Depressionen: Diese 5 Berufe können psychisch krank machen

Depressionen: Diese 5 Berufe können psychisch krank machen

Depressionen können durch unterschiedlichste Gründen ausgelöst werden – zum Beispiel durch den Job. Doch welche Berufszweige sind besonders gefährlich für die psychische Gesundheit?

Depressionen im Job
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Nach der Arbeit fühlen sich viele Menschen psychisch ausgelaugt. 

Hoher Erfolgsdruck, angehäufte Überstunden, schlechte Stimmung unter den Mitarbeitern und Chefs sowie monotone Aufgaben und ständige Erreichbarkeit: In vielen Berufen befinden sich Arbeitnehmer in einer ständigen Ausnahmesituation, die sich nach einiger Zeit negativ auf die psychische Gesundheit auswirken kann. Die Statistiken sprechen dabei klar für sich: Von Jahr zu Jahr lassen sich immer mehr Menschen wegen psychischen Problemen krankschreiben. Besonders häufig werden dabei fünf Berufe in Verbindung gebracht, in denen Arbeitnehmer häufig an ihre psychische Belastbarkeit gebracht werden.

Depressionen im Job: Diese fünf Berufe können psychisch krank machen

Callcenter-Mitarbeiter*innen

Der Umgang mit unzufriedenen Kunden, die ständige Erreichbarkeit und endlange Diskussionen am Telefon: Menschen, die im Callcenter arbeiten, sind einer täglichen Belastung ausgesetzt, die nur die wenigsten auf Dauer durchhalten können.

Altenpfleger*innen

Schichtarbeit ist in vielen Fällen unumgänglich – vor allem im Krankenhaus und anderen Pflegeberufen, bei denen Patienten rund um die Uhr betreut werden müssen. Die Arbeitszeiten, die ständige Konfrontation mit dem Tod als auch der emotionale Druck und die Verantwortung, die jeder Pfleger mit sich trägt, kann die Psyche dauerhaft belasten.

Erzieher*innen

Der Erzieher*innen-Beruf ist ein Knochenjob, der Menschen alles abverlangen kann. Der ständige Lärm, die Verantwortung, die man für Kleinkinder übernimmt, plus der Umgang mit Eltern und Familienmitglieder, bringen Menschen, die in der Kinderbetreuung arbeiten, oft an ihre Belastungsgrenzen.

Sozialarbeiter*innen

Als Sozialarbeiter*in ist man oft von viel Leid umgeben. Viele Situationen, die man in diesem Beruf erlebt, können einem emotional nah gehen. Manche Menschen nehmen das Erlebte oft mit nach Hause und belasten sich noch nach Feierabend mit dem emotionalen Stress. 

Aus diesen Gründen rutschen viele Arbeitnehmer in eine Depression

Eine Depression entwickelt sich meist schleichend – vor allem im Beruf. Laut „Statista“ gehören aber folgende Gründe zu den Hauptauslösern, die dazu führen können, dass sich Arbeitnehmer psychisch schlechter fühlen:

  • sie müssen ständig erreichbar sein oder haben Rufbereitschaft
  • sie sind einem schlechten Arbeitsklima ausgesetzt
  • sie fühlen sich mit ihren Aufgaben unterfordert
  • sie leiden unter ständigem Termindruck
  • sie leisten viele Überstunden
  • sie sind emotional gestresst
  • sie müssen einem hohen Erfolgsdruck standhalten
  • sie machen zu wenig Pausen

Depressionen gehören zu den Hauptursachen von Arbeitsunfähigkeit

Im großen Depressionsatlas von 2015 berichtet die „Techniker Krankenkasse“, dass sich allein im Jahr 2013 fast 4,3 Millionen Fehltage aufgrund depressiver Episoden und chronischer Depressionen zusammenkamen. Damit gehören psychische Probleme wie Depressionen oder andere Verhaltensstörungen zu den Hauptursachen, weshalb sich Arbeitnehmer in Deutschland krankschreiben lassen. Die aktuelle Corona-Pandemie hat die Ausgangslage vieler Menschen, die zuvor schon unzufrieden mit ihrem Job waren oder unter einem hohen Druck standen, zusätzlich verschlechtert. 

Du brauchst Hilfe? Unter der Website deutsche-depressionshilfe.de findest du zahlreiche Hilfsangebote.

Quellen: Statista, Techniker Krankenkasse

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