Ab wann kann man einen Schwangerschaftstest machen?

Ab wann kann man einen Schwangerschaftstest machen? Ab wann ist das Ergebnis zuverlässig? Ganz egal, ob ihr euch ein Baby wünscht oder fürchtet, schwanger zu sein – ihr wollt in jedem Fall schnell Bescheid wissen. Wir erklären hier, ab wann ein Schwangerschaftstest funktioniert – und nach welchem Prinzip. Wann ist der beste Zeitpunkt? Und was ist ein Pre-Test? Wir haben für euch die wichtigsten Facts zum Thema "Ab wann ist der Schwangerschaftstest sinnvoll?".

© iStock Wir verraten euch, ab wann das Testergebnis zuverlässig ist!

Schwangerschaftstest – wann machen?

Mit einem gewöhnlichen Schwangerschaftstest (gibt's in der Apotheke und im Drogeriemarkt) könnt ihr zwei Wochen nach der vermeintlichen Befruchtung feststellen, ob ihr schwanger seid. Das ist meist ein zwei Tage nach dem Tag, an dem ihr eigentlich eure Periode erwartet. Ihr könnt ihn ganz einfach zu Hause machen, indem ihr auf den Teststreifen uriniert oder den Urin in einem Behälter auffangt und das Teststäbchen für einige Sekunden eintaucht.

Der Teststreifen enthält Antikörper, die auf das sogenannte Schwangerschaftshormon HCG (humanes Chorion-Gonadotropin) reagieren. Ist der HCG-Spiegel hoch genug, ist der Test positiv und ihr seid schwanger.

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Am besten kann man einen Schwangerschaftstest ein bis zwei Tage, nachdem eure Periode  überfällig ist, machen. Der beste Zeitpunkt ist morgens nach dem Aufstehen, weil euer Morgenurin sehr konzentriert ist. Warum ihr mit dem Test bis zum Ausbleiben eurer Periode warten solltet? HCG wird bereits wenige Tage nach der Befruchtung gebildet, doch seine Konzentration ist am Anfang noch sehr niedrig.

Welche Testformen gibt es überhaupt?

Abgesehen von dem "normalen" Urintest, kann auch ein Urin-Frühtest gemacht werden. Die sogenannten "Pre-Tests" (sehr "empfindliche" Urintests), die schon geringere Mengen HCG in eurem Urin nachweisen können als herkömmliche Schwangerschaftstests, sie sind jedoch nicht genauso zuverlässig, heißt: Auch wenn ein "Pre-Test" negativ ist, könnt ihr schwanger sein, da die HCG-Konzentration in eurem Urin noch so gering gewesen sein kann, dass die Antikörper auf dem Teststreifen noch nicht reagiert haben.

Das kann natürlich auch bei einem "normalen" Schwangerschaftstest passieren. Sicherheit schafft ein Test bei eurem Frauenarzt. Er macht einen Urintest oder einen Bluttest, um euren HCG-Spiegel zu untersuchen. 

Im Blut kann der Beta-HCG-Nachweis eher festgestellt werden, als im Urin. Das Hormon bewirkt die verstärkte Bildung von Östrogenen und Gestagenen, die für die Aufrechterhaltung einer Schwangerschaft notwendig sind.

Wenn ihr trotz eines negativen Ergebnisses beunruhigt seid, kann der Frauenarzt die Schwangerschaft oder Nicht-Schwangerschaft mit einem Ultraschall bestätigen. Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass der Embryo in seiner Fruchtblase erst ab der 5. Schwangerschaftswoche (SSW) nachgewiesen werden kann. Ab der 7. SSW dann auch die Herztätigkeit des Kindes. 

Also zusammengefasst habt ihr folgende Möglichkeiten eure Schwangerschaft zu überprüfen:

  • Bluttest (die Schwangerschaft kann schon sogar eine Woche vor Ausbleiben der Blutung festgestellt werden)

  • Urin-Frühtest (kann bis zu sechs Tage vor Ausbleiben der Periode eine Schwangerschaft anzeigen)

  • Urintest (funktioniert schon ab dem ersten Tag der ausbleibenden Menstruation)

  • Ultraschal (erst ab der 5. SSW der Embryo in der Fruchtblase sichtbar)

Was bedeutet ein falsch-positiver Schwangerschaftstest?

Schwangerschaftstests, die man aus jeder Apotheke bekommt, sind so ziemlich verlässlich. Tatsächlich können die meisten zu 97% korrekt vorhersagen, ob sich die Schwangerschaftshormone im Urin befinden oder nicht. 

