Atkins-Diät: Wie gesund ist die Abnehmmethode wirklich?

Atkins-Diät: Wie gesund ist die Abnehmmethode wirklich?

Du möchtest abnehmen und willst der Atkins-Diät eine Chance geben? Hier kommen alle Infos, die du vorher dazu wissen solltest.

Neues Jahr, neue Ziele! Viele haben am Anfang des Jahres neue Vorsätze, die sie in den nächsten zwölf Monaten umsetzen möchten. Einige möchten lernen zu kochen, während andere eine neue Sprache lernen wollen. Ein Ziel gewinnt allerdings mit Abstand jedes Jahr in Sachen Neujahrsvorsätze: der Wunsch, abzunehmen. Dazu sollte zu allererst erwähnt werden, dass jeder Mensch und Körper perfekt ist und wir uns mit niemanden vergleichen müssen. Im Zeitalter von Social Media kann es häufig mal vorkommen, dass wir Bilder von gewissen Personen sehen, die eine andere Figur haben als wir. Sich davon verunsichern zu lassen, ist nicht richtig, denn jeder Körper ist auf seiner eigenen Art und Weise einzigartig. Wenn du abnehmen und dich verändern möchtest, nur damit du jemanden gefällst, dann können wir dir schon mal sagen, dass dies die falsche Motivation ist.

Hast du allerdings den Wunsch, dich gesünder zu ernähren, mehr Sport zu treiben und dadurch abzunehmen, weil du dir und deinem Körper etwas Gutes tun willst und einen gesunden Lifestyle anstrebst, dann solltest du es auch tun. Allerdings solltest du dabei in keine Diät-Falle hineinfallen. Es gibt etliche Crash-Diäten und Abnehmmethoden, die alles andere als gesund sind und von denen du lieber die Finger lassen solltest.

Unter die bekanntesten Diäten fällt auch die Atkins-Diät. Doch wie genau funktioniert sie? Was verspricht sie? Und wie gesund ist sie wirklich?

Weitere Diäten: Mittelmeer Diät, Rohkostdiät, 5:2-Diät, Golo-Diät, Dukan DiätMontignac-Methode, Max-Planck-Diät

Atkins-Diät: Was ist sie und woher kommt die Abnehmmethode?

Die Atkins-Diät kommt vom amerikanischen Kardiologen Dr. Robert Atkins, der diese Abnehmmethode in den 1970er in die Welt brachte. Was diese genau besagt? Eiweiß und Fett! Will man sich an die Atkins-Diät halten, sollten täglich viel Fleisch, Fisch, Eier und Käse auf den Teller landen. Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Gebäck, Süßigkeiten sowie Gemüse und Obst stehen hingegen nur selten auf den Speiseplan und werden so gut es geht aus der Ernährung gestrichen.

Atkins-Diät: 4-Phasen-Plan

Doch wie genau funktioniert die Atkins-Diät, damit die Pfunde purzeln und worauf muss man bei seiner Ernährung achten? Dafür hat Dr. Atkins den sogenannten 4-Phasen-Plan erstellt, der dir einen Überblick verschaffen soll. So sieht der Plan aus:

1. Einleitungsphase

In der ersten Phase der Atkins-Diät muss erst einmal die Fettverbrennung angekurbelt und die Ketose eingeleitet werden. Um dies zu schaffen, darfst du dich in den ersten 14 Tagen von Salat, Eier und Fleisch ernähren. Pro Tag dürfen maximal 20 Gramm Kohlenhydrate zu sich genommen werden.

2. Reduktionsphase

Auch in der zweiten Woche stehen Fleisch, Eier und Fisch auf dem Diätplan und es soll weiterhin abgenommen werden. Dazu darfst du aber die Menge an Kohlenhydrate etwas erhöhen. Fünf Gramm mehr pro Woche, um genauer zu sein. Neben den tierischen Produkten dürfen jetzt auch nach und nach gewisse Gemüsesorten, Obst und Nüsse gegessen werden. Diese Phase der Atkins-Diät kann zwischen zwei bis acht Wochen dauern.

3. Vor-Erhaltungsphase

Jetzt solltest du nur noch wenige Kilos von deinem Wunschgewicht entfernt sein. In der dritten Phase kannst du nun zehn Gramm mehr Kohlenhydrate pro Woche zu dir nehmen. Am besten eignen sich dafür komplexe Kohlenhydrate, wie zum Beispiel in Vollkornprodukten. Damit machst du so lange weiter, bis du dein Zielgewicht erreichst.

