Körperpeeling selber machen: 5 DIY-Rezepte für jeden Hauttyp

Körperpeeling selber machen: 5 DIY-Rezepte für jeden Hauttyp

Ein Körperpeeling entfernt abgestorbene Hautschuppen und macht die Haut wieder geschmeidig. Doch viele Peelings aus der Drogerie enthalten bedenkliche Inhaltsstoffe. Dabei kannst du dir ein natürliches Körperpeeling ganz einfach selber machen – mit nur wenigen Zutaten.

Unsere Haut erneuert sich alle 28 Tage. Dabei fallen alte Hautschuppen ab und neue Hautzellen gelangen an die Oberfläche. Ein Körperpeeling unterstützt die Haut bei diesem natürlichen Prozess und kann Hautproblemen vorbeugen – etwa, wenn der Körper die Hautschüppchen nicht richtig abstößt und dadurch die Poren verstopfen. Doch es muss nicht immer das teure Peeling aus der Drogerie sein: Ein Körperpeeling lässt sich mit nur wenigen Zutaten für jeden Hauttyp selber machen. So weißt du genau, welche Inhaltsstoffe enthalten sind und du kannst das Peeling nach deinen Bedürfnissen anpassen. Außerdem kannst du dir sicher sein, dass es frei von Mikroplastik und bedenklichen Duftstoffen ist. Wir zeigen dir die besten Zutaten für ein DIY-Körperpeeling sowie fünf einfache Rezepte zum Nachmachen.

Wie wirken Körperpeelings?

  • Peelings reinigen porentief und können Pickeln und Mitessern vorbeugen.
  • Durch die Peelingkörner wird die Durchblutung angeregt und die Haut wirkt frischer.
  • Peelings entfernen abgestorbene Hautschuppen. Nach der Anwendung fühlen sich raue Hautstellen wieder geschmeidig an.
  • Nach einem Peeling kann die Haut Pflegeprodukte noch besser aufnehmen.

Welche Zutaten eignen sich für Körperpeelings?

Ein Peeling setzt sich immer aus einer oder mehreren pflegenden Substanzen (meistens Öl) und einer peelenden Substanz (meistens Zucker oder Salz) zusammen. Diese sollten im Verhältnis 2:1 vermischt werden. Je nach verwendeten Zutaten kann jeder Hauttyp von selbstgemachten Körperpeelings profitieren.

  • Trockene Haut: Olivenöl, Leinsamenöl, Avocadoöl, Mandelöl, Kokosöl bzw. Kokosfett
  • Empfindliche Haut: Mandelöl, Kokosöl, Ringelblumenöl, Joghurt, Quark
  • Unreine Haut: Sonnenblumenöl, Jojobaöl, Distelöl, Natron, Honig, Heilerde

Auch die Wahl der Peeling-Substanz sollte auf die Hautbedürfnisse angepasst werden. Feinkörniges Speisesalz zum Beispiel peelt aufgrund der kleineren Schleifkörner besonders sanft und ist für empfindliche Haut geeignet, während grobes Meersalz einen stärkeren Effekt hat. Merke dir: Je größer die Schleifkörner, desto gröber und intensiver das Peeling.

Körperpeeling selber machen: 5 DIY-Rezepte

Olivenöl-Zucker-Peeling

Wer unter trockener Haut leidet, wird dieses Peeling lieben. Das Olivenöl versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und macht sie im Handumdrehen wieder geschmeidig. Perfekt für raue Stellen an Ellenbogen, Knien und für die Füße.

Zutaten:

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Zucker (Kristallzucker oder brauner Zucker)

Anwendung: Vermische zwei Esslöffel Olivenöl mit einem Esslöffel Zucker und massiere das Zuckerpeeling in kreisenden Bewegungen in die feuchte Haut ein. Ein paar Minuten einwirken lassen, damit das rückfettende Olivenöl in die Haut einziehen kann. Anschließend unter der Dusche mit warmem Wasser abspülen.

Kaffee-Kokosfett-Peeling

Dieses Peeling spendet dank des enthaltenen Kokosöls viel Feuchtigkeit, während der Kaffeesatz durch das enthaltene Koffein die Durchblutung anregt. Das Kaffee-Kokos-Rezept kann sogar gegen Cellulite helfen und eignet sich sowohl für trockene als auch normale Haut.

