Brustschmerzen vor der Periode: Das hilft

Brustschmerzen vor der Periode: Das hilft gegen spannende Brüste

Viele Frauen haben vor der Periode mit PMS zu kämpfen. Einige haben Stimmungsschwankungen, andere unreine Haut. Auch Brustschmerzen gehören zu den Begleiterscheinungen der Menstruation. Alles, was du wissen musst.

Vor der Periode ist PMS (prämenstruelles Syndrom) bei vielen Frauen am Start. Es kündigt sich schleichend in der Zeit nach dem Eisprung an und beschert uns jede Menge physischer und psychischer Beschwerden. Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, unreine Haut, Fressattacken – wir alle kennen die Symptome. Und auch Brustschmerzen gehören zu häufigen Begleiterscheinungen, die uns kurz vor der Periode ereilen. Ob und wie stark diese auftreten, kann von Frau zu Frau unterschiedlich sein. Leidest du in jedem Zyklus unter einer schmerzenden, spannenden Brust, solltest du nun gut aufpassen. Wir erklären dir, was die Ursachen für die Brustschmerzen und Spannungsgefühle sind und was du dagegen tun kannst.

Ursachen: Warum schmerzen die Brüste vor der Periode?

Etwa ein Viertel aller Frauen haben vor der Periode mit Brustschmerzen, auch Mastodynie genannt, zu tun. Allein schon das Tragen des BHs oder leichte Berührungen der Brust können unangenehm sein. Die Haut spannt und die Brüste schmerzen. Und auch die Brustwarzen sind nun besonders empfindlich und können teils jucken. Doch wie kommt es dazu?

Die Ursache für Begleiterscheinungen wie Brustschmerzen, Kopfschmerzen oder Fressattacken ist die Veränderung und das Ungleichgewicht der Hormone vor der Periode. Die Sexualhormone Östrogen und Progesteron werden dann vermehrt ausgeschüttet, was sowohl physische als auch psychische Auswirkungen auf den Körper haben kann. 

Durch den erhöhten Östrogenspiegel können Wassereinlagerungen im Körper vorkommen – auch an den Brüsten. Und da sich das Wasser nicht gleichmäßig verteilt, spannen die Brüste und können teilweise sogar schmerzen. Das kann unter Umständen auch jeweils nur eine Brust betreffen. Und auch kleine Knoten können sich in der Brust bilden, die man dann fühlen kann.

Brustschmerzen: PMS oder doch schwanger?

Brustschmerzen sind auch ein typisches erstes Schwangerschaftsanzeichen. Auch im Falle einer Schwangerschaft verändern sich die Hormone und der Östrogenspiegel steigt. Dadurch können auch in diesem Fall die Brüste spannen, druckempfindlich sein, leicht schmerzen und die Brustwarzen können jucken. Somit kann es hin und wieder zu Verunsicherungen kommen, wenn die Brüste schmerzen.

Vielleicht fragst du dich: Bin ich schwanger oder habe ich doch nur PMS? Diese Frage kann am Ende nur ein Schwangerschaftstest beantworten, denn die Beschwerden am Anfang einer Schwangerschaft sind sehr ähnlich zu den Begleiterscheinungen von PMS. Vielleicht setzt aber auch schon nach einiger Zeit deine Menstruation ein und sorgt so für Aufklärung.

Wann fangen die Brustschmerzen vor der Periode an?

Die Symptome der Brustschmerzen bahnen sich oft einige Tage vor der Menstruation an. Fünf bis elf Tage vor der Periode können die Brüste leicht spannen und druckempfindlich werden und die Brustwarzen fangen an zu jucken. Kurz vor der Periode ist die Mastodynie dann meist am schlimmsten und verschwinden in der Regel am ersten oder zweiten Tag der Menstruation.

Übrigens: Frauen über 30 klagen häufiger über Brustschmerzen und Spannungsgefühle der Brust als jüngere Frauen. In den Wechseljahren legen sich die Spannungen dann aber wieder. Es muss aber nicht so sein, dass du in jedem Zyklus unter Schmerzen in der Brust leidest. Sie können willkürlich vorkommen und wieder verschwinden.

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Was kann man gegen schmerzende Brüste tun?

Hast du vor jeder Periode mit starken Brustschmerzen und Spannungsgefühlen zu kämpfen, solltest du deine Gynäkologin oder deinen Gynäkologen aufsuchen. Hier wird zunächst gefragt, wie lange du schon unter den Schmerzen leidest, wann die Beschwerden auftreten, wie intensiv sie sind und ob du irgendwelche Medikamente eingenommen hast. Hat sich der Arzt bzw. die Ärztin einen Eindruck von deinen Beschwerden gemacht, kann er bzw. sie dich ausführlich beraten. Auch ein Ultraschall vom Brustgewebe oder ein Bluttest kann gemacht werden, um andere Erkrankungen auszuschließen.

In Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt kannst du auch Medikamente gegen zyklusbedingte Mastodynie nehmen. Sehr gut eignen sich dafür entzündungshemmende Schmerzsalben oder entwässernde Medikamente. Außerdem sollen diese dabei Maßnahmen helfen, die Symptome der Brustschmerzen zu lindern:

  • Körperliche Bewegung
  • Kühlende Umschläge
  • Auf den BH verzichten oder einen bügellosen Stoff-Bralette tragen
  • Tee mit Hibiskus oder Salbei trinken
  • Präparate mit Mönchspfeffer oder Johanniskraut einnehmen

Brustschmerzen vorbeugen: Das kannst du tun

Kommen Brustschmerzen und Spannungsgefühle häufiger bei dir vor, kannst du auch versuchen, die Beschwerden vor der Menstruation so gering wie möglich zu halten. Mit diesen Tipps kannst du den Brustschmerzen vor der Periode vorbeugen.

  • Trink viel Wasser, um dadurch die Wassereinlagerungen aus dem Gewebe zu schwemmen.
  • Treibe regelmäßig Sport, denn Bewegung fördert die Aktivität der Lymphgefäße und Venen und regt den körpereigenen Rückfluss an.
  • Vermeide Faktoren wie Stress, Alkohol, Nikotin, Schlaf- und Bewegungsmangel. Diese können die PMS-Beschwerden begünstigen und verschlimmern.
  • Achte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Vor allem eine vitaminreiche und Omega-3-reiche Nahrung kann PMS-Beschwerden vorbeugen. Verzichte auch so gut es geht auf einen übermäßigen Koffein- und Salzkonsum.

Fazit

Brustschmerzen vor der Periode sind nur ein kleiner Teil der Beschwerden, die einige Tage vor der Menstruation auf dich zukommen können. PMS hat noch so viel mehr zu bieten: Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, unreine Haut oder Fressattacken gehören zu den häufigsten Begleiterscheinungen der Menstruation. Schmerzende Brüste und Spannungsgefühle der Brüste kannst du durch einen gesunden Lebensstil so gut es geht in Schach halten. Sollte die Mastodynie besonders stark sein und lange anhalten, solltest du dich vom Arzt oder von der Ärztin beraten lassen.

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