Der Fruchtbarkeitskalender

- Ihr wünscht euch ein Baby? An den fruchtbaren Tagen stehen die Chancen besonders gut, schwanger zu werden. Aber welche sind das? Jolie.de erklärt, wie ihr eure fruchtbaren Tage ausrechnen könnt - mit dem Fruchtbarkeitskalender. Aber Obacht: Um eine zuverlässigere Verhütungsmethode kommen diejenigen unter euch, die lieber erstmal nicht schwanger werden wollen, dennoch nicht herum!

fruchtbarkeit

Der Fruchtbarkeitskalender erhöht die Chancen auf ein Kind. 

Wann ihr eure fruchtbaren Tage habt, hängt unmittelbar mit dem Zeitpunkt des Eisprungs zusammen. Dieser findet bei einem 28-tägigen Zyklus (gerechnet ab dem 1. Tag der Periode) in der Regel am 14. Tag statt.

Wenn ihr einen kürzeren oder längeren Zyklus habt, müsst ihr das berücksichtigen. Dauert er beispielsweise 26 Tage, findet der Eisprung am 12. Tag statt, also immer 14 Tage vor der nächsten Periode.

Fruchtbarkeits-Kalender für das Smartphone

Wenn ihr nicht Buch führen wollt, kann eine Smartphone App helfen, den eigenen Zyklus besser zu durchschauen, wie beispielweise der PeriodPlanner. Der zeigt euch nicht nur den ersten Tag der nächsten Periode an (von dem ihr dann praktisch 14 Tage abzieht, um euren Eisprungtag zu ermitteln), sondern gibt auch Auskunft darüber, wann ihr vermutlich fruchtbar seid. Aber immer schön daran denken: Sperma kann sich auf seinem Weg zur Eizelle fast eine Woche lang halten!

Eisprung

Als Ovulationstag bezeichnet man den Tag, an dem der Eierstock die Eizelle freisetzt, so dass diese in den Eileiter wandern kann. Hält sich dort zum gleichen Zeitpunkt eine Spermazelle auf, verschmelzen beide. Da eine Eizelle eine Lebensdauer von 12 bis 24 Stunden hat, Spermazellen jedoch 3 bis 6 Tage im Uterushals überleben können, gibt es nicht nur einen, sondern mehrere "fruchtbare" Tage.

Genauer gilt als fruchtbare Tage der Zeitraum fünf Tage vor dem Tag des Eisprungs (dieser Tag wird dazu gerechnet) bis ein Tag danach. Mit Online-Tools kann man die fruchtbaren Tage auch berechnen lassen.

Körperliche Veränderungen zum Eisprung

Kurz vor ihrem Eisprung verspüren viele Frauen Spannungsgefühle in der Brust, Bauchschmerzen und verstärkten Vaginalausfluss. Auch ein verstärktes Lustgefühl kann auf einen Eisprung hinweisen, ist aber lediglich ein Indiz!

Temperaturmethode

Mit einer Temperaturkurve könnt ihr die fruchtbaren Tage genauer einkreisen: In der ersten Zyklushälfte, also vor dem Eisprung, ist die Temperatur etwas niedriger, um die Zeit des Eisprungs herum steigt sie um 0,4 bis 0,6 °Grad Celsius an und bleibt so bis zum Einsetzen der Periode.

Bleibt die Temperatur während des gesamten Zyklus gleich, hat mit großer Wahrscheinlichkeit kein Eisprung stattgefunden. Um Messfehler zu vermeiden, ist eine gewisse Disziplin nötig. So sollte immer zur gleichen Tageszeit, nämlich morgens vor dem Aufstehen, gemessen werden. Viele Frauen brauchen außerdem einige Zyklen, um die Temperatur richtig interpretieren zu können.

Zervixschleimmethode

Zusätzlich zur Temperaturmethode kann die so genannte Zervixschleimmethode angewandt werden. Sie basiert auf dem Wissen, dass der Schleim, der normalerweise den Gebärmutterhals verschließt, um die Zeit des Eisprungs herum dünnflüssiger und vermehrt produziert wird.

Wir wissen allerdings auch aus eigener Erfahrung, dass es immer wieder mal Unregelmäßigkeiten im Zyklus geben kann. Deswegen solltet ihr, wenn ihr nicht schwanger werden wollt, immer unbedingt auch noch Kondome benutzen - bei One Nights Stands sowieso!

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