Ashwagandha: Wirkung und Anwendung der Schlafbeere

Ashwagandha: Wirkung und Anwendung der Schlafbeere

Stresslindernd, angstlösend, schlaffördernd, aphrodisierend… das sind nur wenige der vielen Wirkungen von Ashwagandha. Wir verraten dir alles, was du wissen musst.

Was genau ist Ashwagandha?

Ashwagandha (Withania somnifera), auch als "Schlafbeere", "Wildkirsche" oder "indischer Ginseng" bekannt, ist eine Pflanze, die zu der Gruppe der Nachtschattengewächse zählt. Der lateinische Name "Withania somnifera" gibt bereits Aufschluss über die Wirkung der Pflanze. Während "Withania" die Pflanzengattung beschreibt, bedeutet "somnifera" so viel wie "schlafbringend".

In der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda wird Ashwagandha schon seit mehreren Tausend Jahren als Heilpflanze verwendet. Ashwagandha ist übrigens der sanskritische Begriff und bedeutet so viel wie "Geruch des Pferdes".

Zu finden ist die Pflanze vor allem im afrikanischen und asiatischen Raum. Die roten Beeren der Schlafbeere ähneln vom Aussehen her der hierzulande bekannteren Physalis. Doch die wichtigsten Inhaltsstoffe der Aswagandha-Pflanze sind nicht in den Beeren, sondern in der Wurzel enthalten.

Die Inhaltsstoffe der Ashwagadha-Pflanze

Die Wurzel der Ashwagandha-Pflanze ist reich an Antioxidantien, Aminosäuren und Fettsäuren. Besonders im Fokus stehen aber die sogenannten Alkaloide und Withanolide, besonders Withaferin A. Die Withanolide ähneln in ihrer Wirkung den Hormonen Cortisol, Testosteron und Östrogen und können den Hormonhaushalt beeinflussen. Außerdem wirken sie entzündungshemmend. Ashwagandha enthält zudem Eisen.

Um diese wertvollen Inhaltsstoffe zu sich nehmen zu können, wird die Wurzel der Ashwagandha-Pflanze schonend gemahlen und zu einem Pulver verarbeitet. Sie kann dann in Form von Pulver oder Kapseln eingenommen werden.

So wirkt die Schlafbeere: 5 Effekte

Studien zeigen: Ashwagandha kann gleich mehrere positive Wirkungen auf den Körper haben. Einige Effekte der Schlafbeere erklären wir dir hier genauer.

1. Schlaffördernd

Immer mehr Menschen leiden unter Schlafstörungen. Eine natürliche Methode, die Schlafqualität zu verbessern, ist es, die Schlafbeere (Ashwagandha) regelmäßig einzunehmen. Studien weisen darauf hin, dass die Pflanze eine beruhigende Wirkung hat und schlaffördernd wirkt, indem sie den Teil des Nervensystems dämpft, der für den Kampf- oder Fluchtinstinkt zuständig ist. Gleichzeitig stärkt sie den Teil des Nervensystems, der für die Erholung zuständig ist. So kann Ashwagandha-Extrakt sowohl bei Einschlafproblemen als auch bei Durchschlafproblemen helfen.

2. Stressreduzierend und angstlösend

Stress, innere Unruhe, Anspannung. Auch bei diesen Symptomen kann Ashwagandha laut einigen Studien helfen. Es wirkt stressreduzierend und sogar angstlösend, was vermutlich daran liegt, dass die Pflanze die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol vermindert. Ashwagandha zählt zu den sogenannten Adaptogenen, also Heilpflanzen, die eine harmonisierende Wirkung auf den Körper haben. Sie machen den Körper widerstandsfähiger und helfen dabei, den Hormonhaushalt, Kreislauf und Co. im Gleichgewicht zu halten.

3. Leistungsfördernd

Ashwagandha kann sowohl die kognitive als auch die körperliche Leistungsfähigkeit steigern. Studien weisen darauf hin, dass durch die Einnahme des indischen Ginsengs die Gehirnleitung, die Konzentration und das Gedächtnis gestärkt werden. Im Ayurveda gilt die Pflanze als Kraftspender und Leistungsbooster. Sie soll sogar die Muskelkraft und Muskelmasse erhöhen, was vermutlich auf die Anregung der körpereigenen Testosteronproduktion zurückzuführen ist. Deshalb ist Ashwagandha auch sehr beliebt bei Sportlern und Sportlerinnen, die das Pulver einnehmen, um den Muskelaufbau zu unterstützen.

