Laut Studie: So wirkt sich das Coronavirus auf unser Sex-Leben aus

Laut Studie: So wirkt sich das Coronavirus auf unser Sex-Leben aus

Wirkt sich das Coronavirus auf unser Sex-Leben aus? Ohja – meint eine Studie. Wie genau die Pandemie darauf Einfluss nimmt, liest du jetzt.

Pärchen küsst sich
© Pexels
Hat die Corona-Pandemie auch unser Sex-Leben beeinflusst? Ja! – Das will eine Studie nun herausgefunden haben.

Die Pandemie hat unser Leben fest im Griff. Vor rund einem Jahr haben wir unser Homeoffice eingerichtet, die Jogginghose hat sich zum Trend-Piece etabliert und der tägliche Spaziergang ist unser Workout. Aber wie sieht es in Sachen Liebe aus? Darüber, dass sich durch die Corona-Pandemie sogar neue Dating-Trends ergeben konnten, haben wir bereits berichtet. Wie sieht es aber mit unserem Sex-Leben aus? Diese Angelegenheit wurde mithilfe einer Studie nun genauer unter die Lupe genommen. 

Besserer Sex dank Corona?

Dass in der Lockdown-Zeit Paare mehr miteinander schlafen, ist ein alter Hut. Doch nun kommen Forscher mit einer weiteren Erkenntnis um die Ecke. So sagt Psychotherapeut Wolfgang Krüger gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: "Wir rechnen damit, dass die Sexualität bei über 50 Prozent der Paare besser wird."

Die Deutschen kaufen mehr Kondome und Sexspielzeug

Wie kommt Krüger darauf? Einerseits verweist er auf die Verkaufszahlen des Erotik-Versandhandels Amorelie. Laut einer Sprecherin des Unternehmens  habe die Erotik-Brand während des Lockdowns einen starken Anstieg der Bestellungen verzeichnet. Im zweiten Lockdown seit der Anstieg sogar noch immenser gewesen als im Frühjahr 2020.

Laut Studie: Paare haben besseren Sex dank Corona

Zum einen sorgen Krisenzeiten also dafür, dass unsere Liebesbeziehungen intensiviert werden. Doch woher kommt die Annahme, dass das Sexleben bei Paaren besser wird? Damit beschäftigen sich Studien des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) und der Hochschule Merseburg. Hier die ersten Ergebnisse auf einen Blick: 

  • 72 Prozent der befragten Männer in einer Partnerschaft gaben an, ihre Beziehung habe sich durch Corona nicht verschlechtert.
  • Für 16 Prozent war sie sogar besser geworden.
  • Nur zwölf Prozent halten die Situation für schlechter, als vor dem Lockdown.
  • Von den Frauen, die in einer Beziehung leben, nahmen 30 Prozent eine Verbesserung wahr.
  • Für 58 Prozent blieb die Liebesbeziehung unverändert, für zwölf Prozent eher schlechter.

Womit hängt die positive Wahrnehmung der Beziehung zusammen? Unter anderem mit dem Sexleben. So heißt es von Studienleiter Heinz-Jürgen Voß:

Frauen, die eine verbesserte Situation in der partnerschaftlichen Situation unter Corona nennen, hatten im Durchschnitt häufiger Sex als diejenigen, die die Situation als verschlechtert charakterisieren. [...] Die Grundannahme, dass immer gesagt wird, die partnerschaftliche Situation müsse grundlegend schlechter werden im Lockdown hat sich nicht bewahrheitet.

Krüger fügt hinzu:

Viele Menschen haben in der Pandemie Zeit, sich zu besinnen und die Frage zu stellen, was sie in ihrem Leben immer schon mal machen wollten. Die lernen dann zum Beispiel eine neue Sprache.

Wenn wir neue Fähigkeiten erlernen, sind wir grundsätzlich zufriedener. "Diese Zufriedenheit ist die beste Grundlage für Sexualität", so der Psychotherapeut weiter. Nun, wenn das so ist, dann hat die Pandemie vielleicht doch etwas Gutes ... 

Verwendete Quelle: dpa

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