Geld sparen: "Cash Stuffing" in 5 einfachen Schritten

Geld sparen: So funktioniert "Cash Stuffing" in 5 einfachen Schritten

Wir alle sollten einen guten Überblick über unsere Finanzen haben. Die Methode "Cash Stuffing" geht gerade durch die Decke – wir wissen, wie sie gelingt.

Jetzt mal Hand aufs Herz: Weißt du ganz genau, wie viel Geld du für welche Dinge ausgibst? Meist verlieren wir in Sachen Finanzen zwischen Handyverträgen, Nebenkostenabrechnung, Lebensmittelkäufen und Online-Bestellungen den Durchblick. Nun wird auch noch alles teurer und selbst die Shopaholics müssen so langsam zu kleinen Sparfüchsen mutieren. Wir möchten dir dabei helfen, deine Ausgaben in den Griff zu bekommen und erklären dir jetzt die beliebte Methode "Cash Stuffing".

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Was ist "Cash Stuffing"?

Man könnte es als regelrechtes Finanz-Phänomen bezeichnen. Der Hashtag "Cash Stuffing", auf Deutsch Bargeld stopfen (auch vereinfacht Kassensturz genannt) hat auf TikTok bereits unglaubliche 639,8 Millionen Aufrufe generiert. Beim Cash Stuffing geht es darum, dein Bargeld in verschiedene Kategorien (Beispiel: Lebensmittel, Ausflüge und Versicherungen) aufzuteilen. Ein kleines Büchlein mit diesen Kategorien beschert dir dann einen detaillierten Überblick über alle deine Ausgaben – und somit ein informiertes Verhältnis zu deinem Geld.

So sparst du mit "Cash Stuffing" in 5 Schritten Geld

Du brauchst gar nicht eine komplizierte Struktur, um aus alten (und teuren) Mustern auszubrechen. Was du aber brauchst, ist eine einfache Routine, dein Geld physisch zur Seite zu legen. Wie genau das geht und was du dafür brauchst? Das erfährst du hier:

1. Kassensturz

Als Erstes solltest du dir bewusst werden, wie viel Geld dir jeden Monat tatsächlich zum Ausgeben zur Verfügung steht. Um das herauszufinden, empfehlen wir dir, deine Einnahmen, also dein Gehalt, und deine monatlichen Fixkosten, also zum Beispiel deine Miete, dein Handyvertrag oder dein Netflix-Abo, in ein Notizheft aufzuschreiben. Wenn du die Fixkosten von deinen Einnahmen abziehst, ist das der Betrag, den du monatlich zur Verfügung hast.

2. Kategorien bestimmen

Nun geht es an den spaßigen Teil! Nimm dir ein geeignetes Büchlein oder einen kleinen Ordner zur Hand, in das du deine Geldscheine entweder in Plastikfolien verstauen, oder anderweitig anheften kannst. Überlege dir dann geeignete Kategorien, in die du dein Geld aufteilen wirst. Eine Möglichkeit wäre:

  • Supermarkt
  • Freizeit
  • Shopping
  • Restaurant
  • Notfälle (Waschmaschine kaputt etc.)
  • Geschenke
  • Puffer
  • Sparziele (Urlaub, Umzug, Anschaffungen)

3. Beträge zuweisen

Weise nun jeder Kategorie einen Betrag zu, den du diesen Monat dafür ausgeben möchtest und addiere sie miteinander. Dann geht es auch schon los zur Bank – Geld abheben!

4. Das Stuffing

Kommen wir zum Eingemachten: Für das eigentliche Stuffing, also das "Stopfen" der Geldscheine in dein Büchlein, sortierst du zunächst die Scheine nach 5ern, 10ern, 20ern, 50ern und 100ern und verteilst sie anschließend auf die einzelnen Fächer, die du dir vorher überlegt hast. Nicht schummeln! Den ganzen Monat lang darfst du für jede der Kategorien nur mit dem dafür vorgesehenen Geld bezahlen.

5. Zweiter Kassensturz

Am Ende des Monats folgt ein weiterer Kassensturz. Liste in deinem Notizheft aus Schritt eins auf, wie viel Geld in den einzelnen Kategorien übrig geblieben ist und verteile auf dieser Grundlage das Geld im nächsten Monat.

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Verwendete Quellen: tagesspiegel.de, glomex.com

Finanzen und Geld
Katharina Brunsendorf (33) leitet die Initiative "finanz-heldinnen". Im Interview gibt sie Antworten auf Ausreden rund ums Geld und Tipps für die ersten Schritte. Weiterlesen
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