4. Entzündungshemmend

Chronische Entzündungen können die Blutgefäße schädigen und auf Dauer das Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle erhöhen. Ashwagandha Extrakt aktiviert die sogenannten natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) und wirkt dadurch entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem. So kann es sogar bei Gelenkerkrankungen (Arthritis) unterstützend wirken. 

5. Aphrodisierend

Der indische Ginseng (Ashwagandha) fördert die Testosteronproduktion. Dieses Hormon ist sowohl beim Mann als auch bei der Frau unter anderem für die Libido zuständig. Ist der Testosteronspiegel zu niedrig, kann das zu sexueller Unlust oder sogar Potenzproblemen führen. Durch Studien bewiesen ist die libidosteigernde Wirkung von Ashwagandha allerdings nicht. Im Kamasutra wird es übrigens als Aphrodisiakum empfohlen. Das Einreiben der Genitalien mit dem Ashwagandha Extrakt soll die Erektion verlängern. 🍆 Es gibt sogar Hinweise, dass Ashwagandha die Fruchtbarkeit bei Frauen und die Spermienqualität bei Männern verbessern soll.

Weitere Wirkungen der Schlafbeere:

  • Anti-Aging
  • Anti-Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Blutbildend (Anämie)
  • Antioxidativ
  • Stimmungsaufhellend
  • Schmerzlindernd

Gibt es Nebenwirkungen?

Ashwagandha ist ein Naturprodukt, das in der Regel sehr verträglich ist. Bei korrekter Dosierung sind daher keine Nebenwirkungen zu erwarten. Wie bei anderen pflanzlichen Mitteln kann es aber auch hier mögliche allergische Reaktionen geben. Wird die Schlafbeere zu stark dosiert, kann das Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt haben und Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall verursachen. Bei gesundheitlicher Vorbelastung solltest du die Einnahme vorsichtshalber mit deinem Arzt oder deiner Ärztin absprechen, um auch mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auszuschließen.

Ashwagandha kaufen: Unsere Favoriten

Ashwagandha gibt es bei uns nur in Form von Nahrungsergänzungsmitteln und nicht in Form von Medikamenten. Der Nachteil dabei: Nahrungsergänzungsmittel werden nicht so stark kontrolliert. Deshalb ist es wichtig, dass du auf ein hochwertiges Produkt mit guter Qualität setzt. Unsere zwei Favoriten sind vegan, hochwertig, bio und rein.

Dosierung: Das solltest du bei der Anwendung beachten

Bei der Dosierung von Ashwagandha werden etwa 300 bis 1000 Milligramm am Tag empfohlen. Die genaue Empfehlung der Tagesdosis kann von Hersteller zu Hersteller variieren. Halte dich deshalb auch immer an die Herstellerhinweise. Am besten ist es, wenn man zunächst mit einer niedrigeren Dosierung startet und diese dann mit der Zeit nach und nach erhöht, wenn sich der Körper an die Einnahme der Schlafbeere gewöhnt hat. 

Ashwagandha richtig einnehmen: So geht's

Als Kapsel

Die wohl einfachste Methode ist es, das Pulver in Form einer Kapsel zu sich zu nehmen. Mit ausreichend Wasser schlucken, damit die Kapsel auch gut wirken kann. Halte dich bei der Einnahme der Kapseln auch immer an die Herstellerhinweise.

Als Pulver

Möchtest du keine Kapseln schlucken, kannst du Ashwagandha aber auch in Pulverform zu dir nehmen. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

  • Die gewünschte Milligramm-Anzahl in warmem Wasser auflösen und trinken. Bei Bedarf können noch andere Pulver wie Gerstengras oder Kurkuma beigemischt werden. 
  • Alternativ kann das Pulver auch in dem Saft deiner Wahl aufgelöst werden. Und sogar Smoothies lassen sich mit dem Pulver mixen.
  • Ashwagandha kannst du auch deiner Goldenen Milch beimischen. Etwas Pflanzenmilch erwärmen und aufschäumen, Kurkuma und Ashwagandha hinzufügen und fertig ist dein Kaffee-Ersatz am Morgen.
  • Alternativ kannst du dir auch eine Moon Milk, einen Schlaftrunk in der Nacht zubereiten. Dafür etwas Pflanzenmilch erwärmen und aufschäumen und etwas Ashwagandha-Pulver mit Gewürzen wie Zimt und etwas Honig mischen.

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Verwendete Quellen: krankenkassenzentrale.de, zentrum-der-gesundheit.de

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