Montignac-Methode: So funktioniert die Zwei-Phasen-Diät

Montignac-Methode: So funktioniert die Zwei-Phasen-Diät

Langfristig abnehmen ohne Jojo-Effekt und Kalorien zählen – das verspricht die Montignac-Methode. Was die Ernährungsmethode kann, liest du hier.

Montignac-Methode
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Mit der Montignac-Methode kann man nicht nur sein Gewicht reduzieren, sondern auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren.

Wer hinter der Montignac-Methode eine traditionelle Diätform vermutet, wird erstaunt sein: Das Ernährungskonzept, das in zwei Phasen aufgeteilt wird, fokussiert sich darauf, sich eine ausgewogene Art der Ernährung anzueignen, die ausgewogene Mahlzeiten enthält. Eine eingeschränkte Menge an Nahrung oder Kalorienzählen beinhaltet die Motignac-Methode also nicht, weshalb man die Ernährungsmethode auch langfristig durchführen kann. Mehr zum Thema hier.

Was ist die Montignac-Methode?

Kohlenhydrate, Fette und Proteine: Bei der Zwei-Phasen-Diät geht es also in erster Linie darum, ausgewogener zu essen, indem man Nahrungsmittel bewusst miteinander kombiniert. Obwohl es sich nicht um eine klassische Diät handelt, soll man mit der Montignac-Methode sein Gewicht effektiv reduzieren können. Der Erfinder, Michel Montignac (1944-2010), nach dem das Ernährungskonzept benannt wurde, forschte lange an unterschiedlichen Ernährungsformen und fand heraus, dass ein niedriger Insulin- und Blutzuckerspiegel dazu führt, dass Fettpolster besser schmelzen. Im Zuge dessen entwickelte Michel Motignac seine eigene Diät-Methode, die darauf abzielt, die richtige Menge und Kombination an Kohlenhydraten, Fetten und Protein zu essen, um langfristig sein Gewicht zu reduzieren, das Risiko der Gewichtszunahme zu minimieren und Krankheiten wie Diabetes zu verhindern. 

Insgesamt wird die Montignac-Methode in zwei Phasen aufgeteilt. Bei der ersten Phase soll man an Gewicht verlieren, in der zweiten Phase soll das Gewicht dann stabilisiert werden. Außerdem werden alle Lebensmittel nach dem sogenannten „glykämischen Index“ (abgekürzt „GI“ oder „Glyx“ ) in „sehr gute“, „gute“ und „schlechte“ Nahrungsmittel eingeteilt. 

Montignac-Methode: So funktioniert das Ernährungskonzept

Zwar muss man bei der Montignac-Methode keine Kalorien zählen – ganz ohne Regeln kommt das Ernährungskonzept jedoch nicht aus. Wie erklären dir, wie das Ernährungskonzept Schritt für Schritt funktioniert.

Montignac-Methode: Phase 1

In der ersten Phase der Montignac-Methode, die rund zwei bis drei Monate durchgeführt wird, isst man Mahlzeiten, die keinen Anstieg des Blutzuckerspiegels provozieren. Das heißt: In der ersten Phase werden ausgewählte Kohlenhydrate gegessen, während die „schlechten“ Kohlenhydrate gemieden werden. Auch gesättigte Fettsäuren sind Tabu. Insgesamt nimmt man nur drei Mahlzeiten pro Tag ein, um die Fettdepots im Körper langfristig zu reduzieren. 

Montignac-Methode: Phase 2

Konntest du in den ersten zwei bis drei Monaten dein Gewicht in der Phase 1 reduzieren, kannst du zur zweiten Phase übergehen. Hier geht es darum, sein Wunschgewicht zu halten. Das Bewusstsein, was auf den Speiseplan kommt, sollte weiterhin aufrechterhalten werden; hier kannst du aber deutlich freier in der Wahl deiner Lebensmittel sein. Insgesamt sollte eine ausgewogene Ernährung, die viele Lebensmittel mit niedrigem „GI“ enthält, Grundlage der Phase 2 sein. Das Buch zur Diät, aber auch die Website zur Montignac-Diät kann dir dabei helfen, neue Rezepte zu finden und die Ernährungsmethode langfristig anzuwenden. 

Montignac-Methode: Diese Lebensmittel sind erlaubt und diese nicht

Die Montignac-Methode unterteilt Lebensmittel in drei Gruppen. Zu den „guten“ und „sehr guten“ Kohlenhydranten, die den Insulinspiegel kaum in die Höhe treiben lassen, zählen unterer anderem folgende Lebensmittel. 

„Sehr gute“ und „gute“ Kohlenhydrate: Diese Lebensmittel haben einen niedrigen glykämischen Index unter 35

  • Karotten
  • Avocado
  • Birnen
  • Äpfel
  • Erdbeeren
  • Bohnen
  • Lachs
  • Oliven
  • Steak
  • Zucchini
  • Oliven
  • Mandeln
  • Tomaten 
  • dunkle Schokolade

„Schlechte“ Kohlenhydrate: Diese Lebensmittel haben einen hohen glykämischen Index über 50

  • Cornflakes
  • Kartoffeln
  • Bananen
  • Ananas
  • Zucker
  • Süßigkeiten
  • Weißmehl

Montignac-Methode: Vor- und Nachteile der Ernährung

Anders als beispielsweise die Thonon-Diät, die auf schnellen Gewichtsverlust abzielt, oder die japanische Wasserdiät, die viele Giftstoffe aus dem Körper spült, ist die Montignac-Methode eine ausgewogene Ernährungsform, die langfristig zum Erfolg führt. Gerade Menschen, die an Übergewicht leiden, können mit dieser Art von Ernährung Gewicht verlieren – ohne, dass man in die Falle des Jojo-Effekts gerät. 

In der Umsetzung ist die Montignac-Methode allerdings sehr aufwändig. Man muss große Disziplin mitbringen und sich zudem sehr gut mit den Glyx-Werten der Lebensmittel auskennen, um die perfekte Kombination aus Fetten und Kohlenhydraten in einer Mahlzeit unterzukriegen. Außerdem ist die Abnehmmethode mit einer Zufuhr vieler Eiweiße gekoppelt. Zu viel Eiweiß kann im schlimmsten Fall jedoch die Niere belasten.

Montignac-Methode: Fazit

Die Montignac-Methode ist eine der wenigen Abnehmmethoden, die weiterhin aus einem Frühstück, Mittagessen und Abendessen besteht. Wie jede andere Diät enthält auch die Montignac-Methode viel Obst und Gemüse, und lässt Zucker außen vor – insgesamt sind aber deutlich mehr Lebensmittel erlaubt als bei vielen anderen Ernährungskonzepten. Natürlich muss man sich zuvor mit den glykämischen Index auseinandersetzen und die „GI“ einzelner Nahrungsmittel kennen – das kann jedoch das Bewusstsein für den Lebensmitteleinkauf insgesamt schärfen. Man wird sich bewusster, welche Lebensmittel einem gut tun und welche nicht – und das kann sich nur positiv auf die Ernährung auswirken!

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Quellen: montignac.tv, netdoktor.de

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