Alles über Blutklumpen während der Periode

Blutklumpen während der Periode: Was es zu bedeuten hat und was hilft

Beim Blick ins Höschen kommt bei einigen Frauen der Schreck: Es sind Blutklümpchen im Periodenblut. Was das zu bedeuten hat und was du tun solltest, erfährst du hier.

Mal ist sie stärker und dann wieder schwächer. Eines ist aber sicher: Jeden Monat kommt sie – die Periode mit all ihren Begleiterscheinungen. Stimmungsschwankungen, Unterleibsschmerzen und Co holen und Monat für Monat ein. Viele Frauen bemerken hin und wieder auch eine stärkere Blutung und sogar kleine Blutklumpen können im Periodenblut zu sehen sein. Was es mit den Klümpchen auf sich hat und was sie bedeuten können, verraten wir dir hier.

Dickflüssige Periode: Was sind die Blutklumpen während der Periode genau?

Besonders zu Beginn der Periode ist die Blutung relativ stark. Dann müssen Periodenprodukte wie Tampons, Binden und Menstruationstassen besonders häufig gewechselt werden. Gerade an den ersten zwei Tagen des Zyklus kann es durch den starken Blutfluss auch zu kleinen Blutklumpen kommen. Medizinisch werden die Klumpen Koagel genannt.

Ist das Blut dickflüssig und klumpig, brauchst du aber nicht direkt einen Schreck bekommen. Bis zu einem gewissen Grad ist das ganz normal und kein Grund zur Sorge. Die Klumpen können mal größer und mal kleiner sein und sich auch in der Farbe unterscheiden. Besonders bei einer starken Regelblutung kommen die Koagel vor.

Symptome: Blutklumpen bei starker Regelblutung

Eine starke Regelblutung wird auch Hypermenorrhoe genannt. Man spricht von einer stärkeren Periode, wenn man etwa alle ein bis zwei Stunden die Periodenprodukte wechseln muss und länger als fünf Tage am Stück blutet. Durchschnittlich verliert eine Frau etwa 60 Milliliter Blut pro Menstruation. Bei einer starken Blutung können es mehr als 80 Milliliter sein. Gerade in diesem Fall ist das Blut aufgrund des starken Blutflusses dickflüssig und klumpig.

Hast du mal eine etwas stärkere Periode und bemerkst Klumpen im Höschen, brauchst du aber nicht direkt Panik haben. Jede Frau hat mal eine stärkere Menstruation. Solange du nicht in jedem Zyklus besonders stark blutest, brauchst du nicht zum Arzt oder zur Ärztin gehen. In der Regel ist die nächste Periode wieder schwächer. Hast du regelmäßig eine starke Regelblutung und noch weitere Begleiterscheinungen wie Müdigkeit, Schwäche und starke Unterleibsschmerzen, solltest du dir diesen Artikel genauer durchlesen und eventuell sogar den Arzt oder die Ärztin aufsuchen.

Starke Regelblutung: Ursachen & Tipps, die helfen

Die Ursachen: Gründe für die Blutklumpen

Blutklumpen im Periodenblut sind in der Regel nichts anderes als geronnenes Blut. Gerinnung ist der Vorgang, bei dem Blut vom flüssigen in einen halbfesten oder festen Zustand übergeht. Zuständig für die Koagel im Menstruationsblut sind die sogenannten Antikoagulantien. Hierbei handelt es sich um Gerinnungshemmer, die der Körper ausschüttet, damit das Blut der Menstruation nicht gerinnt. Ist die Blutung bei einer Hypermenorrhoe aber besonders stark, kommen die Gerinnungshemmer nicht hinterher, weshalb sich Klumpen bilden. 

Für die Gebärmutter ist das an sich aber ein gutes Zeichen, wenn die Blutklumpen bei der Blutung aus dem Körper abtransportiert werden. Das bedeutet, dass sich die Innenwand der Gebärmutter während des letzten Zyklus gut aufgebaut hat, damit sich eine Eizelle gut einnisten kann. Bei der Ablösung der Gebärmutterschleimhaut kann sich das Fließvolumen verändern. Und auch die Beschaffenheit des Menstruationsblutes verändert sich durch die Ablösung Gebärmutterschleimhaut-Gewebes. So kann jeder Zyklus unterschiedlich sein.

Koagel: Sind Blutklumpen bei der Periode schlimm?

Dass Blutklumpen im Periodenblut vorkommen, ist im Grunde nichts Schlimmes und passiert bei vielen Frauen. Solltest du aber bei jeder Regelblutung eine besonders starke Blutung und Koagel haben, solltest du das Thema mit deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin besprechen. Der stärkere Blutverlust kann zum Beispiel einen Eisenmangel (Anämie) zur Folge haben und dich müde, schlapp und antriebslos machen.

Die wiederkehrende starke Regelblutung kann aber auch ein Hinweis auf eine Veränderung der Gebärmutterschleimhaut, hormonelle Veränderungen (beispielsweise Pubertät oder Wechseljahre) oder eine Krankheit sein. Sie kann aber auch nach dem Einsetzen der Spirale auftauchen.

Behandlung: Das kannst du gegen Gerinnsel im Menstruationsblut tun

Fällt deine Monatsblutung jeden Monat besonders stark aus und wird begleitet von Blutklumpen, solltest du zum Arzt oder zur Ärztin gehen. Hier kann festgestellt werden, was die genaue Ursache für deine Hypermenorrhoe ist. Zunächst beschreibst du dafür deine Symptome und gibst eine grobe Einschätzung über die Menge des Periodenblutes pro Zyklus.

Danach können ein Ultraschall und ein großes Blutbild gemacht werden, um den genauen Grund für deine starke Monatsblutung feststellen zu können. Um den starken Fluss und die damit einhergehenden Koagel zu mindern, können folgende Behandlungen unternommen werden:

  • Es werden Medikamente verschrieben, die die Blutung mindern
  • Man kann Eisen-Präparate zu sich nehmen, die den Eisenhaushalt wieder stärken und Symptome wie Schwäche und Müdigkeit mindern
  • Die Einnahme der Pille oder das Einsetzen der Hormonspirale kann empfohlen werden, denn unter Umständen helfen diese, die Regelblutung zu schwächen
  • Wurden gutartige Gewebewucherungen an der Gebärmutter gefunden, können diese möglicherweise operativ entfernt werden
  • Auch ein komplettes Entfernen der Gebärmutterschleimhaut kann durchgeführt werden, jedoch nur bei sehr starken Beschwerden und wenn kein Kinderwunsch mehr besteht

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Verwendete Quellen: helloclue.com, herloop.com

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