So funktioniert ein Menstruationskalender

Menstruationskalender: Darum solltest du unbedingt deinen Zyklus tracken

Wann fängt deine nächste Periode an? Du hast keine Ahnung? Dann pass gut auf. Wir verraten dir, warum jede Frau einen Menstruationskalender führen sollte. Plus: Unser kostenloser Zykluskalender zum Download.

Menstruationskalender
© iStock / Thomas Faull
Menstruationskalender: Darum brauchst du ihn

Warum ein Menstruationskalender?

Fast jede Frau kennt dieses Szenario: Du bist unterwegs und plötzlich merkst du: „Mist! Ich habe meine Tage bekommen!“ Und natürlich ist im Täschchen alles andere als ein Tampon oder eine Binde. Von der Periode überrascht zu werden passiert jedem Mal. Hast du aber einen ordentlich geführten Menstruationskalender, wird die das nie wieder passieren.

In dem Periodenkalender dokumentierst du Monat für Monat, wann deine Periode einsetzt und wann sie zu Ende ist. So kannst du dir schnell errechnen, wann in etwa deine nächste Menstruation beginnt und du bist nie wieder unvorbereitet. Ein Menstruationskalender ist im Grunde also auch ein Periodenrechner.

Ein Zykluskalender hilft dir außerdem dabei, deinen Körper besser zu verstehen und ein Gespür für deinen Zyklus zu bekommen. Im Laufe des Zyklus verändern sich deine Hormone ständig und können sich sowohl psychisch als auch physisch bemerkbar machen. In einem Zykluskalender kannst du die individuellen Veränderungen deines Körpers notieren und bekommst ein besseres Verständnis für deine Launen und Leiden.

Besonders wenn du vor jeder Periode PMS Beschwerden hast, kann ein Menstruationskalender super nützlich sein. Mit einem kurzen Blick auf den Kalender kannst du deine Symptome schnell auf deine Menstruation zurückführen. Doch nicht nur du, sondern auch dein Frauenarzt oder deine Frauenärztin profitiert von der Kalenderführung. Durch den Zykluskalender kann er bzw. sie dich besser betreuen, denn die Aufzeichnungen können dabei helfen, Veränderungen deines Körpers besser nachvollziehen zu können. 

Für wen eignet sich ein Zykluskalender?

Jede Frau sollte einen Zykluskalender führen. Er hilft dabei, den eigenen Körper besser zu verstehen und kann so für mehr Achtsamkeit im Umgang mit Körper und Seele sorgen. Ein Menstruationskalender kann außerdem dabei helfen, schneller schwanger zu werden. Führst du den Kalender ordentlich und ist dein Zyklus regelmäßig, kannst du sehr gut herausfinden, wann deine fruchtbaren Tage sind.

Und auch bei der Verhütung kann der Periodenkalender dich unterstützen. Mit der Kalendermethode, die wir weiter unten noch genauer erklären, kannst du ebenfalls unfruchtbare und fruchtbare Tage und die genaue Zykluslänge besser identifizieren. Wie sicher diese Methode aber wirklich ist, liest du weiter unten.

Kostenlose Vorlage: Menstruationskalender als PFD zum Download

Besonders praktisch ist es, einen ausgedruckten Menstruationskalender zu Hause zu haben. Auf dem Kalender kannst du dir dann notieren, wann deine Tage einsetzen und wie lange sie dauern. Neben der Zykluslänge kannst du auch andere Symptome wie PMS im Periodenkalender für dich kenntlich machen. So hast du deinen jährlichen Zyklusverlauf direkt auf einem Blick. Wir haben hier einen Menstruationskalender für dich zum Download erstellt. Lade dir einfach die PDF kostenlos und unkompliziert runter, druck dir den Zykluskalender aus und leg ihn in deine Nachttischschublade oder wo auch immer du ihn gerne haben willst.

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Die besten Zyklus-Apps

Bist du eher digital unterwegs? Dann kannst du auch deinen Zyklus mithilfe einer Zyklus-App tracken. Hier kannst du deine Menstruation und zyklusbezogenen Symptome Monat für Monat notieren und so immer schnell und einfach nachvollziehen, an welchem Zeitpunkt deines Zyklus du dich aktuell befindest und wann deine Periode einsetzt. Wir stellen dir hier die drei besten Zyklus-Apps vor.

