Trockene Haut Hausmittel: Diese Tipps helfen wirklich

Trockene Haut: Diese Hausmittel-Tipps helfen dir wirklich

Sie spannt, sie juckt, sie schmerzt: Trockene Haut ist ein ebenso unangenehmer wie langwieriger Wegbegleiter. Diese Hausmittel helfen dagegen.

Ursachen für trockene Haut

Menschen, die unter trockener Haut leiden, fragen sich immer wieder: Wieso habe ich trockene Haut? Ist eine Hautveränderung im Herbst und Winter noch auf Kälte und austrocknende Heizungsluft zurückzuführen, gestaltet sich die Suche nach Gründen bei sommerlichen Temperaturen schon schwieriger.

Ein großer Faktor, der das Hautbild beeinflusst, ist Stress. Er sorgt für viele gesundheitliche Probleme, doch besonders auf der Haut macht sich Stress bemerkbar. Während der Coronapandemie stieg der Stresspegel bei vielen Menschen an – kein Wunder also, dass fast jeder mal mit spröder Haut zu kämpfen hat. Auch die Hände werden häufiger gewaschen und sind ständig Desinfektionsmitteln ausgesetzt, die deine Haut zusätzlich angreifen. Trockene Haut kann aber auch darauf hinweisen, dass du nicht ausreichend Wasser trinkst oder dich zu ungesund ernährst. In einigen Fällen handelt es sich allerdings um eine Veranlagung oder um die Krankheit Neurodermitis. Überprüfe auch, ob die Symptome, die du beobachtest, eine allergische Reaktion sein könnten. Hast du etwas gegessen oder angefasst, das du nicht abkannst?

Symptome und Hautstellen

Die Symptome von trockener Haut sind übrigens so vielfältig wie eben seine Patientinnen und Patienten: Beispielsweise Rötungen, Schuppen, Juckreiz, Risse oder Spannungsgefühle sind Anzeichen von zu trockener Haut. Grundsätzlich kann jede Körperregion betroffen sein, bestimmte Hautstellen neigen aber öfter zu trockener Haut: Im Gesicht geht es meist um die Partie unter den Augen, an den Füßen um die Ferse. Ein prominenter Körperteil für trockene Haut: Die Hand. Trockene, rissige, extrem raue Hände sind keine Seltenheit. Und auch auf der Kopfhaut kann trockene Haut auftreten. Dort können nicht nur die Haare austrocknen, sondern die Kopfhaut fängt an, Schuppen zu bilden. Eine besonders nervige Stelle, denn die Behandlung mit Cremes sorgt dort sofort für fettige Haare. Zum Glück gibt es eine Reihe an Hausmitteln, die du auch auf deinem Kopf verteilen kannst – und danach ganz einfach nach wenigen Minuten wieder rauswäschst. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Quark-Pflege?

Tipps: Hausmittel gegen trockene Haut

Was also tun, wenn der Juckreiz nervt, aber gerade keine Dermatologin in der Nähe ist? Es gibt glücklicherweise einige natürliche Hausmittel, die optimal gegen trockene Haut einzusetzen sind. Und du kannst sie direkt ausprobieren! Bei starken Neurodermitis-Schüben oder wenn die Ekzeme chronisch bluten oder nässen, hilft aber tatsächlich nur ein Besuch bei deiner Ärztin oder deinem Arzt. Denn Neurodermitis ist eine Krankheit, die meist nur mit Cortison in den Griff zu bekommen ist. Es geht bei der ärztlichen Behandlung darum, die Haut zu beruhigen und Beschwerden rasch zu lindern. Neben speziellen Hautcremes werden dabei manchmal auch Badezusätze verschrieben. Aber: die anschließende Grundversorgung kann dann wieder von den Hausmitteln übernommen werden. Wenn du keine Neurodermitis-Patientin bist oder die Ursachen für deine trockene Haut schon kennst, helfen dir diese Hausmittel garantiert - und wirken besser als teure Salben oder Peelings. Vorteil: Du hast sie vielleicht sogar schon in deiner Küche.

1. Hausmittel: Peeling aus Kaffeesatz

Ein wahres Hausmittel, das wirklich jeder im Haus hat: Kaffee! Das Koffein fördert die Durchblutung und belebt die angegriffene Haut. Für das ungewöhnliche Peeling je nach Hautfläche ein bis drei Teelöffel Kaffeerest in kreisenden Bewegungen auf die betroffenen Regionen auftragen. Dadurch werden Hautschüppchen sanft entfernt und deine Haut ist danach weich wie nie zuvor: Am besten klappt dieser Trick auf der Gesichtshaut.

2. Hausmittel: Olivenöl und Lavendelöl

Öl ist ein kleines Wundermittel. Doch für welches Öl solltest du dich entscheiden? In Olivenöl ist wertvolles Vitamin E enthalten, das deiner Haut ihre Elastizität zurückgibt und die Bildung neuer Hautzellen anregt. Trage es als dünnen Film wie ein Gel auf die betroffene Stelle auf oder gib es zu deinem Badewasser hinzu. Lavendelöl überzeugt gleichzeitig mit seiner heilenden Wirkung. Achtung: Lavendelöl darfst du nur verdünnt auf die Haut auftragen. Auch Weizenkeimöl und Sesamöl können in die Haut einmassiert und nach dem Einwirken von ungefähr 20 Minuten einfach mit lauwarmen Wasser abgewaschen werden.