4. Erhaltungsphase

Nun bist du durch mit der Diät und wenn du dein Gewicht halten willst, hältst du dich weiterhin an diese Art von Low-Carb-Diät. Gesunde Fette, Eiweiße, Obst, Gemüse und Fleisch stehen auf der Tagesordnung, während Carbs wie Nudeln, Kartoffeln und weißer Reis weiterhin nur eine Seltenheit bleiben sollten.

Atkins-Diät: Welche Lebensmittel sind erlaubt?

Laut eatsmarter.de gibt es gewisse Lebensmittel, die besonders gut für die Atkins-Diät geeignet sind und einige, die du lieber vermeiden solltest. Hier kommt die Zusammenfassung.

  • Fleisch: Rindfleisch, Schweinefleisch, Lamm, Hühnchen, Speck
  • Fisch: besonders fetthaltige Fische, wie Lachs, Forelle und Sardinen

  • Eier: am besten Bio-Eier, bei denen die Hühner viel frisches Futter bekommen haben

  • Kohlenhydratarmes Gemüse: Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Spargel

  • Vollfett-Molkereiprodukte: Butter, Käse, Sahne und Vollfett-Joghurt

  • Nüsse und Samen: Mandeln, Macadamianüsse, Walnüsse, Sonnenblumenkerne etc.

  • Gesunde Fette: Olivenöl, Kokosöl, Avocados und Avocadoöl

Atkins-Diät: Welche Lebensmittel solltest du vermeiden?

  • Zucker: Softdrinks, Fruchtsäfte, Kuchen, Süßigkeiten, Eiscreme usw.
  • Körner: Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und Reis

  • Pflanzenöle: Sojaöl, Maisöl, Rapsöl

  • Transfette: findet man in verarbeiteten Lebensmitteln und besonders in frittierten Produkten

  • Diät- und fettreduzierte Produkte: diese enthalten häufig einen sehr hohen Zuckeranteil

  • Gemüse mit vielen Kohlenhydraten: dazu zählen z.B. Karotten und Rüben

  • Obst mit vielen Kohlenhydraten: Bananen, Äpfel, Orange, Birnen und Trauben

  • Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen und Kichererbsen

  • Stärke: Kartoffeln und Süßkartoffeln

Atkins-Diät: Risiken und Nachteile

Das klingt alles zwar verständlich, doch wie gesund ist die Atkins-Diät eigentlich? Wer abnehmen möchte, sollte immerhin auf eine für den Körper schonende Abnehmmethode setzen und keine Option wählen, die eventuelle Risiken mit sich bringt. Leider gehört die Atkins-Diät tatsächlich zu Letzterem und ist nicht gesund. Allein die Ausgrenzung gewisser Lebensmittel, die einseitige Ernährung und das Einhalten unterschiedlicher Phasen fördert mit großer Wahrscheinlichkeit Heißhungerattacken und im Nachhinein auch den Jo-Jo-Effekt.

Bereits die erste Phase (Ketose) kann für Mangelerscheinungen sorgen, da dem Körper wichtige Nährstoffe fehlen. Zwar gibt es bei der Diät den Vorteil, dass du du bei dieser Diät keine Kalorien zählen musst und essen kannst, wann du willst, aber trotzdem sind viel mehr Risiken und Nachteile vorprogrammiert, die die Diät ins negative Licht ziehen.

Laut mylife.de gibt es weitere Nebenwirkungen der Atkins-Diät:

  • Nieren werden durch die hohe Proteinaufnahme belastet
  • Begünstigung der Entstehung von Gicht durch die hohe Anzahl an Ketonkörpern (deshalb zählt die Diät auch zur "ketogenen Ernährung")

  • Die sehr fetten Lebensmittel können die Blutfettwerte in die Höhe treiben. Die Folge davon: Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Atkins-Diät: Fazit

Abschließend ist zu sagen, dass die Risiken der Atkins-Diät ganz klar dafür sprechen, dass du die Finger von der Abnehmmethode lassen solltest. Wenn du gesund abnehmen möchtest, solltest du auf eine ausgewogene und nicht einseitige Ernährung achten, viel Wasser trinken, regelmäßig Sport treiben und auch deinen Schlafrhythmus im Griff haben. Für weitere Unterstützung kannst du dich auch jederzeit von deinem Arzt beraten lassen.

Falls du Interesse an einer Low-Carb-Diät hast, dann lasse dir einen gesunden Ernährungs- oder Diätplan erstellen. Merke dir einfach, dass Crash-Diäten und Abnehmmethoden mit einer einseitigen Ernährungsform, die in kurzer Zeit einen großen Gewichtsverlust versprechen, nie eine gute Idee sind und keine Option für dich sein sollten. Dazu zählt auch die Atkins-Diät.

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Verwendete Quellen: eatsmarter.de, mylife.de

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