Zahnfleischentzündung Hausmittel: Diese 8 helfen sofort

Was tun bei einer Zahnfleischentzündung? Diese 8 Hausmittel helfen sofort

Was tun bei einer Zahnfleischentzündung? Wir verraten, welche Hausmittel am besten gegen entzündetes Zahnfleisch helfen.

Was ist eine Zahnfleischentzündung?

Unter einer Zahnfleischentzündung (medizinisch: Gingivitis) versteht man eine akute oder chronische Infektion des Zahnfleisches, die in den meisten Fällen durch Bakterien in der Mundhöhle verursacht wird. Sie tritt bei Erwachsenen sowie bei Kindern auf und geht oft auf eine mangelnde Mundhygiene zurück. Eine akute Zahnfleischentzündung tritt größtenteils plötzlich auf und beginnt in den Zahnzwischenräumen. Das Zahnfleisch ist hier nur oberflächlich entzündet und lässt sich in der Regel leicht behandeln. Zahnschmerzen treten nicht auf.

Unbehandelt kann aus einer akuten Zahnfleischentzündung eine chronische Entzündung entstehen, bei der die Bakterien den Zahnhalteapparat befallen. Schlimmstenfalls führt das zu einer Parodontitis, bei der sich die Zähne lockern und sogar ausfallen können. Betroffene klagen bei einer Parodontitis jedoch nicht über klassische Zahnschmerzen, sondern über Schmerzen am Zahnfleisch.

Symptome einer Zahnfleischentzündung

Eine akute Zahnfleischentzündung ist nicht immer eindeutig zu erkennen, denn sie bereitet in der Regel keine Schmerzen. Zu den häufigsten Symptomen einer Gingivitis zählen:

  • Zahnfleischbluten
  • geschwollenes und stark gerötetes Zahnfleisch
  • Mundgeruch

Gesundes Zahnfleisch dagegen ist blassrosa, füllt die Zahnzwischenräume vollständig aus und blutet nicht. Stellst du beim Essen oder Zähneputzen regelmäßig fest, dass dein Zahnfleisch blutet, solltest du einen Zahnarzt aufsuchen. Auch bei Rötungen und Schwellungen kann eine Entzündung des Zahnfleisches vorliegen, die zahnärztlich untersucht werden sollte.

Ursachen einer Zahnfleischentzündung

Die häufigste Ursache einer Zahnfleischentzündung ist unzureichende Mundhygiene. Wer seine Zahnflächen nicht gründlich reinigt, der bietet den Bakterien im Mund den optimalen Nährboden, um sich zu vermehren. Die Bakterien ernähren sich von den Nahrungsresten an unseren Zähnen und bilden einen Zahnbelag (bakterieller Plaque), der sich nur schwer von den Zähnen entfernen lässt. In diesem Biofilm produzieren die Bakterien bei der Verstoffwechslung von Nahrungsresten Giftstoffe und Säuren, die zwischen Zahn und Zahnfleisch gelangen und dort eine Entzündung hervorrufen.

Verschiedene Risikofaktoren begünstigen eine Zahnfleischentzündung. Dazu zählen Stoffwechselerkrankungen, Diabetes, Alkoholkonsum, Rauchen, Stress, hormonelle Veränderungen (zum Beispiel durch eine Schwangerschaft) oder ein Vitamin-C-Mangel.

Die besten Hausmittel gegen eine Zahnfleischentzündung

Um eine Zahnfleischentzündung schneller abklingen zu lassen und die Symptome zu lindern, braucht es nicht unbedingt spezielle Präparate aus der Apotheke. Auch eine Behandlung mit Hausmitteln kann erfolgreich sein. Folgende Hausmittel gegen Zahnfleischentzündungen haben sich bewährt:

Kamille

Kamille wirkt entzündungshemmend sowie schleimhautschützend und beruhigt gereiztes Zahnfleisch. Gurgle mehrmals pro Tag etwas Kamillentee oder lege einen feuchten Teebeutel fünf Minuten lang auf die betroffene Stelle.