3. Hausmittel: Karottensaft

Karottensaft trinken kann jeder – unser Tipp: Tupfe den Saft vorsichtig auf deine ausgetrocknete Hautstelle. Betacarotin in der Karotte wird von deinem Körper in Vitamin A umgewandelt und hat eine schützende Wirkung auf die Haut. Doch genieße diesen Tipp mit Vorsicht: Nutzt oder trinkst du zu viel von dem Karottensaft, kann es zu rötlich-orangenen Hautverfärbungen kommen.

4. Hausmittel: Quark

Der Hausmittelklassiker Quark bringt die Ruhe in deine Haut zurück: Er mindert Spannungsgefühle und spendet Feuchtigkeit. Die Milchsäure sorgt außerdem dafür, dass deine Haut die Feuchtigkeit besser speichern kann. Als Wickel, Umschlag oder Gesichtsmaske: Quark ist überall einsetzbar. Für extra Nährstoffe füge noch eine Bananenschale in den Quarkmix hinzu, bevor du ihn auf deinem Gesicht verteilst. Auf der Haut fühlt sich die selbst kreierte Creme wie eine Wellnessbehandlung an!

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5. Hausmittel: Kokosöl

Reich an Laurinsäure und ungesättigten Fettsäuren, ist Kokosöl ein echter Geheimtipp: Lasse 1-2 Löffel auf deiner Hand schmelzen und trage das Öl auf deine Haut auf. Achte darauf, dass es mindestens 30 Minuten einwirken kann. Eine natürliche Pflege voller wertvoller Fettsäuren, die deine Haut dir auf jeden Fall danken wird.

6. Hausmittel: Avocado

Die fettreiche Beere des Avocadobaums ist ein Allround-Talent: Mit ihrer antioxidativen Wirkung und zahlreichen Mineralstoffen wie Kalium, Calcium und Magnesium, macht das Fett deine Haut geschmeidig und schützt sie vor Rissen. Avocado fördert die Wundheilung und verringert den allgemeinen Feuchtigkeitsverlust deiner Haut. Püriere diese Wunderwaffe für deine Gesichtsmaske so lange, bis sie eine cremige Konsistenz hat. Achte beim Kauf auf Bio-Qualität, besonders wenn es um deine Gesichtshaut geht!

7. Hausmittel: Honig

Trockene Haut, besonders spröde Lippen, können auch mithilfe von Honig bekämpft werden. Bienenhonig wirkt antibakteriell, beruhigend und entzündungshemmend auf der Haut. Die Kälte im Winter und seine Heizungsluft lässt viele Lippen aufplatzen - mit Honig passiert das von nun an nicht mehr. Einfach so viel wie nötig auf die trockenen Lippen auftragen, den Tag über einziehen lassen und abspülen. Äußerlich ist übrigens kein Unterschied zu Lipgloss zu erkennen.

8. Hausmittel: Aloe Vera

Die Liste von Hausmitteln, die gegen trockene Haut helfen, ist lang – unser letzter Favorit ist die stachelige Wüstenlilie Aloe Vera. Sie ist als Rettung bei Wunden oder bei einem Sonnenbrand bekannt. Und sie kann noch mehr: Das Gel in ihren Blättern kann trockene Haut heilen und pflegen, zudem kühlt es und spendet Feuchtigkeit. Trotzdem solltest du das Gel nur sehr dosiert anwenden.

Regenerationszeit von trockener Haut

Eins ist sicher: Deine trockene Haut braucht nachhaltig Feuchtigkeit. Eine kurzfristige Lösung kann zwar entlastend wirken und für den Moment funktionieren. Auf lange Sicht brauchst du bei chronischen Hauterkrankungen aber eine routinierte Pflege und eine auf dich zugeschnittene Langzeittherapie. Verwende dazu das Hausmittel, das dir am besten geholfen hat, in täglicher Wiederholung, bis sich eine sichtbare Verbesserung einstellt. Doch wie lange braucht deine trockene Haut, bis sie sich regeneriert hat? Dein Hautbild ändert sich nicht innerhalb weniger Tage, sondern regeneriert sich nur langsam. Habe Geduld: Das A und O ist, deine Haut zu verstehen und deine Körperreaktionen aufmerksam zu beobachten. Stelle im besten Fall deine Ernährung ganzheitlich um – verzichte auf den Konsum von Milchprodukten, Fleisch und Alkohol. Trinke stattdessen viel Wasser und meide Räume mit starker Heizungsluft, die deine Haut austrocknet. Priorisiere dich selbst und reduziere deinen Alltagsstress! Die Haut ist das größte Organ unseres Körpers – schenke ihr dementsprechend viel Fürsorge.

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Verwendete Quellen: nachhaltigleben.ch, utopia.de, oekotest.de

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