Angela Merkel bei Anne Will: Was wurde besprochen?

Angela Merkel bei Anne Will: Was wurde besprochen?

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) war in der ARD-Sendung "Anne Will" zu Gast und äußerte sich zur aktuellen Corona-Situation.

Angela Merkel bei Anne Will
© NDR/Wolfgang Borrs
Bundeskanzlerin Angela Merkel war bei "Anne Will" zu Gast und klärte auf, was sich an der aktuellen Corona-Situation ändern muss.

Seit rund einem Jahr dreht sich die Welt nur um ein Thema: das Coronavirus. Neue Maßnahmen, Sicherheitsregelungen, Lockdowns und Mutationen sind seit Monaten die Buzz-Wörter in den News und scheinen leider nicht so wirklich zu weichen. Die dritte Welle ist da, es wird geimpft, doch die Infektionen scheinen nicht ruckartig zurückzugehen. Woran kann das liegen und wie soll es weitergehen? Bundeskanzlerin Angela Merkel war am 28.03.2021 bei der ARD-Sendung "Anne Will" zu Gast und ging genauer auf die Problematik der aktuellen Situation ein.

Angela Merkel: "Wir müssen die dritte Welle brechen"

Das neue Virus ist infektiöser, aggressiver und tödlicher. Das wurde aus dem gestrigen Interview mit Angela Merkel deutlich. "Wir müssen die dritte Welle brechen", sagte sie. Doch einige Bundesländer wären sich dessen wohl noch nicht so bewusst: "Es gibt mehrere Bundesländer, die eine sehr weite Interpretation haben und das erfüllt mich nicht mit Freude." Darunter falle vor allem auch Nordrhein-Westfalen.

Zudem ist die Kanzlerin nach wie vor für eine aktive Ausgangs- und Kontaktbeschränkung, dass mehr im Homeoffice gearbeitet wird und eine umfassende Teststrategie in Schulen und Unternehmen. Gerade für Letzteres befände man sich wohl noch in einer Testphase, da Merkel mit den Unternehmen bisher noch nicht so zufrieden ist. Sollte es weiterhin so bleiben, werde sie eventuell die Arbeitsschutzverordnung anpassen.

"Wir brauchen keine Ministerpräsidentenkonferenz, sondern wir brauchen Handeln in den Ländern."

Eine Ministerpräsidentenkonferenz vorzuziehen, sieht die Bundeskanzlerin als nicht notwendig. Generell ist sie der Meinung, dass der ständige Austausch wenig bringt und eher ein aktives Handeln gefordert werden muss. Sich alle vier Wochen zu treffen – so könne es nicht weitergehen. "Wir brauchen keine Ministerpräsidentenkonferenz, sondern wir brauchen Handeln in den Ländern."

Sollten die Bundesländer sich nicht an die nötigen Maßnahmen halten, könnte der Bund tätig werden. Dazu könnte gehören, dass das Infektionsschutzgesetz nochmals überarbeitet wird und klar festgelegt wird, was wann geschehen muss. "Das ist mein Amtseid, das ist meine Verpflichtung", sagte sie dazu.

Du hast das Interview verpasst? Hier kannst du es dir anschauen.

Verwendete Quellen: tagesschau.de

Benjamin Baarz Nina Bott
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