Strom sparen Tipps: 6 Energiespartipps für den Haushalt

Strom sparen Tipps: 6 Energiespartipps für den Haushalt, die du unbedingt kennen solltest

Du möchtest Strom im Haushalt sparen? Dann solltest du diese Tipps und Tricks unbedingt kennen.

Die Stromkosten waren selten so hoch wie aktuell und die Stromfresser im Haus oder in der Wohnung werden zu echten Kostenfallen. Dabei kann Strom sparen so einfach sein und einiges an Kosten einsparen. Es gibt viele Kleinigkeiten, die du dir im Alltag angewöhnen kannst. Sechs wertvolle Stromspar-Tipps im Haushalt stellen wir dir hier vor.

Hier kannst du Strom im Haushalt sparen

Strom kannst du überall im Haushalt sparen. In der Küche, im Bad, im Wohnzimmer und im Schlafzimmer. Überall dort, wo du elektrische Geräte verwendest, verbrauchst du Strom. Im Durchschnitt sind das aktuell etwa 37 Cent pro Kilowattstunde. Wie viel Strom du verbrauchst, hängt von mehreren Faktoren ab. Hier zu zählen:

  • Wie groß der Wohnraum ist
  • Wie viele Personen im Haushalt leben
  • Welche Elektrogeräte genutzt werden
  • Wie genau der Strom genutzt wird

Mit den richtigen Tipps kannst du sehr viel Strom einsparen. Das durchschnittliche Sparpotenzial liegt bei etwa 350 Euro pro Jahr pro Haushalt. Wechselst du deinen Stromanbieter, kannst du oft etwas Geld sparen. Doch dauerhaft hilft es dir und deinem Geldbeutel nur, wenn du im Haushalt anfängst, Energie zu sparen.

Stromfresser im Haushalt finden

Um den Stromverbrauch in deinem Haus oder deiner Wohnung zu reduzieren, solltest du als Allererstes die Stromfresser identifizieren. Das sind die Geräte, die viel und oft Energie verbrauchen. Welche Geräte im Haushalt prozentual am meisten Strom verbrauchen, hat das Portal Finanztipp festgehalten:

  • Prozesswärme (Herd, Backofen, Wasserkocher, Trockner): 32 Prozent
  • Prozesskälte (Kühlschrank, Gefrierschrank): 22,4 Prozent
  • Kommunikations- und Unterhaltungselektronik (TV, PC, Spielkonsole etc.): 18,3 Prozent
  • Warmwasser: 11,3 Prozent
  • Licht: 5,9 Prozent
  • Heizen: 5,2 Prozent
  • Mechanische Energie (Mixer, Kaffeemühle, Rasenmäher etc.): 3,9 Prozent
  • Raumkühlung: 1 Prozent

Es wird also deutlich: Vor allem die großen Geräte im Haushalt, also Kühlschrank, Waschmaschine, Spülmaschine und Co. sind die Haupt-Stromfresser. Ein Aspekt des Stromverbrauches ist die Energieeffizienz von Geräten. Am besten setzt du auf Elektrogeräte, die sparsam mit der Energie umgehen. Achte hierfür auf das Energielabel auf dem Gerät. Sparsame Geräte bekommen das Label mit dem Buchstaben A oder B. Mehr dazu gleich. Ein weiterer Aspekt, den du beachten solltest, ist die Nutzungsdauer der Geräte, denn je länger ein Gerät am Tag läuft, desto höher ist auch sein Stromverbrauch. 

Wie viel jedes einzelne Gerät verbraucht, kannst du mit einem Strommessgerät herausfinden. Dieses kann man sich in vielen Verbraucherzentralen kostenlos ausleihen. Miss den Energieverbrauch des Gerätes und vergleiche ihn mit dem Verbrauch eines vergleichbaren, effizienten Gerätes auf dem Markt. Oft lohnt es sich auf Dauer, in ein neues, effizienteres Gerät zu investieren, trotz des eventuell hohen Anschaffungspreises.

Darauf solltest du bei Neugeräten achten

Willst du Energie sparen, kann es sich lohnen, in ein effizienteres Gerät zu investieren. Das bedeutet jetzt aber nicht, dass du direkt alle alten Geräte loswerden musst. Möchtest du aber eh ein Elektrogerät austauschen, solltest du beim Neukauf auf die Energieeffizienz achten. Meist sind energieeffiziente Geräte zwar etwas teurer, doch auf lange Sicht kann die Nutzung Stromkosten sparen.

Alle Haushaltsgroßgeräte müssen ein sogenanntes EU-Label tragen. Es führt alle technischen Daten des Elektrogerätes auf und erleichtert es so dem Verbraucher, eine Kaufentscheidung zu treffen. Seit 2021 gibt es ein neues Label mit sieben Abstufungen von A bis G. Dabei kennzeichnet der Buchstabe A die Kategorie an Geräten, die am wenigsten Energie und Wasser verbrauchen und G ist die Kategorie an Geräten, die am meisten Energie und Wasser verbrauchen. Willst du ein energieeffizientes Gerät, das dir am Ende beim Strom sparen hilft, dann solltest du eines aus der Kategorie A oder B wählen. 

