Schuppige Haut: Ursachen und Tipps

Schuppige Haut: Die Ursachen und Tipps zur Behandlung

Besonders im Gesicht lassen sich von Zeit zu Zeit kleine Hautschüppchen blicken, die nur hartnäckig zu entfernen sind. Wir erzählen dir, was wirklich hilft.

Unsere Haut erneuert sich ständig. Abgestorbene Hautzellen werden durch Schuppen auf unserer Haut sichtbar. Dieser Vorgang nennt sich auch Desquamation. Die Schuppen, die sich dabei ablösen, sind winzig klein – erst, wenn eine größere Menge an Hautschuppen sich abgelöst hat, macht sich dies auf dem Gesicht oder einer anderen Hautstelle bemerkbar.

Was sind die Symptome für schuppige Haut?

Trockene und schuppige Haut deutet meistens darauf hin, dass es ein Ungleichgewicht der Haut gibt. Die natürliche Fett- und Feuchtigkeitsregulation ist gestört. Das kann sich neben den Hautschuppen durch folgende Symptome zeigen – die Haut ist:

  • gerötet,
  • spannt,
  • juckt
  • oder ist rissig.

Dabei kannst du trockene und schuppige Haut nicht nur im Gesicht haben, wie um den Mund, an der Stirn oder Nase, sondern auch auf der Kopfhaut, in den Ohren, an den Händen und zwischen den Fingern, zwischen den Zehen oder an den Beinen.

Hier haben wir dir verraten, was gegen schuppige Kopfhaut hilft: Schuppige Kopfhaut: Das hilft gegen die lästigen Schuppen

Was sind die Ursachen für schuppige Haut?

Es gibt verschiedenen Ursachen, warum du schuppige Haut haben kannst.

  • Veranlagung: Oft liegt die Ursache für schuppige und trockene Haut in der gestörten Fett- und Feuchtigkeitsregulation der Haut. Der Prozess der Hauterneuerung funktioniert nicht richtig. In der untersten Hautschicht werden immer neue Hautzellen gebildet, wodurch die darüber liegenden Hautschichten nach oben geschoben werden. Vertrocknete, alte Hautzellen werden abgestoßen und Schüppchen können sich an der Hautoberfläche sammeln.
  • Falsche Pflege: Hast du die falsche Pflege für deinen Hauttypen, kann sich das in schuppiger Haut bemerkbar machen. Empfindliche Haut kann auf aggressive Produkte irritiert reagieren und die Haut austrocknen lassen.
  • Zu häufiges Waschen: Wäschst du deine Haut zu häufig durch Duschen oder Baden, entziehen das Wasser und die Reinigungsprodukte deiner Haut wertvolle Lipide, wodurch sie mit schuppiger und trockener Haut reagiert.
  • Wetterbedingungen: Kälte, Hitze und Wind setzen der Haut zu und entziehen dem Körper Flüssigkeit.
  • Hauterkrankungen: Hinter schuppiger und trockener Haut kann auch eine Erkrankung stecken. Neurodermitis, Schuppenflechte oder eine allergische Reaktion können hier die Ursache für das Schuppen der Haut sein.
  • Fortschreitendes Alter: Umso älter die Haut wird, desto höhere Bedürfnisse hat sie auch. Altersbedingte Stoffwechselveränderungen sorgen dafür, dass die Haut mehr Feuchtigkeit und Fettzufuhr braucht.
  • Ernährung und Lebensstil: Auch eine Fehl- oder Mangelernährung, ein Mangel an Vitaminen und Wasser oder der Konsum von Alkohol und Zigaretten können die Haut austrocknen und Schuppen mit sich bringen.

Schuppige Haut: So behandelst du sie

Damit du weißt, wie du schuppige Haut behandeln kannst, ist es zunächst einmal wichtig zu wissen, was die Ursache für die trockenen Stellen ist. Ist die Ursache eine Erkrankung, sollte diese Diagnose vorher von einem Arzt oder einer Ärztin festgestellt werden. Hat deine Haut zusätzlich zu den Schuppen starke Rötungen oder Juckreiz, suche lieber einen Dermatologen oder eine Dermatologin auf.

