Retinol: Alles über den Wunder-Wirkstoff gegen Falten

Was ist Retinol, wir wird es angewendet und warum schwören Dermatologen auf den Wunderwirkstoff? Alle Antworten rund zum Thema findet ihr hier auf einen Blick.

© Oleg Ivanov/Unsplash Wundermittel Retinol: Wogegen es hilft und warum ihr es ab 20 unbedingt in eure Hautpflege-Routine integrieren solltet, erfahrt ihr hier.

Retinol ist ein wichtiges Vitamin und dient dem Wachstum, festigt den Knochenbau, unterstützt die Augen in ihrer Sehkraft und beugt der Hautalterung vor. Retinol oder auch Axerophthol genannt, ist die Bezeichnung für das Vitamin A1. Bei Retinol handelt es sich um die stärkste Form des essenziellen und fettlöslichen Vitamin A, welches in tierischen Lebensmitteln, Obst und Gemüse enthalten ist.

Die Entdeckung von Retinol

Chemisch gesehen gehört Retinol zu den Isoprenoiden und ist ein einwertiger, primärer Alkohol. Die beiden Biochemiker Elmer McCollum und Marguerite Davis entdeckten Retinol im Jahr 1909. Erst 20 Jahre später gelang Paul Karrer die erste Reindarstellung durch Lebertran. Der Chemiker Georg Wittig ebnet schließlich mit seiner Wittig-Reaktion den Weg für eine großtechnische Herstellung des Vitamin A, das durch weitere Schritte in Retinol umgewandelt werden kann. Er wird 1979 für diesen Erfolg mit dem Nobelpreis in Chemie ausgezeichnet.

Die chemische Entstehung von Retinol

Vitamin A besteht aus einer Vielzahl von Stoffgruppen, die alle ähnlich im Körper wirken. Sogenannte Provitamine bilden eine Vorstufe des Vitamin A und können im Körper durch Spaltung in Retinal umgewandelt werden. Durch Reduktion des Retinal gewinnt man Retinol, durch Oxidation erhält man Retinoat. Das Retinol bildet die stärkste Stoffgruppe des Vitamin A. Das bekannteste Provitamin ist das Beta-Carotin, das vor allem in Karotten reichlich vorkommt. Ein weiterer Prozess wandelt das Retinol oder das umgewandelte Beta-Carotin im Körper in Vitamin-A-Säure um. Der chemische Begriff der Vitamin-A-Säure ist Tretinoin. Sie leistet erhebliche Arbeit und unterstützt viele wichtige Funktionen im menschlichen Körper.

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Hilft Retinol gegen Falten?

Da Retinol für die Wachstumsprozesse der Zellen verantwortlich ist, profitiert die Haut enorm von der Wirkung des Vitamins. Es unterstützt den natürlichen Anti-Aging-Effekt. Früher auschließlich für die Bekämpfung von Pickeln verwendet, wird Retinol heute auch vermehrt gegen Falten und Hautalterung eingesetzt. Normalerweise ist der Körper im Stande, aus der Nahrung mit Hilfe der Provitamine selbst Retinol herzustellen und Falten wieder aufzufüllen, aber das biologische Alter hindert diesen Prozess mit der Zeit. Vitamin A wird größtenteils zunächst in der Leber gespeichert. Von dort kann es als Retinol freigesetzt und in jede Zelle des Körpers transportiert werden. Das Hautgewebe besteht aus rund 70% Kollagen. Diese Zellen sorgen mit der Hilfe des gewonnenen Retinols für Spannkraft und verhindern das Erschlaffen der Haut.

Was passiert bei einem Retinol-Mangel?

Hautalterungsprozesse führen jedoch zu einem Abbau von Vitamin A in der Haut und lassen die oberste Hautschicht dünner werden. Herrscht ein Retinol-Mangel, fallen bestimmte Bindegewebezellen, sogenannte Fibroblasten, immer mehr in sich zusammen und die Haut wirkt lasch. So ist die Haut nicht mehr in der Lage, genügend Feuchtigkeit zu speichern und ihre Fasern verlieren an Elastizität. Die Folgen sind trockene Haut und unschöne Falten. Auf diese Weise entsteht übrigens auch Cellulite. Zudem schwächen Umwelteinflüsse (auch Rauchen) die oberste Schicht der Haut und sorgen für eine unregelmäßige Pigmentierung , durch welche jede Haut älter erscheint. An diesem Punkt setzen die Anti-Aging-Produkte mit dem Wirkstoff Retinol an.

Was tut Retinol auf der Haut?

Mit fortschreitendem Alter wird die Kollagen-Produktion stark verlangsamt und es kommt zur Faltenbildung. Die winzigen Moleküle des Wirkstoff Retinol schaffen es durch die oberste Hautschicht zu dringen und die Kollagen-Produktion in den unteren anzukurbeln. Sie regen die Arbeit der Fibroblasten an und die erschlafften Hautzellen beginnen neues Kollagen zu produzieren. Retinol aus Anti-Aging-Produkten kann die Kollagen-Produktion um bis zu 130% steigern. Dadurch werden die Falten von innen aufgefüllt, die Haut wird geglättet und erhält eine verbesserte Textur. Auch langfristig verhindert Retinol die Faltenbildung, da es den Hautalterungsprozess verlangsamt.