Übrigens: Wohnst du in einer Mietwohnung, in der dir die Elektrogeräte nicht gehören, dann darfst du auch zum Beispiel den veralteten Kühlschrank gegen einen energieeffizienteren Kühlschrank tauschen, solange du für eine gute Aufbewahrung des alten Gerätes sorgst. Du kannst aber auch deinen Vermieter oder deine Vermieterin auf das veraltete Gerät ansprechen und fragen, ob er bzw. sie sich an den Kosten für ein Neugerät beteiligt.

6 Energiespartipps, die du kennen solltest

Tipp 1: Stand-by vermeiden

Hi-Fi-Anlagen, Computer, Fernseher… viele Elektrogeräte in deinem Haus laufen im Dauerbetrieb. Vor allem Geräte aus der Unterhaltungselektronik sind meist auf Stand-by, ohne dass wir das auf dem Schirm haben. So wird ziemlich viel Strom verbraucht, der auf das Jahr gerechnet ziemlich viel kostet.

Um das zu vermeiden, kann es sich lohnen, Steckleisten mit An- und Ausknopf anzuschaffen. Du schaltest die Steckleiste immer dann ein, wenn du das Gerät nutzen wisst. Bei Nichtgebrauch bleibt die Steckleiste aus. Alternativ kannst du auch einfach jedes Mal den Stecker vom Stromnetz trennen, wenn du es nicht mehr benutzt. Bei vielen Elektrogeräten, zum Beispiel im Büro, kann das aber eine Weile dauern. Dann sind Steckleisten sehr praktisch. Laut Verivox lässt sich durch die Verwendung von Steckleisten im Jahr circa 115 Euro sparen.

Auch praktisch sind Steckdosenadapter mit Zeitschaltung. Sie schalten Geräte zu einer bestimmten Uhrzeit ein und wieder ab. So kannst du verhindern, dass deine Geräte (Fernseher, Computer, Musikanlage etc.) im Stand-by-Modus unnötig Energie verschwenden.

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Tipp 2: Stromsparende Beleuchtung

Die richtige Beleuchtung in deinem Zuhause bietet ein enormes Sparpotenzial. Schalte die Lampen nur in dem Zimmer an, in dem du dich aktuell befindest. Es macht keinen Sinn, die Leuchten im gesamten Haus oder in der gesamten Wohnung anzuhaben. In Bereichen, in denen du dich nur kurz aufhältst (wie zum Beispiel im Flur) können sich auch Lampen mit Bewegungsmelder 🛒 lohnen. So lässt du sie nicht unnötig angeschaltet.

Achte auch darauf, alte Halogenlampen durch moderne LEDs zu ersetzen. Diese schlucken deutlich weniger Energie. Während eine klassische Glühbirne 60 Watt verbraucht und eine Halogenlampe 45 Watt, verbraucht die LED-Lampe 🛒 nur 7 Watt. Das spart aufs Jahr gerechnet ordentlich Geld und CO2. Verbannst du noch heute alle veralteten Glühbirnen und ersetzt sie durch LED-Lampen, kannst du mehr als 90 Prozent des Energieverbrauchs für Licht einsparen und bis zu 200 Euro im Jahr einsparen.

Extratipp: Setze auf helle Lampenschirme. Diese sorgen für eine bessere Helligkeit, sodass du weniger Lampen benötigst. Auch helle Wandfarbe ist von Vorteil, da diese das Licht besser reflektiert als ein dunkler Anstrich.

Tipp 3: Energieschonend Wäsche waschen

Beim Waschen der Wäsche kannst du in Sachen Stromverbrauch so einiges falsch machen. Hier solltest du ganz besonders aufpassen und auf diese energiesparenden Tipps achten:

  • Verzichte auf die Vorwäsche. Heutzutage haben Waschmaschinen eine so gute Leistung, dass eine Vorwäsche meist nicht nötig ist. Alleine das Waschen ohne Vorwäsche spart dir bei drei Waschgängen pro Woche bis zu 35 Kilogramm CO2 und etwa 15 Euro ein.
  • Beim Waschen werden mehr als Dreiviertel des Energieverbrauchs für das Erhitzen des Wassers benötigt. Wasche deine Wäsche deshalb öfter bei nur 30 Grad statt bei 60 Grad. So verbrauchst du weniger CO2 und sparst jährlich etwa 40 Euro ein.
  • Mach deine Waschmaschine immer voll. Warte, bis du genug dreckige Kleidung angesammelt hast, um die Wäsche zu waschen. Eine halbe Beladung wäre unnötige Energieverschwendung.
  • Hat deine Waschmaschine ein Eco-Programm, dann verwende dieses. Es dauert oft zwar etwas länger, spart dir dafür aber auch Strom ein.