Doch wie bei jedem anderen Test auch, können falsche Ergebnisse angezeigt werden. In diesem Fall handelt es sich um medizinische oder umweltbedingte Umstände, die zu einem "falsch positiven" Ergebnis führen können.

Folgende Faktoren können das Ergebnis beeinträchtigen:

 

  • Erkrankungen der Eierstöcke: Bedeutet, dass sich Zysten entwickeln, die die Funktion der Eierstöcke einschränken und ebenfalls das hCG-Hormon produzieren, auch wenn eben keine Schwangerschaft vorliegt. Bei einem Urintest, kann deswegen  das Ergebnis positiv angezeigt werden, trotz nicht vorhandener Schwangerschaft.

  • Medikamente: Hormon-Ersatz-Medikamente wie hCG-Spritzen können zu einem falschen Ergebnis führen. Entzündungshemmende Medikamente geben dem Urin eine Farbe, die zu einem falsch positiven Ergebnis führen kann. Medikamente gegen Parkinson, Tuberkulose oder Antidepressive können die körpereigene Produktion von hCG ankurbeln und ebenfalls das Resultat verfälschen.

  • Chemische Schwangerschaft: Damit ist eine Erkrankung gemeint, wenn sich der Embyro außerhalb der Gebärmutter einnistet. In diesem Fall produziert der Körper hCG, aber kurz danach erfolgt ein Abort. Ca. 25% der Schwangerschaftsabbrüche werden somit nicht entdeckt, da es einfach mit einer starken Menstruation verwechselt wird.  

  • Nahrungsmittel: Dass künstliche Lebensmittelfarben schädlich für unseren Körper sind, ist ja kein Geheimnis. Die Farbe kann aber sogar Ergebnis verfälschen und könnte ebenfalls zu einem falsch positiven Schwangerschaftsergebnis führen. Aber auch natürliche Lebensmittelfarbe kann das Resultat beeinflussen. Rote Beete, Erdbeeren oder Rhabarber verfärben den Teststreifen. Kleiner Tipp: Vorher viel Wasser Trinken und mindestens drei Mal urinieren, bevor ihr den Schwangerschaftstest machen wollt. Somit wir ein falsch positives Ergebnis vermieden. 

Woran merke ich, dass ich schwanger bin?

Wenn man mit Frauen redet, die bereits Kinder haben oder aktuell Schwanger sind, hört man oft "Ich hab einfach gemerkt, dass ich schwanger bin." Ihr fragt euch, welche Anzeichen für eine Schwangerschaft stehen? Hier sind die häufigsten Anzeichen, an denen eine Frau merkt, dass eventuell eine Schwangerschaft vorliegt. An diesen Zeichen könnt ihr euch orientieren:

Auf Platz 1. der Klassiker: die Regel bleibt aus. Frauen, die sonst einen regelmäßigen Zyklus haben, können sich auf diesen Hinweis sicher verlassen, dass sie ein Baby bekommen. Das Ausbleiben der Regel kann aber auch andere Ursachen haben, wie beispielsweise zu viel Stress oder Hormonschwankungen durch umwelteinflüsse. 

2. Übelkeit Morgendliches Unwohlsein, Übelkeit, Brechreiz – alles Symptome, die für eine Schwangerschaft sprechen. Der Geruchs- und Geschmackssinn verändert sich. Diese Übelkeit tritt schon in den ersten Wochen der Schwangerschaft auf und kann auch für einige Wochen anhalten. 

3. Heißhunger In den ersten Wochen der Schwangerschaft verändert sich der Geruchs- und Geschmackssinn. Eine medizinische theorie besagt, dass vor allem das sogenannte schwangerschaftserhaltende Hormon (Beta-hCG) die kulinarischen Schwangerschaftsgelüste auslöst.

4. Ziehen an den Brüsten Um die 5. bis 8. Schwangerschaftswoche wird die Brust bei vielen Schwangeren deutlich schwerer und beginnt zu spannen. 

5. Müdigkeit Zwischen der 1. und 4. Schwangerschaftswoche tritt verstärkte Müdigkeit aus.

6. Häufiger Harndrang Schon in der Frühschwangerschaft, also ab der 6. Schwangerschaftswoche bemerken fast alle Frauen, dass sie viel häufiger auf Toilette müssen.

7. Leichte Blutung Im ersten Schwangerschaftsdrittel kann es schon dazu kommen, dass eine menstruationsartige Blutung auftritt. 

 

© iStock Bei zwei Streifen ist der Schwangerschaftstest positiv.

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