Kräuter trocknen: Diese Methoden gibt es

Kräuter trocknen: Diese Methoden gibt es für verschiedene Kräuter

Du möchtest Kräuter trocknen? Da gibt es zahlreiche verschiedene Möglichkeiten. Wir stellen dir alle Methoden zum Trocknen der verschiedenen Kräuter vor.

Um von deinen Kräutern auf dem Balkon oder aus deinem Garten möglichst viel zu haben, solltest du sie nach der Ernte trocknen. Doch da solltest du bei den verschiedenen Kräutern unterschiedlich vorgehen. Und welche Kräuter können überhaupt getrocknet werden? Wenn du mehr über das Thema Kräuter trocknen wissen möchtest, solltest du jetzt weiterlesen.

Kräuter trocknen: Funktioniert das bei allen Kräutern?

Tatsächlich lassen sich nicht alle Kräuter gut trocknen. Der Grund: Sie verlieren ihr Aroma, weshalb sie nur frisch verzehrt und weiterverarbeitet werden sollten.

Diese Kräuter lassen sich gut trocknen

Besonders mediterrane Kräuter sind auch getrocknet noch sehr geschmackvoll. Damit du eine bessere Übersicht hast, welche Kräuter sich gut trocknen lassen, haben wir dir hier eine Liste erstellt:

  • Thymian
  • Salbei
  • Lavendel
  • Oregano
  • Rosmarin
  • Bohnenkraut
  • Majoran
  • Pfefferminze
  • Zitronenmelisse
  • Beifuss
  • Estragon

Diese Kräuter eignen sich nicht zum Trocknen

Es gibt ebenfalls einige Kräuter, die lassen sich zwar trocknen, müssen dabei jedoch etwas ihres Aromas einbüßen. Um sie haltbarer zu machen, kannst du sie zwar trocknen, verarbeitest du sie frisch, schmecken sie jedoch besser. Dazu zählen die Kräuter Petersilie, Basilikum, Schnittlauch und Dill. Hierbei spielt auch eine Rolle, dass sie viel Feuchtigkeit enthalten, die beim Trocknungsvorgang schwer wegzubekommen ist.

Kräuter wie wie Pimpinelle, Tripmadam, Borretsch, Liebstöckel (Maggikraut), Weinraute, Sauerampfer, Schwarznessel (Perilla) oder Kresse eignen sich hingegen nicht, um sie zu trocknen. Nachdem du sie gepflückt hast, werden sie ziemlich schnell an Geschmack verlieren. Möchtest du sie trotzdem trocknen, funktioniert dies nur mit dem Gefriertrocknen.

Auch spannend: Oregano trocknen, Rosmarin trocknen oder Lavendel trocknen

Kräuter trocknen: Die richtige Ernte

Möchtest du Kräuter trocknen, gibt es schon einiges bei der Ernte der Kräuter aus deinem Garten zu beachten. Denn du solltest sie zu dem Zeitpunkt ernten, an dem ihr Geschmack und ihr Aroma am stärksten sind. Dieser Zeitpunkt ist kurz vor der Blühphase der Kräuter gekommen. Besonders Minze, Schnittlauch, Dill und Oregano verlieren an Geschmack, sobald die Blütenbildung begonnen hat. Diese Tipps solltest du außerdem beachten:

  • Ernte die Kräuter an einem trockenen Tag.
  • Am besten funktioniert die Ernte, wenn es ein paar Tage nicht geregnet hat, es darf aber auch nicht zu warm sein.
  • Warte, bis kein Tau mehr auf den Kräutern liegt.

Schneiden die Kräuter kurz über dem Boden ab. Passe dabei auf, dass du die Triebe nicht zu stark beschädigst, ansonsten können wertvolle Aromen, Blüten und Blätter verloren gehen. Schüttle die Kräuter etwas aus, um die Blätter von Schmutz und Insekten zu befreien. Auf zusätzliches Wasser solltest du verzichten, da es kontraproduktiv für das Trocknen ist und die Zersetzung fördert.