Das solltest du beim Tracken des Zyklus beachten

  • Notiere genau, wann deine Periode einsetzt und wann sie vorbei ist.
  • Spürst du deinen Eisprung (z. B. durch leichte Unterleibsschmerzen) solltest du diesen ebenfalls in dem Menstruationskalender kenntlich machen.
  • Hast du körperliche Beschwerden wie Brustschmerzen, Unterleibsschmerzen, ungewöhnlichen Ausfluss oder Ähnliches, solltest du diese Symptome genauestens notieren.
  • Auch psychische Symptome wie depressive Stimmung oder Stimmungsschwankungen solltest du im Kalender kenntlich machen.
  • Musst du bestimmte Medikamente wie zum Beispiel Antibiotika einnehmen, solltest du diese ebenfalls im Zykluskalender notieren. Sie können sich auf deine Periode und deinen Zyklus auswirken.
  • Trage dir auch ein, wann du beim Gynäkologen oder bei der Gynäkologin warst. So hast du immer im Blick, wann die nächste Kontrolle ansteht.

Kalendermethode: Fruchtbare und unfruchtbare richtig ausrechnen

Die Kalendermethode, auch Knaus-Ogino Methode genannt, zählt zu den natürlichen Verhütungsmethoden. Die Idee dahinter: Der Eisprung passiert immer in der Mitte des Zyklus. So können die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage und die Zykluslänge einfach ausgerechnet werden. Hast du deine fruchtbaren und unfruchtbaren Tage identifiziert, kannst du natürlich verhüten, indem du nur Geschlechtsverkehr an den unfruchtbaren Tagen hast und an den fruchtbaren Tagen zusätzlich ein anderes Verhütungsmittel wie ein Kondom verwendest. Der Periodenrechner funktioniert aber auch anders herum: Willst du schwanger werden, kannst du an den fruchtbaren Tagen Sex haben und so die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft erhöhen.

Und so funktioniert die Methode:

  • Dokumentiere deinen Zyklus mindestens sechs Monate, besser ein Jahr lang, genaustens.
  • Danach rechnest du deinen durchschnittlichen Zyklusverlauf aus. Der Zyklus beginnt immer am ersten Tag der Menstruation und endet, sobald die nächste Periode einsetzt.
  • Nimm dafür den kürzesten Zyklus der letzten 12 Monate und ziehe davon 18 Tage ab.
  • Dann nimmst du den längsten Zyklus der letzten 12 Monate und ziehst davon 11 Tage ab.
  • Die Ergebnisse aus den Berechnungen ergeben den Beginn und das Ende deiner fruchtbaren Tage.

Beispiel: Dein kürzester Zyklus dauerte 27 Tage. 27 - 18 = 9. Dein längster Zyklus dauerte 30 Tage. 30 - 11 = 19. Das bedeutet, dass deine fruchtbaren Tage am 9. Tag nach Beginn der Periode einsetzen und am 19. Tag im Zyklus enden.

Bietet ein Menstruationskalender eine sichere Verhütung?

Ausschließlich mit einem Menstruationskalender und dem Periodenrechner zu verhüten, gilt nicht als besonders sicher. Das liegt daran, dass sich der Zyklus immer verändern kann. Äußere Einflüsse wie die Einnahme von Medikamenten, Alkohol, Schlafmangel und Co. können sich auf den Zyklus auswirken. Somit ist die Berechnung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage nicht immer zu 100 Prozent korrekt, was eine ungewollte Schwangerschaft möglich machen kann.

Willst du natürlich verhüten, solltest du die sogenannte symptothermale Verhütungsmethode wählen. Hier werden neben der Kalendermethode noch die Temperaturmethode und die Zervixschleimmethode angewendet. Willst du mehr zu dem Thema natürliche Verhütung erfahren, lies dir auch diesen Artikel durch:

Natürliche Verhütung: So funktionieren die hormonfreien Verhütungsmethoden

Verwendete QuellenClue, FLO, Ovy

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