Schuppenflechte: Was hilft gegen Psoriasis?

Schuppenflechte: Diese Dinge helfen wirklich gegen die Hauterkrankung Psoriasis

Die Schuppenflechte ist eine Hauterkrankung, die psychische und körperliche Belastungen hervorruft. Was Psoriasis genau ist und was Betroffene dagegen tun können, klären wir hier.

Weiße Schuppen sind kein gern gesehener Gast auf unserem Körper. Schuppige Haut kann viele Ursachen haben - eine davon heißt Psoriasis. Mit ihr haben Betroffene leider lange zu kämpfen. Diesen Artikel solltest du unbedingt lesen, wenn du unter deiner trockenen Haut leidest, Ekzeme auf deiner Haut entdeckt hast oder dich einfach über Schuppenflechte informieren möchtest. Wie du lernen wirst, können auch Menschen mit Mischhaut auf einmal von einer Schuppenflechte überrascht werden - die Veranlagung dazu trugen sie nämlich schon in ihrem Körper. Wir haben alle wichtigen Fakten für dich zusammengefasst.

Was ist Psoriasis?

Eine Schuppenflechte (korrekt Psoriasis vulgaris) ist eine Autoimmunkrankheit. Unsere Hautzellen erneuern sich alle vier Wochen, doch bei der Krankheit Psoriasis ist dieser Rhythmus gestört. Die neuen Hautzellen bilden sich siebenmal so schnell und es kommt zu einer Art Stau an der Hautoberfläche und es bilden sich Schuppen auf der Haut.

Die betroffenen Stellen (häufig Ellbogen, Knie und Kopfhaut) jucken und sind entzündet, die Haut verdickt, ist gereizt, wird rot und trocken und bildet silbrig glänzende Hautschuppen, die dann abfallen. Dies geht oft mit Spannungsgefühlen und unangenehmen Schmerzen einher.

Wann tritt Psoriasis auf?

Bei rund zwei Dritteln der Betroffenen treten Schuppenflechten im Alter zwischen zehn und fünfundzwanzig Jahren das erste Mal auf. Psoriasis ist zwar nicht ansteckend, aber auch nicht heilbar.

Wie schwer und wie häufig die Schübe sind, wie lange sie andauern und an welchen Körperstellen Schuppenflechten auftreten, ist von Betroffenem zu Betroffenem unterschiedlich. Es kann sein, dass Betroffene lange Phasen ohne neue Schuppenflechte erleben - komplett ohne werden sie aber vermutlich nie leben. Eine besondere Form der Psoriasis ist die Psoriasis-Arthritis, bei der sich Gelenke (zum Beispiel die der Finger oder das Knie) entzünden und anschwellen. Diese Art der Arthritis kombiniert die Symptome einer Schuppenflechte auf der Haut mit chronischen Entzündungen an Gelenken, Sehnen und Wirbelsäule. Wenn du Probleme mit deinen Gelenken hast, hole dir bitte ärztlichen Rat, um abzuklären, ob es sich um Arthritis handelt.

Psoriasis: Wer bekommt Schuppenflechten?

Von hundert Menschen in Deutschland leiden zwei bis drei an Psoriasis vulgaris. Die Veranlagung für Schuppenflechte wird vererbt, aber nicht bei jedem, der sie hat, bricht Psoriasis auch aus. Welche genauen Ursachen die Erkrankung hat, wird noch erforscht. Manchmal kommt es auch vor, dass krankhafte Hautveränderungen erst im Erwachsenenalter auftreten, aber schon von Geburt an im Körper schlummern. Wenn das bei dir der Fall ist, beobachte ganz genau deine aktuelle Lebenssituation und überlege, was sich geändert hat. Befindest du dich in einer stressigen Phase oder hast du in letzter Zeit deine Hautpflege vernachlässigt?

Auslöser für Schuppenflechten

Doch es sind bereits eine ganze Reihe von Auslösern oder Risikofaktoren für die Krankheit Psoriasis bekannt: Äußerliche Einflüsse wie Verletzungen der Haut, scheuernde Kleidung oder schwerer Sonnenbrand, aber auch innerliche Ursachen wie Infektionen (vor allem durch Streptokokken, zum Beispiel bei Mandelentzündungen), Hormonschwankungen, Stress, Rauchen, Alkoholgenuss oder bestimmte Medikamente können zu Schuppen führen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen außerdem, dass es zwischen Schuppenflechte und Übergewicht einen Zusammenhang gibt: Patientinnen und Patienten mit Übergewicht weisen öfter Schuppenflechten auf als Menschen ohne Übergewicht.

