Beruf: Mit dem "Bare Minimum Monday" startest du entspannt in die neue Woche

Sunday Scaries? Mit dem "Bare Minimum Monday" startest du entspannt in die neue Woche

Dir graut jetzt schon vor dem nächsten Montag? Mit diesem Prinzip startest du entspannt in die neue Woche.

Die "Sunday Scaries" sind vielen ein Begriff. Damit wird das Gefühl beschrieben, bei dem wir schon am Sonntag von der anstehenden Arbeitswoche mit all ihren To-dos gestresst sind. Ein neuer TikTok-Trend soll genau diese Ängste beseitigen: Hinter dem "Bare Minimum Monday" steckt das Konzept, entschleunigt in die Woche zu starten, nur das Nötigste anzugehen und sich den Rest des Tages mit Dingen zu beschäftigen, die einem guttun. Klingt klasse, aber wie lässt sich das umsetzen? Wir haben mit einer Expertin von LinkedIn gesprochen, um das herauszufinden.

Bare Minimum Monday: Das steckt dahinter

Die Idee des Bare Minimum Mondays ist einfach: Nur zwei Stunden Arbeit sollen montags reichen, um das Dringendste abzuarbeiten – den Rest des Tages kann man dann ganz entspannt mit angenehmeren Dingen wie Lesen oder Tagebuchschreiben verbringen. Klingt erst einmal traumhaft, lässt sich aber in fast keinem Berufsfeld und Angestelltenverhältnis umsetzen.

“Aus meiner Sicht ist der Bare Minimum Monday eine tolle Möglichkeit entspannt in eine Arbeitswoche zu starten, wir müssen jedoch auch bedenken, dass allein die Möglichkeit, einen solch entschleunigenden Montag in Erwägung zu ziehen, nur privilegierten Arbeitnehmern vorenthalten ist – denjenigen, die flexible Arbeitszeiten und einen Schreibtischjob haben”, sagt Gaby Wasensteiner, Karriere-Expertin bei LinkedIn. “Außerdem birgt die Strategie, Aufgaben zu verschieben, das Risiko, den damit verbundenen Stress letztlich nur aufzuschieben und nicht wirklich zu reduzieren."

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Bare Minimum Monday: So profitierst du davon

Trotzdem ist das Prinzip eine gute Möglichkeit, um sich den Montag angenehmer zu gestalten. Die Expertin verrät, wie du den "Bare Minimum"-Gedanken umsetzen kannst.

1. Suche nach den Gründen, warum du dich gestresst fühlst

Welche Aufgaben bereiten dir am meisten Stress und warum? Setzt du dich selbst unter Druck oder gibt es ein grundlegendes Problem deiner Arbeitsweise? Mach dir klar, woher dieser Stress kommt und was dir dabei hilft, ihn zu reduzieren. Bereits kleine Veränderungen können Großes bewirken.

2. Aufgaben priorisieren

Die grundsätzliche Einstellung des Bare Minimum Mondays ist es, Prioritäten zu setzen und weniger dringliche Aufgaben erst einmal zu vertagen. Wenn die wichtigsten Dinge erst einmal erledigt sind, hat man bereits am Anfang der Woche etwas geleistet und fühlt sich besser. So sieht man auch dem Rest der Woche gleich entspannter entgegen.

3. Realistische Erwartungshaltung und Ziele setzen

Mache dir bewusst, dass du gute Arbeit leistest und lege deinen Perfektionismus ab – so nimmst du ebenfalls noch einmal Druck heraus. Um sich ein besseres Bild über die eigene Leistung machen zu können, sollte man offen Feedback von Kollegen und Vorgesetzten einfordern. Das kann das eigene Selbstbewusstsein stärken und man bekommt eine bessere Einschätzung davon, wo es noch Verbesserungspotenzial gibt.

4. Die intrinsische Motivation (wieder) finden

Das Unwohlsein am Montag hängt stark von der Motivation und Intention ab, mit der jemand arbeitet. Sportliche Aktivitäten, ein Kinoabend mit Freunden oder ein Besuch im Lieblingsrestaurant: Die Work-Life-Balance schlägt sich auch auf die Motivation im Job nieder. Die freie Zeit solltest du deshalb bewusst und mit Unternehmungen, die dir guttun, ausfüllen. Schon kleine "Belohnungen" bringen gute Laune – im Privatleben und bei der Arbeit.

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5. Kommuniziere mit deinem Arbeitgeber

Das Prinzip des Bare Minimum Mondays ist natürlich nur ein Mittel zum Zweck und zeigt einen Weg auf, mit Stress im Job umzugehen – das grundlegende Problem löst diese Strategie aber nicht. Kommuniziere mit deinen Kollegen und Vorgesetzten offen über deine Herausforderungen oder Probleme. Beschreibe deine Situation und nenne Beispiele, damit sich dein Gegenüber besser in deine Situation hineinversetzen kann, um schließlich eine gemeinsame Lösung finden zu können.

Falls du sonntags beim Gedanken an die neue Arbeitswoche immer noch ein ungutes Gefühl hast, ist es vielleicht an der Zeit, nach einer neuen Stelle Ausschau zu halten, bei der die “Sunday Scaries” gar nicht erst aufkommen.

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Verwendete Quelle: LinkedIn

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