Übrigens: Viel Strom sparst du auch, wenn du deine Wäsche nach dem Waschen nicht im Trockner, sondern an der Luft trocknest. Häng die Wäsche über einen Wäscheständer und spare dadurch bares Geld. Beim Bügeln solltest du darauf achten, nur Kleidungsstücke zu bügeln, die es auch wirklich benötigen. Stöpsel das Bügeleisen etwas früher aus und bügel die restlichen Klamotten mit der Restwärme.

Tipp 4: Energieschonend kochen

Auch in der Küche kannst du einige Stromspar-Tipps und Tricks anwenden, um Strom (und natürlich auch Geld) zu sparen. Denk dran: Kleinvieh macht auch Mist und so kann jede dieser Techniken, die du dir angewöhnst, für einen geringeren Energieverbrauch und mehr Geld auf deinem Konto sorgen:

  • Verwende ein Deckel auf dem Topf beim Kochen. So brauchst du weniger Hitze.
  • Dein Topf sollte genau auf die Kochplatte passen. Er sollte nicht zu groß und nicht zu klein sein.
  • Koche Wasser lieber im Wasserkocher vor. Das geht schneller und spart Strom. Achte hierbei aber darauf, dass du nur so viel Wasser aufkochst, wie du benötigst. Ansonsten verschwendest du Energie, CO2 und Geld.
  • Schalte den Herd früher aus, um von der Restwärme zu profitieren.
  • Beim Backen solltest du auf das Vorheizen verzichten und am Ende den Ofen früher abschalten und mit Restwärme arbeiten.
  • Dünste dein Gemüse in nur ein bis zwei Zentimeter hohem Wasser. Das spart Strom und erhält die Vitamine.
  • Bei einigen Gerichten kann ein Schnellkochtopf 🛒 von Vorteil sein und dabei helfen, die Speisen schneller und energieschonender zuzubereiten.

Tipp 5: Kühlschrank und Gefriertruhe richtig verwenden

Kühlschrank und Gefrierschrank zählen zu den Elektrogeräten, die in den meisten Haushalten den zweitgrößten Energieverbrauch im Jahr haben. Einige Haushalte haben sogar einen zweiten Kühlschrank oder eine Gefriertruhe, die entbehrlich ist. Diese Geräte sind allerdings meist 365 Tage im Jahr angeschaltet und verbrauchen Strom. Brauchst du den extra Kühlschrank oder die extra Gefriertruhe nicht unbedingt, dann lohnt es sich, diese fachgerecht zu entsorgen.

Folgende Tipps sind ebenfalls wichtig, wenn es um das Kühlen von Lebensmitteln geht:

  • Stelle den Kühlschrank auf die richtige Temperatur ein. Bei den meisten Geräten reicht es, wenn du sie auf die erste oder zweite Stufe stellst. Kühler als 7 Grad muss der Kühlschrank nicht sein.
  • Heiße oder warme Speisen gehören nicht in den Kühlschrank, denn das Abkühlen verbraucht unnötig Energie.
  • Wenn du in den Urlaub fährst, solltest du deinen Gefrierschrank abtauen lassen. Dann kann der Kühlschrank ebenfalls ausgeschaltet bleiben.
  • Lass den Kühlschrank und die Gefriertruhe nicht zu lange offen stehen.
  • Willst du deine Einkäufe in den Kühlschrank einräumen, kannst du die Lebensmittel, die in den Kühlschrank sollen, erst einmal auf der Anrichte neben dem Kühlschrank zwischenlagern und dann alles in einem Rutsch einräumen.
  • Der Kühlschrank braucht genug Abstand zur Wand, damit er die Wärme optimal ableiten kann.
  • Der Kühlschrank sollte nicht neben wärmenden Geräten wie dem Herd oder Ofen stehen.
  • Einige Kühlschränke haben eine No-Frost-Funktion. Diese verbraucht allerdings unnötig Strom.

Übrigens: Im Winter kannst du deine Lebensmittel auch gut draußen auf dem Balkon kühlen.

Tipp 6: Geschirrspüler vollmachen

Hättest du das gedacht? Es ist effizienter, das Geschirr in der Maschine zu waschen, statt von Hand. Am besten verwendest du das Eco-Programm der Spülmaschine und setzt auf relativ niedrige Temperaturen (30 bis 50 Grad) bei normal verschmutztem Geschirr. Achte auch darauf, nur eine volle Spülmaschine zu waschen. Bei halber Beladung lohnt sich der Energieverbrauch nicht.

Extra Stromspar-Tipp

Du fährst in den Urlaub? Bist du ein oder zwei Wochen nicht in deiner Wohnung oder deinem Haus, dann gönne auch deinen Elektrogeräten eine wohl verdiente Pause. Ziehe alle Steckdosen heraus und lass auch deinen Gefrierschrank abtauen. Alle Geräte, die sonst immer im Stand-by sind, verbrauchen dann keinen unnötigen Strom mehr, was dir aufs Jahr gerechnet viele Kosten einspart.

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Verwendete Quellenverbraucherzentrale.de, verbund.com, finanztip.de, verivox.de

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