Damenbinden: Die besten Binden und was du beachten solltest

Damenbinden: Die besten Binden und was du beim Tragen beachten solltest

Damenbinden gehören für dich fest zur Periode dazu? Wir verraten dir, was du unbedingt beachten solltest.

Tampons, Menstruationstassen, Periodenunterwäsche – die Möglichkeiten für Frauen, sich während der Periode vor dem Auslaufen zu schützen, sind vielfältig. Für viele gehören die Damenbinden zum absoluten Must-have während der Regelblutung. Doch wie genau funktionieren sie, welche sind die besten und was sollte man bei dem Tragen beachten? Diese und weitere Fragen klären wir hier.

Wie funktionieren Damenbinden?

Während der Periode haben Frauen eine große Auswahl an verschiedenen Produkten: Tampons, Binden, Menstruationstassen… sie alle schützen vor dem Auslaufen. Damenbinden gehören dabei zur Standardausstattung im Bad. Sie werden mithilfe der klebrigen Unterseite einfach ins Höschen geklebt und dienen hier vor allem zum Wäscheschutz. Die Binden haben einen saugfähigen Kern, der Flüssigkeiten wie die Regelblutung, Ausfluss und sogar Urin bei Inkontinenz aufsaugen kann. Sie werden also nicht wie Tampon oder Menstruationstasse in die Vagina eingeführt, sondern fangen die Flüssigkeiten in der Unterwäsche auf.

Form, Dicke und Länge der Damenbinden können variieren. Es gibt dünnere Binden für eine leichte Periode, dickere Binden mit einer größeren Saugstärke für eine starke Menstruation und sehr dicke Binden bei Inkontinenz. Manche Damenbinden haben Flügel, die sich um das Höschen kleben lassen, damit die Binde nicht verrutscht und manche Binden sind extra lang (Maxi) zum Schutz beim Liegen in der Nacht. Mit den Flügeln kleben die Binden auch sehr gut am Höschen und verrutschen nicht.

Wann trägt man eine Damenbinde?

Die meisten Frauen greifen zur Damenbinde, wenn sie ihre Periode haben. Gerade junge Mädchen, die sich noch unwohl mit Tampons fühlen, können bei ihren ersten Menstruationsblutungen Binden verwenden. Im Grunde eignen sie sich aber für alle Frauen, die gerne einen extra Schutz während der Regelblutung hätten. Da es Binden in unterschiedlichen Dicken und Saugstärken gibt, eignen sie sich für jede Periodenstärke.

Es gibt auch Binden, die eine besonders hohe Saugstärke haben und sich somit auch bei Blasenschwäche und Inkontinenz eignen. Und auch nach der Geburt kann eine Binde den Wochenfluss einer Frau auffangen.

Willst du zusätzlichen Wäscheschutz im Alltag auch außerhalb der Monatsblutung, um deine Unterwäsche vor starkem Ausfluss oder Schweiß zu schützen und unangenehmen Gerüchen vorbeugen, kannst du besser eine Slipeinlage verwenden. Diese ist deutlich dünner als eine Binde und hat dadurch einen angenehmeren Tragekomfort. Und auch am Ende der Periode, wenn die Blutung nur noch sehr gering ist, kannst du auf eine dünnere Slipeinlage wechseln, wenn du willst.

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Vorteile und Nachteile von Binden

Vorteile

  • Wäscheschutz bei einer leichten bis starken Blutung während der Menstruation
  • Schutz bei Blasenschwäche und Inkontinenz
  • Lassen sich einfach anwenden
  • Beugen unangenehme Gerüche vor

Nachteile

  • Sind nicht so umweltfreundlich, da sie viel Müll produzieren
  • Können Feuchtigkeit schlechter abtransportieren und führen so zu einem feucht-warmen Klima im Höschen, das wiederum Infektionen begünstigen kann
  • Können Reizungen und Allergien durch Bleichmittel, Weichmacher und Duftstoffe auslösen
  • Bei regelmäßiger Anwendung entstehen Kosten, die nicht jede aufbringen kann oder möchte

Die besten Damenbinden im Test

Öko-Test hat im Dezember 2020 Binden und Slipeinlagen genauer unter die Lupe genommen und sie nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Nehmen die Produkte ausreichend Flüssigkeit auf und halten diese auch, sodass die Haut trocken bleibt?
  • Schützen die Produkte die Wäsche und bleiben Rückstände vom Haftstreifen kleben?
  • Haften sie auch bei viel Bewegung im Slip?