Salbei

Salbei hat einen ähnlichen Effekt wie Kamille und ist ebenfalls ein beliebtes Hausmittel bei Zahnfleischentzündungen. Solltest du keinen Kamillentee zu Hause haben, kannst du deinen Mundraum stattdessen mit entzündungshemmenden Salbeitee spülen.

Ingwer

Ingwer hilft nicht nur bei Erkältungen, sondern auch bei Zahnfleischentzündungen. Die Knolle wirkt antibakteriell und hemmt Entzündungen. Trinke pro Tag einige Tassen Ingwertee und gurgle mehrmals täglich damit.

Teebaumöl

Gegen Zahnfleischentzündungen helfen Mundspülungen mit antibakteriellen ätherischen Ölen, zum Beispiel Teebaumöl. Es ist für seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung bekannt. Löse ein paar Tropfen in einem Glas Wasser auf und spüle deinen Mund für 30 Sekunden mit der Mischung. Alternativ kannst du einen Tropfen Teebaumöl auf deine Zahnbürste geben und Zahnflächen und Mundraum damit putzen.

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Apfelessig

Genau wie die anderen bereits vorgestellten Hausmittel wirkt auch Apfelessig antibakteriell und kann bei einer Gingivitis helfen. Zudem regt Apfelessig den Speichelfluss an und sorgt dafür, dass der Mundraum gut durchgespült wird. Vermische morgens und abends vor dem Zähneputzen zwei Teelöffel Apfelessig mit einem Glas Wasse. Gurgle die Mundspülung 30 Sekunden lang.

Salz

Zur Behandlung einer Zahnfleischentzündung kommt oft Salz zum Einsatz. Gib einen Teelöffel Salz in ein Glas Wasser und gurgle damit zweimal täglich. Das Salzwasser lässt sich mit einer Zahnbürste auch punktuell auf die betroffenen Stellen auftragen. Durch die antibakterielle Wirkung des Salzes werden die Beschwerden gelindert und die Entzündung geht zurück.

Lavendel

Um eine Gingivitis zu behandeln, kannst du Lavendel als Hausmittel verwenden. Bereite dir täglich eine Tasse Lavendeltee zu oder verwende ihn mehrmals pro Tag zum Gurgeln. So kannst du deine Infektion lindern. Auch zwei bis drei Tropfen ätherisches Lavendelöl in einem Glas Wasser eignen sich zum Gurgeln.

Massage

Wenn das Zahnfleisch blutet, empfehlen Zahnärzte eine Massage mit einer Zahnbürste. Das regt die Durchblutung an und beschleunigt die Heilung. Verwende für die Massage unbedingt eine weiche Zahnbürste und gehe in sanften, kreisenden Bewegungen vor.

Wie lange dauert es, bis eine Zahnfleischentzündung verschwindet?

Eine Zahnfleischentzündung heilt bei sorgfältiger Mundhygiene und der Anwendung von Hausmitteln in der Regel innerhalb von zwei bis sieben Tagen von selbst ab. Ist das nicht der Fall, solltest du deine Entzündung zahnärztlich untersuchen lassen, bevor sich aus der akuten Zahnfleischentzündung eine chronische entwickelt.

Wie kann man Zahnfleischentzündungen vorbeugen?

Zahnfleischprobleme lassen sich durch die richtige Zahnpflege zum Glück leicht vorbeugen. Damit erst gar keine Zahnfleischentzündung entsteht, ist eine gründliche Mundhygiene und Zahnpflege essenziell.

  • Putze zweimal täglich deine Zähne. Studien zufolge reinigen elektrische Zahnbürsten übrigens besser als Handzahnbürsten.
  • Säubere deine Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten.
  • Verwende eine antibakterielle Mundspülung.
  • Reinige deine Zunge regelmäßig. 
  • Gehe ein- bis zweimal im Jahr zur Prophylaxe beim Zahnarzt. So können erste Anzeichen einer Gingivitis rechtzeitig erkannt werden oder es entsteht erst gar keine Zahnfleischentzündung.
  • Lasse deine Zähne einmal pro Jahr professionell reinigen.

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Verwendete Quellen: netdoktor.de, deutsche-familienversicherung.de, oekotest.de

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