Vielleicht kennst du den Spruch "Die Haut ist ein Spiegel der Seele". Oftmals siehst du auf deiner Haut, wie es um deine mentale Verfassung steht. Bist du unruhig, ängstlich, gestresst oder überfordert, zeigt sich das auch auf deiner Haut. Sie ist das größte Organ unseres Körpers und ist dementsprechend sehr anfällig für Erkrankungen. Wer an Psoriasis vulgaris leidet, kann versuchen, neuen Krankheitsschüben vorzubeugen, indem Auslöser wie Stress möglichst vermieden werden.

Das psychische Leiden hinter Psoriasis

Viele Frauen und Männer mit Psoriasis vulgaris leiden psychisch sehr unter Schuppenflechten und anderen Hautveränderungen: Sie sind verzweifelt, wenn ein neuer Schub kommt, und fürchten sich vor den Reaktionen ihrer Umwelt.

Für Beziehungen kann Psoriasis zur Belastungsprobe werden: Davon zeugen viele verzweifelte Forumsbeiträge im Netz, in denen Betroffene dieser Erkrankung erzählen, dass sie sich von ihrem Partner/ihrer Partnerin zurückziehen, weil sie sich für die Schuppenflechten auf ihrer Haut schämen – auch wenn der oder die sich gar nicht daran stört. Außerdem verfolgt viele Patientinnen und Patienten mit Schuppenflechte das Gefühl, keine Kontrolle über ihren Körper zu haben. Die Schübe kommen und gehen immer wieder, meist ohne vorherige Anzeichen, und bereiten oft große Schmerzen. Dadurch, dass innerlicher Stress wiederum für weitere Ekzeme sorgen, befinden sich Betroffene in einer Art Teufelskreis mit ihrer Krankheit. Patientinnen und Patienten sollten bei großem Leidensdruck über eine Form der Therapie, zum Beispiel eine Gesprächstherapie, nachdenken.

Schuppenflechte auf Kopfhaut
© iStock
Auch auf der Kopfhaut kann eine Schuppenflechte auftreten.

Schuppenflechte bekämpfen: Was hilft gegen Psoriasis?

Heilbar ist die Krankheit Psoriasis wie gesagt nicht, aber es gibt – je nach Schweregrad – verschiedene Behandlungsmöglichkeiten und Wirkstoffe, um die Entzündung einzudämmen, die Symptome zu lindern und für eine gewisse Zeit beschwerdefrei zu bleiben.

Cremes und Salben mit Milchsäure, Harnstoff oder Salicylsäure sind eine oft verschriebene Behandlung, denn ihre Wirkstoffe lösen die Schuppen, und Balsame mit Dithranol oder medizinische salzhaltige Bäder (Solebad) wirken entzündungshemmend. Auch die Phototherapie hat sich bewährt. Dabei werden die betroffenen Hautpartien mit niedrig dosiertem ultraviolettem Licht bestrahlt. Oft wird sie mit Solebädern kombiniert (Photo-Sole-Therapie). In schweren Fällen können Ärzte auch Tabletten verschreiben, die das Wachstum der Hautzellen normalisieren sollen. Die beste Art der Behandlung solltest du mit einem Hautarzt oder einer Hautärztin besprechen.

Da Stress ein möglicher Auslöser für Psoriasis ist und sie verstärken kann, empfehlen Ärztinnen und Ärzte, nicht nur mit Medikamenten gegen die äußerlichen Symptome vorzugehen. Denn mit Cremes, Salben oder Tabletten werden zwar Symptome einer Schuppenflechte behandelt, aber nicht die eigentliche Ursache der Krankheit.

Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training können dabei helfen, Stress abzubauen. Vielen Betroffenen hilft es, sich mit Menschen auszutauschen, die an der gleichen Erkrankung leiden. Einen Überblick über Selbsthilfegruppen gibt es auf der Internetseite des Deutschen Psoriasis Bund e.V. Manchmal ist dieser Austausch schon Behandlung genug - wenn die psychische Belastung durch Psoriasis vulgaris aber doch zu groß wird, kann auch eine Psychotherapie die richtige Behandlung sein. Die Therapie kann einerseits dafür sorgen, dass psychischer Stress reduziert wird - eine Therapie kann dadurch aber eben auch dafür sorgen, dass Symptome zurückgehen oder ein nächster Schub verhindert wird.

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Verwendete Quellen: gesundheitsinformation.de, apotheken-umschau.de, psoriasis-bund.de

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