Diese drei Damenbinden haben gut im Test abgeschnitten:

  1. Always Ultra Binden (Größe 1), 114 Stück für ca. 14 Euro hier bei Amazon
  2. Always Ultra Binden Organic Cotton (Größe 1), 44 Binden und 52 Slipeinlagen für ca. 13 Euro hier bei Amazon
  3. U by Camelia Ultra Binden (Nacht), 84 Stück für ca. 12 Euro hier bei Amazon

Die Kritik am Öko-Test vom Magazin Utopia: Öko-Test berücksichtige nicht den Einsatz von kritischen Inhaltsstoffen in der Bewertung der Produkte. Besonders gemieden werden sollten Formaldehyd, das als Nassverfestiger eingesetzt wird, um Zellstofffasern auch bei Feuchtigkeit stabil zu halten, halogenorganische Verbindungen, die über die Bleiche des Zellstoffs in die Einlagen gelangen können, und optische Aufheller. Deshalb raten sie dazu, auf Öko-Binden zu setzen, die komplett auf kritische Inhaltsstoffe verzichten und teilweise oder komplett aus nachhaltigen Materialien bestehen. Am besten sei es aber, auf wiederverwendbare, waschbare Binden zu setzen.

Einwegbinden vs. waschbare Binden

Herkömmliche Einwegbinden produzieren jede Menge Müll. Verpackungen und die Binden an sich sorgen dafür, dass Monat für Monat mehr Plastikmüll zustande kommt. Hinzu kommt, dass zur Herstellung der Binden Ressourcen und Rohstoffe wie Holz, Baumwolle oder Erdöl gebraucht werden.

Legst du auf Nachhaltigkeit wert und möchtest an deinem Zero-Waste-Lifestyle bei der Monatshygiene arbeiten, kannst du auch Periodenprodukte zur Einwegnutzung aus deinem Bad verbannen. Ersetzen kannst du die Einwegbinden zum Beispiel durch eine wiederverwendbare Menstruationstasse oder durch waschbare Binden. Hier findest du unseren Favoriten bei Amazon. Diese wiederverwendbaren Damenbinden bestehen aus natürlichen Materialien (Bio-Baumwolle) und verzichten auf kritische Inhaltsstoffe wie Bleichmittel oder Parfum, die auch Reizungen oder Allergien auslösen könnten. Bei 95 Grad kannst du die Binden nach dem Tragen waschen und dann einfach wiederverwenden. 

Der Unterschied zwischen Damenbinden und Slipeinlagen

Was soll ich verwenden: eine Binde oder eine Slipeinlage? Hast du dir diese Frage auch schon mal gestellt? Wir erklären dir den Unterschied zwischen diesen sehr ähnlichen Periodenprodukten. Der wichtigste Faktor ist die Saugfähigkeit der beiden Produkte. Während Damenbinden aus vielen Lagen bestehen und selbst bei einer starken Regelblutung oder Inkontinenz dichthalten, haben Slipeinlagen eine eher geringe Saugfähigkeit. Sie sind für den täglichen Gebrauch konzipiert und eignen sich vor allem bei sehr schwacher Periode, bei stärkerem Ausfluss oder bei Schweiß und sollen für ein frisches Gefühl im Höschen und weniger unangenehme Gerüche sorgen. Sie sind sehr dünn und dadurch deutlich bequemer als Damenbinden. Während Binden oft mit Flügeln kommen, haben Slipeinlagen eher keine Flügel.

Der Tragekomfort bei Binden ist für viele Frauen etwas unangenehm. Es kann ungewohnt sein, eine dicke Einlage in der Unterwäsche zu tragen und manchmal raschelt die Binde auch beim Gehen. Slipeinlagen kannst du auch während der Periode gut in Kombination mit einem Tampon als zusätzlichen Wäscheschutz benutzen. Damenbinden eignen sich sehr gut für alle, die keine Tampons benutzen wollen.

