Q-Tip: Wie schädlich sind sie und welche Alternativen gibt es?

Q-Tip: Wie schädlich sind sie und welche Alternativen gibt es?

Was ist ein Q-Tip? Sind Q-Tips wirklich schädlich? Wie wendet man sie richtig an und welche Alternativen gibt es? Alle Infos gibt es hier.

Q Tip
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Sind Q-Tips wirklich schädlich?

Vermutlich hat sie jede*r von uns im Bad: Q-Tips. Oder auch Wattestäbchen genannt. Doch ist der Q-Tip denn nun gefährlich oder nicht? Und welche (nachhaltigen) Alternativen gibt es für die vermeintlichen Beauty-Helfer? Hier findest du alle Infos.

Was ist ein Q-Tip?

Die meisten verwenden vermutlich eher den Begriff Wattestäbchen, anstatt Q-Tip. Dabei handelt es sich um ein etwa sieben Zentimeter langes Stäbchen, dessen Enden mit Watte umwickelt sind. Vor allem kommen die Q-Tips in der Kosmetik, aber auch in der Medizin zum Einsatz.

Woher kommt der Begriff Q-Tip?

Den Q-Tip gibt es schon seit den 1920er Jahren. Erfinder des Wattestäbchens ist der Amerikaner Leo Gerstenzang. Um dem gemeinsamen Baby die Ohren zu säubern, kam er auf die Idee, seine Frau sollen einen Zahnstocher mit Watte umwickeln. Nur wenige Jahre später erbaute er die erste Maschine, die automatisiert Watte um die Enden eines Stäbchens aus Birkenholz wickeln konnte. Das "Q" steht übrigens für Qualität und "tips" für die Enden aus Watte. Zuerst nannte Gerstenzang das Wattestäbchen "Baby Gays", benannte die Marke aber schnell um in Q-tips®.

Wofür wird ein Q-Tip verwendet?

Q-Tips werden heutzutage in weit mehr Bereichen eingesetzt, als anfangs geplant, darunter zählen:

  • Abtupfen von Schminke
  • Entfernen von Nagellack
  • Reinigen der Ohren
  • Auftragen von Salben
  • Zum Basteln
  • Reinigen von winzigen Dingen wie zum Beispiel Modellbaueisenbahnen
  • Abstrich in der Medizin

Sind Q-Tips schädlich?

Seit langem schon warnen Ärzte vor Q-Tips. Zumindest vor deren falscher Benutzung. Bei der Ohrreinigung mit dem Wattestäbchen kann nämlich schnell etwas daneben gehen. Wer denkt, dass er seine Ohren mit dem Herumstochern im Gehörgang von Ohrenschmalz befreit, liegt nicht ganz richtig. Im schlimmsten Fall werden dadurch Wasser, Ohrenschmalz und andere Absonderungen noch weiter durch den Gehörgang ins Ohr geschoben. Wie kann man aber dann die Ohren reinigen? Gar nicht. Unsere Ohren reinigen sich nämlich von selbst. Dafür sorgen die Härchen im Gehörgang. Sie transportieren alles, was nichts im Ohr zu suchen hat, Richtung Ohrmuschel.

Welche Alternativen gibt es zum Q-Tip?

Es reicht völlig aus, die Ohrmuschel beim duschen leicht mit lauwarmen Wasser und einem Waschlappen oder Kosmetiktuch zu reinigen. Der Rest geht von alleine. Die Kieferbewegungen beim Kauen und das Sprechen tragen dazu bei, dass die Härchen in Schwung bleiben und Ohrenschmalz und Co. zur Ohrmuschel befördern. Also: Finger weg vom Q-Tip, wenn du diesen natürlichen Ablauf nicht unterbrechen willst. Im schlimmsten Fall kannst du damit nämlich das Trommelfell durchstechen – und das wächst nicht immer wieder von alleine zu – kann also sehr gefährlich werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann seine Ohren von einem HNO-Arzt professionell reinigen lassen.

Q-Tips in der Kosmetik

Obgleich Wattestäbchen für unsere Ohren Tabu sind, werden wir sie trotzdem nicht aus unserem Badezimmer verbannen. Schließlich haben sie noch einige weitere Qualitäten, die uns vor allem in unserer Beauty-Routine zugutekommen. So wischen viele mit einem Q-Tip Mascara weg, die beim Schminken daneben gegangen ist. Oder man biegt die Wimpern mithilfe des Wattestäbchens etwas nach oben. Und auch Wunden lassen sich gut mit einem Wattstäbchen abtupfen – genauso wie sich Salbe punktgenau mit einem Q-Tip auftragen lässt. Das ist besonders wichtig bei aggressiveren Wirkstoffen wie Teebaumöl.

Nachhaltige Wattestäbchen: Welche Alternativen gibt es?

Viel wert auf Nachhaltigkeit zu legen, ist heutzutage ein Muss. Deshalb versuchen wir auch, unser Badezimmer Schritt für Schritt nachhaltiger zu gestalten. Alles, was nicht umweltfreundlich ist, wird verbraucht und nicht mehr nachgekauft. Und alles, was zu viel Müll produziert, wird durch Zero-Waste-Alternativen ersetzt. Mittlerweile gibt es sogar wiederverwendbare Wattestäbchen

1. Wiederverwendbare Q-Tips: Wie funktioniert das?

Wir haben wiederverwendbare Q-Tips entdeckt, die es uns wirklich angetan haben. Der Stiel besteht aus Nylon und die Spitzen sind aus TPE, einem Material, das häufig in Gesundheitsprodukten verwendet wird. Das Etui, in welchem wir den Q-Tip aufbewahren können, ist aus PLA, einem biologisch abbaubaren Polymer auf Maisbasis. Ein einziges Wattestäbchen ist dafür vorgesehen, etwa 1.000 Einweg-Q-Tips zu ersetzen. Nach dem Gebrauch lassen sich die wiederverwendbaren Q-Tips leicht mit Wasser und Seife reinigen. Hier kannst du die wiederverwendbaren Q-Tips von LastSwab direkt shoppen.

2. Q-Tips aus Bambus

Wer sich nicht mit den wiederverwendbaren Wattestäbchen anfreunden mag, kann auf eine weitere Alternative zurückgreifen. Mittlerweile gibt es auch Q-Tips aus Bambus und Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau. Statt der handelsüblichen Plastikstäbchen, sind die Wättestäbchen zu 100% biologisch abbaubar. Die Q-Tips aus Bambus kannst du in der Drogerie oder ganz einfach hier kaufen.

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Verwendete Quellen: welt.de, pelzgroup.de

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