Kräuter trocknen: Diese Methoden gibt es

Möchtest du die Blüten, Stängel oder Blätter deiner Kräuter trocknen, gibt es verschiedene Möglichkeiten dafür. Wir stellen dir die Methoden zur Trocknung vor:

Kräuter an der Luft trocknen

Die Trocknung der Kräuter an der Luft ist die wohl schonendste Methode. Alles, was du dafür brauchst, ist Garn oder herkömmliche Gummibänder.

  • Binde deine Kräuter zu einem Bündel und hänge sie kopfüber in einem trockenen und staubfreien Raum auf, der Raum sollte zusätzlich gut belüftet sein. Die Raumtemperatur sollte dabei zwischen 20°C und 30°C liegen.
  • Die Trocknungszeit der Kräuter unterscheidet sich je nach Art. Die perfekte Trocknungszeit liegt im Durchschnitt zwischen 24 und 48 Stunden.
  • Trocknest du die Kräuter zu langsam, können die Blätter schimmeln und sich schwarz verfärben. Dadurch werden sie unbrauchbar. Chemische Bestandteile im Gewebe können anfangen, sich abzubauen, wodurch die Qualität schlecht wird. Auch zu viel Feuchtigkeit, Hitze oder Licht können diesen Vorgang beschleunigen.
  • Du merkst, dass die Kräuter getrocknet sind, sobald die Blätter brüchig werden. Nun kannst du sie von den Stängeln schieben und sie in ein dunkles, luftdichtes Gefäß füllen. Sobald zu viel Licht oder Sonne an sie kommt, können sie an Aroma verlieren.

Kräuter in der Mikrowelle oder im Dörrautomaten trocknen

Sind die Temperaturen bei der Trocknung der Pflanzen zu hoch, können sich ätherische Öle verflüchtigen und die getrockneten Kräuter verlieren ihr Aroma. Deshalb können auch nur wenige Kräuter in der Mikrowelle oder im Dörrautomaten getrocknet werden. Dazu gehören mediterrane Kräuter wie Oregano, Thymian oder Majoran. Für diesen Vorgang können die Kräuter vorher auch gewaschen werden und danach auf einem Küchenpapier ausgelegt werden. Gib die Pflanzen-Stängel oder -Blätter inklusive des Küchenpapiers in die Mikrowelle. Stelle sie auf eine niedrige Wattzahl und lasse sie für 30 Sekunden laufen. Wiederhole den Vorgang so oft, bis die Kräuter getrocknet sind. Das sollte innerhalb von zwei bis drei Minuten passiert sein.

Kräuter im Backofen trocknen

Diese Methode der Trocknung ist eigentlich nicht unbedingt die richtige Art und Weise für die Trocknung der Kräuter. Unterirdische Pflanzenteile eignen sich eher für den Backofen, da sie die hohen Temperaturen über einen langen Zeitraum besser vertragen, ohne an Geschmack zu verlieren. Lege sie dazu auf ein Backblech, stelle den Ofen auf etwa 50°C bis 60°C und lasse die Pflanzen etwa zwei bis drei Stunden im Ofen.
Entscheidest du dich dafür, Kräuter im Backofen zu trocknen, stelle den Ofen auf die niedrigste Stufe und lasse sie zwei Stunden im Ofen. Dabei kannst du die Tür auch einen Spalt breit offen stehen lassen, damit die Feuchtigkeit der Kräuter entweichen kann.

Kräuter einfrieren

Durch das Einfrieren der Kräuter im Gefrierfach werden die Aromen und Geschmäcker der Kräuter besser konserviert als bei der Trocknung. Dazu eignen sich besonders Kräuter mit weichen Blätter wie Schnittlauch, Basilikum oder Petersilie. Zerkleinere die Kräuter einfach, gib sie in eine Eiswürfelform, kippe etwas Wasser darüber und friere sie ein. So sind sie etwa 12 Monate lang haltbar.

Hier kommen noch mehr Artikel zum Thema Kräuter trocknen:

Pfefferminze trocknen, Salbei trocknen oder Basilikum trocknen

Verwendete Quelle: plantura.garten, mein-schoener-garten.de

Wie bitte? Ja, du hast richtig gelesen: Dein neuestes Must-have in der Dusche ist eine Kartoffel. Wir verraten dir hier, wieso. Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...