Deshalb sind On-Off-Beziehungen so schlecht

- Erst ist Schluss, dann ist man doch wieder zusammen: On-Off-Beziehungen sind nicht nur immer kompliziert, sondern auch schlecht für die Psyche. Das hat jetzt sogar eine neue Studie belegt!

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Dass das ständige Hin und Her nicht gut sein kann, war doch klar ...

Egal ob Carrie und Mr. Big oder Justin Bieber und Selena Gomez: On-Off-Beziehungen kommen überall vor. Aber ach so romantisch, wie es bei "Sex and the City" dargestellt wird, ist so ein Beziehungsmodell nicht. Im Gegenteil: Das ständige Hin und Her zwischen Beisammen- und Getrenntsein wirkt sich negativ auf die psychische Gesundheit aus. Das hat eine Untersuchung der Universität Illinois nun bestätigt. Kale Monk, Brian Ogolsky und Ramona Oswald zeigten mit ihrer Untersuchung, dass ein solches Liebes-Chaos häufig mit Anzeichen wie Symptomen von Depressionen und Angststörungen zusammenhängen. Für diese Erkenntnisse wurden Daten von mehr als 500 Personen, die sich zu der Zeit in einer Beziehung befanden, analysiert.

Kale Monk, einer der Leiter der Untersuchung und Assistenzprofessor für menschliche Entwicklung und Familienwissenschaft, sagt gegenüber "Der Standard": "Tatsächlich kann Schlussmachen manchen Paaren helfen zu erkennen, wie wichtig ihnen die Beziehung ist, und so zu einer gesünderen, hingebungsvolleren Verbindung beitragen." Als "einmalige Entscheidungshilfe" könne so ein temporäres Beziehungsaus also durchaus hilfreich sein. Nicht aber als regelmäßige Antwort auf jeden kleinen Streit. Dann wird dieses Verhalten nämlich eher belastend für beide Beteiligte.

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Lieber konsequent sein

Und tatsächlich kommt so ein Beziehungsmodell früheren Studien zufolge bei 60 Prozent der Erwachsenen vor. Heißt: Viele von uns leiden an den psychischen Folgen. Besser: Menschen, die häufig ihre Beziehung in Frage stellen, sollten den Ursachen der Beziehungsprobleme vernünftig auf den Grund gehen, rät der Wissenschaftler und nennt auch Fragen, die dabei helfen können. "Gibt es einen konstanten Streitpunkt?" "Was spricht überhaupt noch für die Beziehung?" "Ist die Beziehung noch zu retten?" "Bleibt sie vielleicht sogar nur aus Bequemlichkeit oder Pflichtgefühl bestehen?"

Übrigens helfe auch eine Paartherapie nicht selten, um Probleme aus der Welt zu schaffen. Besser als ein ständiges On und Off wäre das auf jeden Fall. Denn am Ende ist das eigene psychische und physische Wohlbefinden doch wirklich zu wichtig, als damit zu spielen.

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