanne mit lauwarmem Wasser geben. Achtung: Bei einigen Menschen kann Teebaumöl hautreizend wirken, weshalb es vorher immer an einer kleinen Stelle getestet werden sollte. 
  • Zitronenöl: Wer unter Fieber leidet, sollte seine Füße in lauwarmem Wasser mit Zitronenöl baden. Der Duft der Zitrone wirkt zudem nachweislich belebend und stresslindernd.

Tipp: Damit sich ätherische Öle besser mit dem Wasser verbinden, empfiehlt es sich, vor der Anwendung einen Emulgator ins Wasser zu geben. Dafür eignen sich ein bis zwei Esslöffel Vollmilch, Sahne oder Molkepulver. Veganerinnen und Veganer können auch Mandelmilch verwenden. Diese hat den gleichen Effekt.

Zusätze für ein Fußbad kaufen

Wer sein Fußbad nicht selber machen möchte, kann in der Drogerie, in der Apotheke oder online fertige Zusätze kaufen. Diese enthalten meist bestimmte Kräuter, Salze oder pflegende ätherische Öle. Bekannte Marken sind zum Beispiel Kneipp, Scholl oder Allgäuer Latschenkiefer. Das sind unsere Favoriten:

Was ist bei einem Fußbad zu beachten?

Obwohl die Anwendung eines Fußbades wahre Wunder bewirken kann, ist es nicht immer zu empfehlen. Bei offenen Wunden sollte es nur mit Vorsicht angewendet und auf reizende Zusatzstoffe wie Salz verzichtet werden. Bei Thrombosegefahr, Schwindel, akuter Übelkeit oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollte vor der Verwendung eines Fußbades unbedingt ein Arzt bzw. eine Ärztin konsultiert werden.

Wichtig ist auch, dass die empfohlene Wassertemperatur eingehalten wird. Bei warmen Fußbädern sollte die Temperatur 45 Grad Celsius nicht überschreiten. Teste vor der Verwendung eines Zusatzes immer, ob du möglicherweise allergisch reagierst. Tupfe den jeweiligen Zusatz in die Armbeuge und warte einige Minuten. Bilden sich Hautrötungen, Pickel oder Ähnliches, solltest du von einem Fußbad mit diesem Zusatz absehen.

Achte nach dem Fußbad darauf, die Füße und Zehenzwischenräume gut abzutrocknen. Schlüpfe nach dem Abtrocknen in ein paar warme Socken.

Ist ein Fußbad während der Schwangerschaft erlaubt?

Auch Schwangere können von der wohltuenden Wirkung eines Fußbades profitieren. Während der Schwangerschaft sollte jedoch auf heiße Fußbäder und anregende Substanzen wie Rosmarin verzichtet werden. Besser geeignet sind lauwarme Fußbäder mit beruhigenden Zusätzen, zum Beispiel Lavendelöl oder reines Meersalz.

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Verwendete Quellen: netdoktor.de, feetastic.de, amazon.de

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