Zutaten (für ca. 3 Anwendungen):

  • 100 g Rohrzucker
  • 50 g Kaffeesatz
  • 50 g natives Kokosfett
  • optional: einige Tropfen ätherisches Öl

Anwendung: Den Kaffeesatz auf einem Teller gut durchtrocknen lassen. Das Kokosfett in einem Topf erhitzen, bis es flüssig ist. Kaffeesatz, Kokosfett und Zucker miteinander vermischen und je nach Bedarf ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzugeben. In ein Schraubglas umfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Etwa eine Stunde vor der Verwendung sollte das Peeling aus dem Kühlschrank genommen werden, damit das Kokosfett weich wird. So lässt sich das Peeling besser auf der Haut verteilen. Massiere es unter der Dusche gleichmäßig in die feuchte Haut ein, lasse es kurz einwirken und spüle alles mit warmem Wasser ab.

Honig-Zitronen-Zucker-Peeling

Dieses Körperpeeling hat dank der Zitrone eine vitalisierende und erfrischende Wirkung. Es spendet der Haut Feuchtigkeit, reinigt intensiv und reduziert Hautirritationen. Perfekt für Mischhaut geeignet.

Zutaten (für ca. 3 Anwendungen):

  • 125 g Zucker
  • 60 ml Kokosfett
  • 2 EL Honig
  • 7-8 Tropfen ätherisches Zitronenöl

Anwendung: Den Zucker, das Kokosfett, den Honig sowie das Zitronenöl miteinander vermischen und in ein Glas mit Schraubdeckel füllen. Eine kleine Menge des Honigpeelings auf die feuchte Haut auftragen und in kreisenden Bewegungen einmassieren. Zum Schluss unter der Dusche mit warmem Wasser abspülen.

Mandelkleie-Joghurt-Aprikosenkernöl-Peeling

Dieses milde Körperpeeling wirkt beruhigend und ist ideal für empfindliche Haut. Im Gegensatz zu Zucker oder Salz entfernt Mandelkleie die Hautschüppchen nämlich viel sanfter. Joghurt spendet Feuchtigkeit und hat einen angenehmen, kühlenden Effekt auf der Haut.

Zutaten:

  • 4 EL Naturjoghurt
  • 3 EL Mandelkleie
  • 1 TL Aprikosenkernöl

Anwendung: Vermische vier Esslöffel Joghurt, drei Esslöffel Mandelkleie und einen Teelöffel Aprikosenkernöl miteinander und massiere das Peeling in kreisenden Bewegungen in die feuchte Haut ein. Danach unter der Dusche gründlich mit warmem Wasser abspülen.

Natron-Peeling

Du hast fettige Haut? Dann ist ein Peeling mit Natron genau das Richtige für dich. Natron neutralisiert den pH-Wert der Haut und kann so bei Pickeln und entzündeten Hautstellen helfen. Für das Körperpeeling kannst du zu grobkörnigem Natron greifen.

Zutaten:

  • 2 EL Natronpulver
  • etwas Wasser

Anwendung: Beide Zutaten zu einem Brei miteinander vermischen und in kreisenden Bewegungen in die Haut einmassieren. Das Peeling unter der Dusche mit warmem Wasser abspülen.

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Wie oft sollte man ein Körperpeeling anwenden?

Da bei jedem Peeling ein Teil der Hornschicht abgetragen wird, sollte es nicht zu oft angewendet werden. Um die natürliche Schutzbarriere der Haut nicht zu schädigen, sollte die Anwendung eines Körperpeelings auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt werden. Fettige Haut kann zweimal die Woche gepeelt werden, während normale Haut ein wöchentliches Peeling verträgt. Wer jedoch zu trockener und empfindlicher Haut neigt, sollte alle zwei Wochen oder sogar nur monatlich peelen.

Achtung: Peelings für den Körper eignen sich aufgrund der gröberen Peelingpartikel nur bedingt für die Anwendung im Gesicht! Da die Haut im Gesicht dünner ist, sollten Gesichtspeelings immer etwas milder sein. Hier sind selbstgemachte Peelings mit feinen Schleifpartikeln die richtige Wahl, zum Beispiel Kaffee oder Haferflocken.

Wie lange ist ein Körperpeeling haltbar?

Je nach verwendeten Zutaten variiert die Haltbarkeit von DIY-Peelings. Ein einfaches Zuckerpeeling mit Olivenöl kann zum Beispiel für mehrere Monate in einem Schraubglas aufbewahrt werden. Werden jedoch frische Zutaten verwendet, solltest du dein Peeling innerhalb einer Woche aufbrauchen. Egal ob Honigpeeling, Zuckerpeeling, Peeling mit Kaffeesatz, Kokosfett oder ein anderes pflegendes Körperpeeling für die Haut: Orientiere dich immer nach den Mindesthaltbarkeitsdaten der von dir verwendeten Zutaten.

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Verwendete Quellen: nivea.de, lavendelimglas.de, utopia.de

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