Zahnpasta: Vorsicht! Gefährlicher Stoff gefunden

Zahnpasta: Vorsicht! Gefährlicher Stoff gefunden

Augen auf beim Zahnpasta-Kauf! Bei einem Inhaltsstoff solltet ihr besonders aufpassen: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kann eine erbgutschädigende Wirkung nicht ausschließen.

Zahnpasta und Zahnbürste
© Karolina Grabowska / Pexels
In einigen Zahnpasten ist der umstrittene Stoff Titandioxid enthalten.

Wir benutzen sie mindestens zwei Mal am Tag und sie gibt uns einen wunderbar frischen Atem: die Zahnpasta. Doch in einigen Produkten steckt das sogenannte “Titandioxid”, auch als "E171" bekannt. Dieser Stoff ist sehr umstritten und kann schlimme Nebenwirkungen mit sich bringen ...

Was ist Titandioxid?

Bei Titandioxid handelt es sich um einen Farbstoff, der in Lebensmitteln wie Backwaren, Suppen, Brühen, Soßen, Salate, herzhaften Brotaufstrichen, Käse, Süßigkeiten und vielen weiteren eingesetzt wird. Er ist laut der EFSA auch in Kosmetik enthalten. Dort hat er die Bezeichnung “CI 77891”. Auch einige Arzneimittel und Farben beinhalten Titandioxid.

Lebensmittel sollen mit Titandioxid visuell ansprechender gemacht werden, das heißt, ihnen wird beispielsweise mehr Farbe verliehen. Für Verpackungen dient es als eine Art Sonnenschutzmittel.

Warum ist Titandioxid schädlich?

Lange wurde Titandioxid von der EFSA als nicht bedenklich eingestuft. 2016 gab es erste Bedenken zu dem Zusatzstoff und Studien zur Überprüfung möglicher gesundheitlicher Folgen wurden in Auftrag gegeben. Fünf Jahre später, im Jahr 2021, erklärte Prof. Maged Younes, Vorsitzender des EFSA-Sachverständigengremiums für Lebensmittelzusatzstoffe und Aromastoffe (FAF), Folgendes:

Unter Berücksichtigung aller verfügbaren wissenschaftlichen Studien und Daten kam das Gremium zu dem Schluss, dass Titandioxid als Lebensmittelzusatzstoff nicht mehr als sicher angesehen werden kann.

Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass durch den Stoff das genetische Material von Zellen geschädigt werde. Die EFSA kann daher keine sichere Menge für den täglichen Konsum festlegen. In Form von großen Partikeln, wie beispielsweise in Sonnencremes, ist der Stoff unbedenklich. Bei oralen Produkten wie Zahnpasten sieht es anders aus – hier kann der Stoff in Form von Nanopartikeln ausversehen in den Körper gelangen.

Ist Titandioxid verboten?

Verbieten kann die Behörde Titandioxid allerdings nicht, sie gibt nur Handlungsempfehlungen an die EU-Kommission weiter. Diese sah bisher keine akute Gesundheitsgefahr, obwohl Frankreich Titandioxid ab dem 01. Januar 2020 aus genau diesem Grund verboten hat. Mit der neuen Einschätzung der EFSA könnte sich das Blatt wenden.

Verbraucherinnen und Verbraucher haben zurzeit keine andere Wahl, als sich die Inhaltsstoffe in Produkten genau anzusehen. Schaut also genau nach, ob auf eurer Zahnpasta die Bezeichnung “CI 77891” zu finden ist. Zum Glück gibt es zahlreiche Alternativen wie das Weleda Pflanzen-Zahngel für ca. 4 Euro oder das SANTE Naturkosmetik Dental med Zahngel mit Vitamin B für ca. 5 Euro.

Verwendete Quellen: efsa.europa.de, freundin.de, zentrum-der-gesundheit.de

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