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Das ist die beste Retinol Creme

Mit Retinol-Cremes kann die Haut das notwendige Vitamin A von außen aufnehmen. Ab 20 Jahren sollte vorbeugend also auf eine Creme mit Retinol gesetzt werden. Da Retinol die Haut allerdings anfälliger und durchlässiger für die schädliche UV-Strahlung macht, sollte eine Retinol-Creme ausschließlich als Nachtpflege verwendet werden. Wir in der Redaktion sind uns einig: Die beste Creme ist die Retinol Creme von Bioniva für ca. 23 Euro. Die hochdosierte Formel mit Vitamin C und Hyaluronsäure versorgt unsere Haut optimal, schützt sie vor Falten und reduziert die Talgproduktion. 15% Vitamin C, Hyaluronsäure, Aloe Vera, Vitamin B, Vitamin E und Grüner Tee sorgen dafür, dass die Haut sichtbar geglättet wird. Tagsüber sollte unbedingt eine Tagespflege mit Lichtschutzfaktor verwendet werden! Das gilt für alle Produkte mit Retinol.

Hier kannst du die Retinol Creme von Bioniva für ca. 23 Euro kaufen!

Das beste Retinol Serum der Welt

Ihr habt eure perfekte Nachtpflege schon gefunden, möchtet aber trotzdem Retinol anwenden? Keine Sorge, ihr müsst nun nicht euere ganze Pflegeroutine umwerfen. Retinol gibt es nämlich auch als Serum! Mit über 1000 positiven Bewertungen und über 100 beantworteten Fragen wird nicht umsonst das Retinol Serum, ebenfalls von Bioniva, für ca. 20 Euro in den Himmel gelobt! Es kann einfach vor der Nachtpflege aufgetragen werden und entfaltet seine Wirkung über Nacht. Auch hier sollte dringend eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor angewendet werden!

Hier könnt ihr das Retinol Serum von Bioniva für ca. 20 Euro kaufen!

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Hilft Retinol gegen Akne?

Retinol wird immer häufiger in Verbindung mit Akne gebracht. Viele Frauen klagen über schwere Akne, zum Beispiel nachdem sie die Pille abgesetzt haben. Und wir können sagen: Ja, es hilft! Natürlich verschwinden die Pickel nicht über Nacht, doch das Problem lässt sich in Schach halten und die Haut erscheint nach einer regelmäßigen Anwendung ebenmäßig und reiner. Nach einer Retinol-Anwendung über einen längeren Zeitraum verschwinden Pickel immer mehr, bis sie ausbleiben und die Haut rein und rosig erstrahlt. Dafür braucht es jedoch Geduld! 

Kann Retinol gegen Pigmentflecken angewendet werden?

Retinol eignet sich auch als effektiver Wirkstoff für eine Behandlung bei lichtbedingter Hautalterung. UV-Strahlen schwächen die Zellen der Haut, rufen Falten hervor und verursachen Altersflecken. Retinol ist in der Lage diese Sonnenschäden zu beheben und den Pigmentierungsprozess zu verlangsamen. Ärzte verwenden den Wirkstoff Retinol in höherer Dosis zur Bekämpfung von Akne oder Ekzemen. Doch selbst eine geringe Konzentration baut das Bindegewebe auf und hemmt schädigende Enzyme, welche die Kollagen-Produktion beeinträchtigen. Über 2000 Studien, darunter auch viele klinische Auswertungen belegen: Retinol entschärft freie Radikale, regeneriert die Haut und macht sie glatt und geschmeidig. Statt auf plastische Chirurgie und Botox, vertrauen immer mehr Frauen der natürlichen Wirkung von Retinol. Mit dem 100-jährigen Geburtstag feiert Retinol ein Comeback und es kommen immer mehr Kosmetik-Produkte mit dem Wunder-Wirkstoff auf den Markt. Doch Vorsicht: Retinol reagiert sehr empfindlich auf Licht, Wärme und Sauerstoff. Ist es nicht luft- und lichtdicht verpackt, spaltet sich der Wirkstoff auf. Anti-Aging-Forscher suchen deshalb nach einer Lösung, um den Transportweg und die Wirkung von Retinol für die Haut zu optimieren.

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Retinol-Aufnahme durch die Nahrung

Die Wirkung von Retinol dient dem Wachstum und sorgt für einen festen Knochenbau. Auch für die Funktion der Schleimhäute und für eine leistungsstarke Sehkraft ist Retinol unentbehrlich. Schon ein geringer Mangel kann zu einer schlechteren Nachtsicht führen. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin-A liegt bei circa 2 mg pro Tag.Tierische Lebensmittel wie Leber, Fisch, Eier und Milchprodukte sind hervorragende Vitamin-A-Lieferanten und natürliche Retinol-Quellen. Der tägliche Bedarf kann aber auch mit dem Verzehr von pflanzlicher Nahrung leicht gedeckt werden. Besonders gut eignen sich Orangen, Karotten und Spinat, da sie eine große Menge Beta-Carotinenthalten.

Auch Brokkoli, Tomaten oder Aprikosen liefern dem Körper wertvolles Vitamin A. Eine mittelgroße Mohrrübe oder eine Portion Spinat (150g) reicht aus, um den Bedarf zu decken. Der Körper kann Beta-Carotin übrigens am besten mit etwas Fett aufnehmen. Hierfür eignet sich beispielsweise eine geringe Menge Olivenöl. Eine zu fettarme Ernährung kann die Aufnahme von Retinol-Vorstufen beeinträchtigen und zu einem Vitamin-A-Mangel führen. Symptome für einen Mangel sind Nachtblindheit, Wachstumsstörungen oder Knochenbildungsstörungen. Auch eine Überdosis an Retinol kann die Gesundheit beeinträchtigen. Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Sehstörungen sind die Folge zu großer Mengen an Vitamin A.

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