Der Unterschied zwischen Damenbinde und Inkontinenzbinde

Inkontinenz ist für viele Frauen (und Männer) ein sensibles und unangenehmes Thema. Doch das muss es nicht sein, denn auch Blasenschwäche ist etwas ganz Normales, das im Grunde jeder Person passieren kann, ob nach der Geburt durch einen geschwächten Beckenboden oder im Alter. Viele greifen dann zu herkömmlichen Damenbinden, doch diese eignen sich nicht so gut für Blasenschwäche wie spezielle Inkontinenzbinden.

Der Grund: Blut ist deutlich dickflüssiger als Urin und das Menstruationsblut tritt deutlich langsamer und in geringeren Mengen aus als Harn. Deshalb sollten in diesem Fall Inkonzinentbinden verwendet werden, die dafür konzipiert sind, auch größere Mengen an Flüssigkeit aufzusaugen, die Haut trocken zu halten und der Entstehung von Gerüchen vorzubeugen.

Das solltest du bei der Anwendung beachten

Eine Damenbinde kannst du immer dann verwenden, wenn du deine Periode hast und dich vor dem Auslaufen schützen möchtest. Sie ist also nicht für den täglichen Gebrauch konzipiert, sondern sollte nur bei Bedarf verwendet werden. Vor allem, wenn die Menstruation zu Beginn sehr stark ist, kannst du eine Binde mit hoher Saugstärke tragen. Bei leichter Blutung am Ende der Monatsblutung kannst du auch auf eine Slipeinlage ausweichen.

Wichtig ist vor allem, dass du deine Damenbinde alle vier bis sechs Stunden wechselst oder sie dann austauschst, wenn sie vollgesogen ist. So verhinderst du, dass unangenehme Gerüche entstehen und beugst auch Infektionen vor. Diese entstehen nämlich schnell, wenn du eine Binde lange trägst und sich hier ein feucht-warmes Klima bildet. Dann breiten sich Bakterien besonders gerne aus.

Du kannst eine Binde auch beim Sport tragen. Fixiere die Binde mit den Flügeln am Höschen und nichts kann verrutschen. Beim Schwimmen solltest du allerdings auf Tampon oder Menstruationstasse ausweichen, da die Binde sich sonst vollsaugt und das Blut nicht mehr halten kann.

Binden darfst du außerdem nie in die Toilette werfen und runterspülen. Sie müssen immer im Badezimmer-Müll entsorgt werden. Bist du beim Wechseln auf einem öffentlichen WC, gibt es oft spezielle Hygienebeutel für benutzte Menstruationsprodukte. Packe die benutzte Binde in den Beutel und schmeiße das Ganze in den WC-Abfalleimer.

Alternativen zu Damenbinden

Du hast keine Lust, Binden zu verwenden? Diese Alternativen für die Monatshygiene gibt es noch:

  • Slipeinlagen: Bei einer leichten Blutung oder in Kombination mit einem Tampon kannst du auch Slipeinlagen verwenden.
  • Tampons: Tampons werden in die Scheide eingeführt und saugen hier das Blut auf. Mithilfe des Rückholfadens lassen sie sich einfach wieder herausziehen. Auch Tampons solltest du alle vier bis sechs Stunden wechseln.
  • Menstruationstasse: Die wiederverwendbare Menstruationstasse ist ein kleiner Cup aus Silikon, der in die Vagina eingeführt wird. Hier fängt er das Blut auf. Ist die Tasse voll, kannst du sie herausnehmen, in der Toilette entleeren, kurz mit Wasser abspülen und dann wieder einsetzen.
  • Periodenunterwäsche: Eine nachhaltige Alternative zu Binden sind auch die Periodenhöschen. Diese Unterwäsche hat einen integrierten saugfähigen Stoffteil, der aus mehreren Lagen besteht. Ist das Höschen vollgesogen, kannst du es einfach waschen und dann erneut tragen.

Die YouTuberin Nicole hat viele Periodenprodukte getestet. In diesem Video siehst du, welche Erfahrungen sie gemacht hat.

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