Unzufrieden im Job: Das kannst du dagegen tun

Unzufrieden im Job: Gehen oder bleiben? Diese Tipps helfen dir bei der Entscheidung

Allein der Gedanke an die Arbeit stresst dich schon? Unzufriedenheit im Job ist eine große Belastung. Wir zeigen dir, was du jetzt tun kannst.

Im Berufsleben gibt es immer mal wieder Höhen und Tiefen. Doch wenn der Frust auf der Arbeit zum Dauerzustand wird, belastet das die Psyche. Früher oder später stellt sich dann die Frage: Kündigung einreichen oder bleiben? Wir helfen dir bei der Entscheidung.

Gründe für Unzufriedenheit im Job 

Unter einem "guten Job" versteht jeder etwas anderes. Für einige ist das Geld am wichtigsten, andere wollen gute Beziehungen zu ihren Kolleginnen und Kollegen oder abwechslungsreiche Aufgaben. Deshalb gibt es ganz verschiedene Gründe, warum Menschen mit ihrem Job unzufrieden sind.

Zu den häufigsten Gründen für Unzufriedenheit und Frust im Job zählen:

  • Stress
  • Überforderung
  • Unterforderung, Langeweile (“Boreout”)
  • Schlechtes Verhältnis zum Chef oder zur Chefin/zu Kolleginnen und Kollegen 
  • Schlechtes Betriebsklima (Streit, Mobbing unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern)
  • Zu wenig Gehalt
  • Fehlende Perspektiven 
  • Eigener Perfektionismus
  • Fehlendes Selbstvertrauen

Übrigens: Laut einer XING-Studie aus dem Jahr 2020 ist jede vierte Arbeitnehmerin/jeder vierte Arbeitnehmer unzufrieden mit dem eigenen Beruf. Befragt wurden rund 1000 Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eine weitere Umfrage zeigt sogar, dass fast vier von zehn Erwerbstätigen in Deutschland über einen Jobwechsel nachdenken.

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Unzufriedenheit im Job: Anzeichen

Es ist nicht immer einfach, herauszufinden, warum man mit seiner Situation im Job so unzufrieden ist. Vielleicht hast du auch einfach das Gefühl, dass irgendetwas in deinem Leben nicht stimmt, aber du weißt nicht genau, was es ist. Deshalb haben wir hier eine kleine Checkliste zusammengestellt. Achte auf diese Warnzeichen:

  • Du hast Schlafprobleme und bist ständig müde.
  • Du kannst dich nicht mehr entspannen. Sobald du von der Arbeit kommst, denkst du bereits an das, was dich am nächsten Tag erwartet.
  • Du leidest unter psychischen Beschwerden wie Depressionen, Angstzuständen oder Panikattacken. 
  • Du hast körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Nackenschmerzen oder Magenschmerzen.
  • Du kannst dich nur schwer auf deine Aufgaben bei der Arbeit konzentrieren.
  • Du denkst bereits über einen Jobwechsel nach.

Das kannst du gegen Unzufriedenheit im Job tun 

Du musst es nicht akzeptieren, dass es dir mit deinem Job schlecht geht. Wenn du mehr Frust schiebst als glücklich bist, wird es Zeit für eine Veränderung auf der Arbeit. Deine Gesundheit geht nämlich vor!

1. Finde die Gründe für deine Unzufriedenheit heraus

Bevor du deinen Job direkt hinschmeißt, solltest du dich an die Ursachenforschung deiner Unzufriedenheit machen. Frage dich: Warum magst du deinen Job nicht? Welche Situationen stören dich? Liegt es an deinen Vorgesetzten bzw. deinem Chef oder deiner Chefin? An dem allgemeinen Betriebsklima? Oder an den monotonen Tätigkeiten? Schreibe eine Liste mit allen Dingen, die dich an der Arbeit nerven und warum. So kannst du die Situation leichter einordnen.

2. Analysiere deine Verhaltensmuster im Job

Wenn wir unzufrieden sind, neigen wir dazu, das Problem schnell auf andere abzuschieben. Verstehe das nicht falsch: Es geht hier nicht um Schuldzuweisung. Aber manchmal verstärken wir unsere Unzufriedenheit durch unser eigenes Verhalten, unsere Ansichten und unser (geringes) Selbstwertgefühl. Analysiere deine Verhaltensmuster auf der Arbeit, um die Gesamtsituation im Job besser zu verstehen. Erst dann kannst du anfangen, am Arbeitsplatz zu handeln, Ziele zu setzen und eine effektive Lösung zu erarbeiten.

3. Führe Veränderungen herbei

Hast du Schritt eins und zwei erledigt, kannst du dich an die Lösung deiner Probleme im Job machen. Oft ist es hilfreich, ein Personalgespräch mit dem oder der Vorgesetzten auf der Arbeit zu führen. Wenn er oder sie nicht weiß, wie es dir geht und was dich stört, kann er oder sie nämlich keine Veränderung am Arbeitsplatz herbeiführen. Vielleicht lässt sich eine Möglichkeit finden, deine Situation im Beruf angenehmer zu gestalten. Suche auch klärende Gespräche mit deinen Kolleginnen und Kollegen, falls es Redebedarf gibt.

Überlege, wie du deine Work-Life-Balance besser gestalten kannst. Vielleicht ist es ja eine Option für dich, deine Stundenzahl am Arbeitsplatz zu reduzieren. Oder du könntest eine andere Stelle im Unternehmen besetzen. Versuche auch, deine Freizeit mit Aktivitäten zu gestalten, die dich erfüllen.

4. Wenn nichts mehr hilft: Kündigung oder Umschulung

Bist du trotzdem unglücklich im Job und nehmen negative Gedanken und Gefühle die Oberhand, ist natürlich noch die Kündigung eine Möglichkeit. Schaue dich nach offenen Stellen in deinem Berufsfeld um oder suche dir eine komplett neue Tätigkeit, die dir im Idealfall mehr Spaß bringt. Wer weiß, vielleicht findest du ja deinen Traumjob. 

Berufliche Veränderungsprozesse gehen meist mit großen Unsicherheiten und Ängsten einher. Das ist total normal und gehört dazu. Hole dir für diese Herausforderung Rat und Unterstützung bei Familie, deinem Partner/deiner Partnerin oder Freundinnen/Freunden. Am Ende des Tages solltest du aber vor allem auf dein Herz hören!

Wir wünschen dir viel Erfolg und Kraft! ❤️

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