Ceramide: Welche Rolle spielen sie in der Hautpflege?

Ceramide: Welche Rolle spielen sie in der Hautpflege?

Du willst wissen, was Ceramide sind und welche Rolle sie in deiner Hautpflege spielen? Wir haben recherchiert und versorgen dich hier mit allen Infos.

Frau trägt Gesichtscreme auf
© Pexels/Sora Shimazaki
Was sind Ceramide und warum tauchen sie in der Kosmetik und Hautpflege auf? Wir verraten dir alles über den Wirkstoff!

Wer sich mit dem Thema Hautpflege und Kosmetik etwas näher auseinandersetzt, der ist sicherlich schon mal über das Wort Ceramide gestolpert und hat sich bestimmt gefragt, was das überhaupt ist? Ist es eine Creme, ein Inhaltsstoff oder ein neuer Beauty-Trend? Wir haben uns näher damit auseinandergesetzt und alle wichtigen Infos darüber herausgefunden.

Eines können wir dir aber bereits voraussagen: Wer auf Ceramide setzt, der kann garantiert mit einem schönen und straffen Teint und einer positiven Hautgesundheit rechnen. In diesem Guide wirst du rund um das Thema Ceramide aufgeklärt und warum Marken wie Paula's Choice oder CeraVe weiterhelfen können.

Was sind Ceramide?

Fangen wir mit der ersten und wohl häufigsten Fragen an, wenn es zu diesem Thema kommt. Was sind Ceramide überhaupt? Um es einfach auszudrücken: Ceramide sind bestimmte Fette, auch Lipide genannt, die natürlich in unserer Haut vorkommen und vom Körper produziert werden. Genauer gesagt bilden sie ungefähr 50 bis 60 Prozent unserer Hautzusammensetzung. Dabei sind in unserer Haut neun Arten von Ceramiden zu finden. Sie bauen unsere Hautbarriere auf und versorgen unseren Teint mit Feuchtigkeit.

Aus diesem Grund sind sie auch ein beliebtes Mittel im Anti-Aging-Segment und in Sachen Kosmetik. Die Fette sind vor allem in unserer obersten Hautschicht zu finden, die auch als Hornschicht (Stratum corneum) bezeichnet wird.

Warum benötige ich Ceramide, wenn sie bereits in der Haut vorkommen?

Diese Frage haben wir uns gestellt, nachdem wir erfahren haben, dass Ceramide schon von Natur aus in unserer Haut vorhanden sind. Warum brauchen wir sie dann zusätzlich, wenn unser Körper diese selbst herstellen kann? Dies spricht eher für ältere Menschen. Während junge Haut regelmäßig viele Ceramide produziert, nimmt diese Produktion mit dem Alter immer mehr ab. Je älter wir werden, umso mehr Umwelteinflüssen wie Schmutz, Sonnenschäden und Co. ist unsere Haut ausgesetzt. Dadurch werden die natürlichen Ceramide reduziert.

Tragen wir dann aber gewisse Pflegeprodukte, wie beispielsweise eine Creme auf, die diese Fette beinhaltet, können wir den Verlust kompensieren, sodass der Teint weiterhin straff, jung und gesund aussieht.

Ceramide: Wie wirken sie?

Wie wir nun bereits erfahren haben, spielen Ceramide eine wichtige Rolle für unser Hautbild und unsere Hautbarriere. Hautpflegeprodukte, die Ceramide enthalten, unterstützen die Barrierefunktion der Haut. Wie das genau funktioniert? Mit der Feuchtigkeitszufuhr. Je mehr Feuchtigkeit die Haut durch Ceramide bekommt, umso mehr Schutz bekommt sie. Außerdem wird somit auch der generelle Feuchtigkeitsverlust der Haut vermieden, den man auch TEWL (Trans Epidermal Water Loss) nennt.

Ceramidsynthese: Wie funktioniert sie?

Die Ceramidsynthese findet nicht in der oberen Hautschicht, in der Hornschicht statt, sondern in tieferen Schichten der Epidermis und ist sehr komplex. Um es einfach zu formulieren und es zu verallgemeinern ist wichtig zu wissen, dass alle Ceramide aus Membranlipiden (Phospholipide und Sphingolipide) gebildet werden. Eine gute Hautcreme regt die Ceramidsynthese an.

Ceramide: Wie kombiniere ich den Wirkstoff am besten?

Da es sich bei Ceramiden um einen hautidentischen Inhaltsstoff handelt, wirken sie in Kombination mit weiteren solcher Wirkstoffe perfekt. Vor allem auch deshalb, weil es kein Anti-Aging-Mittel gibt, welches alle Kriterien abdeckt. Es kommt daher auf die perfekte Mischung der Produkte an. Setze neben deinem Ceramid-Produkt also auch gerne auf Cremes mit weiteren hautaufbauenden Wirkstoffen wie Peptiden, Linolsäure, Retinol und Niacinamid.

