Salicylsäure Schwangerschaft: Wie gesund ist der Wirkstoff?

Salicylsäure Schwangerschaft: Wie gesund ist der Wirkstoff für Schwangere?

Darf man den Wunderwirkstoff Salicylsäure während der Schwangerschaft verwenden? Wir haben uns näher mit der Thematik beschäftigt und verraten es dir.

Wer sich mit dem Thema Hautpflege, Beauty und Gesundheit auseinandersetzt, der wird früher oder später mit Sicherheit auf den Begriff Salicylsäure gestoßen sein. Der Wirkstoff ist ein absoluter Liebling in der Kosmetik und das nicht ohne Grund. Gerade Menschen, die eine besonders empfindliche Haut haben, profitieren von dem Wundermittel. Doch was genau bewirkt es und dürfen Frauen während ihrer Schwangerschaft Salicylsäure auf ihrer Haut auftragen? Wir klären dich hier auf.

Was ist Salicylsäure?

Erst einmal sollte die wichtigste Frage beantwortet werden: Was ist Salicylsäure eigentlich? Der Wirkstoff ist in der Kosmetik- und Beauty-Industrie schon lange kein Fremdwort mehr. Eher im Gegenteil. Es gibt mittlerweile so viele Produkte, die das Wundermittel als Inhaltsstoff enthalten. Es handelt sich dabei um einen hornlösenden und antibakteriellen Inhaltsstoff. Aus diesem Grund kann Salicylsäure bei Akne, Pickel, Unreinheiten und Flecken im Gesicht oder am Körper Wunder bewirken. Es kommt daher vermehrt in Cremes, Seren, Peelings, Bodylotions, Gels, Make-up, Shampoos und Co. vor. Der Wirkstoff gelangt zudem über die Haut teilweise auch ins Blut und das Gewebe. Nach ca. drei bis vier Stunden wird Salicylsäure aus dem Blut zur Hälfte abgebaut und über die Niere ausgeschieden.

Übrigens enthalten auch gewisse Lebensmittel und Gewürze wie Curry, Thymian, Paprika, Ananas, Himbeeren, Mandeln und Erdnüsse Salicylsäure. Allerdings kann man den Anteil nur schwer festlegen.

Was kann Salicylsäure

Was macht Salicylsäure aber genau aus und warum ist es ein Wundermittel in der medizinischen Kosmetik? Hier kommen die Vorteile von Salicylsäure.

Es ist…

  • entzündungshemmend
  • antibakteriell
  • entfettend
  • hornhautlösend
  • schuppenlösend
  • porenverfeinernd

Salicylsäure während der Schwangerschaft: Erlaubt oder nicht?

Nun aber die wichtige Frage: Darf Salicylsäure während der Schwangerschaft angewendet werden? Hier ist es umso wichtiger, vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin zu sprechen. Ohne dich vorher beraten zu lassen, solltest du als Schwangere NICHT zu bestimmten Wirkstoffen greifen. Zwar kann Salicylsäure in einer sehr kleinen Menge und kleinflächig aufgetragen (auf weniger als fünf Quadratmeter) selten Nebenwirkungen nachweisen, dennoch ist jeder Körper und vor allem jede Schwangerschaft anders.

Da Salicylsäure über die Haut aufgenommen wird, besteht die Gefahr, dass der Wirkstoff auch zum Baby gelangt und Herz und Niere des Kindes schädigt. Im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel solltest du daher darauf verzichten.

Je stärker die Konzentration der Salicylsäure, umso gefährlicher für Schwangere und Baby. Um jedes kleinste Risiko während der Schwangerschaft aus dem Weg zu räumen, solltest du dich ausgiebig von deinem Arzt oder deiner Ärztin beraten lassen. Das gilt nicht nur für Salicylsäure, sondern auch für die Anwendung anderer Wirkstoffe, bestimmter Medikamente und gewissen Behandlungen während der Schwangerschaft.

Salicylsäure nach der Schwangerschaft: Worauf muss ich achten?

Vorsicht: Auch nach der Schwangerschaft und während der Stillzeit solltest du beim Umgang und bei der Anwendung von Salicylsäure aufpassen. Um den Säugling nicht zu gefährden, solltest du Cremes, Gels, Peelings und Co. mit Salicylsäure nicht im Bereich der Brust auftragen.

Wofür wird Salicylsäure eingesetzt?

Dass Salicylsäure also in erster Linie für die Hautpflege genutzt wird, haben wir nun geklärt. Doch bei welchen Beschwerden genau macht es Sinn, auf eine Anwendung mit dem Wirkstoff zurückzugreifen? Hier kommt eine Übersicht:

Bei besonders empfindlicher Haut empfiehlt es sich, sich vorab von einem Dermatologen oder einer Dermatologin beraten zu lassen, um Verschlimmerungen zu vermeiden.

Salicylsäure Nebenwirkungen: Welche gibt es?

Nebenwirkungen von Salicylsäure sind immer vom Gehalt des Wirkstoffes abhängig. Wie viel du vom Produkt verwendest, ist hier also ausschlaggebend. Es gilt daher also: Je höher die Konzentration, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Folgendes auftreten kann:

  • Rötungen
  • Austrocknung der Haut
  • Hautreizungen
  • Brennen auf der Haut

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Verwendete Quellen: mein-allergie-portal.com, netdoktor.de, onmeda.de

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