Ölziehen: So funktioniert die Heilmethode

Ölziehen: So funktioniert die Heilmethode

Von A wie Allergie bis Z wie Zahnschmerzen – angeblich gibt es eine Wunderwaffe gegen jegliche Beschwerden. Wie das Ölziehen deine Gesundheit fördern kann, verraten wir hier.

Das Ölziehen mit Sesamöl findet seinen Ursprung in den Ayurveda und der indischen Lehre. Zum allerersten Mal tauchte dieses Ritual nämlich in der ältesten ayurvedischen Schrift, Charaka Samhita, unter dem Namen "Kavala Graha" oder auch "Kavala Gandoosha" auf. In dem Werk werden über 30 Krankheiten aufgezählt, die angeblich durch das Ölziehen bekämpft werden können. Geht es um das Ölziehen mit Sonnenblumenöl, geht man davon aus, dass diese Tradition aus der ukrainischen und russischen Volksmedizin stammt. Am bekanntesten ist das Ölziehen für die Entgiftung des Körpers. Doch das ist nicht die einzige Wirkung der Kur. Die ayurvedische Methode ist zudem auch noch gesund für den Mundraum, vor allem das Zahnfleisch, die Zähne und spült Bakterien aus. 

Doch was genau steckt nun hinter der Heilmethode und wie gehe ich richtig damit um? Wir klären auf.

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Wie funktioniert Ölziehen?

Alles, was du dafür brauchst, ist lediglich ein Löffel, etwas Öl und Zeit. Der Name verrät es schon: Beim Ölziehen zieht man Öl – im Mund hin und her. Im Prinzip funktioniert es wie bei einer Mundspülung, man nimmt etwa einen Esslöffel pflanzliches Speiseöl (Kokosöl, Sesamöl etc.) in den Mund und schwankt es mit dem Speichel ca. 15 bis 20 Minuten von einer Seite zur nächsten. Dabei auch immer mal wieder schön durch die Zähne ziehen und kauen (man spricht oftmals auch vom Ölkauen). Ist man fertig, spuckt man das Öl wieder aus – auf keinen Fall hinunterschlucken, da sich nun zahlreiche Giftstoffe und Bakterien im Öl befinden.

Ölziehen: Wie spucke ich es richtig aus

Es klingt vielleicht merkwürdig, doch auch beim Ausspucken kann dir ein Fehler unterlaufen. Am besten spuckst du das Öl in ein Küchentuch und wirfst es in den Hausmüll. Spucke es nicht in das Waschbecken, da sonst die Giftstoffe und Bakterien in den Wasserkreislauf gelangen. Zudem vermeidest du damit eine Verstopfung der Rohre.

Ölziehen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Das Ölziehen führst du am besten gleich nach dem Aufstehen mit leerem Magen durch. Danach den Mund lediglich mit Wasser ausspülen und Zähne putzen. Als tägliche Kur über zehn bis 20 Tage angewendet, soll Ölziehen erstaunliche Ergebnisse erzielen. Wichtig: Das Ölziehen ersetzt nicht das Zähneputzen.

Übrigens: Beim Ölziehen verändert sich auch Farbe und Konsistenz des Öls. Von anfänglich gelb und dickflüssig wird es weiß und milchig – ein Zeichen dafür, dass du beim Ölziehen alles richtig machst!

Ölziehen: Welches Öl muss ich nehmen?

Viele, die zum ersten Mal Ölziehen, fragen sich: Welches Öl ist dafür am besten geeignet, schließlich gibt es so viele davon am Markt? Experten sind sich sicher, dass Kokosöl vortreffliche Dienste leistet, weil es eine starke antibakterielle Wirkung hat. Du kannst aber auch Olivenöl, Sonnenblumenöl, Raps- oder Sesamöl verwenden, es sollte nur kaltgepresst und hochwertig sein. Am besten wählst du ein Öl, das du beim Ölziehen geschmacklich am liebsten magst – immerhin musst du es lange genug im Mund behalten.

Ölziehen: Wirkung

Wenn man regelmäßig Öl zieht, soll der Körper auf Dauer entgiftet werden und auch den Zähnen, der Mundflora und der Mundhygiene soll man damit einen Gefallen tun. Doch nicht nur das: Ölziehen hilft angeblich auch bei zahlreichen anderen Beschwerden. Kopfschmerzen sollen zum Beispiel gelindert werden, Zahnschmerzen ebenfalls. Außerdem wirkt die tägliche Ölkur-Methode mit Kokosöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl und Co. von 15 bis 20 Minuten bei:

  • Hautproblemen
  • Schlafstörungen
  • Mundgeruch
  • Mundtrockenheit
  • Zahnfleischentzündungen
  • Blutungen am Zahnfleisch
  • Verfärbung der Zähne
  • Karies
  • Rheuma
  • Bronchitis
  • Kreislaufstörungen
  • Depressionen

Praktisch also bei fast allem. Jedoch: Klinische Studien zum Thema Ölziehen gibt es bislang nicht.

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