Es ist wichtig, schuppige Haut sorgfältig und konsequent zu pflegen und auf die Bedürfnisse der einzelnen Hautstellen einzugehen. Vermeide zusätzlich zu viel Reizung an den empfindlichen Hautstellen. Reibe nicht mit deinem Handtuch an der gereizten Haut – mechanische Belastung kann das Problem noch verschlimmern. Deshalb solltest du im Gesicht auch auf ein mechanisches Peeling verzichten. Um die Hautschuppen abzutragen, kannst du auf ein Enzympeeling setzen. Die Enzyme spalten Eiweißbausteine, wodurch sich sie Hautschuppen lösen. Für die tägliche Reinigung eignen sich Pflegeprodukte wie ein Reinigungsöl oder eine Reinigungsmilch.

Das kannst du gegen schuppige Haut im Gesicht tun

  • Feuchtigkeit: Sind die Hautschuppen die Folge einer falschen Hautpflege oder durch die Wetterumstände entstanden, ist Feuchtigkeit das, was deine Haut jetzt braucht. Dafür solltest du auf Wirkstoffe wie Hyaluronsäure, Urea, Nachtkerzenöl, Panthenol oder Aloe Vera setzen.
  • Fett: Damit du der gestörten Fettregulation entgegenwirken kannst, solltest du deiner Haut Fett zuführen. Abends eignen sich dafür reichhaltige Gesichtsöle wie Mandelöl, Arganöl oder Traubenkernöl. Das unterstützt die Bildung der Hautschutzbarriere. Suchst du ein Produkt, das du auch tagsüber anwenden kannst, ohne zu glänzen, gibt es auch Tagescremes, die diese Öle enthalten. Omega-Fettsäuren in Cremes können die Haut beruhigen und glätten die oberste Hautschicht. Nachtcremes enthalten meist noch höher konzentrierte Wirkstoffe und Fette, die so über Nacht wirken können.
  • Milde Pflege: Gerade bei trockener und schuppiger Haut solltest du nicht auf zu viele Reinigungsprodukte setzen und darauf achten, dass die Produkte mild sind. Denn diese können irritierte Haut noch mehr reizen. Achte hier auf rückfettende Reinigungsprodukte. Dadurch kannst du die Fähigkeit deiner Haut, Feuchtigkeit und Lipide zu speichern, unterstützen.
  • Rissige Haut: Schuppige und rissige Haut braucht eine extra Pflege. Denn die Haut ist verletzt und sollte mit einer Wund- und Heilsalbe in der Regeneration der Hautbarriere unterstützt werden. Dexpanthenol fördert den natürlichen Heilungsprozess der Haut.

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Das kannst du gegen schuppige Haut am Körper tun

  • Peeling: Am Körper kannst du die schuppige Haut ruhig mit etwas gröberen Peeling-Partikeln behandeln. Die Haut ist hier nicht so empfindlich und trocknet besonders an den Beinen schnell aus. Greife am besten zu einem Ölpeeling, das deine Haut gleichzeitig mit Feuchtigkeit versorgt.
  • Dry Brushing: Das Massieren der Haut mit einer trockenen Bürste regt nicht nur die Durchblutung an, sondern bürsten auch abgestorbenen Hautzellen weg.
  • Reichhaltige Cremes: Hast du deine Haut von den Schuppen gereinigt und sie gepeelt, darf die Pflege nicht fehlen. Denn trocken ist deine Haut danach meist noch immer. Greife auch hier zu reichhaltigen Cremes, die deine Haut beruhigen und sie mit Feuchtigkeit versorgen. Auch hier kannst du in deiner Bodylotion auf Inhaltsstoffe wie Nachtkerzenöl, Traubenkernöl oder Urea setzen.

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Fazit

Schuppige Haut kann verschiedenen Ursachen haben, von der die Behandlung abhängt. Hat deine schuppige und trockene Haut eine Erkrankung wie Neurodermitis oder eine Schuppenflechte als Ursache, solltest du einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen, bevor du eine Behandlung ausprobierst. Hat deine schuppige Haut jedoch eine klar festzustellende Ursache wie zu wenig Feuchtigkeit oder eine irritierende Pflegeroutine, ist es einfach, die Pflegeprodukte umzustellen und so eine effektive Lösung gegen die abgestorbenen Hautzellen zu finden.

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Verwendete Quelle: eau-thermale-avene.de, bepanthen.de

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