Anti-Aging: So helfen Ceramide gegen Hautalterung

Eine straffe und gesunde Haut hat man meist viel Feuchtigkeit zu verdanken, und da Ceramide genau dies liefern, sind sie eine absolute Geheimwaffe, wenn es um das Thema Anti-Aging geht. Durch die Feuchtigkeitszufuhr werden kleine Falten und Linien vorgebeugt und die Haut sieht viel frischer aus und strahlt direkt. Wer beispielsweise Falten rund um den Augenbereich verhindern will, kann auf die Clinical Ceramide Augencreme von Paula‘s Choice 🛒 setzen.

Ceramide: Wie erkenne ich ein Produkt mit diesem Wirkstoff?

Wenn du herausfinden willst, ob dein Hautpflegeprodukt den Wunderwirkstoff beinhaltet, kannst du ganz einfach einen Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe werfen. Dort werden die Lipide oft direkt als "Ceramid" oder "Ceramide" genannt. Falls dies nicht der Fall ist, kannst du auch Ausschau nach Wörtern wie "Phytosphingosin" oder "Sphingolipid" halten. Diese Wirkstoffe gelten als Ceramid-Vorstufe und unterstützen die oberen Hautschichten dabei, noch mehr Ceramid zu produzieren.

CeraVe ist beispielsweise eine Hautpflegemarke, die in all ihren Produkten Ceramide enthält. Darunter findest du beispielsweise ihre Feuchtigkeitslotion für trockene Haut 🛒, ein schäumendes Reinigungsgel 🛒 oder sogar eine regenerierende Handcreme 🛒.

Sind Ceramide für jeden Hauttyp geeignet?

Sobald es um Hautpflege geht, wird direkt für unterschiedliche Hauttypen kategorisiert. Ist das Mittel für trockene Haut geeignet? Wie sieht es für Mischhaut aus? Und kann das Produkt auch bei sensibler Haut gut wirken? Diese Frage stellt sich natürlich auch bei der Anwendung von Ceramiden. Hierbei haben wir aber gute Nachrichten. Da es sich bei den Lipiden um einen hauteigenen Stoff handelt und dieser somit "identisch" zur Haut ist, ist der Wirkstoff für jeden Hauttyp geeignet.

Doch gerade bei besonders trockener und pflegebedürftiger Haut kann man dank Ceramide einen großen Unterschied erkennen. Auch Hautkrankheiten wie Neurodermitis, atopischer Dermatitis oder Schuppenflechte können durch die Zufuhr von Ceramiden bekämpft werden. Oft ist die Ursache einer trockenen Haut nämlich eine beschädigte Hautschutzbarriere. Sobald zu viel Feuchtigkeit aus der Oberhaut entweicht, wird die Haut trocken und das spiegelt sich dann in der Hautgesundheit wider. Woran das liegen kann? Entweder wurde die Hautschutzbarriere durch aggressive Reinigungsmittel beschädigt oder die natürliche Ceramidsynthese funktioniert nicht.

Trotzdem schadet es nicht, wenn du dich bei einer besonders sensiblen Haut vorher bei einem Dermatologen beraten lässt.

Ceramide: Sie kommen auch in Shampoos auf

Hautcremes oder Lotionen sind nicht die einzigen Pflegemittel, in denen Ceramide auftauchen. Auch in vielen Shampoos ist der Wirkstoff zu finden und kann wahre Wunder bewirken. Gerade eine trockene Kopfhaut profitiert von den Lipiden, sodass Schuppen oder Juckreiz vorgebeugt werden kann.

Noch mehr Beauty-Themen gefällig? Dann klicke dich hier durch: Hanföl, Salicylsäure, Juckende Kopfhaut, Lachfalten oder Spätakne

Verwendete Quellen: beyer-soehne.de, cerave.de, paulaschoice.de

Mädchen mit tätowiertem Arm
Wer sich frisch hat tätowieren lassen, muss einiges zur Tattoopflege beachten. Wir haben die besten Tipps, damit der Heilungsprozess auch bestens abläuft. Weiterlesen

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel enthält unter anderem Produkt-Empfehlungen. Bei der Auswahl der Produkte sind wir frei von der Einflussnahme Dritter. Für eine Vermittlung über unsere Affiliate-Links erhalten wir bei getätigtem Kauf oder Vermittlung eine Provision vom betreffenden Dienstleister/Online-Shop, mit deren Hilfe wir weiterhin unabhängigen Journalismus anbieten können.

Lade weitere Inhalte ...